Dienstag, 19. März 2024

Nochmal das Thema "Kabel" aufgegriffen

Aktuelles immer zuerst!

27.03.2024

Gestern nochmal die Greencones in den Abwasserrohren angeschlossen, aber die kamen mir im Gegensatz zu den 12" RFT's (L3402) recht "dünn" vor. Hatte ich eigentlich ganz anders in Erinnerung. Die RFT's klingen "voller", aber dennoch fein-zeichnend. Gefällt mit (momentan) besser.

 

23.03.2024

Ich hab mir jetzt nochmal ein paar Meter, sowohl vom Reson LSC (Lautsprecher) als auch von dem extra für Cinchverbindungen gedachte TSC besorgt. Das Reson LSC hat tatsächlich "nur" einen Durchmesser von 0,6mm, also Klingeldraht-Stärke und das TSC nochmal deutlich weniger. Hätte geschätzt so ca. 0,3mm. Dafür baut es nicht so breit, damit man es leichter durch die Cinchsteckerhülse bekommt. Sogar diese kleinen Blechfahnen am Stecker (bei den Monacor T-701G), die als Zugentlastung dienen sollen, umschliessen beinahe vollständig die beiden Leitungen- (wenn man ein Stück vom Zwischensteg raus schneidet, was eh von Vorteil ist bei Löten).

Damit haben die "Line"-Verbindungen, zwischen den Geräten, in dem Sinn jetzt aber auch keine "Schirmung" mehr. Beide Leiter liegen auf Abstand nebeneinander, sind aus dem gleichen Material und somit gleichberechtigt. Manch einer hat da Bedenken, was Störungen von aussen auf das Kabel angeht. Hören tue ich dahingehend nichts, andere würden das lieber noch durch Messungen bestätigt haben oder greifen eben zu den klassischen Koax-Strippen.

Sozusagen ist jetzt alles mit Reson-Kabel "durchverdrahtet" (wenn man alle anderen Kabel und Bauteile dazwischen nicht mit einberechnet).

Was es gebracht hat?

Ganz am Anfang dachte ich, als ich nur das LSC an den Lautsprechern verwendet hatte, dass es "schneller" spielte. Das gleiche Gefühl hatte ich, als ich das LSC alleine für die Cinchverbindungen "missbrauchte", spielt es jetzt, wo ich "durchverdrahtet" habe, gar nicht mehr so auffällig "schnell".

Man könnte beinahe sagen es klingt jetzt fast "unspektakulär" an den 12" RFT Breitbändern. 

Leider keine "übertriebenen" Lobeshymnen!

Würde es dennoch als sehr angenehm "musikalisch", "feinzeichnend" aber nicht aggressiv (keine scharfen S-Laute, etc.), "ausgewogen" klingend bezeichnen. Nichts wird bevorzugt, nichts weggelassen. 

Beim genauen Hinhören, mit unterschiedlichem Material (einzelnen Stimmen, Instrumente, als auch das Zusammenspiel) merkt man wie "schön" es spielt. 

Ich weiß, äußerst subjektiv!

Ausreichend und präziser Bass ist vorhanden, trotz offener Schallwand (wobei der Raum bei mir zu  unterstützen scheint - weil bei einem Bekannten gespielt, in seinem einiges größeren Wohnzimmer, lässt den Bass dann schon wieder missen). Also bei so kleinen Leistungen (max. 1 Watt), scheint zumindest das Lautsprecherkabel nicht das Nadelöhr zu sein und die ca. 0,3mm von den Line-Kabeln, werden schon mit den ca. 0,5-5V Signalen zurecht kommen?

Die Zeit wird es bringen.


19.03.2024

Eigentlich bin ich beim Thema "Kabel" (Cinch, Lautsprecher) eher immer etwa zurückhaltend, u.a. weil hier die Meinungen noch weiter auseinandergehen, als es bei allen anderen Komponenten schon der Fall ist. Aber hin und wieder packt es mich dann doch und ich stell wieder mal ein paar Versuche an, die aber meist so schnell wieder enden, wie sie begonnen haben.

So war es vor 1-2 Jahren, als mein Bekannter mit ein paar gebrauchten Straight Wire Encore II Cinchkabeln daherkam und begeistert davon war. In diesem Zuge wurde auch ein Straight Wire Soundstage Lautsprecherkabel begutachtet (für meine Verhältnisse recht ausgiebig Probe gehört). Das Encore spielte erst einmal auffällig "lauter" und (vielleicht dadurch) die Mitten etwas mehr betonend. Das Soundstage im Vergleich mit einem Cordial CLS 225 (vielleicht) etwas "feiner" auflösend, im Allgemeinen "ausgewogener" für meine Ohren.

Tut mir leid wenn ich nur mit so "schwammigen" Aussagen wie "vielleicht", "lauter" oder "feiner" dienen kann, aber das genau war schon immer mein Problem bei Kabeln (aber auch bei Geräten). Und weil eben der 1. Eindruck nicht "schlecht" war, hatte auch ich mir einige gebrauchte Straight Wire besorgt - verhältnismässig günstig. Absolut pragmatisch!

Dann bin ich über das Reson-Kabel gestolpert. Für 14€/m für das Lautsprecherkabel LSC jetzt nicht einmal so teuer, allerdings lässt der Querschnitt hier manche wieder ins Grübeln kommen. Hätte gesagt "Klingeldraht"-Durchmesser, also in etwa 0,6mm (hab's aber noch nicht gemessen).

Hier weitere Informationen zum Reson-Kabel "https://www.reson.de/de/product/litzeresonsinglesolidcore" (auch das dortige PDF anschauen).

Spielte einfach irgendwie "lebendiger", "frischer", "schneller", als das Straight Wire Soundstage.

Zu der Zeit hab ich (leider) auch angefangen nochmal mit den Saba Greencones in Abwasserrohren zu experimentieren, was sich vielleicht deswegen so gut/anders angehört hat? Weil aber die Saba's bei etwas höheren Pegeln (>1W) und Bass zum "Räsonieren" neigten, bin ich wieder auf die Schallwände mit den 12" RFT Breitbändern gewechselt. Man soll nicht glauben was die Saba's Bass können, in einem nach hinten offenen 30cm Durchmesser Abwasserrohr (offene Schallwand), in meinem ca. 16qm Kellerraum mit niedriger Deckenhöhe. Dann hab ich auch nochmal meine Geräte neu aufgebaut, die nun auch noch durch einen aktiven Vorverstärker, anstatt den Eingangsübertragern, unterstützt werden. Das alleine hat wahrscheinlich schon den Gesamt-Klangeindruck beeinflusst? Also erst einmal subjektiv, der Klang der Reson-Kabel. Dann hab ich aber auch wieder die Straight Wire Soundstage verwendet (warum, weiss ich schon gar nicht mehr).

Bin gerade auch günstig an Monacor T-701G, massearme, vergoldete Cinchstecker rangekommen. Da bieten sich ja ein paar Kabelversuche regelrecht an. Hab dafür jetzt kurzerhand die Reson LSC hergenommen. Es gibt zwar extra für Cinchverbindung von Reson das TSC-Kabel (baut schmäler), aber für 1. Versuche sollte auch das LSC taugen, auch wenn es etwas umständlicher war diese in die enge Kabeleinführung der T-701G zu bekommen 😉. Also mal "schnell" (ging tatsächlich ziemlich flott und unkompliziert), 2x1- 1x0,75- und 1x0,5-Stereometer zusammengelötet und angeschlossen. Da war er wieder, der "lebendige", "frische", "schnelle" Klang. 

Dann ist mir wieder ein Bericht eingefallen, wo ein "Kabel-Saulus" zum "Paulus" wurde (https://audiosaul.de/geschichten-aus-der-praxis-stoppuhr/), einfach weil man doch Unterschiede zwischen unterschiedlichen Kabeln hören konnte. Bei diesem Bericht wurde ein Kabel so empfunden, als ob das gleiche Musikstück "schneller" abgespielt wurde, als mit einem anderen Kabel. Was in dieser Vorführung aber eigentlich als negativ, weil zu "nervös" spielend, empfunden wurde. 

Ist "schneller" jetzt doch nicht so gut, so wie ich es auch bei den Reson-Kabeln empfinde? 

Die Reson-Kabel sollen aber auch "zeitrichtig" spielen

Macht "zeitrichtig" vielleicht auch schneller? 

Oh man, dieses "Geschwurbel"!

Sie merken schon, ich bin noch immer nicht "grün" mit dem Kabel-Thema 😉.

Man muss sich auch immer wieder fragen, was so ein paar Meter "besseres", 0,6mm dickes Kabel, z.B. gegenüber den "100m" und evtl. noch dünneren Kabel-Windungen auf so einem Ausgangsübertrager (beim Röhrenverstärker) oder einer vielleicht "schlechteren" Innenverdrahtung und den ganzen Bauteilen, die den Klang ja auch nicht unberührt lassen, denn so viel mehr klanglich "bewegen" sollen (zum Guten oder Schlechten)?

Und scheinbar tut es das doch, aber das heraus zu finden, versuchen die "Gelehrten", schon lange. Lt. denen besteht so ein Kabel eh nur aus einer "Verkettung" ohmscher Widerstände, Induktivitäten und Kapazitäten oder? 

Da gibt es OFC-Kupfer, Kryo (Kälte)-behandeltes Kupfer, versilbert (Kupfer oder Stahlseele) oder Reinsilber, massive Drähte oder hochflexible Litzen, massiv, aber unterschiedliche Durchmesser (für Hoch-, Mittel- und Tiefton) und alle gegenseitig isoliert. Verseilt, geflochten, parallel geführte Leiter oder sonst wie "arrangiert". Runde Kabel oder in flacher Form und was weiss ich noch alles für Kabel. Da soll einer noch durchblicken und alle haben so wie so das bester Kabel und alle anderen reden nur Quatsch. Ja, ja!

Oder wenn einem der ganze neue Kram und die Diskussionen darüber zu viel wird, dann vielleicht doch lieber sich nach älteren Kabeln umsehen, die zwar nicht mehr neu erhältlich sind, aber damals aber hoch gelobt wurden? Natürlich ist seither die Entwicklung nicht stehen geblieben, aber ist sie deswegen besser geworden?