Aktuelles immer zuerst!
"Fingerübung die 2."
27.08.2026
Ich probier nochmal was in Richtung "endgültige" bzw. "modulare" Anlagenkonstellation.
Soll bedeuten, dass ich ein separates und möglichst universelles Netzteil baue, an dem sich 1. mehrere Geräte den Strom holen können (z.B. eine Endstufe, ein Vorverstärker und evtl. auch noch ein RIAA), 2. unterschiedliche Gleichrichterröhren eingesetzt werden können (halb-indirekt oder direkt geheizt, 2 oder 3A Heizstrom (aber alle mit 5V Heiszspannung), wie z.B. 5U4G, 5Y3, 5R4GY, 5R4WGA, GZ34, etc.), 3. die Betriebs- und Heizspannung, je nach Belastung (wieviel Geräte angeschlossen sind), in Grenzen erhöht oder reduziert werden können.
Das Problem dürfte werden, da alle Geräte unterschiedliche Spannungen benötigen, erstmal eine allgemeingültige Spannung aus dem Netzteil zu erhalten, die dann nötigenfalls in den angeschlossenen Geräten nochmals angepasst werde. Eine E55L benötigt vieleicht nur max. 165V, der 6N6P-Vorverstärker und auch der RIAA ca. 250V. Also bräuchte ich etwas mehr wie 250V, damit diese im Line-/RIAA dann noch zusätzlich gesiebt werden können. Nur fließen gerade beim E55L-Verstärker relativ hohe Ströme, die um nur noch 165V von anfangs >250V zu bekommen, "vernichtet" werden müssen, was über weitere Siebstufen stattfindet.
Nehmen wir doch mal an ich müsste ca. 100V vernichten, bei je Kanal von 40mA, dann sind das ca. 8W die in Wärme umgesetzt werden. Je Kanal also 4W, bei einem Widerstand von 2,5 kOhm. Sicherheitshalber sollte man den Widerstand aber 3x höher belastbarer machen, also 12W. die 2,5 kOhm sind aber auch nicht zielführend, weil sie den Netzteil Innenwiderstand erhöhen. Dieser sollte normalerweise niederiger als der der Geräte liegen, beim E55L-Verstärker garantiert <1 kOhm (bei Ua=150V, Ik=40mA).
Das haut ja wieder alles nicht hin. Da muss ich nochmal in mich gehen.
Dann nochmal einen Endverstärker baue, mit den TamRadio F-475 Übertragern, indem sowohl die ECL805 als auch die E55L (oder auch andere, wie die 6E6P-DRU/DRY, etc.) eingesetzt werden können und ein Austausch "relativ" schnell möglich ist. Halt solche Endröhren, die sich mit ca. 3,5-5Veff aussteuern lassen, da der Vorverstärker momentan nur 10-fach verstärkt. Also muss am Eingang min. ca. 350mV Eingangsspannung anliegen, was z.B. Keramik-TA's ausgeben können oder eben 0,5V vom DAC oder dem 5751-RIAA-Vorverstärker. Alles Quellen sind relativ hochohmig (die geringste Ausgangsimpedanz hat der DAC mit ca. 2,7 kOhm), weshalb auch der Eingangsbereich des Vorverstärkers recht hochohmig sein sollte und für den direkten Anschluss von Keramik-TA's soagr >= 1 MOhm betragen sollte.
Bei alle Geräten (Endstufe, Vorverstärker und RIAA) sollen sich die Röhren im Inneren des gelochten Metallgehäuses befinden, u.a. wegen der zusätzlichen Schirmwirkung des Metallgehäuses, aber auch zum Schutz der Röhre. Aber vorn Vorne sichtbar sein (durch das Steckmetallgitter oder eine Acrylglasfront).
Gehäuse sollen erstmal wieder die Rack-Wand-/Tischgehäuse werden. Vorverstärker und RIAA haben dann nur noch eine Tiefe von 2HE (evtl. kann man sogar Beides in einem Gehäuse integrieren), das Netzteil und der Endverstärker in 3HE tiefe Gehäuse. Evtl. könnte es reichen die Geräte die ich bereits in diesen kleinen Alugehäusen aufgebaut habe, zu verwenden. Die benötigen einfach weniger Platz. Die muss ich nur nochmal auf Störungsfreiheit (Brummen, etc.) überprüfen.
Bevor ich aber irgend ein anderes, bereits funktionierendes Gerät zerlege wird einige Zeit vergehen, bis ich mir sicher bin, das alles so funktioniert wie ich mir es vorstelle.
20.08.2026
Ich werde doch mal einen Versuch mit der 4P1L starten 😉. 4 dieser Röhren hatte ich mir schon mal vor einiger Zeit besorgt und auch ein Paar Loctal-Sockel liegen hier noch herum. Ein Trafo der 2x 4V~ Heizspannung bereitstellt ist auch zufällig noch da. Ich will diese aber, obwohl alle schreiben das sie mit Wechselspannung geheizt nicht still zu bekommen ist, dennoch so betreiben, halt dann mit einem Entbrummer-Poti. Auch scheint sie recht mikrofonisch zu sein, weshalb man die Sockel "schwimmend" montieren sollte. Alles keine guten Voraussetzungen, aber das hat mich noch nie davon abgehalten etwas aus zu probieren 😉.
Schnell mal die paar Teile auf einem gelochten Rackblech zusammen "gedängelt".
Satz mit X!
Das Ganze brummt trotz Abgleich und ist mikrofonisch bis zum Abwinken 😉. Das war ein kurzes Gastspiel.
Man könnte natürlich mit 2V Modellbau-Akkus heizen, aber dann bräuchte man wieder ein passendes Ladegerät. Das würde wieder nur einen Rattenschwanz nach sich ziehen.
Ich weiß nicht ob man sich solche Röhren-"Divas" echt antun muss 😉.
19.08.2026
Tja, was tun mit den kürzlich gekauften Teilen, u.a. die größeren Hammond 125 ESE Übertrager?
Ich ordne die Teile gerade nochmal auf solchen gelochten, 3HE hohen, Rackblenden an, die ich in diesen Rack-Wand-/Tischgehäusen als Boden- und Deckblech verwende. Ein (Boden-) Blech nur für die Bauteile des Netzteiles und eines für den Verstärker alleine, also sozusagen für einen getrennten Aufbau gedacht. Hierbei würde sich auch die Röhren auf dem Bodenblech, also später im Inneren des Gehäuses befinden (nur durch eine gelochte Front oder eine aus Acrylglas würde man sie dann sehen). Es muss also nichts mehr gebohrt werden. Aber auch ein Großteil des Deckbleches wäre gelocht (bis auf ein 1HE hohes Blech auf dem sich die Anschlüsse befinden), so das die Abwärme problemlos nach oben entweichen kann.
Ein separates Netzteil dachte ich ja schon öfters, u.a. um daran dann z.B. gleichzeitig noch einen RIAA- und einen Line-Vorverstärker zu betreiben. Problem ist dann nur, das alle Teile immer mitlaufen müssen, auch wenn man sie gerade nicht benötigt werden (z.B. bei CD Wiedergabe, würde der RIAA nicht gebraucht), ansonsten würden sich die Versorgungspannungen (Anode und Heizung), durch den geringeren Stromverbrauch eines abgeschalteten Gerätes, erhöhen. Andererseits könnte man die jeweiligen Spannungen so einstellen, das wenn alle an sind, alle ihre "Mindestwerte" haben (z.B. Heizung 6,3V) und wenn der RIAA abgeschalten werden würde (der ist ja jetzt auch kein Stromfresser, außer vielleicht der Heizstrom von 0,7A für beide Röhren), die Spannungen aber immer noch in der Toleranz liegen (z.B. +/-5% für die Heizung, also ca. 6,6V, was ich ebenfalls für die Anodenverlustleitung der Endröhren im Verstärker veranschlagen würde, also anstatt 70% dann max. 75%). Damit würden die eigenen Netzteile im RIAA- und Line-Vorverstärker wegfallen. Vielleicht könnte man dann den RIAA- und Line zusammen und dann auch noch in einem kleineren Gehäuse unterbringen? Mir kommen da schon wieder Ideen 😉, aber halbwegs Sinn sollten sie schon machen (wenn man nach so langen Jahren des HiFi-Hobby überhaupt davon reden kann).
Mit einem 1. Kondensator im Netzteil könnte man je nach Wert schon mal die Betriebsspannung in Grenzen anpassen. Die Heizspannung für die Verstärkerröhren ist ein anderes Thema, evtl. mit einem Schalter der unterschiedliche Vorwiderstände in der Heizleitung schaltet?
Im Regal stehen jetzt mittlerweile noch ein spielfertiger ECL805- und
ein E55L-Verstärker, ein 6N6P- und ein ECC82-Vorverstärker, ein 5751-
und ein D3a-RIAA-Vorverstärker. Ein ECL82- (6BM8, 6F3P) Verstärker wäre
auch soweit fertiggestellt, dass nur noch die Übertrager fehlen. Im Schrank sind da auch noch 2
Selbstbau-DAC's (4x TDA1543, 1x TDA1545A), einige MI-Tonabnehmer, etc.).
Irgendwann
sollte ich mich entscheiden, was davon bleiben soll/darf. Man kann ja
eh nur immer mit einem "Gerät" Musik hören. Wenn es nicht immer so
schwer wäre sich von seinen Eigenbauten zu trennen 😉. Es steckt ja auch
immer ein bischen Herzblut drinnen.
Der D3a-RIAA z.B. ist der
einzige RIAA der die S-Laute der Amiga-Pressung von Tanita Tikaram
"Ancient Heart" nicht überbetonte. Weder ein nahezu identischer
Neuaufbau, noch ein Shure M65-Clone oder auch der 5751-RIAA (und noch einige
andere Versuche) hatten das bisher geschafft. Auch hat er u.a. wegen der früheren Verwendung von Eingangsübertragern eine recht niedrige Ausgangsimpedanz bei gleichzeitig hoher Verstärkung (ca. 1,5V Ausgangsspannung). Seit den Keramik-TA's sind keine Eingangsübertrager mehr nötig bzw. würde es wegen den hohen benötigten Impedanzen auch nicht funktionieren. Aber wegen einer Platte jetzt ein Gerät aufheben 😉?
Im
Zuge der Keramik-TA's (CDS 630, 660), die ca. 350mV ausgeben, hab ich auch die digitale Signalkette
(CD-Player, Selbstbau-DAC) dahin angepasst, so das sie nur noch ca. 0,5V
ausgibt, die ich dann dem ECL805-Verstärker direkt zuführen kann, ohne
diesen zu übersteuern (da er keine Lautstärkeregelung am Eingang
besitzt). Die aktuellen Geräte wurden also alle wieder aufeinander
"abgestimmt" für max. "Performance". Eine Änderung würde eine erneute
Anpassung nötig machen.
Der ECL805-Verstärker stellt mit seinen
Verbundröhren (mehrere Systeme in einem Glaskolben) auch einen extrem
kompakten Aufbau dar, was kaum noch zu vereinfachen ist. Aber auch die
ECL805 selbst, und hier auch bisher nur die vom Hersteller Valvo,
klingen für meine Ohren sehr gut (bzw. haben auch weniger Störgeräusche - evtl. durch eine nicht sauberen inneren Aufbau?), was im Zusammenspiel mit den
TamRadio-Übertragern zu einem sehr guten klanglichen Ergebnis führt.
So
kann man fast schon sagen, selbst wenn die E55L eine sehr gut klingende
Röhre wäre, das ein weniger guter Übertrager, deren Klang nicht
vollends an die Lautsprecher weiterreichen kann. Aber auch noch andere
Faktoren, wie die "optimale" Anpassung des Röhreninnenwiderstandes an
die Primärimpedanz des Übertragers, der Dämpfungsfaktor, Frequenzgang,
Phasenverschiebung, etc. dürften mit in das letztendlich erreichbare
klangliche Ergebnis hineinspielen.
Ich hatte mal die Idee eine russische, direkt geheizte Pentode 4P1L einzusetzen, weil sie alle so loben, aber das dürfte noch schwieriger werden (also nahezu unmöglich) diese mit Wechselspannung zu heizen. Und dann hat sie auch noch so krumme Werte von 2,1 bzw. 4,2V. Das tue ich mir dann doch nicht an 😉.
17.08.2026
Drossel wurde wieder eingebaut und der Verstärker, zusammen mit dem 6N6P-Vorverstärker erstmal wieder beiseite gestellt. Jetzt wird erstmal wieder mit dem ECL805 gehört 😉.
15.08.2026
Was ich mich beim letzten Vergleich, da wo mir alles nicht so recht gefallen wollte, noch festgestellt habe, das der ECL805-Verstärker noch tiefere, "schwärzere" Bässe hatte als der E55L, obwohl der Innenwiderstand der E55L im Arbeitspunkt lt. Berechnung bei ca. 650 Ohm liegen dürfte, der der ECL805 vielleicht bei ca. 1400 Ohm, also gut beim Doppelten. Der gemessene Frequenzgang beim ECL805-Verstärker geht aber Dank der TamRadio F-475 Übertrager bis ca. 6,5Hz (-3dB) runter, beim E55L mit den Hammond 125CSE nur bis ca. 10,5 (-3dB) und das bei einiges mehr an Phasendrehung. Die Qualität des Übertragers macht sich hier also sehrwohl bemerkbar.
Vielleicht werde ich mal die Drossel gegen eine weitere RC-Siebstufe ersetzen, nur um mal zu schauen, was sich frequenzgangsmäßig und vom Klangeindruck her ändert.
Gesagt, getan. Ua wieder auf 156V eingestellt und gemessen. Dabei festgestellt, das abhängig von der Teilung der dB-Skala im Messprogramm (REW) sich schon sehr unterschiedliche Werte zeigen. Bei einer Teilung geht es von 8-60.000Hz (-3dB), bei einer anderen nur noch von ca. 10,5-40.000Hz. Vierlleicht auch nur ein Ablesefehler meinerseits. Auf deutsch, die Kondensator-Siebung hat frequenzgangs-technisch eigentlich keinen Vorteil. Klanglich steht es jetzt erst einmal auf einem anderen Blatt.
Momentan gefällt mir die Kombi aus ECL85-Verstärker und Greencones in Abwasserrohren wieder richtig gut. Vielleicht mal die Füße still halten und mehr Musik hören 😉?
14.08.2026
Heute gefällt mir der Klang der Lautsprecher wieder, zumindest der der Greencones und der RFT's. Ist schon seltsam.
Ich spiele immer noch mit dem Gedanken, mal 25er Blackcones von Saba auszuprobieren, vielleicht auch gleich den mit mittig angeordneten Hochtöner.
Wenn ich da nicht noch über einen Bericht gestoßen wäre, den die Entwickler damals verfasst hatten, hätte ich es auch fast getan. Es gibt da aktuell ein Angebot von 25er Sabas mit koaxialem Hochtöner für 279€ und dann noch 25er ohne Hochtöner für 199€ (in Summe also stolze 478€). Koaxiale und die ohne traten aber lt. Entwickler immer paarweise auf, u.a. weil TMT des koaxialen härter aufgehängt ist, weswegen auch seine Resonanzfrequenz relativ hoch liegt (ca. 85-100Hz?), was dazu führen "könnte", das er alleine keine ausreichenden "Tief"bässe produziert. Das soll nämlich der 25er ohne Hochtöner bewerk-stelligen, der weicher aufgehängt ist, die im Zusammenspiel, durch ihre Membranflächen, den Bass teilweise noch verstärken.
Die Entwickler haben sich also was dabei gedacht und deshalb wurden sie auch letztendlich nicht gekauft.
13.08.2026
Gestern mal wieder die mir altbekannte Alphaville-Amiga Platte aufgelegt und mit der 6N6P-E55L-Kombi und den RFT-Schallwänden gelauscht, was mir aber nach einigen Lieder, etwas zu höhenbetont vorkam. Noch nicht in die aggressive Richtung, aber dennoch auffällig (könnte aber wie oft auch an der gehobenen Lautstärke liegen, was unsere Ohren empfindlicher für hohe Töne macht?). Bässe waren aber vorhanden, schön tief hinabreichend.
Um nicht im Zweifel zu bleiben den ECL805-Verstärker angeschlossen, mit dem es sich dann schon fast wieder zu dumpf anhörte (die Bässe waren damit aber noch "schwärzer"). Kurzerhand die Saba's in den Abwasserrohren angeschlossen, aber auch mit denen hörte es sich dumpf an, obwohl diese leichter zu mehr Höhen neigen, weil eben der Bass nicht so üppig ist. Dann kurz auch noch die Monacor SP-205 angeschlossen, aber das ging ja gar nicht (Bässe hören sich wie Klopfen an - da sind ja die Greenconnes dagegen ware Bassmonster 😉). Gut, das die RFT's vielleicht etwas zu dumpf rüberkamen, könnte noch daran gelegen haben, das die Ausgänge des ECL805 momentan noch auf 4 Ohm standen, aber dann hätten ja wenigstens die Greencones Höhen haben müssen (die haben nämlich 5 Ohm). Also schnell auf 8 Ohm umgestellt, aber auch damit war ich nicht zufrieden.
War das jetzt wieder einer dieser Tage, wo man besser keine Musik hören sollte oder passt da wirklich was nicht?
Man wird nach längerem Hören, mit ein und derselben Kombination von Geräten, oft auch "betriebsblind" (unsere Ohren sind durchaus empfindlich, gewöhnen sich aber auch schnell wieder an etwas).
Hab mich manchmal auch schon gefragt, so seltsam es sich anhören mag, dass das "Klima" (Luftfeuchtigkeit, Trockenheit, etc.) sich auf den Klang, insbesondere auf die Papiermembranen der Lautsprecher, auswirken kann? Oder eben wenn man erkältet wäre, das man eh schlechter hört, weil alles zu ist?
Vielleicht sollte ich ja auch mal die Nadel vom Tonabnehmersystem wieder reinigen (kein Scherz)?
Zumindest schließt eine Frage an die KI, menschliche "Schwächen" nicht aus 😉.


11.08.2026
Hier mal alle die 3 Diagramme übereinandergelegt

Der Frequenzgang vom E55L, unten herum, ändert sich durch den 6N6P eigentlich gar nicht. Oben herum geht es nur noch bis knapp 50kHz, ohne 6N6P (alleine vom AudioInterface Focusrite Scarlet 2i2 3rd Gen angesteuert) noch bis >60kHz. Auch die Phase dreht unten herum, mit 6N6P stärker als ohne.
Hatte kurz auch noch den Versuch gemacht, anstatt dem 2µf PIO Koppelkondensator im 6N6P, einen 3,3µf MKP10 einzubauen, aber das hat nur minimal etwas im unteren Frequenzbereich gebracht. Also wieder zurück auf die 2µf PIO Kondensatoren.
09.08.2026
Nach den kleineren Umbauarbeiten, wenn man mit dem Ohr direkt an den Lautsprecher geht, kann man noch minimalen Brummen vernehmen. In 0,5m Entfernung ist davon nichts mehr zu hören. Ob das jetzt wieder an den Wire-Wrap-Drähten liegt oder ob das auch schon der Fall war, nachdem die Siebkette "verbessert" wurde, werde ich noch bei Gelegenheit prüfen. Hab schon mal Platz gemacht, für eine weitere Siebstufe 😉.
Ein gebrauchtes Notebook hab ich mir auch schon besorgt. Wollte damit vielleicht gleich auf Linux (mint) umsteigen, unter dem sogar das REW-Messprogramm laufen soll. So einfach das Linux scheinbar mittlerweile geworden ist und das "Mint" schon große Ähnlichkeit mit Windows hat, bin ich auf die Schnelle damit nicht klar gekommen 😉. Also kurzerhand eine Windows 11 Lizenz geholt. Messprogramm ist damit wieder soweit eingerichtet.
Hier mal die Frequenz- und Phasengänge.
Nur der 6N6P-Vorverstärker alleine (Frequenzgang von ca. <5 bis über >60.000Hz, Phase dreht an den Enden nur minimal),

alleine der E55L-Verstärker mit den Hammond 125CSE Übertragern (Frequenzgang von ca. 10,5 bis > 60.000Hz, +/-3dB).
und beide zusammen (Frequenzgang von ca. 10,5 bis ca. 50.000Hz, +/-3dB)
Der "Bassboost" ist mit dem E55L alleine wieder da, aber zusammen mit dem 6N6P gleicht sich das wieder aus.
06.08.2026
Gestern mal wieder eine Amiga-Platte aufgelegt, wo mich nach kurzer Zeit irgendetwas gestört hatte. Irgendwie waren mit zunehmender Lautstärke die Höhen an den Greencones wieder einmal zu "vorlaut" und der Bass nicht wirklich "straff". Das hatte sich mit der basslastigen CD von Incognito noch relativ gut angehört. Hab dann einfach mal wieder die Schallwände mit den 12" RFT L3402 angeschlossen, was sich gleich "besser" anhörte. Höhen nicht übertrieben, Bässe tiefer und druckvoller. Einfach runder! Natürlich hätte ich die Höhen etwas "rausregeln" können, aus den Saba's, aber deswegen hätte sich im Bass nichts gebessert. Die haben halt einfach ihre Grenzen (wie eigentlich jeder Lautsprecher. Es hat schon seinen Grund, wenn Leute sagen, das es nicht "den" Lautsprecher gibt, der alles kann und für jede Musikrichtung (Klassik, Rock, etc.) geeignet ist.
Also bin ich mal wieder bei den RFT's angelangt 😉.
Hatte schon wieder die Idee, die RFT's mal wieder in die Abwasserrohre einzubauen. Wenn's prinzipiell klingt, könnte man auch eine größere, runde Schallwand auf die Rohre setzen, einfach um den akustischen Kurzschluss zu niedrigen Frequenzen hin weiter zu reduzieren, was den Bass verbessern könnte.
Die waren ja schon mal in Ikea-Blumenkübeln verbaut, aber leider wurde schon wieder alles entsorgt.

Die unteren Frequenzen litten aber bei diesem Aufbau, was dann der Einbau in eine Schallwand zeigte. Deswegen eben vielleicht ein Versuch mit einer größeren, runden Schallwand, die vor die Abwasserrohre gesetzt wird. Aber erstmal eine einfache Variante mit noch vorhandenem Material.
Das Brummen des Vorverstärkers hab ich auch mit geschirmten Leitungen und drehen des Ringkerntrafos nicht wegbekommen. Hab es dann mal mit einer zusätzlichen Siebstufe (1,2 kOhm/50µf) probiert und siehe da der Brumm ist weg. Waren es vorher nur ca. 85dB Siebungwirkung, sind es jetzt ca. 115dB. Dafür musste aber auch der 1.C auf 2,2µf erhöht werden. Die Güte der LC-Siebstufe muss noch durch einen kleinen (100 Ohm) Widerstand in Reihe noch verbessert werden und die zusätzliche Siebstufe auf nur 1 kOhm/50µf angepasst werden, damit Spannungen und Ströme wieder einigermaßen passen (eben versuchen das mehr als 10mA durch ein System der 6N6P fließt, weil diese Röhre erst dann klanglich so richtig aufwachen soll bzz. in diesem Bereich linearer arbeiten soll.).
Ich werde dann jetzt mal auch die geschirmten Leitungen wieder ausbauen und gegen verdrillten Wire-Wrap-Draht (Kupfer massiv, versilbert) tauschen.
05.08.2026
Dem Vorverstärker hab ich jetzt einen kleineren Ringkern-Netztrafo verpasst. Ohne viel Änderungen, aber einen etwas höheren 1.C, stellen sich ähnliche Spannungs-/Stromverhältnisse ein. Den geringen Restbrumm muss ich so jetzt nochmal prüfen und ggf. mit geschirmten NF-Leitungen zu Leibe rücken.
Der E55L-Verstärker liefert bei Ua ca. 156V, Ik ca. 50,5mA, bei Ue(eff) 2,77V ca. 1,25W (4,1 Ohm) bevor sich der Sinus am Ausgang, mit dem Oszi gemessen, verformt. Für 1W benötige ich nur ca. 1,67V Ue(eff). Der Vorverstärker verstärkt ca. 10-fach, was bei ca. 350mV am Eingang (Keramik-TA), ca. 3,5V am Ausgang ergibt (der 1543-DAC liefert sogar 500mV). Das reicht also den Endverstärker aus- und sogar zu übersteuern. Vielleicht verschieb ich auch nochmal den Arbeitspunkt, um noch etwas mehr "saubere" Leistung rauszukitzeln, bevor sich der Sinus verformt.
04.08.2026
Hab gestern auch nochmal kurz auf die EL5070 mit Anodenkappe umgebaut, aber irgendwie "schwingt" das Ganze damit (u.a. leises pfeifen und auch die Anodenspannung hat geschwankt). Das fiel mir auch schon bei dem Aufbau mit den neuen "Eisenteilen" auf. Je nachdem wie ich die Messstrippen zwischen Kathoden-Kondensatorblock und Anode "gehalten" habe, veränderte sich die Spannung (entweder zu niedrig oder zu hoch). Sehr seltsam!
Also erstmal wieder zurück auf die E55L. Die 11 Stück die ich von denen noch insgesamt habe, sollten, bei meinen Hörgewohnheiten (wenn es hochkommt vielleicht 1 Std./Tag), für dieses und das nächste Leben reichen 😉.
Spannungen hab ich mit der E55L jetzt gleich etwas höher gelassen (Ua ca. 161V, -Ug ca. 4,1V, Ik ca. 50mA). Vielleicht sind so auch wieder etwas mehr wie 1W möglich?
Bin jetzt auch erstmal wieder zurück auf die halb-indirekt beheizte GZ34 (32, etc.), als Gleichrichterröhre. Dementsprechend auch umverdrahtet, aber im Prinzip könnte ich so auch direkt-geheizte einsetzen, nur eben werden die einzelnen "Diodenstrecken", durch die jetzt fehlenden "Symmetrierwiderstände" evtl. nicht mehr symmetrisch belastet, was zu Brumm führen kann (und angeblich auch zu "einseitigem" Verschleiß). Halb-indirekt geheizte Gleichrichteröhren haben aber auch eine "Heizcharaktaristik", wie indirekt geheizte Verstärkerröhren. Sie "fahren" also die Spannung langsam hoch, was röhrenschonender ist. So kann ich mir auch wieder den Varistor sparen.
Eben fast alles wieder wie am Anfang 😉.

Ein leichter Restbrumm kommt noch vom 6N6P-Vorverstärker rüber. Da muss ich nochmal schauen und evtl. geschirmte Leitungen verwenden und nicht nur verdrillte.
03.08.2026
Hier mal mit dem "Kartoffelstampfer" (5R4WGA) als Gleichrichterröhre.

02.08.2026
E55L-Verstärker ging wieder in Betrieb (unten im Regal). Anfangs noch mit der 5Y3 bei 2x300V-Wicklung am Netztrafo. Mit Rk 62 Ohm waren die Kathodenströme damit etwas zu hoch. Auch der 175V Varistor wurde noch etwas warm. Also auf die 5R4GY umgesteckt, 2x250V-Wicklung angeschlossen, 150V Varistor eingelötet, einstellbaren 25W Widerstand angepasst, den Rk bis auf 82 Ohm hochgesetzt, mit dem sich jetzt ca. 46mA bei Ua 145V einstellen. Damit bekomme ich zumindest wieder meine ca. 1W (2,01V an 4,1 Ohm). Bei der E55L könnte ich aber sogar bis Ua max. 175V gehen.
Da der neue 6N6P-Vorverstärker noch nicht fertig war, musste einstweilen der mit dem PC-Netzteilgehäuse herhalten. Spielen tut es damit wie gewohnt "druckvoll" und detailliert.
Hab den Vorverstärker (oben) jetzt doch noch schnell "zusammengedängelt". Bis auf die Heizspannungen hat er sogar auf Anhieb funktioniert.

Als ich Frequenzgang und Phase messen wollte, hat mein "Billig"-Laptop, mit dem ich immer meine Messungen gemacht habe, den Geist aufgegeben. Also müssen jetzt erst einmal wieder die Ohren herhalten 😉. Klingt aber erstmal "unauffällig" gut.
Die Spannungen/Ströme am Vorverstärker wurden jetzt nochmal etwas angepasst (ein 1. C von 0,68µf eingebaut). Der Ra ist 8,2 kOhm, der Rk=390 Ohm. Es fließen jetzt ca. 11mA durch die Systeme der 6N6P. B+ ca. 217V, Ua ca. 120V, -Ug ist ca. 4,4V (damit dürfte auch die Eva Cassidy - Time after Time LP nicht mehr verzerren 😉). Die EZ80 bekommt vielleicht noch etwas zu viel Spannung ab, ca. 6,5xV, was zwar noch in der Toleranz (+/- 5%) wäre, aber 6,3-6,4V wären mir lieber.
01.08.2026
Der E55L-Verstärker nimmt auch langsam wieder Formen an. Hab gleich mal auf direkt geheizte Gleichrichterröhren umgebaut, allerdings kann der Ringkernnetztrafo nur 2A. Es muss dann auch wieder ein Varistor verbaut werden, damit Ukalt für die Anodenspannung die max. 300V im Einschaltmoment übersteigt. Hier steckt momentan eine 5Y3, hab aber auch noch 5R4GY oder 5R4WGA ("Kartoffelstampfer").
31.07.2026
Der 6N6P-Vorverstärkeraufbau im 2HE "tiefen" Rack-Wandgehäuse sieht momentan so aus. Der Ringkerntrafo ist noch überdimensioniert und wird wahrscheinlich noch gegen einen "kleineren" getauscht werden. Man muss ja nicht noch mehr Leistung unnötig "verbraten" 😉.

28.07.2026
Die Treiberröhre kommt wieder raus. Baue jetzt wieder das Gehäuse vom vorherigen E55L-Verstärker auf (das Meiste steht noch), mit dem Ringkern-Netztrafo und den Hammond 125CSE Übertragern.

Frequenzgang sah damals so aus (nicht unter Volllast).

Da war die Welt noch in Ordnung 😉! Keine Bassüberhöhung, kein Brumm.
Die Phase dreht mit den "kleineren" Hammond 125CSE (auch mit größeren 125ESE) im unteren Frequenzbereich zwar deutlich mehr, als die TamRadio F-475, aber sie sind ja eigentlich auch nicht für HiFi gedacht und relativ günstig. Dafür sind sie dann eigentlich schon wieder sehr gut, auch klanglich.
Ein Vorverstärker mit der 6N6P wird jetzt nochmal separat aufgebaut, in einem noch vorhandenen 2HÉ Wand-Rackgehäuse, passend zum E55L-Verstärker, mit EZ80 Gleichrichtung und ebenfalls Drosselsiebung.
Solange (für Messungen) nehme ich den noch Vorhandenen, der mit PC-Netzteilgehäuse. Der brummt zwar noch leicht, aber für 1. Versuche ok.

Ich hab auch noch 2µf Ölpapier-Kondensatoren, die man als Koppelkondensator verwenden könnte (sollte der Frequenzgang nicht passen, wird eben ein "guter", z.B. hab ich von den Z-Superior Caps von Jantzen noch einige, parallel dazu geschalten. Dann kommen die Reste auch endlich mal weg 😉.
Hätte im Schrank ja auch noch einen Vorverstärker mit der ECC82 (ebenfalls in einem Wand-Rackgehäuse). Der hatte aber den Phasen- und Frequenzgang des E55L-Verstärkers wieder etwas verschlechtert. Vielleicht auch hier nur der Koppelkondensator schuld?
Hier der überlagerte Phasen- und Frequenzgang, einmal vom E55L-Verstärker alleine (oranger Frequenzgang) und zusammen mit dem ECC82-Vorverstärker (roter Frequenzgang). Die Phase verschlechtert sich auch etwas.

Frequenz- und Phasengang hab ich aber auch schon mit dem 6N6P-Vorverstärker (mit PC-Netzteil) gemessen, aber nicht "überlagert", um direkt Unterschiede auszumachen. Da hat sich der Frequenzgang sogar nach oben erweitert (orange Linie). Hier hatte ich, einem Wima MKP10 2,2µf als "Aus"-Koppel-C verbaut. Aber die Phase verschlechterte sich auch hier etwas.

Dann vielleicht eher die 6N6P (Anodenfolger) als die ECC82 (Anoden-/Kathodenfolger)?
Alleine wegen dem Frequenzgang, aber
auch weil man nur mit einer Röhre für beide Kanäle auskommt. Vielleicht bekommt man den Phasengang zumindest soweit hin, das sich durch Vorschalten eines Vorverstärkers nichts verschlechtert? Auch eine Überalles-Gegenkopplung könnte das Ganze begradigen, aber da bin ich kein Freund davon.
27.07.2026
Alles wieder zurück gebaut und gleich den Trafo auf Gummipuffer gestellt, zum Entkoppeln. Dann nochmal die F&T "High Grade" 3,3 µf Kondensatoren eingebaut, aber diesmal mit Jantzen Z-Superior Caps 0,47µf gebrückt, was dann so aussieht.
Jetzt geht es obenherum sogar bis knapp 50.000Hz. Untenherum hat sich nichts geändert. Ich überleg echt wieder die kleineren Hammond-Übertrager einzubauen. Es geht zwar vielleicht nur um 1,5Hz (aber auch um die Phase), aber wieso nicht das Maximale rausholen.
Nach oben hin aber deswegen jetzt komplett auf einen Jantzen Z-Superior, z.B. gleich mit 1,5µf umzustellen, wo das Stück >16€ kostet, bin ich dann auch nicht bereit zu zahlen.
Der Strom durch die 6N6P beträgt momentan auch nur ca. 8mA. Kommt durch die zu geringe Spannungsversorgung, die ja erst nach der für die EL5070 erfolgt. "Aufwachen" soll die 6N6P erst so ab ca. 10mA. Da hilft eigentlich nur ein getrennter Aufbau von Treiber und Endröhre bzw. Vor- und Endverstärker.
Spaßhalber einfach mal eine 6922 (ECC88), 6DJ8, etc.) anstelle der 6N6P gesteckt. Anschlüsse sind gleich und auch der AP stellt sich einigermaßen ein (sicher nicht optimal). Damit brauche ich jetzt nur noch ca. 300mV für 1W, dafür wird der Frequenzgang nach oben hin wieder mehr eingeschränkt, wahrscheinlich weil der Innenwiderstand dieser Röhre höher ist (ca. >=2,5 kOhm anstatt >=1,8 kOhm der 6N6P). Bei der 6922 fließen aber auch nur ca. 7mA. Die Miller-Kapazitäten der EL5070 kommen dadurch wahrscheinlich wieder mehr zum Tragen.
Unten herum wieder ca. 11Hz, nach oben nur bis ca. 35.000Hz. Es hört sich aber deswegen überhaupt nicht schlecht an.
Ist interessant solche Spielereien mit unterschiedlichen Röhren und Koppelkondensatoren. Da bekommt man langsam ein Gefühl für die Sache. Der Brumm links ist aber immer noch da. Vielleicht die Heizspannungsverdrahtung anders ausführen?
Quizfrage. Was würde es für einen Frequenzgang ergeben, wenn ich die 6922 einsetze und nur den 3,3µf F&T High Grade Kondensator? Kleiner 35.000Hz? Aber wer will das schon 😉.
26.07.2026
Hab jetzt anstelle der F&T MKP-AZ-3,3/630 (High Grade, Polypropylen - Folie
Zink metallisiert) Kondensatoren, die 8,29€/St. kosten, jetzt wieder "einfache" Wima MKP10 1,5µf/630- eingebaut (das Stück für 3,80€), was dann so aussieht.
Jetz geht es zumindest obenherum wieder bis ca. 45.000Hz. Untenherum verliert er nichts.
Ich frag mich wo hier das "High Grade" sein soll 😉?
Man muss aber auch die übrigen Frequenzen betrachten. Nicht das nur der obere Frequenzbereich erweitert wird (den wir (zumindest ich) direkt aber eh nicht mehr hören), aber für den Preis das die mittleren Frequenzen vielleicht darunter leiden.
Wie hat Paul Klipsch schon gesagt - die Musik ist da wo die Mitten sind (oder so ähnlich).
Der "Bassboost" ist mit dem MKP10 wieder etwas stärker (und welliger). Erstmals ist mir diese Erhöhung im Bass mit Einbau der 6N6P direkt mit in den Verstärker aufgefallen.
Hab damit mal reingehört und man könnte fast meinen, es ist zu viel des Guten mit den Höhen. Ist aber nur ein Gefühl. Brumm hab ich links immer noch, trotz geschirmter Leitungen.
Dann im Vergleich den ECL805-Verstärker gehört. Der klingt sehr ausgewogen, wobei ich glaube der Bass "hämmert" nicht ganz so wie mit dem EL5070, obwohl der ECL805 lt. Frequenzschrieb 3-4 Hz tiefer geht und weniger Phasenverschiebung produziert. Das "Hämmern" hab ich aber auch schon mit den kleineren Hammond Ausgangsübertragern (125 CSE) so empfunden. Hab mir auch schon überlegt ob dieser Bass, obwohl er gar nicht mal soweit runterreicht, evtl. von der Drosselsiebung kommt?
Es ist also fraglich ob es die größeren 125ESE bräuchte, u.a. weil die eben auch nicht soweit runtergehen.
Wegen dem Brumm hab ich jetzt nochmal den Ringkerntrafo vom vorherigen Aufbau eingesetzt, aber auch damit brummt es links mehr. Also muss es irgendwo am Aufbau liegen oder irgend ein anderes Bauteil spuckt mir noch in die Suppe.
Kurzzeitig hab ich daran gedacht die EL5070/E55L in den ECL805-Aufbau einzubauen (mit den Tam Radio/Tamura F-475 Übertragern), aber nur kurz 😉. Die F-475 haben aber einen Ra von 5k, womit ich mit der Anodenspannung höher gehen müsste, um zumindest noch 1 Watt zu bekommen, was zumindest für die EL5070 nicht geht. Dann kann der Übergtrager auch max. nur 45mA, was aber ok wäre, weil bei höherer Ua, eh weniger Strom fließen würde (der Rk muss dann wahrscheinlich auch nochmal angepasst werden). Also wenn überhaupt, dann geht das nur mit der E55L. Für eine Treiberröhre ist bei diesem Aufbau aber kein Platz und müsste außerhalb, in einem extra Kästchen, mit extra Spannungs-versorgung realisiert werden. Damit wäre ich aber auch wieder flexibler, wenn ich mal andere Treiberröhren probieren möchte (ECC189 oder ECC88, etc.).
25.07.2026
Hab den Rk der Endröhre jetz bis auf 82 Ohm erhöht. Die Ua stellt sich damit mit 147V ein und es fließt ein Ik von ca. 48mA. Mit 375mV(eff) erhalte ich meine 1W an einem 4,1 Ohm Lastwiderstand (max. sind ca. 1,2W möglich bevor sich der Sinus verformt).
Die max. Pa der Anode ist 10W. Mit 147V Ua und ca. 48mA Ik komme ich auf ca. 7,1W, was 71% der max. Pa sind, was eials röhrenschonend gilt. Zusätzlich ist diese Röhre auch noch eine Langlebensröhre mit 10.000 Stunde. Die Heizspannung hab ich momentan ca. 31V höher gelegt. Die E55L wird mit max. 200V Ufk angegeben, bei der EL5070 hab ich nichts dazu gefunden. Vielleicht geh ich hier noch etwas höher, aber durch Verkleinerung des oberen Teilwiderstandes des Spannungsteilers.
Der 175V Varistor hat die "Kaltspannung" auf ca. 290V begrenzt, was knapp ist, wo diese Röhren nur max. 300V haben dürfen. Also mal einen 150V Varistor probiert, der sie auf 260V begrenzt. Haben tut das Netzteil an dieser Stelle, im Betrieb, nur ca. 175V, womit er dann auch nicht weiter belastet wird.
Frequenz- und Phasengang sieht momentan so aus
"Leider" nur ca. 11- 35.000Hz.
Hier im Vergleich nochmal der E55L-Verstärker mit Hammond 125CSE, 1,5µf Koppel-C und ebenfalls 50k log Poti, ca. 9,5Hz (-3dB) und nach oben gute 45.000Hz (-3dB).
Nicht wirklich eine "messbare" Steigerung.
Vielleicht liegt es ja tatsächlich an den 3,3µf?
24.07.2026
Das Ganze ging gestern wieder in Betrieb. Bis auf eine vergessene Plus-Leitung und ein paar Spannungsanpassungen lief das Ganze auf Anhieb. Momentan bekomme ich zwar nur ca. 0,8W (an 4,1 Ohm Lastwiderstand) raus, bei ca. 390mV (eff) am Eingang, aber das muss jetzt über die Arbeitspunkte (AP) angepasst werden. Momentan fließen bei einer Ua von ca. 130V Ua, ca. 55mA Ik, bei -Ug von ca. 3V (Rk=56 Ohm). Aber auch die Spannungsversorgung der Treiberröhre ist dadurch momentan evtl. zu niedrig. Der Ra von 2,5 kOhm des Übertragers ist für diesen AP eigentlich zu hoch, was eben zu einer geringeren Leitungsausbeute führt. Mit Erhöhung des Rk's erhöht sich automatisch Ua, weil weniger Ik fließt und dadurch auch die Spannung für die Treiberröhre. Mal schauen was dann rauskommt.

Die Vorwiderstände für die Heizspannungen kann ich mir momentan auch sparen. Bei der 5U4G stellen sich ca. 4,95V ein und bei den Verstärkerröhren 6,4xV. Die eine knapp unterhalb 5V, die andere etwas über 6,3V, aber alles noch in der Toleranz. Das kommt daher, das der Trafo momentan auf 240V Netzspannung verdrahtet ist. Er könnte auch u.a. auch noch 220V, aber leider nicht die aktuellen 230V wie sie in Deutschland vorherrschen. Wenn ich so die Anodenspannung noch hinbekomme, wie ich es brauche, soll mir das Recht sein, ansonsten geh ich auf die 220V-Wicklung. Damit dürften die Spannungen wieder etwas höher ausfallen.
22.07.2026
Gestern den aktuellen Aufbau mit der E55L "geschlachtet" und die benötigten Teile bereits wieder in den neuen Aufbau "eingepflanzt". Jetzt geht es mit den weiteren Verdrahtungsarbeiten weiter.

21.07.2026
Das zieht sich. Ständig ist irgendetwas anderes.
Versuche soweit alles vor zu verdrahten, so das ich dann eigentlich nur noch die Kondensatorbänke für die Kathodenüberbrückung und das Anschlussblech vom anderen Aufbau rübernehmen muss.
Der momentane Aufbau ist jetzt für die 5U4G Gleichrichterröhre, mit 2 Symmetrier-Widerständen von 47 Ohm, für den Abgriff der Spannung von beiden Diodenstrecken, ausgelegt. Einen Spannungsteiler, um die Heizspannung für die Verstärkerröhren höher zu legen, mit 82/15 kOhm (parallel 22uf/100V-) wurde ebenfalls eingebaut. Der untere Teilwiderstand mit 15 kOhm wurde eben so niedrig gewählt, damit auch Röhren ECC189 oder ECC88 als Treiberröhre eingesetzt werden könnten, die einen Rfk von nur 20 kOhm max. haben.
Wenn ich das richtig verstanden habe mit dem Rfk, dann ist das der max. zulässige Widerstand von Heizwendel zur Kathode, dem dann noch Kathodenwiderstand in Reihe liegt und letztendlich auf Masse. Dieser separate Spannungsteiler liegt zwar der "Heizfaden-Kathoden-Kathodenwiderstand-gegen Masse"-Anordnung parallel, sollte aber, da der Abgriff des Spannungsteilers dann auf den Mittelpunkt der symmetrischen Heizwicklung geht und irgendwie über die kapazitive Strecke zwischen Heizwendel und Kathode und dem Kathodenwiderstand wieder gegen Masse wirkt.
Ich glaub ein Bild sagt mehr wie 1000 Worte 😉.

Ein Varistor S20K175 wurde auch in der 1. Siebstufe (nach der Drossel, parallel der Kondensatorbank) verbaut, der lt. Datenblatt eine Gleichspannung auf 225V begrenzen soll, damit "Ukalt" für die EL5070/E55L nicht über 300V ansteigen kann. So die Theorie! Das muss ich aber messen und auch die Belastung des Varistors im Betrieb, wenn sich alle Spannungen/Ströme eingestellt haben. Nicht das mir der "abraucht", weil er noch zu hoch belastet wird. Der nächst höhere Varistor wäre ein S20K230, der aber die Spannung auf 300V- begrenzt, was aber zu knapp/zu hoch ist. Wenn das alles nichts hilft, dann muss ich wieder zurück auf indirekt geheizte Gleichrichterröhren.
12.07.2026
Hab wieder Gefallen an den Wand-/Rackgehäusen gefunden 😉.
Das Holzgehäuse war ja jetzt erst im Versuchsstadium und hab jetzt schon
gesehen wo das enden könnte. Zu viel Einzelteile die benötigt werden, zu
viele Zuschnitte, Bohrungen, die schief gehen könnten. Da hab ich
jetzt erstmal die Reißleine gezogen.
Bekomme in den Wand-Rackgehäusen alles unter, obwohl Netztrafo und Übertrager größer ausfallen, durch die Lochbleche ist alles belüftet und hat durch das Metall auch gleich eine Schirmwirkung. Vielleicht wieder eine schöne Acrylfront mit Rändelschrauben befestigt oder wieder ein Holzrahmen mit Steckmetalleinsatz?


Mit dem Netztrafo könnte ich jetzt sogar die Gleichrichterröhre 5U4GB, die schon ewig bei mir rumliegt, mit 5V/3A, verwenden. Momentan stecken, wenn man genau hinsieht, als Endröhren auch die EL5070 drinnen und keine E55L.
Die 5U4GB ist eine direkt geheizte Röhre, die die Spannung fast schlagartig an den Verstärkerröhren anstehen lässt, was die Röhren (Ukalt oder U0) auch aushalten müssen. Die EL5070 hält Ukalt nur 300V aus, bei der 6N6P hab ich keine Aussage zu Ukalt gefunden, aber sie kann schon im Normalbetrieb 300V und mit Eoinschränkungen auch 450V. Das muss ich später aber erst messen. Um sicher zu gehen müsste ich wieder mit Varistoren arbeiten, um die Spannung im Einschaltmoment zu reduzieren. Ich bin aber evtl. auch mit anderen Parametern schon nahe am Limit (Ua und evtl. auch Ik), nicht das es dann doch noch zu Problemen kommt.
Den Netztrafo muss ich nochmal drehen, damit das Magnetfeld nicht in die Drossel einstreut.
Momentan stecken, wenn man genau hinsieht, auch EL5070 obenauf und keine E55L. Die EL5070 verkraften nur max. 150V Ua/Ug2 und haben den Anodenanschluss oben an einer Kappe herausgeführt. Die werde ich dann sehr wahrscheinlich auch an ihrer "Spannungsgrenze" betreiben, aber dann zusätzliche "Sicherheitsmaßnahmen" ergreifen, wie z.B. das Heizspannungspotential höher legen, damit zumindest schon mal keine Überschläge zwischen Kathode und Heizung entstehen können. Vielleicht bleib ich auch unterhalb 150V (wegen dem Gewissen 😉), dafür geh ich mit dem Strom etwas höher (das können die nämlich eher. Max. 75mA und wenn auf die Langlebigkeit nicht geachtet werden muss auch 100mA). Der Netztrafo ist auch hierfür ausgelegt (275-0-275V/230mA) und auch die größeren Ausgangsübertrager.
Auch die Drossel ist für 125mA gut (wenn's mehr wird sinkt halt die Induktivität - aber auch nicht übertreiben).
11.07.2026
Momentan versuch ich die Bauteile noch zu arrangieren und von der Gehäuselänge her vielleicht noch 1cm kürzer zu werden, damit ich das Ganze incl. überstehender Potiknöpfe, Cinch- und sonstige Buchsen auf Front- und Rückseite auf das 40cm tiefe Regalbrett zu bekommen.
Hier mal so ein Seitenteil, wie es aussehen könnte.
Man sieht auch die Glasklemmen für die späteren Acrylglas-Front-, -Rück- und -Deckplatte. Die Aluschienen zum Befestigen der Kondensatorbänke müssen auch noch zugeschnitten und gebohrt werden.
Oder doch wieder so, im Wandrackgehäuse? Ich bin unentschlossen.
Müsste schauen ob ich nochmal die gleiche Menge an Netzteilkondensatoren und zusätzlich 8x von den 110µf Folien-C's für die Kathoden + die Röhren auf dem oberen Deckblech unterbekomme.
05.07.2026
Nichts Neues, außer die Anschlussleitungen der Eisenteile mit Aderendhülsen versehen, etwas zusammengebunden und einige Positionen auf den Brettern angezeichnet.
03.07.2026
Jetzt mit mit passenden Holzteilen.

02.07.2026
Gestern nochmal etwas Holz für den Gehäuseaufbau zuschneiden lassen (natürlich ein Teil wieder falsch dimensioniert - immer diese Schnellschüsse 😉). Könnte hinhauen. Die genaue Anordnung wird beim Aufbau festgelegt, u.a. deshalb lass ich mir immer gleich etwas mehr zuschneiden.
29.06.2026
Wird wieder 'ne knappe Sache. Die Regalbretter die ich habe sind nur max. 40cm tief. Nach vorne stehen die Cichbuchsen, der Umschalter und die Potiknöpfe raus, nach hinten die Kabelzuführung, der Sicherungshalter, ein Ein-/Ausschalter und die Lautsprecherbuchsen, in die dann auch noch die Stecker müssen. Da gehen gut 8cm von der Tiefe verloren. Hätte also nur ca. 32cm für die Gehäusetiefe des Verstärkers. Für eine mehr in die Breite gehende Anordnung der Bauteile müsste ich nochmal schauen. Dann ist aber auch der eine Kanal näher am Transformator als der andere. Nicht das ich mir so Störungen einhandle. Aber auch die Acrylglasplatten werden dann länger, was sie wieder instabiler macht.
Ich könnte 4mm vollisolierte Laborbuchsen für die Lautsprecheranschlüsse einbauen, die wenig überstehen, könnte dann aber keine Kabel mehr klemmen?
Die jeweils 4x110µf Kathoden-C's der Endröhren werden jetzt auch hochkant an die Seitenteile montiert, so wie auch die Netzteilkondensatoren. Dadurch rücken die Röhren alle etwas mehr zusammen, aber das dürfte keine Probleme bereiten. Wichtig ist, das die Verstärkerröhren, insbesondere die Eingangsröhre, soweit wier möglich vom Netztrafo (und evt. auch noch Netzdrossel) entfernt ist.
27.06.2026
Hab jetzt die 3,3µf Koppel-C's gegen 1,5µf getauscht und die 100k log Potis gegen 50k log Potis.
Schaut schon besser aus, obenherum. Der Bassboost ist immer noch vorhanden. Nach unten geht es wie gewohnt bis ca. 9,5Hz (-3dB) und nach oben jetzt gute 45.000Hz (-3dB), je nachdem von wo aus man jetzt misst (ich hab von der 100 SPL-Linie aus gemessen). Wenn man vom "Bassboost" ausgeht, dann sind es nur ca. 10,5-35.000Hz (-3dB).
Die Teile von BTB sind auch schon da und auf einem Brett angeordnet, wie ich es mir mal so gedacht habe.
Die Innenmaße dürfte ich auf ca. 150x260x340mm (HxBxT) bekommen.
25.06.2026
Weitere Teile wurden bestellt. 2x Hammond 125ESE Übertrager, 1x Hammond 159P Drossel und 1x Hammond Netztrafo 260G. Damit kann der letztendliche Aufbau besser ermittelt werden.
Hab den anderen Aufbau im Rackwand/-tischgehäuse mal gemessen.
Unten herum halt wieder bis ca. 9,5Hz (-3dB), nach oben geht es vielleicht so bis knapp über 30kHz (-3dB). Da geht sicher noch ein bisschen mehr, zumindest nach oben. Nach unten erhoffe ich mir jetzt von den etwas größeren Übertragern, etwas mehr Tiefgang und weniger Phasenverschiebung.
23.06.2026
Der Klang ist "hochauflösend" und untenherum "punchig". Müsste jetzt noch mal den Frequenzgang messen, ob die 6N6P jetzt was anderes macht als die ECC82 als Treiberröhre.
Denke schon daran diesen Verstärker nochmals, anders, schöner aufzubauen.
1. Anordnungsversuche laufen.
Damit das Ganze nicht zu breit oder zu lang wird, werden die Kondensator-Bänke hochkant an die Seitenwände montiert. Denke auch die Übertrager. Habe vor die größeren Hammond 125ESE Übertrager zu verwenden. Hier musste ich aber erst den Hersteller fragen, welche Primär-Induktivität dieser tatsächlich hat, weil man unterschiedliche Angaben findet, von 9,58H oder 5,43H. Macht schon einen Unterschied, besonders im Bassverhalten. Der 125 CSE hat angeblich 9,58H (aber auch hier gibt es aber auch eine Angabe von nur 6,3H), aber eben nur 8W, der ESE 15W.
16.06.2026
Hat natürlich nichts gebracht, den Koppelkondensator zu tauschen. Dafür hab ich mit der Masse der Potis "gespielt". Das einzige was jetzt anders ist, das ich die Masse nicht direkt von der Zentralmasse (wo auch die Lautsprecherbuchsen und die Verstärkerschaltung angeschlossen sind) genommen habe, sondern mit einer geschirmten Leitung aus der Verstärkerschaltung heraus zurück auf die Potis gegangen bin. Anfangs, bis sich die Spannungen der Verstärkerschaltung aufgebaut/eingestellt haben, ist das "Kratzen" noch leicht vorhanden, was aber immer weniger wird, bis es nicht mehr hörbar ist.
Rechts brummt es noch etwas mehr wie links (wenn auch sehr leise), wenn ich voll aufdrehe. Vielleicht nehme ich auch noch für den Eingang eine geschirmte Leitung, u.a. weil diese mit 1 MOhm recht hochohmig ist. Da fängt man sich leichter Störungen ein.
Ist schon verrückt wie sich unterschiedliche Schaltungen/Röhren da verhalten.
Nochmal etwas hin- und herverdrahtet und dann hatte ich plötzlich die Störungen wieder. Ist doch zum Mäusemelken.
Bingo! Nach weiterem Umverdrahten der Signalleitungen herrscht jetzt Stile. Jetzt bloß nichts ändern.
Ein Gesamtklangeindruck zum Niederknien. Die E55L hat schon was.
15.06.2026
Das Gleiche (das mit den Blechen verbinden) hab ich auch bei einem anderen ECL805-Verstärker gemacht. Hat alles bestens geklappt, nur beim E55L-Verstärker hab ich gerade noch ein Problem erkannt. In Richtung kurz vor Endanschlag der Potis bekomme ich plötzlich ein Kratzen und es hört sich an als hätte ich offene Eingänge. Zuvor und auf Endanschlag ist alles ok. Nur sobald ich dann wieder eines der Potis aus dem Endanschlag heraus bewege, knackst es häftig. Bis ich wieder diese Stelle überwunden habe, wie vorhewr beschrieben (wo es anfängt zu kratzen, etc.).
Suche im Internet ergab nichts für meinen Fall, von wegen kaputter oder fehlender Kondensator vor dem Poti, welches dann mit Gleichspannung beaufschlagt wird, was zu Kratzen führt oder kaputte Schleifbahnen der Potis (bei einem Poti ok, aber nicht das gleiche Phänomen bei beiden) oder fehlende/falsche Masse.
Masseführung ist eigentlich wie vorher, nur eben mit der zusätzlichen 6N6P-Röhre und den paar Bauteilen drumherum. Kurzschließen der Eingänge hat den selben Effekt (Lautstärkeregler liegt aber auch erst am Ausgang, nach dem Koppel-C, der 6N6P).
Dann tausche ich halt mal den Koppelkondensator.
12.06.2026
Aluschiene und Glasklemmen sind angekommen. Hab mich für die Glasklemmen (4 Stück auf eine Breite von ca. 43cm) entschieden, zusammen mit einem schmalen Streifen doppelseitigem, schwarzem Klebeband zwischen den Blechen. Passt!

09.06.2026
Ein kleiner Schaltungsfehler (Heizspannungspotential höher legen) wurde behoben, der 1.C entfernt (somit reine Drosselsiebung), die Spannung mit dem einstellbaren Vorwiderstand eingestellt, der Rk der E55L von 75 auf 82 Ohm erhöht. Damit bekomme ich bei ca. 395mV (Ueff) am Eingang wieder meine 1W an 8,2 Ohm. Max. wären 1,25W möglich bevor sich der Sinus am Oszi verformt. Der Ik der E55L beträgt ca. 49mA (bei ca. 150V Ua -> Pa ca. 7,35W = 73,5%).
Die 6N6P zieht je Kanal ca. 10mA (Ua ca. 90V -> Pa ca. 0,9W=18,75%). Über den Rk =270 Ohm fallen ca. 2,7V ab. Das reicht erstmal für Keramik-TA's und auch für die Eva Cassidy Schallplatte "Time after Time", die teilweise, obwohl das Dual CDS 660 nur 350-400mV ausgibt, scheinbar höhere Pegel generiert (Verzerrungen werden hörbar). Das Ganze, weil wegen den hochohmigen Keramik-TA's der Lautstärkeregler zwischen Treiber- und Endröhre gelegt werden musste und so der Eingangsspannung der Treiberröhre nicht mehr gegen Übersteuerung "gesichert" ist.
Mein Deckblech ist momentan 2-geteilt (auf dem Hinteren Anschlüsse und Lautstärke, vorne Röhren, etc.). So kann ich zwar die Bleche einzeln abnehmen, muss dafür aber lange Signalleitungen in Kauf nehmen (um z.B. das eine Blech über das andere hinweg zu klappen). Müsste die Bleche verbinden, so das sie nur noch gemeinsam abgenommen werden können, dann kann ich auch die Leitungswege kurz halten. Dafür hab ich mir jetzt ein Alu U-Profil und s.g. Glasklemmen besorgt. Mal schauen was besser hält.
08.06.2026
Eine weitere Möglichkeit der niederohmigen Ansteuerung wäre die 6N6P (ähnlich ECC99). Nicht ganz so niederohmig wie der ECC82 Anoden-/Kathodenfolger, aber dafür würde eine Röhre für Stereobetrieb reichen.
Ohne Kathoden-C ist auch hier eine Verstärkung von ca. 10-fach möglich, aber lt. Datenblatt auch nur, wie so oft, ein Rg von max. 1 MOhm zulässig. Ich war aber so frech gleich mal auf 1,5 MOhm hochzugehen (anfangs sogar 2,2 MOhm - war mir aber dann doch zu heikel), was bisher ohne Probleme zu funktionieren scheint und auch ausreichend Bassfundament liefert (vielleicht geh ich auch nochmal auf 1 MOhm runter), beim Anschluss von Keramik-TA's. Betriebsspannung ist ca. 250V. Damit hat das "PC-Netzteil" jetzt auch endlich seine Bestimmung gefunden 😉.

Hab dann weiter überlegt ob man den Vorverstärker nicht mit in das Gehäuse des E55L-Verstärkers integrieren kann. Gesagt getan!

Problem ist, das die E55L keine hohen Betriebsspannungen verträgt. Ua max. wäre zwar 200V, aber Ug2 ist nur 175V. Da die E55L aber in Triode geschalten wurde, kann man max. nur bis 175V gehen. In meinem Fall gehe ich sogar nur bis <= 150V (vor dem Übertrager, ca. 160V), u.a., das man auch die EL5070 einsetzen könnte, die nur max. 150V zulässt). Der separate 6N6P-Vorverstärker arbeitet mit 250V, um ihn aber mit in den E55L-Verstärker zu packen, bleiben nach einer weiteren Siebstufe, die ihn von der Versorgungsspannung der Endröhren entkoppelt, vielleicht nur noch 150V übrig, was einen anderen Arbeitspunkt bzw. Anodenwiderstand bedarf.
Also im Internet etwas geschaut und überlegt. Es gibt da auch einen s.g. "Load Line Calculator" (https://www.vtadiy.com/loadline-calculators/loadline-calculator/) für die gängigsten Röhren, um schon mal im Vorfeld zu rechnen ob es gehen könnte. Hab als Ra jetzt mal 5 kOhm genommen. Dabei fließen ca. 11mA und die Ua beträgt
ca. 90V. Rk werden ich auf 220-270 Ohm legen, was ca. 2,4-3V Ug ergibt. Aber auch die KI meint, das eine Anodenspannung von 90V ein guter Arbeitspunkt für die 6N6P als Treiberstufe ist. Ich benötige aber auch keinen großen Spannungshub. Bei ca. 350-400mV Eingangsspannung, bei 10-facher Verstärkung, wären das ca. 3,5-4V, was zur Aussteuerung der E55L je nach Arbeitspunkt, reichen dürfte.
Also alles mal so aufgebaut, was auch erstmal soweit funktioniert. Gut es brummt noch, aber daran sind die noch zu langen und nur verdrillten NF-Leitungen im Inneren Schuld. Ich muss auch noch etwas mit dem Arbeitspunkt der E55L spielen, weil momentan insgesammt ca. 120mA fließen. Der Trafo kann zwar 150mA bei den Anodenspannungen (300-250-200-0-200-250-300V), aber 120mA sind bei Kondensatorsiebung, die nur max. 67% des Trafostromes zulässt (dafür max. das 1,41-fache der Spannung), bereits 80%. Gut, mein 1.C ist jetzt nur 2,2µf groß und dürfte nicht wirklich eine Kondensatorsiebung darstellen, aber sicherheitshalber werde ich auf reine Drosselsiebung umstellen, die dann das 0,95-fache des Stromes, also 142,5mA, zulässt (dafür aber auch nur das 0,9-fache der Spannung). Spannung ist aber reichlicher vorhanden.
28.04.2026
Hier nochmal beide Frequenz- und Phasengänge übereinandergelegt. Untenherum mehr Phasen-verschiebung obenherum ein früherer Frequenzabfall.

27.04.2026
Ich werde jetzt für eine weitere Frequenzgangsmessung nochmal den Line-Vorverstärker (2x ECC82, Anoden-/Kathodenfolger) vorschalten, um zu sehen ob eine deutlich niederimpedantere Ansteuerung der Endstufe sich auf die untere Grenzfrequenz auswirkt.
Und so sieht das aus. Bringt nicht all zu viel. Nach oben hin eher weniger, nach unten hin eigentlich gar nichts.

23.04.2026
Der einstellbare Hochlast-Drahtwiderstand wurde von innen am Deckblech befestigt, rechts von der Gleichrichterröhre, zwischen dem roten und den grauen Folienkondensatoren (s. Bild im Eintrag vorher). Hier war noch etwas "Luft" und auch genügend Abstand zu den darunterliegenden Netzteilkondensatoren.
Mit den Arbeitspunkten musste ich etwas spielen. Anfangs hatte ich noch die 250V-Wicklungen des Netztrafos genommen, keinen 1. C (also reine Drosselsiebung) und das Zuviel an Spannung einfach durch erhöhen des Spannungsabfalls über den Hochlastwiderstand weggenommen (Widerstandswert vergrößert -> höhere Verlustleistung. Die Güte der Drosselsiebung war hierbei <0,5, also nicht resonanzfähig. Damit bin ich dann irgendwo bei ca. 7,7W Pa, der E55L gelandet (Ua ca. 148V bei Ik ca. 52mA, entspricht ca. 77% der max. Pa), womit ich ca. 1,35W an 8,2 Ohm herausbekam.
Dann auf die 200V-Wicklungen des Netztrafos umgestellt, 1.C=1,5µf, Hochlast-R auf 235 Ohm eingestellt (- keine reine Drosselsiebung mehr - Zusammen mit dem RDC der Drossel (155 Ohm), der Induktivität 10H und den 270µf Siebkapazität, komme ich wieder auf eine min. Güte von 0,5 - nicht schwingfähiger Resonanzkreis). Damit wird die Anode der E55L nur noch mit Pa ca. 5,8W belastet (Ua ca. 150V, bei Ik ca. 39mA), bekomme aber eine kaum geringere Ausgangsleistung als bei Pa=7,7W, ca. 1,25W, die ich mit ca. 2,9Veff am Eingang erreiche. Seltsam!
Der Rk von 62 Ohm blieb in beiden Fällen gleich. Muss ich mir nochmal genauer anschauen, warum das so ist. Liegt wahrscheinlich mit am Ri der Röhre? Der Ra des Übertragers war in beiden Fällen 2,5k.
Bei einem höheren Ik dürfte der Ri der Röhre abnehmen, der lt. Datenblatt bei Ua=125V und Ik=55,5mA, ca. 600 Ohm betragen soll. Bei nur 38mA dürfte der Ri also steigen, was im Zusammenspiel mit den 2,5k des Übertragers vielleicht wieder eine bessere Leistungsausbeute bringt. Bei höheren Strömen (niedriger Ri) wäre ein Ra von vielleicht 1,8k besser?
Und so sieht der Frequenz- und Phasengang damit aus, ca. 12- >60.000Hz (-3dB), ca. 40° bei 20Hz und vielleicht ca. 90° bei 10Hz.
Eigentlich müsste man auch immer die "Rahmenbedingungen" (Ein- und Ausgangsimpedanzen, sowohl der Schaltung als auch der "Messgeräte", etc.) mit angeben, weil diese ebenfalls das Messergebnis beeinflussen.
Ich verwende als AudioInterface das Focusrite 2i2 3rd, von dem zumindest alle notwendigen Parameter bekannt sind (das war in der 1. Version die ich verwendet hatte nicht der Fall) und dann eben die Eingangsbeschaltung des Verstärkers, bestehend aus einem 50k log Poti und einem 100 kOhm Gitterableitwiderstand (Rg). Je nach Stellung des Potis im Verstärker, parallel dem Rg, ergeben sich im ungünstigsten Fall nur noch 33,33 kOhm. Mit diesem Wert wird der Ausgang des AudioInterfaces belastet.
Ich verwende für meine Messungen die Instrumenteneingänge des Interfaces

Der Ausgang hat folgende Werte

Sollte also soweit passen.
22.04.2026
So sieht das jetzt "wieder" aus (das hat es vor dem Umbau auch schon, halt nur in einem etwas größerem Gehäuse)

Der 10W 220 Ohm Lastwiderstand vor der Drossel, um die Güte Q auf 0,5 einzustellen, muss den Gesamtstrom von ca. 80-100mA abkönnen und wird dabei schon recht "warm". Da hab ich Bedenken bei den umliegenden Leitungen, das die "angeschmort" werden könnten. Ich hab da noch einen einstellbaren 20W Hochlast Drahtwiderstand übrig, den ich aber evtl. stehend (am Deckblech innen, ins Gehäuseinnere hineinragend) montieren müsste. Hätte gedacht im Bereich über der Drossel. Muss aber erst schauen ob der Platz ausreicht. Ansonsten muss ich mir was biegen, um ihn horizontal am Deckblech befestigen zu können.
Nach 1. Messungen und Versuchen, hätte ich gesagt, soll der Verstärker ca. 1,5W/Kanal leisten, bei ca. 7W max. Pa (z.B. Ua ca. 145V, Ik ca. 48mA oder 140V und 50mA oder 135V und ca. 54mA, so das ich evtl. auch die EL5070 verwenden könnte, die nur eine max. Ua/Ug2 von 150V besitzt), von 10W was die Röhre könnte. Also 70% der max. Pa für ein langes Röhrenleben (die Röhre selbst ist schon eine Langlebensröhre mit 10.000 Std.). Max. könnte die Röhre lt. Datenblatt 75mA. Und wenn sie nicht so lange halten soll und auch die erhöhte Abwärme abgeführt werden kann, dann sind auch 100mA zulässig. Das schaffen aber die Ausgangsübertrager gar nicht (und auch nicht mein Netzteil)😉.
Hab auch momentan das Heizspannungspotential wieder höher gelegt, weil ich mit der Anoden- bzw. die Gitter g2-Spannung ggf. an ihre Grenzen gehen wollte. Nur zur Sicherheit, aber den nehm ich vielleicht wieder raus, wenn ích deutlich darunter bleibe. Hab nämlich bei meinen Messungen festgestellt, das je höher ich die Röhre aussteuere bzw. übersteuere, die Anodenspannung wieder ansteigt, teilweise 10-20V (was auch u.a. hier "https://www.aikenamps.com/index.php/idle-current-biasing-why-70-percent" damit begründet wird, das immer weniger Strom benötigt wird).
21.04.2026
Gesagt, getan!
Fertig gebohrtes Deckblech war noch von einem früheren Versuch vorhanden. Einen 4er-Pack Kondensatoren raus, dafür eine 10H/125mA Drossel rein. Letztendlich stehen so für jede Endröhre ca. 90dB Siebwirkung zur Verfügung. Die 100k log Potis gegen 50k getauscht, etc.. Nur noch ein paar Verdrahtungsarbeiten und das Gerät dürfte wieder in Betrieb gehen.
20.04.2026
Denke ich baue den Verstärker mit der EL5070/E55L mit der ECC88 als Treiberröhre wieder zurück, d.h. als Endverstärker, aber mit getrennten Lautstärkereglern integriert. Damit würde dann schon mal ein weiteres externes "Kästchen" (das mit den Lautstärkereglern) und auch weitere "Kontaktstellen" (Cinchbuchsen) wegfallen. Zusammen mit dem Line-Vorverstärker, mit 2x ECC82 und dem RIAA, mit den 5751 Röhren + einer Eingangswahl, wäre das evtl. die 2. Anlage meiner Wahl (mit RIAA dann für MM- und MI-Systeme ohne RIAA eben auch Keramik-TA geeignet).
Vielleicht dann auch die Option den Kathodenwiderstand der 1. Stufen im Line-Vorverstärker durch einen Kathoden-C zu überbrücken, um etwas mehr Aussteuerungsreserve zu erhalten.
14.04.2026
Restliche Teile sind angekommen, wurden eingebaut, verdrahtet und Gerät ging auch schon in Betrieb.
Der 1. Widerstand (470 Ohm) wird bei ca.100mA ganz schon "heiß". Hier werden 4,7W verbraten, was selbst für den 10W Widerstand auf Dauer nicht gut ist (und auch nicht für die angrenzenden Bauteile). Da muss ich etwas runter gehen, aber reicht mir dann noch die Siebwirkung? Oder ich setze wieder die 10H/125mA Drossel ein?
Drossel wurde eingebaut und die Spannungen noch etwas "justiert". Bei 330mVeff am Eingang bekomme ich satte 1,6W raus. Hört sich nicht schlecht an, vielleicht mehr auf der "analytischen" Seite, aber auch der Bass ist nicht so kräftig, wie beim ECL805-Verstärker.
Frequenzgang geht momentan nur von ca. 17-12.000Hz (-3dB), aber auch die Phase ist schlechter.

Am Übertrager liegt es jedenfalls nicht.
Hier der Frequenzgang vom vorherigen Aufbau (mit der kompatiblen EL5070, als reine Endstufe ausgeführt und über einen niederohmigen ECC82-Anoden-Kathodenfolger-Vorverstärker, mit 2µf Ausgangskondensator, angesteuert), ebenfalls mit den Hammond-Übertragern.

Mit der als Pseudo-Triode geschaltete EL5070, 8 Ohm, 2,5k primär, Ik ca, 45mA, ca. 11-65.000Hz (-3dB), Phase dreht bei 20Hz um +30°, bei 10Hz ca. +75°
Oben herum könnte es an den Miller-Kapazitäten liegen, was man mit einem niederohmigeren Hochpass hinbekommen könnte, z.B. indem ich das 100k log Poti gegen ein 50k tausche. Untenherum könnte es ebenfalls am Hochpass liegen, was man mit Erhöhung der Kapazität verbessern könnte. Die 440µf Kapazität, die als Kathoden-Überbrückung für die Endröhre dienen, sollten reichen, weil diese auch schon in der Endstufen-Schaltung eingesetzt waren. Evtl. könnte es aber auch an der Eingangsstufe (ECC88) liegen, deren Kathoden-R nicht überbrückt ist?
Das Ganze wird jetzt erst einmal zur Seite gelegt und vielleicht später nochmal in Angriff genommen.
09.04.2026
Viel Platz ist nicht mehr. Hier bereits im nur 3HE "tiefen" Wand-/Tischrackgehäuse.

Unten: links der Ringkern-Netztrafo, Kondensatorbank für die Siebung (16x 45µf/700V- Folienkondensatoren), Hammond 125CSE Ausgangsübertrager (rechts).
Oben: links die Gleichrichterröhre (GZ34), unterhalb 1.C (1µf), 470 Ohm/10W Widerstand für den 1. Siebblock (180µf) und der Spannungsteiler um die Heizspannung der Röhren höher zu legen. Oben rechts die Röhren (E55L - 6922 - E55L), darunter die Lötleisten für die Verdrahtung und ebenfalls unterhalb-mittig 2 Kondensatorbänke mit je 4x110µf/70V- Folienkondensatoren, um den Kathodenwiderstand wechselspannungsmäßig zu überbrücken.
Hab auch noch ein paar russische 6N23P gefunden, welche den ECC88, 6922, 6DJ8 entsprechen. Die klanglich bessere Variante wird später ermittelt.
07.04.2026
Hab den Post umbenannt, so das es sich nicht nur auf ein Projekt bezieht, weil ich auch noch andere Verstärker "anpassen" werde 😉. Warum nicht etwas, was sich als "Best Practice" herausgestellt hat, auch auf andere Geräte anwenden?
Hatte ja noch einen Endverstärker mit der EL5070 oder E55L im Schrank stehen. Zusammen mit einem Vorverstärker mit den ECC82 und einen RIAA mit den 5751 Röhren. Alles zusammen wurde über eine Kästchen mit Eingangswahl und kanalgetrennten Lautstärkeregler miteinander, über mehr oder weniger lange Kabel, verbunden.

Ich hatte halt immer wieder mal die Idee, alles getrennt auf zu bauen, um leichter eine Komponente gegen eine andere austauschen zu können. Das hat sich seit den Keramik-TA's und der einhergehenden Hochohmigkeit wieder geändert. U.a. wegen der Störanfälligkeit, sollten hier eher kurze, geschirmte Kabel verwendet werden und ein RIAA-/Line-Verstärker wird eigentlich nicht mehr benötigt (auch wenn man Kristall- und Keramik-TA's, mit entsprechender Anpassung, auch damit betreiben könnte). Einzelgeräte nehmen aber auch wieder mehr Platz weg, den ich seit dem ich ein Wandregal gebaut habe, nicht mehr habe.
"Reduce to the max" (aufs Wesentliche reduziert) 😉.
Also wird jetzt erst einmal aus dem E55L/EL5070-Endstufe ein Verstärker mit Treiberröhre und getrennten Lautstärkereglern.

Das Deckblech musste dazu neu gebohrt werden, u.a. weil die beiden Endröhren jetzt eine gemeinsame Treiberröhre (ECC88 bzw. 6922) bekommen haben (mittig, zwischen den Endröhren).
Die ECC88 kann zwar nur einen Gitterableitwiderstand (Rg) von max. 1 MOhm, aber 1. soll der auch noch abhängig vom Arbeitspunkt sein (max. Pa), aber man soll ihn auch berechnen können mit Rg=1+gm*Rk (nicht überbrückte Rk = lokale Gegenkopplung).
Hier "https://www.diyaudio.com/community/threads/amplifiers-that-exceed-grid-leak-resistance.261130/" wird gesagt, wenn man z.B. Endröhren nur bei 70% der max. Pa betreiben würder, könnte man 2-2,5* höher gehen, als im Datenblatt angegeben wird.
Werde aber hier Versuche anstellen bis auf min. 2,2 MOhm hoch gehen zu können. Man soll das auch recht einfach testen können, wenn man den Rg überbrückt und sich dann die Anodenspannung nicht ändert, was bedeuten würde, das sich der Arbeitspunkt nicht verschiebt.
Die ECC88 hat einen Verstärkung von max. 33-fach, hier wird sie aber ohne Kathoden-Überbrückungskondensator betrieben, was vielleicht noch ca. 20-fach ergeben dürfte. 20x ca. 0,350Veff (Dual CDS660) macht ca. 7Veff, mit der die E55L/EL5070 dann angesteuert werden könnte, benötigt je nach Arbeitspunkt aber vielleicht nur max. 4Veff). Die Gittervorspannung der ECC88 werde ich aber wieder so um die 1,8-2,2V legen, damit auch die Eva Cassidy Platte nicht wieder verzerrt 😉. Lautstärke wird wieder zwischen den Stufen stattfinden (50 oder 100k log Poti, je nachdem welcher Variante in Verbindung mit einem 1-1,5µf Koppelkondensator den besten Frequenzgang ergibt).
Eine ECC189, mit 34-facher Verstärkung würde vielleicht auch gehen oder eine russische 6N1P.
Um die fu des Hochpasses zu berechnen muss man aber wieder den Gitterableitwiderstand (100 kOhm) nach dem Poti mit in die Rechnung mit einbeziehen. Der Gesamtwiderstand ist abhängig von der Stellung (Lautstärke) des Potis. Bei max. Lautstärke ergeben sich die geringsten Werte.
Bei max. Lautstärke liegen die max. 50k des Potis dem 100k Rg parallel, was dann nur noch 33k ergibt. Mit einem 100k Poti und dem 100k Rg dann 50k.
1µf/"50k log Poti" -> ca. 4,77Hz 1,5µf -> ca. 3,18Hz
1µf/"100k log Poti" -> ca. 3,18Hz 1,5µf -> ca. 2,12Hz
Hab die ECC88 aber auch gewählt, weil sie eine Schirmung zwischen den 2 internen Systemen hat, was für Stereobetrieb vielleicht für eine bessere Kanaltrennung sorgt und weil ich noch einige davon habe. Eine ECC82 hatte ich auch schon im Hinterkopf, u.a. weil ich sie bereits im dazugehörigen Line-Vorverstärker eingesetzt habe. Aber immer nur eine Röhre je Kanal, als Anoden-Kathodenfolger-Kombination geschaltet, also nicht einne einzige Röhre im Stereobetrieb.
Das (Wand-/Tisch-) Gehäuse (hier noch 4HE) wird nur noch 3HE "tief" sein. Die getrennten Lautstärkeregler befinden sich zusammen mit all den anderen Anschlüssen auf dem hinteren Blech, ganz rechts außen. Drosselsiebung kam auch raus, dafür eine mehrfach RC-Siebung rein, die eine ähnlich gute Siebwirkung aufweist (>90dB für die Endstufe und >120dB für die Treiberröhre). Mit der Drossel fällt auch ein weiterer Resonator aus der Schaltung.
"Fingerübung die 1."
03.04.2026
Hab den 1.C im Netzteil jetzt nochmal reduziert (1 -> 0,68µf). Die Anodenspannung der Endröhre reduziert sich dadurch von 204 ->192V und es fließt auch weniger Strom durch die Endröhren (33->30mA). Damit sinkt die Anodenbelastung Pa von 6,7->5,8W. Die ECL805 Endpentode ist lt. Datenblatt mit einer Pa von 8W und max. 10,5W angegeben. Damit bin ich mit 5,8W bei ca. 72,5% bzw. bei nur 55,2% ihrer Leistung. Gut für ein langes Röhrenleben.
Damit erreiche ich mit ca. 440mVeff am Eingang wieder meine 1W/2,86V/8,2 Ohm und mit ca. 515mVeff max. 1,33W.
Durch hinzuschalten (parallel) weiterer Kapazitäten zum 1. C, könnte man einfach die Ausgangsleistung wieder erhöhen (benötigt dann aber wahrscheinlich auch wieder etwas mehr Eingangsspannung).
31.03.2026
Rechts hinten sind die kanalgetrennten 100k log Potis für die Lautstärke, links daneben die Eingänge.
Der Hammond 125CSE Übertrager mit der als Pseudo-Triode geschalteten
ECL805, 5k primär, 8,2 Ohm Widerstand sekundär, Ik ca. 33mA.
Mit den 100k log Potis, im Hochpass zwischen den Stufen, ist der
Frequenzgang jetzt ca. 12->40.000Hz (-3dB). Phase ist ca. 40° bei
20Hz und ca. 80° bei 10Hz. Resonanzen sind am Ende des Frequenzganges jetzt auch nicht mehr zu sehen.
Denke die Edcor's würden jetzt ähnlich gut aussehen, aber die werden jetzt
verkauft, u.a. auch, weil sie keine unterschiedlichen Sekundärimpedanzen
haben. Wer weiß ob ich nicht irgendwann nochmal andere Lautsprecher anschließen möchte.
Bei Gelegenheit probiere ich vielleicht auch nochmal 50k log Potis.