Mittwoch, 27. Mai 2026

Musikschrank oder -truhe, aber modern?

Aktuelles immer zuerst!

Da hat mir mein Bekannter wieder einen Floh ins Ohr gesetzt.

Quelle: https://www.tonenhaus.com

Montag, 20. April 2026

Jennen JS-30 Restauration

Aktuelles immer zuerst!

27.05.2026

Der Jennen ging jetzt erstmal wieder zurück zu meinem Bekannten. Soweit hat alles funktioniert, nur Phono-Betrieb, mit MM-Systeme ist eine Kanalungleichheit aufgefallen. Ich hatte bisher meist mit AUX getestet. Was dann eigentlich auf einen Fehler in der ECC83 Eingangsstufe hindeutet.

Er hört sich das Ganze jetzt erstmal etwas an, schreibt zusammen was im noch so auffällt und dann muss man sich das Gerät halt nochmal anschauen.



22.05.2026

Netzteilelkos kamen wieder rein, u.a. weil die Werte außerhalb der Schaltung nochmals gemessen und für gut befunden wurden. Die 40 Euro für Ersatz kann sich mein Bekannter momentan sparen. Der Gitterspannungserzeugung der 2. Stufe der ECC83 wurde wieder auf das Original zurückgebaut (3,3 MOhm), um eine evtl. Einfluss auf den Rest der Schaltung auszuschließen. Da stecke ich nicht tief genug in den Schaltungsdetails. Beide Heizspannungen wurden mit Vorwiderständen an die 230V Netzspannung angepasst. Auch die Betriebs-Gleichspannung bekam einen Vorwiderstand. Der Schutzleiter wurde über einen 100 Ohm-Widerstand mit dem Chassis verbunden. Funktionen sind alle gegeben.


Mal schauen ob mein Bekannter das Gerät überhaupt behält, u.a. wegen dem Brummproblem. Rein aus historischer Sicht konnte man den bisherigen Aufwand rechtfertigen, mehr würde ich persönlich nicht mehr machen, u.a. weil auch schon ein Loch ins Chassis gebohrt wurde.




14.05.2026

Die Netzteilelkos kamen jetzt mal raus und dafür neue rein, mit einer zusätzlichen Siebstufe, um 1. die Differenz zwischen 220 auf 230V Netzspannung auszugleichen, aber auch um eine höhere Siebwirkung zu erzielen, um das Brummen evtl. reduzieren zu können. Hat aber nichts/nicht viel gebracht.

Die Eingangsempfindlichkeit war auch noch zu hoch, so das ich max. nur auf den 2. Strich des Lautstärkereglers stellen konnte (bei nur max. 0,7V Eingangsspannung aus dem Selbstbau-DAC). Hab der 2. Stufe der ECC83 einen Rk verpasst, anstatt der Schaltung über Gitteranlaufstrom mit einem 3,3 MOhm Widerstand. Funktioniert schon mal, aber so eine Schaltungsänderung könnte auch Rückwirkungen auf die Anderen Schaltungsteile haben.

Frequenzgang in "Tone" Neutralstellung hab ich auch mal gemacht, ca. 80-28.000Hz (-3dB). Tiefgang sieht anders aus, was u.a. an den Übertragern, aber auch am Pentodenbetrieb liegen könnte (was ich aktuell bei einem Versuch beim ECL805-Verstärker gesehen habe) obwohl eine Gegenkopplung vom 16 Ohm Übertragerausgang zurück auf die Eingangsstufe vorhanden ist.




11.05.2026

Der separate Spannungsteiler, um die Heizspannung höher zu legen hat nichts gebracht, auch ein Entbrummer-Poti nicht, dafür hat eine zusätzliche Siebstufe und etwas mehr Siebung den Brumm etwas reduziert. Vielleicht doch die alten Netzteilkondensatoren?

Auch hab ich mal die Spannungen bei 230V Netzspannung gemessen, insbesondere die Heizspannung. Die steigen sowohl für die Gleichrichter- als auch für die Verstärkerröhren auf bedenkliche 6,8xV. Das ist zu viel! Deswegen bekamen beide jetzt symmetrische Reihenwiderstände verpasst, um das Zuviel an 
Spannung zu reduzieren. 

Die Anoden- und Gitter-G2-Spannungen werde ich durch den Einbau einer weiteren Siebstufe reduzieren.



08.05.2026

Auch der "Function"-Schalter wurde getauscht (Funktion jedoch noch nicht getestet 😉). Hat aber am Brummproblem nichts geändert. Dann hab ich die beiden ECC83 Röhren gezogen, aber auch das half nichts. Werde jetzt mal versuchen die Heizspannung zu symmetrieren und evtl. auch versuchen einen separaten Spannungsteiler, um die Heizspannung damit höher zu legen, einzubauen und nicht diese "einseitig" Konstruktion an einem der Kathodenwiderstände der Endröhren. Auch liegt je eine ECL82 eines jeden Kanales direkt neben dem Netztrafo, nicht das da etwas einstreut?



07.05.2026

Der "Selector" Drehschalter wurde getauscht. Dabei wurde festgestellt, das bei einem Kanal der AUX- und der TUNER-Eingang am Drehschalter, an einem einzigen Kontakt zusammengelötet waren. Seltsam! Sicherheitshalber alles ausgemessen und richtig angeschlossen. Geht! Damit auch nochmal alle Schalter und Regler am Verstärker im Betrieb getestet. Funktioniert wie es soll. Brummen tut er links immer noch mehr wie rechts (vielleicht doch die Siebkapazitäten im Netzteil?).

Als Nächstes soll der "Function"-Schalter getauscht werden.



06.05.2026

Röhren abgeholt, gesteckt und funktioniert schon mal besser (keine Störungen auf dem Ausgangssignal, beide Kanäle liefer ein Ausgangssignal). Gleich mal an die Anlage angeschlossen, sowohl mit CD als auch mit Keramik-TA an den Eingängen (mit Keramik am "CER"-Eingang hört sich das sogar richtig Bassstark an). Der geht auch sehr laut. Ich komme kaum über die ersten beiden "Striche" (9 Uhr Stellung). Links hab ich noch einen Brumm und auch das linke Poti verhält sich komisch am Ende des Regelbereiches (Masseführung?). Da werde ich jetzt erst einmal die Eingangsröhren (ECC83) quertauschen und die Masseführung prüfen.

So sieht das momentan im Inneren aus. 

Bisher wurden nur 4 Koppelkondensatoren (Folientypen), 6 Widerstände, 3 kleine Elkos und die Cinchleitung von den Lautstärkereglern auf die Endstufe erneuert.

Amerikanische Sicherungen 6,3x32mm mit 1,25T sind unterwegs. In Absprache mit meinem Bekannten werde ich evtl. die Bohrung für die Kabeldurchführung etwas erweiteren, damit ich da eine anständige Zugentlastung reinbekomme. Momentan hab ich nur eine Gummitülle drinnen, das Netzkabel ist nur mit Kabelbindern am rausrutschen gehindert, aber verdrehen kann es sich.

Werde mich dann auch an den Austausch der Drehschalter wagen und nebenher den Schaltplan weiter vervollständigen. Im Rückblech hat ja jemand eine zusätzliches Loch gebohrt. Hab mir schon überlegt ob man hier vielleicht einen einstellbaren Last-Drahtwiderstand befestigen könnte, der das Zuviel an Netzspannung (230 anstatt 220V) vor dem Trafo wegnehmen könnte. Ansonsten befürchte ich werden Heiz- und Anodenspannungen zu hoch (oder halt die Spannungen einzeln reduzieren). Ansonsten muss ich halt nach dem Trafo, die einzelnen Spannungen reduzieren.

Nur nicht "hudeln"! 



04.05.2026

Ein weiterer (Anoden)Widerstand hatte keinen Widerstandswert mehr, weshalb sich auch keine Gittervorspannung, durch den Kathodenwiderstand ergab. Des Weiteren hab ich festgestellt, das eine der 4 russischen ECL82 einen Treffer hat, die, jenachdem wo sie steckt, entweder Störungen auf dem Sinusausgangssignal erzeugte oder einseitig kein Signal an die Gegentaktendstufe ausgab. Da muss ich mir jetzt erst einmal die mitgelieferten Röhren von meinem Bekannten holen.



29.04.2026

Bis auf die Drehschalter wurden die gelieferten Bauteile eingebaut und ich hab mich getraut das Gerät auch schon einzuschalten und 1.Messungen zu machen. Spannung war durch den Stelltrafo "etwas reduziert", so das zumindest nicht gleich 230V anliegen.

"Abgeraucht" ist zumindest nichts 😉. Aus dem einen Kanal kam auch schon ein Signal raus, zwar noch etwas verformt, aber immerhin. Jetzt geht es an die Fehlersuche. Dazu werde ich den RIAA und die ganze Umschalt-, Klang- und Lautstärkeregelung erstmal umgehen und direkt ein Signal auf die Eingänge der Endstufen legen.



27.04.2026

Weitere Bauteile sind eingetroffen. Hier mit den neuen Lautsprecherbuchsen (die schwarz/roten). Wichtig dabei war, das die Bohrungen beibehalten werden konnten.





20.04.2026

Ein Bekannter hat sich einen Jennen JS-30 Röhrenverstärker gekauft, aus den 1960iger Jahren. Hab ihm angeboten, beim Aufarbeiten zu helfen.

Klassisch schön sieht er ja aus.

[Bild: Jennen-Electronics-JS-30.jpg]

DIN- und Cinchbuchsen für die Eingänge, Bananen- und Lautsprecherbuchsen für die Ausgänge. Lautsprecherimpedanz ist von außen einstellbar. Das erspart nerviges öffen und umlöten.

 

 

Neben den 1. Überprüfungen was mechanischen Aufbau, Bauteile und Kontaktierung angeht ist aufgefallen, dass das Gerät nicht mehr ganz original ist. Auf der Rückseite ist min. 1 Bohrungen nachträglich gemacht worden und es fehlen 2 Lautsprecherbuchsen. Im Inneren fiel sofort der rote Kondensator auf, der zwar den richtigen Wert hat, aber gegenüber dem grauen Original deutlich zu groß ist. Leider wurde der in diesem Zusammenhang mit getauschte Widerstand von ursprünglich 500 kOhm, auf 680 kOhm erhöht. An dieser Stelle (einer der Gitterableitwiderstände der Gegentaktendstufe) nicht all zu kritisch. Musste wegen fehlender Bauteile auch erstmal einseitig, aber kanalgleich, tauschen. Damit stimmen zumindest schon mal die Werte wieder.

Die Kapazitätswerte der Elektrolytkondensatoren passen (zeigen gar höhere Wert an), bis auf einen und der ist gerade für die Überbrückung des Kathodenwiderstandes im RIAA-Bereich zuständig, der deutlich zu wenig zeigt. Da hab ich aber was für 1. Versuche rumliegen.

Passenden Ersatz für die Mehrfacherlkos, im Netzteil, bekommt man sogar noch neu nachzukaufen. Potis wurden vorsichtshalber mit Kontakt-Chemie Oxidreiniger "gespült" und durchbewegt. Aber selbst die Potis würde man in den Werten, passend für die vorhandene Bohrung, noch bekommen.

Beim rauszeichnen des Schaltplanes fallen immer wieder mal "Besonderheiten" auf, die ich bisher so nicht kannte. So z.B. wird der Mittelpunkt der Heizung für die Verstärkerröhren (3,15-0-3,15V) nur an einem Kanal auf den gemeinsamen Kathodenwiderstand der Endröhren gelegt und soll scheinbar das Heizungspotential um die Spannung die über dem Kathodenwiderstand abfällt erhöhen. Vielleicht bau ich dafür einen separaten Spannungsteiler ein, einfach damit beide Kanäle "gleich" arbeiten? Anderseits will ich die Originalität nicht zu sehr verändern. 

Auf die "Verschaltung" von "Tone" und "Function" bin ich auch schon gespannt 😉. Die kanalgetrennte "Klangwaage" (Tone) ist u.a. irgendwie mit der RIAA-Schaltung verbandelt, aber auch mit dem Eingangswahlschalter "Selector" und auch noch mit dem "Function"-Schalter, der es u.a. ermöglicht die Phase zu drehen und/oder auf Mono zu stellen. Das muss ich mir nochmal genauer anschauen. Und dann wäre da auch noch die kanalgetrennten Lauststärkeregler "Gain".

Auch hat der Verstärker 2 Tonabnehmer-Eingänge (nicht schaltbar), einer für "Mag" (MM-TAs) und einer für "Cer" (Kristall- oder Keramik-TAs). Hab jetzt schon Schaltungen im WWW gesehen, wo der "Cer"-Eingang nur mit einem kleinen Kondensator (ca. 100pf) mit dem"Mag"-Eingang verbunden ist, andere hingegen eine s.g."Velocity"-Schaltung verwenden (RC-Netzwerk), wie es z.B. die Fa. Sonotone bei ihren Systemen 9TA und 9TAHC angab. Ein Kristall- oder Keramik-TA benötigt, wenn man ihn "artgerecht" anschließt eigentlich keinen Entzerrervorverstärker (RIAA), aber durch diese Schaltungstricks, werden diese niederohmiger belastet, was schon mal ihren Ausgangspegel reduziert, aber gleichzeitig auch "verzerrt" werden, so das man diese wieder an einem RIAA-Vorverstärker betreiben kann. 

Das Zeigerinstrument an der Front hat die Aufschrift "Balance" und wird über eine Dioden-Widerstandsmatrix, die von jedem 16 Ohm Lautsprecheranschluss kommt (so wie auch die Gegenkopplung) und anschließend über einen Widerstand zusammengeführt an das Instrument geleitet wird. Diese misst wahrscheinlich die Ausgangsspannung, die wenn kanalgleich, die Anzeige in Mittelstellung bringen dürfte? Die hier verwendeten Dioden, so schwarz wie die sind und auch die Form, dürften Germanium-Typen sein. Die einzigen "Halbleiter" in diesem Gerät 😉.

Diese Schicht aus Staub und Fett ist ganz schön hartnäckig. An der Frontplatte hat sich eine angelötete Lötleiste gelöst und hat mit der Zeit einen hässlichen Rostfleck hinterlassen. Denke nicht das ich die so einfach angelötet bekomme. Wäre auch nicht wichtig, da sie keine Masseverbindung darstellt. Müsste halt nur "fixiert" und "isoliert" werden, damit sie nicht irgendwo Kontakt bekommt.

Die 2-polige Netzleitung wurde gegen eine mit Schutzleiter getauscht, um das Metallgehäuse zu erden. Dauert noch ein bischen bis die Lautsprecherbuchsen (wahrscheinlich kommen die aus China) kommen.

Dienstag, 24. März 2026

"Fingerübungen", "Resteverwertung", "Testobjekte"



Aktuelles immer zuerst!

"Fingerübung die 2." 

28.04.2026

Hier nochmal beide Frequenz- und Phasengänge übereinander gelegt. Untenherum mehr Phasenverschiebung obenherum ein früherer Abfall.






27.04.2026

Ich werde jetzt für eine weitere Frequenzgangsmessung nochmal den Line-Vorverstärker (2x ECC82, Anoden-/Kathodenfolger) vorschalten, um zu sehen ob eine deutlich niederimpedantere Ansteuerung der Endstufe sich auf die untere Grenzfrequenz auswirkt.

Und so sieht das aus. Bringt nicht all zu viel. Nach oben hin eher weniger, nach unten hin eigentlich gar nichts.






23.04.2026

Der einstellbare Hochlast-Drahtwiderstand wurde von innen am Deckblech befestigt, rechts von der Gleichrichterröhre, zwischen dem roten und den grauen Folienkondensatoren (s. Bild im Eintrag vorher). Hier war noch etwas "Luft" und auch genügend Abstand zu den darunterliegenden Netzteilkondensatoren.

Mit den Arbeitspunkten musste ich etwas spielen. Anfangs hatte ich noch die 250V-Wicklungen des Netztrafos genommen, keinen 1. C (also reine Drosselsiebung) und das Zuviel an Spannung einfach durch erhöhen des Spannungsabfalls über den Hochlastwiderstand weggenommen (Widerstandswert vergrößert -> höhere Verlustleistung. Die Güte der Drosselsiebung war hierbei <0,5, also nicht resonanzfähig. Damit bin ich dann irgendwo bei ca. 7,7W Pa, der E55L gelandet (Ua ca. 148V bei Ik ca. 52mA, entspricht ca. 77% der max. Pa), womit ich ca. 1,35W an 8,2 Ohm herausbekam. 

Dann auf die 200V-Wicklungen des Netztrafos umgestellt, 1.C=1,5µf, Hochlast-R auf 235 Ohm eingestellt (keine reine Drosselsiebung mehr! Zusammen mit dem RDC der Drossel (155 Ohm), der Induktivität 10H und den 270µf Siebkapazität, komme ich wieder auf eine min. Güte von 0,5 - nicht schwingfähiger Resonanzkreis). Damit wird die Anode der E55L nur noch mit Pa ca. 5,8W belastet (Ua ca. 150V, bei Ik ca. 39mA), bekomme aber eine kaum geringere Ausgangsleistung als bei Pa=7,7W, ca. 1,25W, die ich mit ca. 2,9Veff am Eingang erreiche.

Der Rk von 62 Ohm blieb in beiden Fällen gleich. Muss ich mir nochmal genauer anschauen, warum das so ist. Liegt wahrscheinlich mit am Ri der Röhre? Der Ra des Übertragers war in beiden Fällen 2,5k. 

Bei einem höheren Ik dürfte der Ri der Röhre abnehmen, der lt. Datenblatt bei Ua=125V und Ik=55,5mA, ca. 600 Ohm betragen soll. Bei nur 38mA dürfte der Ri also steigen, was im Zusammenspiel mit den 2,5k des Übertragers vielleicht wieder eine bessere Leistungsausbeute bringt. Bei höheren Strömen (niedriger Ri) wäre ein Ra von vielleicht 1,8k besser?

Und so sieht der Frequenz- und Phasengang damit aus, ca. 12- >60.000Hz (-3dB), ca. 40° bei 20Hz und vielleicht ca. 90° bei 10Hz.

Eigentlich müsste man auch immer die "Rahmenbedingungen" (Ein- und Ausgangsimpedanzen, sowohl der Schaltung als auch der "Messgeräte", etc.) mit angeben, weil diese ebenfalls das Messergebnis beeinflussen.

Ich verwende als AudioInterface das Focusrite 2i2 3rd, von dem zumindest alle notwendigen Parameter bekannt sind (das war in der 1. Version die ich verwendet hatte nicht der Fall) und dann eben die Eingangsbeschaltung des Verstärkers, bestehend aus einem 50k log Poti und einem 100 kOhm Gitterableitwiderstand (Rg). Je nach Stellung des Potis im Verstärker, parallel dem Rg, ergeben sich im ungünstigsten Fall nur noch 33,33 kOhm. Mit diesem Wert wird der Ausgang des AudioInterfaces belastet.

Ich verwende für meine Messungen die Instrumenteneingänge des Interfaces



Der Ausgang hat folgende Werte



Sollte also soweit passen.



22.04.2026

So sieht das jetzt "wieder" aus (das hat es vor dem Umbau auch schon, halt nur in einem etwas größerem Gehäuse)

Der 10W 220 Ohm Lastwiderstand vor der Drossel, um die Güte Q auf 0,5 einzustellen, muss den Gesamtstrom von ca. 80-100mA abkönnen und wird dabei schon recht "warm". Da hab ich Bedenken bei den umliegenden Leitungen, das die "angeschmort" werden könnten. Ich hab da noch einen einstellbaren 20W Hochlast Drahtwiderstand übrig, den ich aber evtl. stehend (am Deckblech innen, ins Gehäuseinnere hineinragend) montieren müsste. Hätte gedacht im Bereich über der Drossel. Muss aber erst schauen ob der Platz ausreicht. Ansonsten muss ich mir was biegen, um ihn horizontal am Deckblech befestigen zu können. 

Nach 1. Messungen und Versuchen, hätte ich gesagt, soll der Verstärker ca. 1,5W/Kanal leisten, bei ca. 7W max. Pa (z.B. Ua ca. 145V, Ik ca. 48mA oder 140V und 50mA oder 135V und ca. 54mA, so das ich evtl. auch die EL5070 verwenden könnte, die nur eine max. Ua/Ug2 von 150V besitzt), von 10W was die Röhre könnte. Also 70% der max. Pa für ein langes Röhrenleben (die Röhre selbst ist schon eine Langlebensröhre mit 10.000 Std.). Max. könnte die Röhre lt. Datenblatt 75mA. Und wenn sie nicht so lange halten soll und auch die erhöhte Abwärme abgeführt werden kann, dann sind auch 100mA zuässig. Das schaffen aber die Ausgangsübertrager gar nicht (und auch nicht mein Netzteil)😉.

Hab auch momentan das Heizspannungspotential wieder höher gelegt, weil ich mit der Anoden- bzw. die Gitter g2-spannung ggf. an ihre Grenzen gehen wollte. Nur zur Sicherheit, aber den nehm ich vielleicht wieder raus, wenn ích deutlich darunter bleibe. Hab nämlich bei meinen Messungen festgestellt, das je höher ich die Röhre aussteuere bzw. übersteuere, die Anodenspannung wieder ansteigt, teilweise 10-20V (was auch u.a. hier "https://www.aikenamps.com/index.php/idle-current-biasing-why-70-percent" damit begründet wird, das immer weniger Strom benötigt wird).




21.04.2026

Gesagt, getan!

Fertig gebohrtes Deckblech war noch von einem früheren Versuch vorhanden. Einen 4er-Pack Kondensatoren raus, dafür eine 10H/125mA Drossel rein. Letztendlich stehen so für jede Endröhre ca. 90dB Siebwirkung zur Verfügung. Die 100k log Potis gegen 50k getauscht, etc.. Nur noch ein paar Verdrahtungsarbeiten und das Gerät dürfte wieder in Betrieb gehen.



20.04.2026

Denke ich baue den Verstärker mit der EL5070/E55L mit der ECC88 als Treiberröhre wieder zurück, d.h. als Endverstärker, aber mit getrennten Lautstärkereglern integriert. Damit würde dann schon mal ein weiteres externes "Kästchen" (das mit den Lautstärkereglern) und auch weitere "Kontaktstellen" (Cinchbuchsen) wegfallen. Zusammen mit dem Line-Vorverstärker, mit 2x ECC82 und dem RIAA, mit den 5751 Röhren + einer Eingangswahl, wäre das evtl. die 2. Anlage meiner Wahl (mit RIAA dann für MM- und MI-Systeme ohne RIAA eben auch Keramik-TA geeignet).

Vielleicht dann auch die Option den Kathodenwiderstand der 1. Stufen im Line-Vorverstärker durch einen Kathoden-C zu überbrücken, um etwas mehr Aussteuerungsreserve zu erhalten.



14.04.2026

Restliche Teile sind angekommen, wurden eingebaut, verdrahtet und Gerät ging auch schon in Betrieb.

Der 1. Widerstand (470 Ohm) wird bei ca.100mA ganz schon "heiß". Hier werden 4,7W verbraten, was selbst für den 10W Widerstand auf Dauer nicht gut ist (und auch nicht für die angrenzenden Bauteile). Da muss ich etwas runter gehen, aber reicht mir dann noch die Siebwirkung? Oder ich setze wieder die 10H/125mA Drossel ein?

Drossel wurde eingebaut und die Spannungen noch etwas "justiert". Bei 330mVeff am Eingang bekomme ich satte 1,6W raus. Hört sich nicht schlecht an, vielleicht mehr auf der "analytischen" Seite, aber auch der Bass ist nicht so kräftig, wie beim ECL805-Verstärker.

Frequenzgang geht momentan nur von ca. 17-12.000Hz (-3dB), aber auch die Phase ist schlechter.



Am Übertrager liegt es jedenfalls nicht. 

Hier der Frequenzgang vom vorherigen Aufbau (mit der kompatiblen EL5070, als reine Endstufe ausgeführt und über einen niederohmigen ECC82-Anoden-Kathodenfolger-Vorverstärker, mit 2µf Ausgangskondensator, angesteuert), ebenfalls mit den Hammond-Übertragern.



Mit der als Pseudo-Triode geschaltete EL5070, 8 Ohm, 2,5k primär, Ik ca, 45mA, ca. 11-65.000Hz (-3dB), Phase dreht bei 20Hz um +30°, bei 10Hz ca. +75°

Oben herum könnte es an den Miller-Kapazitäten liegen, was man mit einem niederohmigeren Hochpass hinbekommen könnte, z.B. indem ich das 100k log Poti gegen ein 50k tausche. Untenherum könnte es ebenfalls am Hochpass liegen, was man mit Erhöhung der Kapazität verbessern könnte. Die 440µf Kapazität, die als Kathoden-Überbrückung für die Endröhre dienen, sollten reichen, weil diese auch schon in der Endstufen-Schaltung eingesetzt waren. Evtl. könnte es aber auch an der Eingangsstufe (ECC88) liegen, deren Kathoden-R nicht überbrückt ist?

Das Ganze wird jetzt erst einmal zur Seite gelegt und vielleicht später nochmal in Angriff genommen.



09.04.2026

Viel Platz ist nicht mehr. Hier bereits im nur 3HE "tiefen" Wand-/Tischrackgehäuse.

Unten: links der Ringkern-Netztrafo, Kondensatorbank für die Siebung (16x 45µf/700V- Folienkondensatoren), Hammond 125CSE Ausgangsübertrager (rechts).

Oben: links die Gleichrichterröhre (GZ34), unterhalb 1.C (1µf), 470 Ohm/10W Widerstand für den 1. Siebblock (180µf) und der Spannungsteiler um die Heizspannung der Röhren höher zu legen. Oben rechts die Röhren (E55L - 6922 - E55L), darunter die Lötleisten für die Verdrahtung und ebenfalls unterhalb-mittig 2 Kondensatorbänke mit je 4x110µf/70V- Folienkondensatoren, um den Kathodenwiderstand wechselspannungsmäßig zu überbrücken.

Hab auch noch ein paar russische 6N23P gefunden, welche den ECC88, 6922, 6DJ8 entsprechen. Die klanglich bessere Variante wird später ermittelt.

 

 

07.04.2026

Hab den Post umbenannt, so das es sich nicht nur auf ein Projekt bezieht, weil ich auch noch andere Verstärker "anpassen" werde 😉. Warum nicht etwas, was sich als "Best Practice" herausgestellt hat, auch auf andere Geräte anwenden?

Hatte ja noch einen Endverstärker mit der EL5070 oder E55L im Schrank stehen. Zusammen mit einem Vorverstärker mit den ECC82 und einen RIAA mit den 5751 Röhren. Alles zusammen wurde über eine Kästchen mit Eingangswahl und kanalgetrennten Lautstärkeregler miteinander, über mehr oder weniger lange Kabel, verbunden. 


Ich hatte halt immer wieder mal die Idee, alles getrennt auf zu bauen, um leichter eine Komponente gegen eine andere austauschen zu können. Das hat sich seit den Keramik-TA's und der einhergehenden Hochohmigkeit wieder geändert. U.a. wegen der Störanfälligkeit, sollten hier eher kurze, geschirmte Kabel verwendet werden und ein RIAA-/Line-Verstärker wird eigentlich nicht mehr benötigt (auch wenn man Kristall- und Keramik-TA's, mit entsprechender Anpassung, auch damit betreiben könnte). Einzelgeräte nehmen aber auch wieder mehr Platz weg, den ich seit dem ich ein Wandregal gebaut habe, nicht mehr habe.

"Reduce to the max" (aufs Wesentliche reduziert) 😉.

Also wird jetzt erst einmal aus dem E55L/EL5070-Endstufe ein Verstärker mit Treiberröhre und getrennten Lautstärkereglern.

              

Das Deckblech musste dazu neu gebohrt werden, u.a. weil die beiden Endröhren jetzt eine gemeinsame Treiberröhre (ECC88 bzw. 6922) bekommen haben (mittig, zwischen den Endröhren). 

Die ECC88 kann zwar nur einen Gitterableitwiderstand (Rg) von max. 1 MOhm, aber 1. soll der auch noch abhängig vom Arbeitspunkt sein (max. Pa), aber man soll ihn auch berechnen können mit Rg=1+gm*Rk (nicht überbrückte Rk = lokale Gegenkopplung).

Hier "https://www.diyaudio.com/community/threads/amplifiers-that-exceed-grid-leak-resistance.261130/" wird gesagt, wenn man z.B. Endröhren nur bei 70% der max. Pa betreiben würder, könnte man 2-2,5* höher gehen, als im Datenblatt angegeben wird.

Werde aber hier Versuche anstellen bis auf min. 2,2 MOhm hoch gehen zu können. Man soll das auch recht einfach testen können, wenn man den Rg überbrückt und sich dann die Anodenspannung nicht ändert, was bedeuten würde, das sich der Arbeitspunkt nicht verschiebt.

Die ECC88 hat einen Verstärkung von max. 33-fach, hier wird sie aber ohne Kathoden-Überbrückungskondensator betrieben, was vielleicht noch ca. 20-fach ergeben dürfte. 20x ca. 0,350Veff (Dual CDS660) macht ca. 7Veff, mit der die E55L/EL5070 dann angesteuert werden könnte, benötigt je nach Arbeitspunkt aber vielleicht nur max. 4Veff). Die Gittervorspannung der ECC88 werde ich aber wieder so um die 1,8-2,2V legen, damit auch die Eva Cassidy Platte nicht wieder verzerrt 😉. Lautstärke wird wieder zwischen den Stufen stattfinden (50 oder 100k log Poti, je nachdem welcher Variante in Verbindung mit einem 1-1,5µf Koppelkondensator den besten Frequenzgang ergibt).

Eine ECC189, mit 34-facher Verstärkung würde vielleicht auch gehen oder eine russische 6N1P.

Um die fu des Hochpasses zu berechnen muss man aber wieder den Gitterableitwiderstand (100 kOhm) nach dem Poti mit in die Rechnung mit einbeziehen. Der Gesamtwiderstand ist abhängig von der Stellung (Lautstärke) des Potis. Bei max. Lautstärke ergeben sich die geringsten Werte.

Bei max. Lautstärke liegen die max. 50k des Potis dem 100k Rg parallel, was dann nur noch 33k ergibt. Mit einem 100k Poti und dem 100k Rg dann 50k.

1µf/"50k log Poti"   -> ca. 4,77Hz          1,5µf -> ca. 3,18Hz
1µf/"100k log Poti" -> ca. 3,18Hz          1,5µf -> ca. 2,12Hz

Hab die ECC88 aber auch gewählt, weil sie eine Schirmung zwischen den 2 internen Systemen hat, was für Stereobetrieb vielleicht für eine bessere Kanaltrennung sorgt und weil ich noch einige davon habe. Eine ECC82 hatte ich auch schon im Hinterkopf, u.a. weil ich sie bereits im dazugehörigen Line-Vorverstärker eingesetzt habe. Aber immer nur eine Röhre je Kanal, als Anoden-Kathodenfolger-Kombination geschaltet, also nicht einne einzige Röhre im Stereobetrieb.

Das (Wand-/Tisch-) Gehäuse (hier noch 4HE) wird nur noch 3HE "tief" sein. Die getrennten Lautstärkeregler befinden sich zusammen mit all den anderen Anschlüssen auf dem hinteren Blech, ganz rechts außen. Drosselsiebung kam auch raus, dafür eine mehrfach RC-Siebung rein, die eine ähnlich gute Siebwirkung aufweist (>90dB für die Endstufe und >120dB für die Treiberröhre). Mit der Drossel fällt auch ein weiterer Resonator aus der Schaltung.



"Fingerübung die 1."

03.04.2026

Hab den 1.C im Netzteil jetzt nochmal reduziert (1 -> 0,68µf). Die Anodenspannung der Endröhre reduziert sich dadurch von 204 ->192V und es fließt auch weniger Strom durch die Endröhren (33->30mA). Damit sinkt die Anodenbelastung Pa von 6,7->5,8W. Die ECL805 Endpentode ist lt. Datenblatt mit einer Pa von 8W und max. 10,5W angegeben. Damit bin ich mit 5,8W bei ca. 72,5% bzw. bei nur 55,2% ihrer Leistung. Gut für ein langes Röhrenleben.

Damit erreiche ich mit ca. 440mVeff am Eingang wieder meine 1W/2,86V/8,2 Ohm und mit ca. 515mVeff max. 1,33W.

Durch hinzuschalten (parallel) weiterer Kapazitäten zum 1. C, könnte man einfach die Ausgangsleistung wieder erhöhen (benötigt dann aber wahrscheinlich auch wieder etwas mehr Eingangsspannung).




31.03.2026

Rechts hinten sind die kanalgetrennten 100k log Potis für die Lautstärke, links daneben die Eingänge.

 

Das sieht doch schon besser aus. 

Der Hammond 125CSE Übertrager mit der als Pseudo-Triode geschalteten ECL805, 5k primär, 8,2 Ohm Widerstand sekundär, Ik ca. 33mA.

Mit den 100k log Potis, im Hochpass zwischen den Stufen, ist der Frequenzgang jetzt ca. 12->40.000Hz (-3dB). Phase ist ca. 40° bei 20Hz und ca. 80° bei 10Hz. Resonanzen sind am Ende des Frequenzganges jetzt auch nicht mehr zu sehen.

Denke die Edcor's würden jetzt ähnlich gut aussehen, aber die werden jetzt verkauft, u.a. auch, weil sie keine unterschiedlichen Sekundärimpedanzen haben. Wer weiß ob ich nicht irgendwann nochmal andere Lautsprecher anschließen möchte.

Bei Gelegenheit probiere ich vielleicht auch nochmal 50k log Potis.



28.03.2026

Verstärker ging nach ein paar Spannungs- und Schaltungsanpassungen bereits in Betrieb. Frequenzgang und Phase mit den Edcor GSXE10-8-5k (Primärinduktivität 6H) sind jetzt erst einmal nicht so prickelnd, ca. 15-18.000Hz (-3dB). Bei der Phase bin ich mir immer nicht so sicher. Ich kann die Teilung nicht einschätzen. Sind jetzt 4 oder 5 Teilstriche 180°. Mit 5 à 36° wären es bei 20Hz ca. 60° und bei 10Hz schon >100°, mit 4 à 45° sieht es schlechter aus (im oberen Diagramm hätte ich wieder gesagt 5 Teilstriche sind 180°).

Das obere Ende könnte noch mit an dem 250k log Poti liegen, das untere "eher" am Übertrager, u.a. weil Kathoden-Überbrückungskondensatoren und  der Hochpass "eigentlich" für ausreichend niedrige, untere Grenzfrequenzen ausgelegt sind.

Mit dem Hammond sieht es jetzt erstmal auch nicht so viel besser aus. Vielleicht 12-17.000Hz (-3dB). Da spielen sicher die Miller-Kapazitäten eine Rolle. Da muss ich aber warten bis die 100 kOhm log Potis da sind. Das er es "oben herum" auf jeden Fall besser kann, sieht man an den u.s. Frequenzgängen, mit den unterschiedlichsten Röhren und Impedanzen, die ich früher mal aufgenommen habe (ist aber nicht bei der max. Verstärkerleistung gemessen).

Die Edcor hatte ich früher mal (2018) für ca. 45€/Stück bekommen und jetzt kosten sie ca. 196€. Das ist eigentlich absoluter Wahnsinn. Denke nicht das die 4x besser geworden sind. Das sind alles noch Preissteigerungen durch Corona. Bei Edcor selbst, in den USA, kostet dieser nur ca. 92€/Stück. Kann doch nicht sein, das hier >100€ für Zoll fällig werden. Da verdient sich doch jemand eine goldene Nase?

Es wird mittlerweile echt schwer gute/günstige Übertrager zu bekommen. Mittlerweile werfen immer mehr "deutsche" Trafobauer, bei den Rohstoffpreisen, das Handtuch, z.B. Welter, Ritter, Reinhöfer (?).

Aus dem Ausland gab es mal Partridge, Tamura (TamRadio), Hashimoto (Silk ?), James, etc.. Keine Ahnung ob es die noch gibt?

Heute kenne ich dann nur noch Lundahl, AE Europe, Sowter.


Der Hammond 125CSE mit der Triode 1626 Endröhre, an 8 Ohm, 10k primär, Ik ca. 20mA, ca. 24-60.000Hz (-3dB), Phase dreht bei 20Hz um ca. +60°, bei 10Hz dann schon ca. +105°. Warum hier der Bassbereich nicht so toll ist hab ich mich auch schon gefragt. Hochpass und fu der Kathoden-RC-Kombinationen sind eigentlich ausreichend niedrig ausgelegt. Das es vielleicht an der höheren Primärimpedanz (10 kOhm) und/oder dem höheren Innenwiderstand der 1626 (ca. 2.500 Ohm) liegt?
Könnte man ja leicht testen, indem man einfach mal kurz auf 5 kOhm Primär den Übertrager umverdrahtet.

Da hab ich mir nochmal den Schaltplan angeschaut und festgestellt, das man den Hochpass zwischen Treiber- und Endröhre auch noch niedriger auslegen könnte. Vielleicht hilft das ja auch hier?


Mit der Triode 6C45, 8 Ohm, 5k primär, Ik ca. 30mA, ca. 17 (-3dB)-60.000Hz (-2dB) ......, Phase dreht bei 20Hz um ca. +60°, bei 10Hz ca. +90°.........

Hier hatte ich wahrscheinlich auch ein Lautstärkepoti am Eingang angeschlossen, um den Pegel, welcher vom Focusrite Scarlet2 2i2 3rd ausgegeben wird, anpassen zu können. Vielleicht war der ja zu hochohmig? Frequenzgang würde vielleicht niedrohmiger besser aussehen?

Man muss da echt aufpassen mit der ganzen Messerei, das man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht und so falsche Schlüsse zieht.


Mit der als Pseudo-Triode geschaltete EL5070, 8 Ohm, 2,5k primär, Ik ca, 45mA, ca. 11-65.000Hz (-3dB), Phase dreht bei 20Hz um +30°, bei 10Hz ca. +75°

Am oberen Ende, bei allen, gibt es so ab ca. 50 kHz, "Unsauberkeiten" (Resonanzen (?), etc.). Keine Ahnung ob man da jetzt vorsorglich eingreifen sollte oder weil es außerhalb des hörbaren Bereiches liegt, gar nicht nötig ist?

Man sieht z.B. auch, das mit mehr Strom, der Frequenzgang weiter nach unten reicht. Das hat man auch hier u.a. festgestellt "http://tubelab.com/articles/component-testing/budget-output-transformers/". Auch die Phase dreht immer weniger, je mehr Strom fließt.



24.03.2026

Nachdem der ECL-805-Verstärker mit den TamRadio F-475-Übertragern läuft, ich immer noch dabei bin, das was sich in all den Jahren angesammelt hat, etwas zu reduzieren, dachte ich mir ich könnte nochmal einen ECL805-Verstärker aufbauen, so als kleine Fingerübung (und einem Bekannten wollte ich mal ein Keramik-System an seiner Anlage installieren). Hab ja jetzt schon länger nicht wirklich etwas "größeres" gebaut. Immer nur "Zubehör", wie Umschaltboxen oder etwas Feintuning betrieben, ein Kondensator hier, ein Widerstand da. 

An Teilen ist noch einiges vorhanden, u.a. 10W Edcor-Übertrager, die man vor einigen Jahren noch für ca. 45€/Stück bekommen hat, die mittlerweile aber ca. 195€ kosten. Ich weiß nicht warum die im Preis so explodiert sind. Mit Materialkosten, von wegen Kupfer und speziell behandelte/legierte Bleche sind teuer geworden, hat das aber nichts mehr zu tun? 

Ich hab aber auch mal geschaut was man noch für's Geld bekommt. Das wird langsam ganz dünn überhaupt noch etwas halbwegs Vernüftiges zu bekommen.

Vor Kurzem konnte ich ja nochmal 2x Schnittbandkern Netztrafo ergattern, wovon der letzte hier ebenfalls zum Einsatz kommen wird. Von den Folienkondensatoren für's Netzteil und als Kathoden-Überbrückungs-Kondensator ist auch noch etwas da. Reicht vielleicht noch für 1-2 Geräte.



Alleine auf dem Bodenblech geht es "sportlich" zu. Gerade noch so bekommt man die Teile unter.



Beim Deckblech (gelocht) bin ich gerade beim Bauteile anordnen. Das hintere Blech mit den Anschlüssen wird noch gegen eines mit 16xXLR Auslässen ausgetauscht. Damit bekomme ich 2x Lautstärkeregler, Cincheingänge, Lautsprecherausgänge, Netzzuleitung, Sicherung, Schalter und Kontrollleuchte unter. Dazwischen ist sogar noch Platz für Blindplatten, für etwas Abstand und optischer Trennung.


 


Sonntag, 1. März 2026

Dual P1011 V26 - Restauration


Aktuelles immer zuerst!

08.03.2026

Hab die Boxen jetzt mit einer Lage Naturwolle ausgelegt (nicht gestopft). Ich finde damit und mit den Klangreglern bekommt man jetzt schon ein relativ gutes Klangbild hin. Ob ich an der Armhorizontalen noch was machen soll, überlege ich mir gerade. Der Plattenspieler war ja auch als Wechsler gedacht, aber die Armhorizontale stimmte wahrscheinlich erst bei der 3 oder 4 Platte?


60 Jahre und kein bisschen leise 😉.

Hier mal ein Bild vom Inneren, nachdem ich noch einige Bauteile mehr getauscht hatte (bisher insgesamt 14 Bauteile).




07.03.2026

Gestern mal in einem Dual-Forum geschrieben und um Hilfe gebeten.

Dort meinte man es wäre eher unwahrscheinlich, das der Ausgangsübertrager etwas hätte, eher noch könnte der Kondensator der parallel der Primärwicklung liegt kaputt gegangen sein. Auf den Tipp hin ist mir dann noch ein andere Ansatzpunkt eingefallen. Ich hatte zwar die Arbeitspunkte der Endröhre überprüft, aber nicht die der Treiberröhre und siehe da, der defekte Kanal zeigte keine Gittervorspannung. Die Röhren hatte ich ja vorher schon kreuzweise getauscht, an der konnte es nicht liegen. Kathodenwiderstände passten auch so weit, aber der Anodenwiderstand zeigte keinen Wert mehr an. Gleich mal von beiden Kanälen getauscht. So kommt jetzt zumindest schon wieder was raus, aus dem "defekten" Kanal, aber noch deutlich weniger als der andere. Werde mich jetzt Bauteil für Bauteil weiter durchhangeln. 

Also noch etwas weitergeforscht. Kathodenwiderstände der Endröhren waren 180 Ohm (im Schaltplan wird 170 Ohm angegeben), gemessen um die 200 Ohm. Also auch raus und die Kathoden-Überbrückungs-Kondensatoren gleich mit. Damit waren die Kanäle (Arbeitspunkte, Ausgangssignal, etc,) so ziemlich gleich.

Da hab ich doch für den Anodenwiderstand der Treiberröhre ausversehen 22 kOhm anstatt 220 kOhm genommen 😉. Gut das ein Foren-Mitglied so aufmerksam war. Die Farben auf dem Widerstand waren schon leicht vergilbt, die Schrift im Schaltplan klein und ich seh ja auch nicht mehr wie ein Adler 😉. Schlechte Kombi! Ein Blick ins Datenblatt der ECL86 hätte auch geholfen, aber wenn man beim Wursteln ist, kann man schon mal was vergessen.

Mit den original Boxen hört sich das allgemein etwas "hohl" an. Ich versuch mal etwas Naturwolle locker rein zu legen. Mit den Saba's oder den RFT L3402 auf den Schallwänden, dann schon mehr Bass, aber zu dumpf. Mit den Klangreglern kann man etwas "verbessern", aber kein Vergleich mit einem richtig gut gemachten Verstärker. Hab ich aber auch nicht erwartet. Mal schauen ob es für meinen Vater dennoch passt, für seine "Blassmusik" und "Peter Alexander" 😉?

Jetzt muss ich mir nur noch was für die Spannungsreduzierung einfallen lassen.



06.03.2026

Gestern das Ganze mal über einen Stelltrafo in Betrieb genommen, Platte aufgelegt und geschaut was da so rauskommt. Noch anfänglichen Antriebsproblemen hat sich das Ganze, nach etwas Reinigung mit Spiritus, von Tellerinnenseite (da wo das Reibrad aufsetzt), dem Reibrad selbst und der Antriebsachse, dann noch etwas eingespielt. "Flüssig" ist anders, aber er spielt schon mal. Der Dual-Motor scheint keine so hohe Kraft zu besitzen, wie z.B. der vom Lenco L75. Die Plattendurchmesser-Erkennung tut ihren Job und die Nadel setzt auch recht genau auf. Tönen kamen auch schon raus, aber leider nur links. Daran hat sich auch nichts geändert, weder mit Röhren umstecken, noch mit Mono-Signal (am Lautstärkeregler ziehen), noch mit einem Adapterkabel und anderen Lautsprechern.

Sieht nicht gut aus. An beiden Übertragern steht primär Spannung an, Arbeitspunkte der Röhren passen auch, Kabel sind keine locker, nur eben kommt sekundär beim rechten Übertrager nichts raus oder zumindest nur extrem gering und stark verformt (wenn man die Empfindlichkeit am Oszi höher dreht). Vielleicht hat dieser schon gelitten durch einen offenen Ausgang?

Sch...!



05.03.2026

Gestern hatte ich die Netzspannung dann sogar mal bis 230V~ hochgedreht, nur um zu sehen, wie sich der Stromkonsum verhält, damit ich evtl. Vorwiderstände für Heizung und Anodenspannung berechnen kann. Bei 220V~ floss in die Verstärkerschaltung ziemlich genau 70mA, so wie im Schaltplan angegeben. Das könnte auch bedeuten, die ECL86 sind auch noch ok. Zur Not hätte ich noch ein gebrauchtes Pärchen da.

Werde jetzt die Heiz- und Anodenspannung doch nicht einzeln reduzieren, sondern über einen Lastwiderstand nur in der 220V Primär-Anzapfung des Netztrafos. Muss mir dann nur noch einen Platz für den 33-39 Ohm/10W Widerstand suchen. Der Dürfte auf längere Zeit durchaus "heiß" werden und eben direkt an Netzspannung hängen. 

Oder vielleicht doch eher einen kleinen Stelltrafo?

Auf jeden Fall werde ich reduzieren, weil alleine schon die Heizspannung bei nur 220V~ schon ca. 6,5xV~ war, also bereits leicht überheizt.

Hab auch nochmal gegoogelt, welche Länder 150V~ gehabt haben sollen. Die Spannung war mir bisher unbekannt. Früher, als die Stromnetze noch im Aufbau waren und nicht einheitlich, soll das z.B. in Italien, speziell in der Toskana, der Fall gewesen sein.

Die Lautsprecherkabel und die DIN-Stecker sind auch angekommen. Gleich mal die Kabel für die Lautsprecher gemacht (2x3,5m sollten reichen). 




Im Inneren der Lautsprecherboxen sieht es so aus. Da scheint jetzt immer nur eine Seite (rechter oder linker Kanal) angelötet zu sein? Ich hab bei mir gleich eine Brücke im Stecker eingelötet, das ich jeden Lautsprecher als links oder rechts verwenden kann. Nur noch die Farbkodierung Kabel entscheidet über links oder rechts (schwarz=links, rot=rechts).


 

04.03.2026

Einen Trenn-/Stelltrafo hab ich mir von meiner Arbeit ausgeliehen. Den Motor des Plattenspielers hab ich erstmal abgelötet, um den Verstärker alleine bzw. die verbauten Elektrolytkondensatoren langsam mit Spannung zu versorgen. Mit 70V~ beginnend bin ich gerade schon bei 200V~, habe aber für heute Schluss gemacht. Strommesser hatte ich zur Kontrolle in die Plusleitung des Selengleichrichters eingeschleift. Stromkonsum verhält sich bisher unauffällig. Bei 220V~ Netzspannung dürfen max. 70mA in die Schaltung fließen (Heizströme nicht mit gerechnet). Heutzutage haben wir aber 230V~. Sicherheitshalber werde ich für die Verstärkerschaltung noch einen 100-150 Ohm Widerstand am Ausgang des Selengleichrichters, noch vor dem 1. Kondensator (100µf), einbauen. 

Ob der Motor das aushält kann ich noch nicht sagen. Dessen Wicklung hängt mit an der 150V Anzapfung des Netztrafos, primärseitig. Ist also nur für 150V~ ausgelegt.

Wenn ich also einen "dicken" Widerstand, nur vor die 220V Zuleitung (vor die Sicherung) zum Trafo hin einbaue, der eben die Differenz zwischen 230 und 220V~ abfängt, dann müsste das für den Motor dann auch passen. Für 115/150V spielt der kann keine Rolle mehr.


Gesamtleistungsaufnahme bei 220V ist lt. Datenblatt ca. 60W. 

60W/220V=0,273A

230V-220V=10V

10V/0,273A=36,6 Ohm -> P=(I*I)/R=2,68W -> sicherheitshalber einen 10W nehmen!?


150V Netze gibt es heute, so viel ich weiß, nicht mehr und die damaligen 110V Netze haben heute auch schon 120V. Ich könnte den Widerstand auch in die 0V-Leitung legen, damit wäre die Spannungs-reduzierung für alle Anzapfungen gültig, aber dort fließen dann bei 110/150V-Betrieb fast doppelt so hohe Ströme und der Widerstand wird dann noch heißer.

Das muss ich mir nochmal überlegen!



03.03.2026

Das Dual CDS630 ist "angeflanscht" und die Auflagekraft eingestellt.







01.03.2026

Mein Vater hatte schon vor einiger Zeit, mal beiläufig gesagt, dass er seine alten Platten vielleicht mal wieder hören wollte. Seither hab ich immer wieder mal geschaut ob ich einen Kofferplattenspieler bekomme. Ich dachte mir, wenn schon, dann stilecht mit Röhren, aber Stereo. Nach einiger Suche bin ich beim Dual P1011 V26 hängen geblieben, nur ist halt nicht immer gleich einer verfügbar oder wird nicht versendet oder ist in keinem guten Zustand, wenn man einen will 😉.

Jetzt was es dann soweit. Der Preis stimmte (65€+Versand), er sah auf den Bildern gut aus und der Verkäufer war so nett meine Verpackungstipps alle umzusetzen, in der Hoffnung das er gut ankommt.

Heile ist er angekommen, auch wenn sich keiner mehr um die Transportlage (Pfeile auf der Verpackung) schert, weil er erstmal falsch herum vor der Türe stand 😉.





Nach etwas entstauben und 1. Prüfung sah das Ding wirklich noch Top aus für sein Alter (der P1011 V26 scheint aus dem Jahre 1965/66 zu stammen). Gut, die Lautsprecherkabel, die damals noch mit 3- bzw. 5-poligen DIN-Stecker/-Buchsen an das Gerät angeschlossen wurden fehlen, aber das wird nicht das einzige Teil bleiben, was bei einer Restaurierung anfällt. Ich werde versuchen die Kondensatoren zu retten, indem ich die Spannung schrittweise, langsam erhöhe, aber im schlimmsten Fall brauch ich neue. Gut ist, dass nur 3 verbaut sind, schlecht, das der im Netzteil ein 3-fach Elektrolytkondensator (100µf+50µf+50µf/350V-) ist. Damals lt. Herstellerliste für 6 D-Mark zu bekommen, kostet heute stolze 33 Euro (>10-facher Preis).

Die 50µf Kathoden-Überbrückungskondensator und der 170 Ohm Kathodenwiderstand der Endpentode der ECL86 ergeben nur knapp 19Hz (-3dB) untere Grenzfrequenz (fu). Hab schon überlegt den gleich auf 100µf zu erhöhen, aber ob das bei den kleinen Übertragern und bei den Lautsprechern was bringt, die fu auf ca. 9,4Hz zu reduzieren? Aber man könnte sich ja auch noch einen Adapter bauen, um andere Lautsprecher daran anzuschließen?

Ich versuche jetzt erst einmal mit einem Regel-/Stelltrafo das Gerät über Stunden/Tage mit immer höheren Spannungen zu versorgen (beginnend mit vielleicht 80V~ - Tipp aus dem WWW), um zu schauen ob die Elektrolytkondensatoren noch "formierbar" sind.

Das war's dann aber auch fast schon an Arbeiten, wenn dann mechanisch alles laufen sollte. Sogar das Reibrad ist noch schön weich/griffig. Ob noch was "entharzt" und neu gefettet werden muss, werden wir dann sehen.

Tonabnehmersystem ist das Dual CDS620 mit Wendenadel für 78/45 und 33er Geschwindigkeiten (wahrscheinlich alles noch Saphire). Frequenzgang 20-16.000Hz, empfohlene Auflagekraft 6p. Autsch! Das wird ja auch mir langsam zu viel 😉. Gut ist, das es eine 1/2" Befestigung hat, so das ich mir gedacht habe, gleich das etwas bessere CDS630 anzubauen (mit nur 4p Auflagekraft), was eh unbenutzt herumliegt. Auflagekraft am Arm des P1011 soll man einstellen können. Beim CDS630 handelt es sich aber nicht mehr um ein Original (das war noch ein Kristall-System) sondern bereits um einen Nachbau der Fa. Analogis (mittlerweile ein Keramik-System).