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08.03.2026
Hab die Boxen jetzt mit einer Lage Naturwolle ausgelegt (nicht gestopft). Ich finde damit und mit den Klangreglern bekommt man jetzt schon ein relativ gutes Klangbild hin. Ob ich an der Armhorizontalen noch was machen soll, überlege ich mir gerade. Der Plattenspieler war ja auch als Wechsler gedacht, aber die Armhorizontale stimmte wahrscheinlich erst bei der 3 oder 4 Platte?
60 Jahre und kein bisschen leise 😉.
Hier mal ein Bild vom Inneren, nachdem ich noch einige Bauteile mehr getauscht hatte (bisher insgesamt 14 Bauteile).
07.03.2026
Gestern mal in einem Dual-Forum geschrieben und um Hilfe gebeten.
Dort meinte man es wäre eher unwahrscheinlich, das der Ausgangsübertrager etwas hätte, eher noch könnte der Kondensator der parallel der Primärwicklung liegt kaputt gegangen sein. Auf den Tipp hin ist mir dann noch ein andere Ansatzpunkt eingefallen. Ich hatte zwar die Arbeitspunkte der Endröhre überprüft, aber nicht die der Treiberröhre und siehe da, der defekte Kanal zeigte keine Gittervorspannung. Die Röhren hatte ich ja vorher schon kreuzweise getauscht, an der konnte es nicht liegen. Kathodenwiderstände passten auch so weit, aber der Anodenwiderstand zeigte keinen Wert mehr an. Gleich mal von beiden Kanälen getauscht. So kommt jetzt zumindest schon wieder was raus, aus dem "defekten" Kanal, aber noch deutlich weniger als der andere. Werde mich jetzt Bauteil für Bauteil weiter durchhangeln.
Also noch etwas weitergeforscht. Kathodenwiderstände der Endröhren waren 180 Ohm (im Schaltplan wird 170 Ohm angegeben), gemessen um die 200 Ohm. Also auch raus und die Kathoden-Überbrückungs-Kondensatoren gleich mit. Damit waren die Kanäle (Arbeitspunkte, Ausgangssignal, etc,) so ziemlich gleich.
Da hab ich doch für den Anodenwiderstand der Treiberröhre ausversehen 22 kOhm anstatt 220 kOhm genommen 😉. Gut das ein Foren-Mitglied so aufmerksam war. Die Farben auf dem Widerstand waren schon leicht vergilbt, die Schrift im Schaltplan klein und ich seh ja auch nicht mehr wie ein Adler 😉. Schlechte Kombi! Ein Blick ins Datenblatt der ECL86 hätte auch geholfen, aber wenn man beim Wursteln ist, kann man schon mal was vergessen.
Mit den original Boxen hört sich das allgemein etwas "hohl" an. Ich versuch mal etwas Naturwolle locker rein zu legen. Mit den Saba's oder den RFT L3402 auf den Schallwänden, dann schon mehr Bass, aber zu dumpf. Mit den Klangreglern kann man etwas "verbessern", aber kein Vergleich mit einem richtig gut gemachten Verstärker. Hab ich aber auch nicht erwartet. Mal schauen ob es für meinen Vater dennoch passt, für seine "Blassmusik" und "Peter Alexander" 😉?
Jetzt muss ich mir nur noch was für die Spannungsreduzierung einfallen lassen.
06.03.2026
Gestern das Ganze mal über einen Stelltrafo in Betrieb genommen, Platte aufgelegt und geschaut was da so rauskommt. Noch anfänglichen Antriebsproblemen hat sich das Ganze, nach etwas Reinigung mit Spiritus, von Tellerinnenseite (da wo das Reibrad aufsetzt), dem Reibrad selbst und der Antriebsachse, dann noch etwas eingespielt. "Flüssig" ist anders, aber er spielt schon mal. Der Dual-Motor scheint keine so hohe Kraft zu besitzen, wie z.B. der vom Lenco L75. Die Plattendurchmesser-Erkennung tut ihren Job und die Nadel setzt auch recht genau auf. Tönen kamen auch schon raus, aber leider nur links. Daran hat sich auch nichts geändert, weder mit Röhren umstecken, noch mit Mono-Signal (am Lautstärkeregler ziehen), noch mit einem Adapterkabel und anderen Lautsprechern.
Sieht nicht gut aus. An beiden Übertragern steht primär Spannung an, Arbeitspunkte der Röhren passen auch, Kabel sind keine locker, nur eben kommt sekundär beim rechten Übertrager nichts raus oder zumindest nur extrem gering und stark verformt (wenn man die Empfindlichkeit am Oszi höher dreht). Vielleicht hat dieser schon gelitten durch einen offenen Ausgang?
Sch...!
05.03.2026
Gestern hatte ich die Netzspannung dann sogar mal bis 230V~ hochgedreht, nur um zu sehen, wie sich der Stromkonsum verhält, damit ich evtl. Vorwiderstände für Heizung und Anodenspannung berechnen kann. Bei 220V~ floss in die Verstärkerschaltung ziemlich genau 70mA, so wie im Schaltplan angegeben. Das könnte auch bedeuten, die ECL86 sind auch noch ok. Zur Not hätte ich noch ein gebrauchtes Pärchen da.
Werde jetzt die Heiz- und Anodenspannung doch nicht einzeln reduzieren, sondern über einen Lastwiderstand nur in der 220V Primär-Anzapfung des Netztrafos. Muss mir dann nur noch einen Platz für den 33-39 Ohm/10W Widerstand suchen. Der Dürfte auf längere Zeit durchaus "heiß" werden und eben direkt an Netzspannung hängen.
Oder vielleicht doch eher einen kleinen Stelltrafo?
Auf jeden Fall werde ich reduzieren, weil alleine schon die Heizspannung bei nur 220V~ schon ca. 6,5xV~ war, also bereits leicht überheizt.
Hab auch nochmal gegoogelt, welche Länder 150V~ gehabt haben sollen. Die Spannung war mir bisher unbekannt. Früher, als die Stromnetze noch im Aufbau waren und nicht einheitlich, soll das z.B. in Italien, speziell in der Toskana, der Fall gewesen sein.
Die Lautsprecherkabel und die DIN-Stecker sind auch angekommen. Gleich mal die Kabel für die Lautsprecher gemacht (2x3,5m sollten reichen).
Im Inneren der Lautsprecherboxen sieht es so aus. Da scheint jetzt immer nur eine Seite (rechter oder linker Kanal) angelötet zu sein? Ich hab bei mir gleich eine Brücke im Stecker eingelötet, das ich jeden Lautsprecher als links oder rechts verwenden kann. Nur noch die Farbkodierung Kabel entscheidet über links oder rechts (schwarz=links, rot=rechts).
04.03.2026
Einen Trenn-/Stelltrafo hab ich mir von meiner Arbeit ausgeliehen. Den Motor des Plattenspielers hab
ich erstmal abgelötet, um den Verstärker alleine bzw. die verbauten Elektrolytkondensatoren langsam mit
Spannung zu versorgen. Mit 70V~ beginnend bin ich gerade schon bei
200V~, habe aber für heute Schluss gemacht. Strommesser hatte ich zur Kontrolle in die
Plusleitung des Selengleichrichters eingeschleift. Stromkonsum verhält
sich bisher unauffällig. Bei 220V~ Netzspannung dürfen max. 70mA in die
Schaltung fließen (Heizströme nicht mit gerechnet). Heutzutage haben wir aber 230V~. Sicherheitshalber werde ich für die Verstärkerschaltung noch einen 100-150 Ohm Widerstand am Ausgang des Selengleichrichters, noch vor dem 1. Kondensator (100µf), einbauen.
Ob der Motor das aushält kann ich noch nicht sagen. Dessen Wicklung hängt mit an der 150V Anzapfung des Netztrafos, primärseitig. Ist also nur für 150V~ ausgelegt.
Wenn ich also einen "dicken" Widerstand, nur vor die 220V Zuleitung (vor die Sicherung) zum Trafo hin einbaue, der eben die Differenz zwischen 230 und 220V~ abfängt, dann müsste das für den Motor dann auch passen. Für 115/150V spielt der kann keine Rolle mehr.
Gesamtleistungsaufnahme bei 220V ist lt. Datenblatt ca. 60W.
60W/220V=0,273A
230V-220V=10V
10V/0,273A=36,6 Ohm -> P=(I*I)/R=2,68W -> sicherheitshalber einen 10W nehmen!?
150V Netze gibt es heute, so viel ich weiß, nicht mehr und die damaligen 110V Netze haben heute auch schon 120V. Ich könnte den Widerstand auch in die 0V-Leitung legen, damit wäre die Spannungs-reduzierung für alle Anzapfungen gültig, aber dort fließen dann bei 110/150V-Betrieb fast doppelt so hohe Ströme und der Widerstand wird dann noch heißer.
Das muss ich mir nochmal überlegen!
03.03.2026
Das Dual CDS630 ist "angeflanscht" und die Auflagekraft eingestellt.
01.03.2026
Mein Vater hatte schon vor einiger Zeit, mal beiläufig gesagt, dass er seine alten Platten vielleicht mal wieder hören wollte. Seither hab ich immer wieder mal geschaut ob ich einen Kofferplattenspieler bekomme. Ich dachte mir, wenn schon, dann stilecht mit Röhren, aber Stereo. Nach einiger Suche bin ich beim Dual P1011 V26 hängen geblieben, nur ist halt nicht immer gleich einer verfügbar oder wird nicht versendet oder ist in keinem guten Zustand, wenn man einen will 😉.
Jetzt was es dann soweit. Der Preis stimmte (65€+Versand), er sah auf den Bildern gut aus und der Verkäufer war so nett meine Verpackungstipps alle umzusetzen, in der Hoffnung das er gut ankommt.
Heile ist er angekommen, auch wenn sich keiner mehr um die Transportlage (Pfeile auf der Verpackung) schert, weil er erstmal falsch herum vor der Türe stand 😉.
Die 50µf Kathoden-Überbrückungskondensator und der 170 Ohm Kathodenwiderstand der Endpentode der ECL86 ergeben nur knapp 19Hz (-3dB) untere Grenzfrequenz (fu). Hab schon überlegt den gleich auf 100µf zu erhöhen, aber ob das bei den kleinen Übertragern und bei den Lautsprechern was bringt, die fu auf ca. 9,4Hz zu reduzieren? Aber man könnte sich ja auch noch einen Adapter bauen, um andere Lautsprecher daran anzuschließen?
Ich versuche jetzt erst einmal mit einem Regel-/Stelltrafo das Gerät über Stunden/Tage mit immer höheren Spannungen zu versorgen (beginnend mit vielleicht 80V~ - Tipp aus dem WWW), um zu schauen ob die Elektrolytkondensatoren noch "formierbar" sind.
Das war's dann aber auch fast schon an Arbeiten, wenn dann mechanisch alles laufen sollte. Sogar das Reibrad ist noch schön weich/griffig. Ob noch was "entharzt" und neu gefettet werden muss, werden wir dann sehen.
Tonabnehmersystem ist das Dual CDS620 mit Wendenadel für 78/45 und 33er Geschwindigkeiten (wahrscheinlich alles noch Saphire). Frequenzgang 20-16.000Hz, empfohlene Auflagekraft 6p. Autsch! Das wird ja auch mir langsam zu viel 😉. Gut ist, das es eine 1/2" Befestigung hat, so das ich mir gedacht habe, gleich das etwas bessere CDS630 anzubauen (mit nur 4p Auflagekraft), was eh unbenutzt herumliegt. Auflagekraft am Arm des P1011 soll man einstellen können. Beim CDS630 handelt es sich aber nicht mehr um ein Original (das war noch ein Kristall-System) sondern bereits um einen Nachbau der Fa. Analogis (mittlerweile ein Keramik-System).













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