Montag, 21. September 2026

Lautsprecher für leistungsschwächere Röhrenverstärker - Altes wie Neues.

Ich schau mich immer wieder mal nach geeigneten Lautsprechern für meine "Kleinleistungs-Röhrenverstärkern" (< 2 Watt)  um.

Garnicht so einfach, sollten sie doch einige Kriterien erfüllen, u.a.:

- wirkungsgradstark sein (>95dB)

- eine leichte Membran besitzen, die die Schwingspule schnell beschleunigen kann

- einen "gutmütigen" Impedanzverlauf haben und wenn möglich nur eine Impedanzspitze aufweisen

- keine aufwendigen Frequenzweichen und keine Impedanz- oder Phasekorrekturen benötigen, u.a.
  damit keine weiteren Verluste entstehen, die die Verstärkerleistung weiter schmälern.

- am Besten Breitbänder, max. vielleicht noch 2-Wege-Lautsprecher, damit erst gar keine und wenn
  max. eine 6dB-Weiche zum Einsatz kommt.

Ob der/die Lautsprecher dann in ein geschlossenes oder sonstiges Gehäuse (Bassreflex, Transmissinonline, etc.) oder gar nur auf eine offene Schallwand eingesetzt werden ist auch immer wieder ein Thema. Geschlossene Gehäuse sind weniger raumabhängig, dafür können Gehäuse-resonanzen den Klang beeinflussen. Bassreflexgehäuse haben z.B. 2 Impedanz-Maximas (bei der Eigenfrequenz des Lautsprechers und bei der Abstimmfrequenz des Reflexkanales).

Das Membran- und/oder Sickenmaterial spielt auch eine Rolle. Ich hab z.B. irgendwie eine Abneigung gegen Lautsprecher mit Gummi- oder Schaumstoffsicke. Vielleicht, weil ich z.B. über Lowther-Lautsprecher (die Schaumstoffsicken verwenden) gelesen habe, dass die Sicken nach bereits 10 Jahren Auflösungserscheinungen gezeigt haben sollen. Es ist zwar lobenswert das Lowther Ersatzsicken und den Austauschservice dazu anbieten, aber z.B. die alten  Schulz-Lautsprecher KSP-215 (die u.a. in Heliradio Produkten eingesetzt waren) und die bereits in 1968 entwickelt wurden, zeigen das Schaumstoff auch noch nach so langer Zeit sich nicht auflösen muss. 

Gewebesicken lass ich mir ja noch eingehen, aber die "plastizierten" dann vielleicht schon wieder nicht mehr, da auch diese Beschichtung, wenn nicht richtig ausgeführt, anfällig sein kann.

Wenn ich mir da die Saba Greencone Lautsprecher anschaue, deren Membran und Sicke aus ein und denselben Papiermaterial bestehen und mittlerweile bereits bis zu 70 Jahre auf dem Buckel haben und immer noch einwandfrei funktionieren (klingen), dann frag ich mich warum man Gummi oder Schaumstoff überhaupt nehmen muss. 

Auch alte RFT-Lautsprecher (z.B. L3402) aus den 1970iger und 80igern funktionieren heute noch problemlos. Auch andere Materialien, wie die Reispapiermembran und die Ziegenledersicke eine Lafayette SK-58 Koaxial-Lautsprecher, aus den 1960iger Jahren, funktioniert noch tadellos.

Man kann heute viele alte Lautsprecher auch  wieder "reconen", d.b. die Sicke ersetzen, scheint aber damit rechnen zu müssen, dass der Lautsprecher nach dem Austausch der Sicken anders klingt. Ist aber nur eine Vermutung, die daher rührt, das die z.B. sehr gesuchten Altec 604-8G Lautsprecher öfters nach einem Reconing verkauft werden.

Momentan hab ich folgende "alte" Lautsprecher in meinem Besitz.

Die 20cm Saba "Greencones" mit dazugehörigen Hochtönern (Biegewellenwandler), in nach hinten offenen Abwasserrohren eingebaut. 


Den RFT L3402 12" Breitbänder. Spezifiziert ist er eigentlich nur bis 12.500Hz, die meisten gehen aber bis weit über 15.000, bis zu 17.000Hz. Dieses Päärchen geht aber ausnahmsweise bis fast 19.000Hz.



Oder Lafayette SK-58 12" Koaxial-Lautsprecher. Allerdings habe ich die mittig sitzenden Hochtöner gegen andere getauscht, weil die Orignalen zu früh im Frequenzgang abfielen und auch eine starke Senke im Frequenzgang verursachten. Leider kommen die neuen



Mit original Hochtöner (am Hörplatz)


mit Monacor DT-25N


Beide auf einer offenen Schallwand eingesetzt



Früher hatte ich auch mal die Klipsch Heresy I + III, eine Cabasse "Dinghy 221", eine Abwandlung von der "Le Petit" von L'Audiophile mit dem Fostex FE103S, einen Tangband W8-1772 und den Philips 9710 in einem KU-Gehäuse (kontrollierte Udichtigkeit), etc..


Auch Neueres schaue ich mir gelegentlich an, habe aber wenig Hoffnung .

Am ehersten würden mir momentan folgende Lautsprecher zusagen die ich aber ohne ausgiebiges Probehören niemals einfach kaufen würde (dafür sind sie alle viel zu teuer). Ich bin durch meine Eigenversuche auch sehr "verwöhnt", aber ohne den Anspruch auf "Richtigkeit" des Klanges (unsere Ohren gewöhnen sich nämlich auch an so manches wieder).


Die Klipsch "Rebellion". 


Ein 2-Wege "Regal"-Lautsprecher mit rückwärtigem Reflexkanal, mit einem Mittel-Hochtornhorn, welches bereits bei 715Hz übernimmt und angeblichen 95dB (2,83V/1W/1m). Zumindest schon mal ein klassischer Tieftöner mit Papier- bzw. Gewebesicke und nicht dieses Gummizeugs.

Der Frequenzgang, besonders im Bassbereich, sieht nicht so toll aus. Da denke ich hilft auch der 50Hz Peak nicht viel, wenn es davor und danach fehlt. Auch sehe ich die 95dB nur selten erreichen. Im Mittel hätte ich eher 90dB geschätzt. Mit einem Preis von ca. 3.000€ auch nicht wirklich günstig. Dazu ist es noch eine Bassreflex-Box (rückwärtiger Port), was 2 Impedanzspitzen bedeutet, mit einem Minimum von 3,3Ohm.





Zu Audio "Method" Bookshelf

Ein 20cm Koaxial-Lautsprecher mit 98dB (2,83V/1W/1m), mit nur einem Kondensator für die Trennung des Hochtöners. Aber leider nur im Direktvertrieb aus Amerika zu bekommen. Zwar nur 719$/St., aber mit Versand, Zoll, Mwst. dürfte das dann wahrscheinlich auch in die Richtung 3.000€ wandern. Zu teuer, wenn man sie nicht probehören kann. Hab auch schon gelesen, dass sie nicht mit jeder Elektronik zurecht kommen sollen.


Unison Research Max Mini



93dB (2,83V/1w/1m), für 3.149€

Monitor#Eins Hornlautsprecher

Angeblich 93dB, aber mit 3.000€ für einen Bausatz ohne Holz und ca. 4.400€-5.800€ für Fertiglautsprecher mir einfach zu teuer







Sonntag, 7. Juni 2026

Monacor SP-205/8 again (oder doch die Greencones)?

Aktuellstes immer zuerst!

08.08.2026

Die Monacor's sind wieder zurück. Hab dem Ganzen nochmal eine Chance gegeben, aber bassmäßig ist da einfach nichts zu machen. Aber wie gesagt, hab ich das von früher, in den deutlich größeren Ikea-Gehäusen, anders, besser in Erinnerung. Aber lassen wir es jetzt erst einmal gut sein.



07.08.2026

Ich bin jetzt wieder auf die Schallwände mit den RFT L3402 zurückgegangen. Nachdem ich mal wieder ein Schallplatte (Sade, Amiga) aufgelegt, etwas lauter gemacht und bemerkt hatte, das es in den Höhen wieder etwas vorlauter wurde und der Bass wenig druckvoll rüberkam. Was sich mit der Icognito CD noch schön "punchig" anhörte, eben weil der Bass auch betonter ist, ist bei "normalen" Aufnahmen dann schon zu wenig bzw. fällt auf, das doch etwas fehlt. Mit den Schallwänden klingt es wieder ausgeglichen und nicht zu höhenbetont, wenn's mal lauter wird.



30.07.2026

Wie zu erwarten war auch die Aufstellung, im Wohnzimmer meines Bekannten, nicht von Erfolg gekrönt. Dann hol ich die mal bei Gelegenheit wieder bei ihm ab.

Bei mir spielen momentan zur Zufriedenheit die Greencones in den Abwasserrohren. Hatte sie zwar bereits zum Verkauf eingestellt, aber jetzt erstmal wieder rausgenommen 😉. Schon verrückt was die Aufstellung bei offenen Schallwänden bewirken kann.


Und mit dem E55L-/EL5070-Verstärker "hämmert" der Bass noch etwas besser, als mit dem ECL805 mit den TamTadio F-475😉.




23.07.2026

Die Lautsprecher sind gerade bei meinem Bekannten zum Testen, aber auch hier, z.B. in seinem Arbeitszimmer, u.a. wahrschenlich wegen den fehlenden Möglichkeiten diese optimal positionieren zu können, fällt der Bassbereich ebenfalls zu schwach aus. 

Er wollte sie noch in seinem Wohnzimmer testen, dort wo auch seine Hauptanlage steht, an denen er Greencones in Resonanzgehäusen (Cello) betreibt. Befürchte aber, u.a. wegen der Größe des Raumes und den auch hier begrenzten Stellmöglichkeiten für offene Schallwände, das es ebenfalls nicht so toll klingen wird. Wir hatten das früher schon einmal mit den 12" Philips AD12202/M8 in den Abwasserrohren probiert, die bei mir noch Bass produzierten, bei ihm hingegen kaum mehr.

Aber auch die "Cellos" haben, was den untersten Bassbereich angeht, ihre Grenzen, was er mit einen Sub ausgleicht. 

Da bin ich wirklich froh, das mein Raum (ca. 16qm, niedrige Deckenhöhe) es zulässt auch offene Schallwände, je nach Lautsprecher, so etwas wie Bass zu produzieren.



06.07.2029

Alles wieder auf Anfang!

Die Greencones wieder in die Abwasserrohre verpflanzt, Hochtöner oben auf, die Rohre vom Ständer noch zusätzlich mit ein paar einfachen Pucks entkoppelt (vorher waren nur kleine Gummipuffer zwischen Ständer und Rohr). Da war er wieder, der Bass, der mich vor dem Umbau auf die Monacor's schon gewundert hatte, das die Greencones dazu überhaupt fähig sind. Richtig tief und durchaus punchig. 

Im Verhältnis zur Größe könnten sich da selbst die 12" RFT's eine Scheibe abschneiden 😉. 

Wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen, weil bei höheren Pegeln das dann schon wieder ganz anders aussehen könnte. Auch wurden die 5 Ohm Greencones auf die Schnelle auch am 8 Ohm-Anschluss des E55L-Verstärkers betrieben (das gibt nämlich primär eine Fehlanpassung an den Innenwiderstand der Röhre). Mal schauen wie sie sich dann an 4 Ohm machen?

Vermuten hätte man es können, wenn man sich einen früheren Frequenzschrieb in den Abwasserrohren anschaut, dass sie auch noch 50Hz schaffen könnten, nur waren sie da auch noch anders aufgestellt. 


Hätte, hätte, Fahrradkette!

So "anfühlen" tut es sich momentan jedenfalls, wie 50Hz. Wie präzise die Bässe kommen und wie stark sie dann schon verzerren ist ein anderes Thema. Vielleicht kann man ja noch weiter mit der Position spielen? So kann man auch den Hochtonregler wieder voll aufdrehen ohne das es aggressiv klingt. 

Die Meisten jedoch dürften ihre "geliebten" Greencones nach unten, durch einen "richtigen" Basslautsprecher entlasten, da diese keine großen Hübe zulassen dürften. Es wird bei den runden 20cm/8" Greencones von einer Belastbarkeit von 4-6W gesprochen, impulsmäßig vielleicht 10W. Weder hat die Schwingspule einen großen Durchmesser (19mm?), noch der verwendete Draht.  

Ich denke den Monacor's war es in den Rohren schon wieder zu "eng" bzw. wirkt ein längeres Rohr vielleicht schon wieder als eine Art Transmissionline. Der Qts von ca. 2,7 ist dafür scheinbar nicht gegeignet? Kurzzeitig hörte es sich aber durchaus vielversprechend an. Bringt natürlich nichts, wenn etwas nicht reproduzierbar ist. Da sind die Greencones mit Qts ca. 0,97 scheinbar besser dafür geeignet? 

Die Monacor's kamen jetzt erstmal wieder zurück in die Eket-Gehäuse und werden für Versuche meinem Bekannten gegeben, der für sein Büro ein Paar Breitbänder sucht. An seinem Jennen JS-30 Röhren-verstärker hat man dann auch die Möglichkeit an einer Klangwaage zu spielen. Früher (2016) hatte ich die Monacor's letztendlich auch in einem deutlich größerem Gehäuse (Ikea "Besta" Korpus Weiß (60x20x64cm) untergebracht, aber auch hier war lt. Frequenzgangsmessung bei ca. 70-80Hz Schluss, nicht wie beim Greencone.

Der 1. Versuch mit den Greencones, an einem 4 Ohm Ausgang, war allerdings mit dem ECL805-Verstärker. Bass war vorhanden, aber mit dem E55L an 8 Ohm war es gefühlt noch etwas tiefer. Dann auch den E55L auf 4 Ohm umgebaut. Der geht tatsächlich tiefer, obwohl vom Frequenzgang her der ECL805 die Nase vorne hätte (auch nach unten). Das schreibe ich dem geringeren Ra des Übertragers (2,5k) vom E55L-Verstärker zu, dem niedrigeren Innenwiderstand der Röhre und dem höheren Strom, der den Lautsprecher vielleicht noch besser kontrolliert, Stichwort "Dämpfung".


05.07.2026

Hab jetzt nochmal mit den Positionen gespielt. Man könnte meinen der Bass ist jetzt etwas "besser". Hab die Lautsprecher jetzt auf den Hörplatz ausgerichtet und nicht wie vorher auf gleiche Wandabstände geachtet. Nur die rechte Box hab ich wieder etwas weiter vorgeschoben (5-10cm), um evtl. den Nachhall der durch gleiche Hörabstände eher entsteht, wieder zu reduzieren. Klarheit bringt aber nur eine Messung. Hinter meinem Hörplatz ist auch gleich die Wand, die zwar mit Molton abgehängt ist, aber alles andere als optimal. Man muss halt wie immer das Beste daraus machen.

Vielleicht würden die Greencones in den Abwasserrohren auch von der Position provitieren?



Jetzt kommts!

Hab die Greencones in den Abwasserrohren dort hingestellt und da ging bassmäßig plötzlich die Post ab. Wusste gar nicht das die so viel Bass können 😉. 

Dann die Monacor in die Abwasserrohre gebaut die jetzt ebenfalls mehr Bass brachten, zumindest mehr als in den Eket-Gehäusen, an der gleicher Stelle. Da muss ich wieder etwas reinhören. Kann sein das es nur mehr "wummert" als das es präzise Bassimpulse wären. Falls das der Fall wäre, könnte man vielleicht durch weiteres Verschieben den Bass optimieren.


Jetzt ist der Bass wieder weg 😒.

Ich hab nur die Holzbeine von der Holzplatte auf denen die Eket-Gehäusen standen abmontiert und wieder auf Halterungen für die Abwasserrohre gebaut, das Abwasserrohr in den die Monacor's steckten wieder mit den beiden Riemen festgezurrt und auf Position gestellt. Gut, ich habe diesmal nicht von CD gehört, auch war die Schallplattenaufnahme nicht sonderlich basslastig, weil selbst die RFT's in den Schallwänden nicht so viel mehr bringen, aber es "ploppt" jetzt wieder mehr als das es sich wie ein Bassimpuls anhört. Sollte die Ankopplung der Rohre an die Unterkonstruktion auch noch eine Rolle spielen?

Jetzt kann ich auch die Leute verstehen, die geschlossene Boxen bevorzugen. Alleine schon wegen der weniger kritischen Aufstellung. Da nimmt man vielleicht auch den s.g. "Boxenklang" in Kauf 😉.


04.07.2026

Ich brauche immer 2-3 Anläufe das es (mir) passt 😉!

Klingt natürlich gleich viel besser, wenn man zufrieden ist 😉.

Bei Gelegenheit mal den Frequenzgang messen und dann gleich noch mit der Aufstellung spielen, um die beste Bassunterstützung zu ermitteln.







02.07.2026

Ich hab mir zwar nochmal etwas Holz zuschneiden lassen, aber mit dem Klang bin ich irgendwie nicht zufrieden. Da fehlen doch einige untere Frequenzen, die das Klangbild "runder" machen würden.
Mein Bekannter wollte für sein Arbeitszimmer auf Breitbänder umsteigen. Vielleicht würden die ja bei ihm "klingen" bzw. er damit zufrieden sein?



01.07.2026

Gestern nochmal schnell reingehört, aber mit einer anderen Position für die Lautsprecher (ich hab da unterschiedliche Markierungen am Boden angebracht) und plötzlich war da sogar so etwas wie Bass hörbar (spürbar?). Mit etwas "punch" (druckvoller) und nicht nur so ein leichtes "Klopfen". Der Rest hört sich immer noch dynamisch und frei an. So wie ich es von früheren Versuchen noch im Hinterkopf hatte.
Jetzt kommen wir der Sache schon langsam wieder näher. Leider bin ich beidseitig nicht "symmetrisch", was Wandabstände angeht, da einseitig ein Regal seitlich steht.

Die hier gewälte Position ist die, wo auch meine Schallwände normalerweise stehen (in denen die SP-205 jetzt erstmal keine so guten Ergebnisse abgeliefert haben - warum auch immer). Vorher standen sie dort, wo ich für die Greencones in den Abwasserrohren, gefühlt ein gutes Ergebnis ermittelt hatte. Vielleicht sollte ich diese Position nochmal überdenken?

Das ist eben das Problem (?) mit offenen Schallwänden/Gehäusen, das der Raum größeren Einfluß nimmt. Er kann unterstützend, aber eben auch "reduzierend" wirken.

Dann lass ich mir jetzt mal neue "Bretter" zuschneiden.



29.06.2026

So sieht das momentan aus.



Ein Paar 12mm MDF-Bretter hatte ich noch da und mussten nur zugeschnitten werden. Diese hab ich aber nicht mit der mitgelieferten Rückwand verleimt, wie anfangs gedacht. Hatte kurz nochmal überlegt und mich dann umentschieden, damit ich auch jeder Zeit andere Schallwände verwenden kann, ohne die Gehäuse immer zerlegen zu müssen (denke nicht das Ikea-Ware das mehr wie 1x aushält 😉)

Also arbeite ich nun mit Leisten aus 3mm HDF, die mit der Schallwand verbunden, rückwärtig in den umlaufenden Nuten laufen. Zuschnitte und Bohrungen waren alles "Schnellschüsse" und alles andere als präzise, aber für 1. Versuche ok. Wenn das Thema weiter verfolgt wird, wird's genauer.


Man muss natürlich wieder lauter aufdrehen und auch der unterste Bass fehlt (da bin ich schon sehr verwöhnt von den RFT L3402), aber sie spielen zumindest schon etwas ausgewogener als in den Abwasserrohren, in denen auch die Greencones stecken. Habe auch die Hoffnung, das sie sich noch etwas einspielen. Vielleicht werden die Lautsprecher auch mal von vorne, mit Filz, etc. von der Schallwand entkoppelt, eingebaut? Auch mit der Aufstellung kann auch etwas gespielt werden (wo mehr Bass kommt bzw. der Raum mehr unterstützt). Frequenzgang wird später mal gemessen.

Ich könnte mir auch eine deutlich stärkere Schallwand vorstellen, z.B. 16 oder 19mm, die dann auch übersteht, die mit einer leichten Phase versehen wird. Aber schau'n wir mal.


17.06.2026

Ich weiß nicht ob ich mir gleich nochmal Gehäuse dafür bauen soll, u.a weil mir der Holzzuschnitt mittlerweile recht teuer vorkommt. Um die 150€ für 12mm Birken-Multiplex.

Würde ja reichen wenn man erstmal wieder mit einem einfachen Aufbau, wie diesen hier anfängt 😉.


Kleiner Scherz! MDF wird es dann schon werden.

Oder so was hier (Ikea "Eket"), für 15€. Die Hartfaserrückwand wird innen mit MDF verstärkt und als Schallwand verwendet. Noch ein paar konische Füße mit 40-50cm Länge drunter und fertig ist die Laube, äh Lautsprecherbox.

Denke es ist besser die Rückwand nach vorne zu verstärken, weil so gleich die Bohrungen abgedeckt werden können. Oder man macht sich die Mühe noch eine dünne umlaufende Leiste einzusetzen.



 

16.06.2026

SP-205 sind angekommen (sind die niedlich 😉). Gleich einen 2. Magnetring Huckepack mit Schrumpffolie, abstoßend befestigt. 

Als 1. kamen sie in die Abwasserrohre (die Saba-Hochtöner sind dabei nicht angeschlossen).

 

Das Ganze hörte sich zu dumpf und wenig dynamisch an.

Dann via Adapterplatte (von den Visaton B200 Tests noch übrig) in die Schallwände gesetzt.

 

Schon besser (insbesondere dynamischer und feinere Höhen), aber es fehlte deutlich an den unteren Frequenzen (hatte ich eigentlich besser in Erinnerung).

Dann wieder die RFT L3402 eingebaut und was soll ich sagen, das passt einfach wie A... auf Eimer.
Hier merkte man auch, wieviel mehr Schalldruck die haben, weil man einfach weniger laut aufdrehen muss.

Bin ich froh die RFT's zu haben, die auch noch gut und gern bis 19.000Hz gehen 😉.

Ob ich die SP-205 dennoch behalte, werde ich spontan entscheiden.

 


07.06.2026

Ich weiß nicht was mich wieder geritten hat, aber irgendwie bin ich wieder auf den Monacor SP-205/8 8" (20cm) Breitbänder gekommen. Dieser ist noch immer günstig zu bekommen und vielleicht nochmal einen Versuch wert.

Probiert wird er dann erstmal in den noch vorhandenen Abwasserrohren, anstelle der Saba Greencones .............


oder auch in den Schallwänden (über eine Adapterplatte. Vielleicht passt ja die von den Visaton B200 Versuchen?)




Damals, in diesen Gehäusen ......



..... sah der Frequenzgang letztendlich so aus. Klanglich kann er ähnlich begeistern, wie die "Greencones"  und das ohne zusätzlichen Hochtöner. Schalldruck soll 94dB sein und Versuche mit einem weiteren Magnetring, Huckepack, abstoßend, soll hier und da noch etwas mehr bringen. Frequenzgang wird manchmal mit 17.500, dann wieder mit 18.000Hz angegeben. 

Fakt ist, dass der SP-205 oben herum eine gewissen Serienstreuung hat. Meißt laufen sie aber ab ca. 15-16 kHz aus und haben bei 20.000Hz dann nochmal 10dB weniger. Hab es aber auch schon geschafft, durch "richtiges" aufstellen und ankoppeln an die Schallwand (nicht hart von vorne, sondern entweder von hinten, also den umlaufenden Pappring als Entkopplung verwendet oder vielleicht besser von vorne (wegen Interferenzen die durch die Schallwandstärke auftreten können) mit Kork oder Filz entkoppelt) und /oder entfernen des Staubschutzes (Dustcap) der Kalotte und einsetzen einer 11er Nuss aus dem Ratschenkasten (kein Scherz!). Damit ging er dann schon bis 18 kHz und fiel bis 20 kHz nur noch um 5dB. Eigentlich wird sogar ein leicht fallender Frequenzgang zu den Höhen hin bevorzugt, dem ich mich nur anschließen kann. Wenn es lauter wird bekommen unsere Ohren oft zusätzliche Probleme mit "übertriebenen" Höhen.

Wenn da dieser Höcker bei ca. 100Hz nicht wäre. Sieht unschön aus, aber ohne ihn würde er wahrscheinlich ähnlich "bassschwach" aussehen/sich anhören wie die Greencones (obwohl deren Frequenzschieb sogar bei 50Hz noch Pegel anzeigt). Theorie und Praxis eben.


Aber damals, in den Ikea-Gehäusen (Besta), war ich teilweise der Meinung, das es stellenweise resoniert hat, was ich dem hohlen Aufbau der Ikea-Rahmen zuschreibe. Das dürfte zumindest mit den massiven Schallwänden nicht mehr passieren. Die Abwasserrohre sind eigentlich auch stabil gebaut.

Hier mal im Vergleich der RFT L3402 auf den Schallwänden. Mal schauen wie sich der Monacor darauf schlägt?


Der Schalldruck ist beim L3402 sicher höher, auch wenn man das auf den 1. Blick nicht gleich sieht und es geht auch "gefühlt" tiefer runter. Aber das ist auch kein Wunder, ist der L3402 ein 12-Zöller und der SP-205 nur ein 8-Zöller und verschiebt alleine von seiner Membranfläche her deutlich mehr Luft. 


Was wäre, wenn man 2 oder 4 der SP-205 auf einer Schallwand montieren würde? Zumindest würde es schon mal mehrere akustische Zentren geben (außer man würde sie eingewinkelt montieren und den Winkel so berechnen, das alle am oder vor dem Hörplatz wieder "zentriert" sind). Da hab ich aber keinerlei Erfahrungen.



Mittwoch, 27. Mai 2026

Musikschrank oder -truhe, aber modern?

Aktuelles immer zuerst!

Da hat mir mein Bekannter wieder einen Floh ins Ohr gesetzt.

Quelle: https://www.tonenhaus.com

 Studio

 Quelle: https://wrensilva.com/products/studio

 

Screen Shot 2015-02-10 at 19.06.48


Montag, 20. April 2026

Jennen JS-30 Restauration

Aktuelles immer zuerst!

16.06.2026

Hier die herausgezeichneten Pläne (teilweise schon mit getauschen/geänderten Bauteilwerten). 
Vielleicht hilft das ja einem? Kann aber keine Garantie auf Richtigkeit übernehmen!

Endstufe mit Netzteil

Die Vorwiderstände im Netzteil, für die Heizung der Verstärkerröhren sind 4x0,12 Ohm (je 2x liegen immer parallel, in jeder Heizleitung). Der 0-Punkt der Heizwicklung liegt auf dem Rk/Ck nur eines Kanals, um das Heizpotential höher zu legen. In jeder Heizleitung der Gleichrichterröhre liegen jeweils 0,22 Ohm. Ein 150 Ohm/10W Widerstand liegt noch in der Anodenspannungsleitung. All das um der Netzspannungserhöhung von damals (220V) auf heutzutage 230V entgegenzuwirken.


Eingangsstufe mit Eingangswahl (Selector) und "Klangwaage"


Das Tuner und Aux noch über die 2. Stufe verstärkt werden, führt zu Übersteuerung. Aber auch wenn man einen Keramik-TA am Phono-Eingang "CER" anschließt, übersteuert der Verstärker (wahrscheinlich weil bereits der Eingang übersteuert, der mit ca. 0,2-0,3V "vorgespannt", der durch den Gitteranlaufstrom über den 3,3 MOhm erzeugt wird, zu gering ist. Ich hab da auch mal mit einem Rk und geringerem Rg an der Stufe gearbeitet (um die Gittervorspannung zu erhöhen), was auch was brachte, hab aber dann wieder zurückgebaut, weil ich mir nicht sicher war, wie dadurch die RIAA-Entzerrung verändert wird. Man könnte mit Spannungsteilern für Tuner auch Aux arbeiten, bei dem "CER"-Eingang könnte man die RC-Kombi überarbeiten, um die Spannung zu reduzieren. Aber da soll sich bei Bekannter mal Gedanken darüber machen.

 
Eingangs-Anschlussfeld



Function- und Selector-Drehschalteranschluss




13.06.2026

Hab das Gerät wieder bei mir. Da ein Röhrentausch keinen Erfolg brachte hab ich nach und nach Schaltungsbereiche umgangen, um den Fehler einzugrenzen. Nach einigem Suchen hab ich das "Klangregelnetzwerk" als mögliche Fehlerquelle ausgemacht. Es ist eigentlich nur eine Klangwaage, die in die eine Richtung den Bassbereich anhebt, dafür die Höhen wegnimmt, und umgekehrt. Das Ganze besteht je Kanal aus einem 2 MOhm lin Poti, einem 100 kOhm Widerstand und 2x 4,7nF Folienkondensator. Da die 2 Widerstandswerte ok waren, hab ich kurzerhand einfach die Kondensatoren getauscht. Man wird sehen.

Das war es nicht, dafür hat sich der Koppelkondensator (47nf) und auch ein 3,3 MOhm Gitterableitwiderstand als nicht ganz ok herausgestellt. Jetzt sieht es von den Spannungen her zumindest relativ gleich aus.



27.05.2026

Der Jennen ging jetzt erstmal wieder zurück zu meinem Bekannten. Soweit hat alles funktioniert, nur Phono-Betrieb, mit MM-Systeme ist eine Kanalungleichheit aufgefallen. Ich hatte bisher meist mit AUX getestet. Was dann eigentlich auf einen Fehler in der ECC83 Eingangsstufe hindeutet.

Er hört sich das Ganze jetzt erstmal etwas an, schreibt zusammen was im noch so auffällt und dann muss man sich das Gerät halt nochmal anschauen.



22.05.2026

Netzteilelkos kamen wieder rein, u.a. weil die Werte außerhalb der Schaltung nochmals gemessen und für gut befunden wurden. Die 40 Euro für Ersatz kann sich mein Bekannter momentan sparen. Der Gitterspannungserzeugung der 2. Stufe der ECC83 wurde wieder auf das Original zurückgebaut (3,3 MOhm), um eine evtl. Einfluss auf den Rest der Schaltung auszuschließen. Da stecke ich nicht tief genug in den Schaltungsdetails. Beide Heizspannungen wurden mit Vorwiderständen an die 230V Netzspannung angepasst. Auch die Betriebs-Gleichspannung bekam einen Vorwiderstand. Der Schutzleiter wurde über einen 100 Ohm-Widerstand mit dem Chassis verbunden. Funktionen sind alle gegeben.


Mal schauen ob mein Bekannter das Gerät überhaupt behält, u.a. wegen dem Brummproblem. Rein aus historischer Sicht konnte man den bisherigen Aufwand rechtfertigen, mehr würde ich persönlich nicht mehr machen, u.a. weil auch schon ein Loch ins Chassis gebohrt wurde.




14.05.2026

Die Netzteilelkos kamen jetzt mal raus und dafür neue rein, mit einer zusätzlichen Siebstufe, um 1. die Differenz zwischen 220 auf 230V Netzspannung auszugleichen, aber auch um eine höhere Siebwirkung zu erzielen, um das Brummen evtl. reduzieren zu können. Hat aber nichts/nicht viel gebracht.

Die Eingangsempfindlichkeit war auch noch zu hoch, so das ich max. nur auf den 2. Strich des Lautstärkereglers stellen konnte (bei nur max. 0,7V Eingangsspannung aus dem Selbstbau-DAC). Hab der 2. Stufe der ECC83 einen Rk verpasst, anstatt der Schaltung über Gitteranlaufstrom mit einem 3,3 MOhm Widerstand. Funktioniert schon mal, aber so eine Schaltungsänderung könnte auch Rückwirkungen auf die Anderen Schaltungsteile haben.

Frequenzgang in "Tone" Neutralstellung hab ich auch mal gemacht, ca. 80-28.000Hz (-3dB). Tiefgang sieht anders aus, was u.a. an den Übertragern, aber auch am Pentodenbetrieb liegen könnte (was ich aktuell bei einem Versuch beim ECL805-Verstärker gesehen habe) obwohl eine Gegenkopplung vom 16 Ohm Übertragerausgang zurück auf die Eingangsstufe vorhanden ist.




11.05.2026

Der separate Spannungsteiler, um die Heizspannung höher zu legen hat nichts gebracht, auch ein Entbrummer-Poti nicht, dafür hat eine zusätzliche Siebstufe und etwas mehr Siebung den Brumm etwas reduziert. Vielleicht doch die alten Netzteilkondensatoren?

Auch hab ich mal die Spannungen bei 230V Netzspannung gemessen, insbesondere die Heizspannung. Die steigen sowohl für die Gleichrichter- als auch für die Verstärkerröhren auf bedenkliche 6,8xV. Das ist zu viel! Deswegen bekamen beide jetzt symmetrische Reihenwiderstände verpasst, um das Zuviel an 
Spannung zu reduzieren. 

Die Anoden- und Gitter-G2-Spannungen werde ich durch den Einbau einer weiteren Siebstufe reduzieren.



08.05.2026

Auch der "Function"-Schalter wurde getauscht (Funktion jedoch noch nicht getestet 😉). Hat aber am Brummproblem nichts geändert. Dann hab ich die beiden ECC83 Röhren gezogen, aber auch das half nichts. Werde jetzt mal versuchen die Heizspannung zu symmetrieren und evtl. auch versuchen einen separaten Spannungsteiler, um die Heizspannung damit höher zu legen, einzubauen und nicht diese "einseitig" Konstruktion an einem der Kathodenwiderstände der Endröhren. Auch liegt je eine ECL82 eines jeden Kanales direkt neben dem Netztrafo, nicht das da etwas einstreut?



07.05.2026

Der "Selector" Drehschalter wurde getauscht. Dabei wurde festgestellt, das bei einem Kanal der AUX- und der TUNER-Eingang am Drehschalter, an einem einzigen Kontakt zusammengelötet waren. Seltsam! Sicherheitshalber alles ausgemessen und richtig angeschlossen. Geht! Damit auch nochmal alle Schalter und Regler am Verstärker im Betrieb getestet. Funktioniert wie es soll. Brummen tut er links immer noch mehr wie rechts (vielleicht doch die Siebkapazitäten im Netzteil?).

Als Nächstes soll der "Function"-Schalter getauscht werden.



06.05.2026

Röhren abgeholt, gesteckt und funktioniert schon mal besser (keine Störungen auf dem Ausgangssignal, beide Kanäle liefer ein Ausgangssignal). Gleich mal an die Anlage angeschlossen, sowohl mit CD als auch mit Keramik-TA an den Eingängen (mit Keramik am "CER"-Eingang hört sich das sogar richtig Bassstark an). Der geht auch sehr laut. Ich komme kaum über die ersten beiden "Striche" (9 Uhr Stellung). Links hab ich noch einen Brumm und auch das linke Poti verhält sich komisch am Ende des Regelbereiches (Masseführung?). Da werde ich jetzt erst einmal die Eingangsröhren (ECC83) quertauschen und die Masseführung prüfen.

So sieht das momentan im Inneren aus. 

Bisher wurden nur 4 Koppelkondensatoren (Folientypen), 6 Widerstände, 3 kleine Elkos und die Cinchleitung von den Lautstärkereglern auf die Endstufe erneuert.

Amerikanische Sicherungen 6,3x32mm mit 1,25T sind unterwegs. In Absprache mit meinem Bekannten werde ich evtl. die Bohrung für die Kabeldurchführung etwas erweiteren, damit ich da eine anständige Zugentlastung reinbekomme. Momentan hab ich nur eine Gummitülle drinnen, das Netzkabel ist nur mit Kabelbindern am rausrutschen gehindert, aber verdrehen kann es sich.

Werde mich dann auch an den Austausch der Drehschalter wagen und nebenher den Schaltplan weiter vervollständigen. Im Rückblech hat ja jemand eine zusätzliches Loch gebohrt. Hab mir schon überlegt ob man hier vielleicht einen einstellbaren Last-Drahtwiderstand befestigen könnte, der das Zuviel an Netzspannung (230 anstatt 220V) vor dem Trafo wegnehmen könnte. Ansonsten befürchte ich werden Heiz- und Anodenspannungen zu hoch (oder halt die Spannungen einzeln reduzieren). Ansonsten muss ich halt nach dem Trafo, die einzelnen Spannungen reduzieren.

Nur nicht "hudeln"! 



04.05.2026

Ein weiterer (Anoden)Widerstand hatte keinen Widerstandswert mehr, weshalb sich auch keine Gittervorspannung, durch den Kathodenwiderstand ergab. Des Weiteren hab ich festgestellt, das eine der 4 russischen ECL82 einen Treffer hat, die, jenachdem wo sie steckt, entweder Störungen auf dem Sinusausgangssignal erzeugte oder einseitig kein Signal an die Gegentaktendstufe ausgab. Da muss ich mir jetzt erst einmal die mitgelieferten Röhren von meinem Bekannten holen.



29.04.2026

Bis auf die Drehschalter wurden die gelieferten Bauteile eingebaut und ich hab mich getraut das Gerät auch schon einzuschalten und 1.Messungen zu machen. Spannung war durch den Stelltrafo "etwas reduziert", so das zumindest nicht gleich 230V anliegen.

"Abgeraucht" ist zumindest nichts 😉. Aus dem einen Kanal kam auch schon ein Signal raus, zwar noch etwas verformt, aber immerhin. Jetzt geht es an die Fehlersuche. Dazu werde ich den RIAA und die ganze Umschalt-, Klang- und Lautstärkeregelung erstmal umgehen und direkt ein Signal auf die Eingänge der Endstufen legen.



27.04.2026

Weitere Bauteile sind eingetroffen. Hier mit den neuen Lautsprecherbuchsen (die schwarz/roten). Wichtig dabei war, das die Bohrungen beibehalten werden konnten.





20.04.2026

Ein Bekannter hat sich einen Jennen JS-30 Röhrenverstärker gekauft, aus den 1960iger Jahren. Hab ihm angeboten, beim Aufarbeiten zu helfen.

Klassisch schön sieht er ja aus.

[Bild: Jennen-Electronics-JS-30.jpg]

DIN- und Cinchbuchsen für die Eingänge, Bananen- und Lautsprecherbuchsen für die Ausgänge. Lautsprecherimpedanz ist von außen einstellbar. Das erspart nerviges öffen und umlöten.

 

 

Neben den 1. Überprüfungen was mechanischen Aufbau, Bauteile und Kontaktierung angeht ist aufgefallen, dass das Gerät nicht mehr ganz original ist. Auf der Rückseite ist min. 1 Bohrungen nachträglich gemacht worden und es fehlen 2 Lautsprecherbuchsen. Im Inneren fiel sofort der rote Kondensator auf, der zwar den richtigen Wert hat, aber gegenüber dem grauen Original deutlich zu groß ist. Leider wurde der in diesem Zusammenhang mit getauschte Widerstand von ursprünglich 500 kOhm, auf 680 kOhm erhöht. An dieser Stelle (einer der Gitterableitwiderstände der Gegentaktendstufe) nicht all zu kritisch. Musste wegen fehlender Bauteile auch erstmal einseitig, aber kanalgleich, tauschen. Damit stimmen zumindest schon mal die Werte wieder.

Die Kapazitätswerte der Elektrolytkondensatoren passen (zeigen gar höhere Wert an), bis auf einen und der ist gerade für die Überbrückung des Kathodenwiderstandes im RIAA-Bereich zuständig, der deutlich zu wenig zeigt. Da hab ich aber was für 1. Versuche rumliegen.

Passenden Ersatz für die Mehrfacherlkos, im Netzteil, bekommt man sogar noch neu nachzukaufen. Potis wurden vorsichtshalber mit Kontakt-Chemie Oxidreiniger "gespült" und durchbewegt. Aber selbst die Potis würde man in den Werten, passend für die vorhandene Bohrung, noch bekommen.

Beim rauszeichnen des Schaltplanes fallen immer wieder mal "Besonderheiten" auf, die ich bisher so nicht kannte. So z.B. wird der Mittelpunkt der Heizung für die Verstärkerröhren (3,15-0-3,15V) nur an einem Kanal auf den gemeinsamen Kathodenwiderstand der Endröhren gelegt und soll scheinbar das Heizungspotential um die Spannung die über dem Kathodenwiderstand abfällt erhöhen. Vielleicht bau ich dafür einen separaten Spannungsteiler ein, einfach damit beide Kanäle "gleich" arbeiten? Anderseits will ich die Originalität nicht zu sehr verändern. 

Auf die "Verschaltung" von "Tone" und "Function" bin ich auch schon gespannt 😉. Die kanalgetrennte "Klangwaage" (Tone) ist u.a. irgendwie mit der RIAA-Schaltung verbandelt, aber auch mit dem Eingangswahlschalter "Selector" und auch noch mit dem "Function"-Schalter, der es u.a. ermöglicht die Phase zu drehen und/oder auf Mono zu stellen. Das muss ich mir nochmal genauer anschauen. Und dann wäre da auch noch die kanalgetrennten Lauststärkeregler "Gain".

Auch hat der Verstärker 2 Tonabnehmer-Eingänge (nicht schaltbar), einer für "Mag" (MM-TAs) und einer für "Cer" (Kristall- oder Keramik-TAs). Hab jetzt schon Schaltungen im WWW gesehen, wo der "Cer"-Eingang nur mit einem kleinen Kondensator (ca. 100pf) mit dem"Mag"-Eingang verbunden ist, andere hingegen eine s.g."Velocity"-Schaltung verwenden (RC-Netzwerk), wie es z.B. die Fa. Sonotone bei ihren Systemen 9TA und 9TAHC angab. Ein Kristall- oder Keramik-TA benötigt, wenn man ihn "artgerecht" anschließt eigentlich keinen Entzerrervorverstärker (RIAA), aber durch diese Schaltungstricks, werden diese niederohmiger belastet, was schon mal ihren Ausgangspegel reduziert, aber gleichzeitig auch "verzerrt" werden, so das man diese wieder an einem RIAA-Vorverstärker betreiben kann. 

Das Zeigerinstrument an der Front hat die Aufschrift "Balance" und wird über eine Dioden-Widerstandsmatrix, die von jedem 16 Ohm Lautsprecheranschluss kommt (so wie auch die Gegenkopplung) und anschließend über einen Widerstand zusammengeführt an das Instrument geleitet wird. Diese misst wahrscheinlich die Ausgangsspannung, die wenn kanalgleich, die Anzeige in Mittelstellung bringen dürfte? Die hier verwendeten Dioden, so schwarz wie die sind und auch die Form, dürften Germanium-Typen sein. Die einzigen "Halbleiter" in diesem Gerät 😉.

Diese Schicht aus Staub und Fett ist ganz schön hartnäckig. An der Frontplatte hat sich eine angelötete Lötleiste gelöst und hat mit der Zeit einen hässlichen Rostfleck hinterlassen. Denke nicht das ich die so einfach angelötet bekomme. Wäre auch nicht wichtig, da sie keine Masseverbindung darstellt. Müsste halt nur "fixiert" und "isoliert" werden, damit sie nicht irgendwo Kontakt bekommt.

Die 2-polige Netzleitung wurde gegen eine mit Schutzleiter getauscht, um das Metallgehäuse zu erden. Dauert noch ein bischen bis die Lautsprecherbuchsen (wahrscheinlich kommen die aus China) kommen.