Dienstag, 29. April 2025

Shindo "Claret" Clone und weitere Versuche mit aktiv entzerrtem RIAA-Netzwerk, Line-Vorverstärker, etc.

Aktuelles immer zuerst!

02.06.2025

Der Line-Vorverstärker ging in Betrieb. Der RIAA wurde erstmal vom neuen Netzteil abgeklemmt und dafür der Line daran angeschlossen. Siebstufen mussten natürlich abgeändert werden, damit die Spannung einigermaßen passt. Ist im Prinzip absolut brummfrei. 

Was mich aber auch schon im Zusammenhang mit dem RIAA "geärgert" hat ist, das die 6,3V/0,6A, die der Printtrafo bereitstellt, die ja sowohl für 2x ECC83 als auch für 2xECC82 ausreichend sein sollte, im Betrieb letztendlich nur noch ca. 6,2V übrigbleiben. Gut, es liegt immer noch in der +/- 5% Toleranz (5,985V-6,615V) für die Röhren, aber mir ist lieber etwas zu viel und ich kann noch anpassen, als zu wenig. Wenn ich beide Geräte gleichzeitig betreiben will, muss ich evtl. eh nochmal einen Ringkerntrafo anfertigen lassen, andererseits ist es ja aber auch das Ziel, im Zusammenhang mit der derzeitigen Suche nach Kristall- oder Keramik-Tonabnehmern, auf einen RIAA verzichten zu können. Wir werden sehen.


Intern hab ich an den Eingängen die Gitterableitwiderstände wieder ausgelötet, muss also selbst darauf achten extern welche anzuschließen. Das hab ich jetzt wegen den kommenden Versuchen mit den Kristall- oder Keramik-Tonabnehmern gemacht (die auch noch eine gewisse Abschlusskapazität benötigen). Die Meisten sollen mit 1MOhm (Dual CDS63 oder CDS660 benötigen noch zusätzlich parallel 200pf) schon gute Frequenzgänge zeigen, mehr kann aber u.a. im Bassbereich hilfreich sein. Muss aber auch darauf achten, das die ECC82, lt. Datenblatt, als Gitterableitwiderstand eigentlich nur max. 1MOhm zulässt. Also auf Knackgeräusche oder sonstige Störungen achten.


28.05.2025

Wieder ein Stückchen weiter mit dem neu aufgebauten Line-Vorverstärker, mit der ECC82. Nahezu identisch zum RIAA-Aufbau. Man kann "bewährtes" ruhig beibehalten 😉.



26.05.2025

Hab jetzt nochmal so einen Aufbau wie für den Shure M65-Clone angefangen (Bild Mitte). Entweder für einen Line- oder 5751-RIAA-Vorverstärker.


22.05.2025

Das ist ja herzallerliebst! Die beiden Selendioden, die ich bei Ebay erstanden habe, haben in keine Richtung Durchgang bzw. einen Spannungsabfall (ca. 0,6V). Eine Siliziumdiode eingelötet und schon hat es funktioniert.

Nach Rückfrage beim Verkäufer, war dieser so freundlich mir zu erklären, das mit einem einfachen Messgerät Selendioden nicht gemessen werden können, weder ohmisch noch mit Durchgangsprüfer, weil die Messspannung oft zu klein ist. Hatte sie natürlich falsch herum eingebaut (nicht auf die Markierung geachtet, sondern auf die äußerliche Form, in der ich geglaubt habe Anode und Kathode erkannt zu haben). Kaum macht man es richtig, schon geht es 😉.

 

20.05.2025

Mit dem Netzteil für den M65-RIAA geht es weiter voran. Bilder folgen.

Das Dual CDS660 Keramik-Tonabnehmersystem hab ich mal spaßhalber an meinen Lenco L75 montiert ohne jetzt groß auf Überhang, VTA, etc. zu achten, "direkt" auf den Line-Vorverstärker. Töne kamen raus, aber die S-Laute waren schon sehr vorlaut, als es mir wie Schuppen von den Augen fiel, das der Abschluss ja gar nicht passen kann. Ich hab zwar 1MOhm Gitterableitwiderstände am Line-Eingang, aber auch noch das 500k log Poti für die Lautstärke davor. Das ergibt im ungünstigsten Fall nur 333,3kOhm für den Tonabnehmer, der aber lt. Datenblatt mit 1MOhm abgeschlossen werden soll (mal von den 200pf Kapazität abgesehen), aber auch die 1/2 Zoll Befestigung ist alles andere als ideal. Ein 1MOhm Poti würde gerade mal 500kOhm ergeben, was das Kraut jetzt auch nicht fett macht. Müsste das Poti also dann wieder an den Ausgang des Vorverstärker verbannen (kann dann evtl. wieder niederohmiger werden). Das ist mir abwer jetzt, für einen Versuch mit ungewissem Ausgang, dann doch wieder zu viel Aufwand. Deshalb geht er wieder zurück.

Es soll aber Anpassungsnetzwerke geben, um ein Keramiksystem an einen AUX- oder MM-Eingang anschließen zu können. Für mich würde so ein Keramiksystem nur Sinn machen, wenn man es ohne weitere (zu viel) Zusatzbauteile verwenden könnte.

Hier noch ein paar andere, vielleicht interessantere Keramik-Systeme, denen ich bei meiner Recherche über den Weg gelaufen bin:  Sonotone 9TA HC, BSR SC7M ST17 oder das Sharp C-717

Hier ein paar Links, wen es interessiert:

https://www.lencoheaven.net/forum/index.php?topic=12092.420

http://www.roger-russell.com/sonopg/sonopc.htm 

https://www.lencoheaven.net/forum/index.php?topic=12092.300

file:///C:/Users/zzzzzw58/Downloads/UPDATES_RMiller-Better%20Sound%20of%20the%20Phonograph.pdf 

https://www.angelfire.com/sd/paulkemble/sound4.html

https://www.petervis.com/record_players_and_turntables/sapphire-and-diamond-styli/sonotone-9ta-and-9tahc.html

https://www.lencoheaven.net/forum/index.php?topic=45179.45

https://www.dual-board.de/index.php?thread/51956-cds630-datenblatt/

Hier gibt es Systeme zu Jukeboxen:
https://www.jukebox-world.de/Tonabnehmer-Zubehoer/

 



Vielleicht nochmal einen Versuch mit SONOTONE 3509 oder GARRARD KS 40, welches es neu mit Diamant-Wendenadel gibt? 1/2 Zoll-Befestigung, ................, leider hab ich noch keine technischen Daten dafür gefunden. Ich will auch keinen "Equalizer" einbauen, nur um es an einem MM-Vorverstärker zu betrieben, sondern wenn, direkt.

https://www.vinylengine.com/turntable_forum/viewtopic.php?t=82598

......For optimum results you can't just run a ceramic cartridge into any input. The standard way to use a ceramic cartridge is into a high level input such as AUX, tuner, or CD. Traditionally with vacuum tube electronics those inputs had a high input impedance. Anything less than 100 k Ohm is too low. Your Dennon is 30 k Ohm. More than 500 k Ohm is ideal. A low impedance will reduce the bass response......

 

19.05.2025

Hier mal das Netzteil, mit den großen Bauteilen oben auf. Mal schauen ob das letztendlich so bleibt.

Das Keramik-Tonabnehmersystem CDS660 von Analogis wurde auch schon geliefert. Angeblich mit Diamantnadel. Da eine Wendenadel verbaut ist, der Verkäufer aber nur "Diamant" angibt, frag ich mich jetzt ob beide Nadeln Diamanten sind oder wie es sie früher schon gab, ein Diamant und die andere Seite ein Saphir. Hab natürlich keine Lust mit dem falschen (Saphir) längere Zeit zu hören und mir meine Platten kaputt zu machen. Das beide Seiten Diamanten sind glaub ich nicht unbedingt (vielleicht kann man es in einer Vergrößerung erkennen?). Ich hab da einfach nochmal nachgefragt (nochmal, weil ich vor dem Kauf schon gefragt hatte, aber keine Antwort erhalten habe). Und ob das jetzt originale Dual Systeme sind oder komplette Nachbauten, haben sich auch schon manche im WWW gefragt, u.a. weil ja auf der Stirnseite ein Dual-Label angebracht ist. Auch ob die Nachbau-Nadelqualität überhaupt gut "genug" ist. Da scheint es ganz unterschiedliche Qualitäten zu geben. Das hab ich ja auch schon bei Nadeln für die ADC-Systeme festellen müssen. Da muss ich nochmal genauer hinschauen. Ansonsten geht es zurück.


16.05.2025

Hier mal die 1. Bauteile-Anordnungsversuche beim Netzteil, mit den Bauteilen im Gehäuse.


Hab schon überlegt, die Lochrasterplatine anstelle des Deckblechs einzuschieben, auf der dann der Trafo, die Siebkondensatoren und die Glättungs-Kondensator für den Heizpannungsteiler (um die Heizspannung auf ein höheres Potential zu legen) oben auf, nach außen hin sichtbar sind und die restliche Verdrahtung im Inneren stattfindet? Das wären dann auch alles Bauteile, wo keine spannungsführenden Teil erreichbar wären, wegen der Sicherheit.

Die Siebkondensatoren sind nämlich relativ hoch, so das unterhalb wenig Platz zum Verdrahten bleibt. Müsste das Bodenblech dann wieder isolieren, etc..

 

15.05.2025

Der M65-RIAA wurde gestern noch, nachdem TubeTown Teile geliefert hatte, schnell zusammen gebaut und ging diesmal sofort problemlos (bis auf Brummprobleme, wahrscheinlich wegen nicht ausreichend gesiebter Spannung, vom Experimentiernetzteil) in Betrieb und spielte auch auf Anhieb "angenehm". Frequenzschrieb folgt. Das Brummen wird weniger, wenn ich Erdpotential auf die nach außen geführte Schraube lege.

Hier der Frequenzgang, mit 2,27nf, 120kOhm und 750pf im RIAA-Netzwerk. +1dB im Bass, -2,5dB bei 20kHz.

Ich hab mir jetzt einfach mal so einen Keramik-Tonabnehmer Dual CDS660 Nachbau, von Analogis, mit einer Diamantnadel, gekauft (39,99€), das auch noch eine 1/2 Zoll Befestigung hat. Wer weiß, vielleicht geht es auch ohne RIAA-Entzerrer?

 


14.05.2025

Das "etc." in der Titelleiste bezieht sich z.B. auf die momentane Suche nach Informationen zu Kristall- oder Keramik-Tonabnehmersystemen, wie die von Dual, z.B. das CDS630 (Kristall) oder das CDS650 (Keramik), die es nicht nur mit den "weicheren" Saphir-(Wende-) Nadeln gab, sondern auch mit deutlich langlebigeren Diamantnadeln. Das letzte Keramiksystem von Dual scheint das CDS700 gewesen zu sein.

Vorteil von Kristall- bzw. Keramiksystemen scheint zu sein, das diese von Haus aus keinen "Entzerrer" benötigen, um die RIAA-Schneidekennlinie wieder zu begradigen und eine recht hohe Ausgangsspannung liefern können, z.B. CDS700 ca. 350mV bei 1kHz, 5cm/s, CDS650 ca. 650mV bei 1kHz, 5cm/s). 

Nachteile gibt es aber auch, u.a. müssen diese "richtig" abgeschlossen werden. Das CDS700 z.B. mit 550kOhm/200pf, das CDS660 mit 1MOhm/220pf. Evtl. könnte man sich an den höheren Auflagekräften des z.B. CDS660, mit 4,5p, stören. Das CDS700 hingegen kommt schon mit moderaten 2,5p aus. Aber auch das MI-System ADC-QLM30 MKIII, mit Rundnadel, läuft auf meinem Lenco L75 mit 4p 😉. Auch haben nicht alle Systeme eine heutzutage gängige 1/2 Zoll-Befestigung. Evtl. gibt es aber Adapter. Aber wer will schon freiwillig auf eine so alte Technologie zurückwechseln? Das Dachte ich von Röhren und Reibradplattenspielern vorher auch 😉.

Heutige Vor-/Endverstärker dürften mit der Abschlussimpedanz ein Problem haben, da die Eingänge nicht mehr so hochimpedant wie früher, im Zeitalter der Röhrenverstärker, sind (bei zu wenig Kapazität könnte man einfach eine zusätzliche parallel schalten). Nur gut das ich seit 1994 den Röhren "verfallen" bin. Mein Line-Vorverstärker mit der ECC82 hat einen 1MOhm Gitterableitwiderstand am Eingang. Wird weniger benötigt, schaltet man einfach einen Widerstand parallel. Eine Verstärkung von nur ca. 10-fach könnte jedoch für das CDS700 dann schon wieder knapp werden, weil meine Endstufe dann nur noch voll ausgesteuert, jedoch nicht mehr übersteuert werden kann (Eintakt-Triodenverstärker können nämlich lauter gehört werden, bevor sie hörbar verzerren). Ein Kathodenüberbrückungs-Kondensator könnte helfen die Verstärkung wieder zu erhöhen oder die Umrüstung auf eine z.B. ECC88, etc.. Aber so weit wollen wir jetzt noch nicht denken.

Der Frequennzgang mit dem CDS700 sieht mit +/- 2,5dB nicht einmal so schlecht aus. Spezifiziert ist es aber nur von 20-16.000Hz, obwohl es lt. Diagramm schon etwas weiter geht. 

Aber angeblich sollen sich ja eh keine höheren Frequenzen als 16.000Hz auf einer Platte befinden.


Vielleicht tu ich mir ja spaßhalber mal einen CDS660 Nachbau von Analogis an, das sogar schon mit einer Diamantnadel daherkommt?

Im Vergleich mal ein einfaches, neuzeitliches MM-System AT-VM95ML. Da sind auch +/- 2dB-Spünge drinnen und fällt relativ früh ab (Achtung, unterschiedliche Maßstäbe!)

Quelle: https://www.dual-board.de/index.php?thread/96158-sohn-hat-shure-v15-iii-lm-nadel-zerst%C3%B6rt-wie-traurig-muss-ich-sein/&pageNo=2


13.05.2025

Die Masse geht von den Eingangsbuchsen, durch die Schaltung, auf die Ausgangsbuchsen. In der Schaltung, in Richtung Ausgangsbuchsen wird Minus der Spannungsversorgung angeschlossen. Das Deckblech mit dem nach außen geführten Anschluss und die Abschirmhülsen sind miteinander verbunden und liegen später auf Erdpotenzial (haben jedoch keine Verbindung zur Schaltungs-Masse). Die bedrahteten Ferritperlen reichen direkt bis zu den Eingangsbuchsen, so wie geplant. In der Schaltung werden Kohlemasse-Widerstände, MKT 1832-, Glimmer- und Styroflex-Kondensatoren verwendet, um dem Original etwas näher zu sein. Hab mir mal einen kleinen Printrafo mit 200V/15mA und 6,3V/0,6A besorgt. Die Spannung wird nur mit einem Selen-Einweggleichrichter (Diode) gleichgerichtet werden (so wie im Original) und mit einer mehrfach RC-Siebung, mit Folienkondensatoren, geglättet. Selen hat ein ähnliches Verhalten wie ein Röhrengleichrichter.

Die Röhrenheizung ist im folgenden Bild noch falsch angeschlossen!



Diese Gehäuse gibt es zumindest noch zu kaufen und man kann sich die Bleche im 10er-Pack beim Hersteller nachkaufen. Retrogehäuse, so mit Hammerschlaglack, wären natürlich schöner, aber ich hab bisher nichts "serienmäßiges" gefunden, wo vielleicht auch noch Front- und Rückseite austauschbar wären, wenn man sich mal verbohrt. 

 

12.05.2025

Trotz der Störungen im Frequenzgang hab ich mich entschlossen den M65 nochmal in das kleine Gehäuse einzubauen, u.a. wegen einem späteren Betrieb mit externem Netzteil, aber mit einer anderen Anordnung der Buchsen/Bauteile. Die Ein- und Ausgänge sind jetzt an der Oberseite und die Röhrensockel näher an den Eingängen, so das sie direkt mit einem Gridstopper oder einem bedrahteten Ferrit, zur Schwingungsunterdrückung, verdrahtet werden können. Stromzuführung erfolgt Rückseitig nahe den Ausgängen. Im Bereich zu den Ausgängen hin finden im Inneren noch 2 Siebstufen Platz und es könnten evtl. auch noch größere Ausgangskondensatoren Platz finden.

Hier die vorgebohrte Deckplatte.

Was die Schaltungsauslegung angeht, insbesondere das RIAA-Netzwerk und die Ausgangskondensatoren, werde ich jetzt folgendes machen. Wenn man sich die Diagramme unten anschaut, werde ich jetzt nur einen Ausgangskondensator nehmen, aber damit keine Gleichspannung am Ausgang auftritt, lass ich den 7,5 MOhm Widerstand weg. Das RIAA-Netzerk besteht also nur noch aus 105 kOhm//750pf und 2,27nf. Zur Kathode der 1. Stufe hin bleibt also nur der 2,27nf stehen, der dann Gleichspannung blockt. Mit dem 105 kOhm werde ich noch etwas spielen, um damit einen leichten Mittenbuckel, so wie Shindo, zu bekommen (so zwischen 110 und 120 kOhm). Was schlussendlich klanglich am Besten gefällt bleibt. Was aber auch mit jeder neuen Platte wieder anders aussehen könnte.

 

10.05.2025

Hab den Shure jetzt nochmal im großen Gehäuse aufgebaut, um leichter Änderungen vornehmen zu können und bereits die 1. Messungen gemacht. 2 in Reihe geschaltete Kondensatoren von je 0,1µf, wobei die Mitte ins RIAA-Netzwerk ging, hab ich diesmal nicht gemacht, aber auch nicht wie im Original, mit nur einem Kondensator, der sowohl für den Ausgang als auch für das Netzwerk dient, sondern wie "Shindo". Einen 0,1µf Kondensator ins RIAA-Netzwerk und einen separaten 0,047µf für den Ausgang, beide von der Anode der 2. Stufe weg. Mit dem Original (nur ein Kondensator) würden ohne Änderung ca. 0,25V Gleichspannung am Ausgang anstehen. Das folgende Lautstärkepoti hätte das evtl. mit Kratzen quittiert und/oder der Arbeitspunkt des Line-Vorverstärker hätte sich verschoben, da diese bei mir keinen Eingangskondensator hat.

 

Hier mit 100 kOhm Gegenkopplungswiderstand von einer zur anderen Kathode, einem RIAA-Netzwerk bestehend aus 2,27nf, 105 kOhm parallel 750pf (also kein 7,5MOhm Widerstand parallel zum 2,27nf).


Hier ohne dem 100 kOhm GK-Widerstand. Im Prinzip bewirkt dieser also eine Bassanhebung, um ca. 1,5dB. Wie er sich klanglich auswirkt noch gar nicht betrachtet.


Hier ebenfalls ohne den 100 kOhm GK-Widerstand, aber wieder der 7,5 MOhm Widerstand parallel zum 2,27nf im RIAA-Netzwerk. Eine weiterer Bassabfall von ca. -1,5dB ist die Folge. Die leichte Mittensenke bekäme man mit einem 110-120 kOhm Widerstand wieder hin, anstatt einem 100-105 kOhm. Der leichte Höhenabfall könnte in meiner Kette/mit meinem Hörempfinden, ok sein.

Wegen den Störungen hab ich auch einiges probiert, u.a. hab ich gelesen, das Glimmlampen wenn sie altern, Störungen verursachen können, also hab ich die Netzleiste mal rausgenommen - hat aber nix gebracht (das Netzteil des RIAA- und des Line-Vorverstärkers haben aber auch noch welche). Dann hab ich die Soundkarte neu kalibriert - ebenfalls ohne Erfolg und dann auch noch das Inverse-RIAA-Netzwerk ausgetauscht - auch ohne Erfolg. Auch die Drossel im Netzteil hatte ich mal überbrückt und die Glimmlampen in den Geräten abgeklemmt - hat auch nichts gebracht. Vielleicht irgendwann mal das Netzteil auslagern?

Die Keramikkondensatoren im Shindo Claret RIAA sind also nicht per se "schlecht". Werde ich im weiteren Verlauf, auch im Shure M65 nochmal probieren.

Hab den 100 kOhm GK-Widerstand wieder rein ohne nochmal zu messen, dürfte aber, wenn ich o.g. Frequenzgänge anschaue, im Bassbereich jetzt relativ linear sein und in den Höhen bei 20kHz knapp -2dB haben. Hört sich ganz gut an, aber ich empfinde die S-Laute fast etwas mehr betont als mit dem 5751 (passiv) RIAA. Das die S-Laute zwar nur leicht, aber dennoch hörbar sind, könnte evtl. auch noch daran liegen, das es das letzte Lied auf der Scheibe war, der Tonabnehmer evtl. nicht optimal justiert und vielleicht ja auch das Antiskating nicht optimal eingestellt ist. Das müsste ich mal mit dem 4xD3a-RIAA gegenprüfen, der mit S-Lauten bisher am wenigsten Probleme hatte, selbst mit der Amiga-LP von Tanita Tikaram "Ancient Heart".


09.05.2025

Nach wie immer anfänglichen Schwierigkeiten, sah der Frequenzgang vom Shure M65 Nachbau eigentlich nicht einmal so schlecht aus, aber auch hier sind Störungen am Frequenzgangende zu sehen. Hier hab ich aber noch die Keramikkondensatoren im RIAA-Netzwerk verbaut. Ich werde die jetzt einfach mal rausnehmen. Oder vielleicht hat mein Inverse-RIAA ein Problem oder vielleicht sollte ich die Soundkarte nochmal kalibrieren? Fluch und Segen von Messungen!


07.05.2025

Ich werde jetzt erstmal eines der kleinen Alugehäuse verwenden, aber mit der Shure M65-Schaltung dürfte es schon mal aufgeräumter zugehen, als mit dem Claret-Nachbau, da u.a. die Kathodenüberbrückungs-Kondensatoren nicht benötigt werden. Auch was die Siebung angeht könnte man mit weniger Kapazität/Kondensatoren auskommen, hab mich aber dagegen entschieden und bekomme so eine zusätzliche Siebstufe für jeden Kanal. Kann nicht schaden.


Die Cinchbuchsen müssen noch auf die andere Seite, weg von der Heizleitung, "+" und "-" für die Spannungsversorgung der Schaltung angeschlossen werden (intern wird diesmal mit Silikonleitungen verdrahtet und auf Lüsterklemmen geführt, da ich die anderen Leitungen, bei der Enge, immer wieder angeschmort hatte) und dann noch die Abschlusswiderstände an Ein- und Ausgängen, sowie die Auskoppelkondensatoren. Die Bauteilwerte passen jetzt noch nicht so ganz, wie beim letzten Kenntnisstand (u.a. wegen der Verwenung von Keramikkondensatoren), aber für einen 1. Versuch wird es reichen.

Zum Thema "Keramikkondensatoren" (nicht zu verwechseln mit Vielschichtkondensatoren), von denen immer abgraten wird, wenn es um HiFi-Schaltungen geht. Gut, die teilweisen, extremen Toleranzen (-20%/+80%) sind jetzt für ein RIAA-Netzwerk nicht gerade ideal, auch das sie spannungsabhängig ihre Kapazität verändern sollen oder das sie bei Niederfrequenz "Unfug" machen sollen, ist nicht gerade vertrauenserweckend. Wieso sie Shindo dennoch eingesetzt hat? Versuch macht kluch.
 

06.05.2025

Ich überlege ob ich den Shure M65 nochmal aufbaue und einfach mal die 5751 Röhren stecken soll, anstelle der ECC83? Und selbst wenn das nicht funktionieren sollte, dann kann ich doch mal versuchen die eine oder andere Änderung vom Claret mit einfließen zu lassen, z.B. Keramikkondensatoren oder spaßhalber gleich mal das ganze RIAA-Netzwerk, nur um zu sehen wie es sich in der Schaltung auswirkt.

Warum klingt den meiner Meinung nach der 5751-RIAA dynamischer? Liegt es am passiven RIAA-Netzwerk und/oder an der 5751? Die Steilheit der 5751 ist sogar geringfügig geringer als die einer ECC83. Liegt es am Innenwiderstand einer 5751, der bei gleicher Anodenspannung, nur 50kOhm hat, anstatt 80kOhm bei der ECC83, was auch in einem etwas höherem Strom durch die Röhre resultiert oder evtl. an der sonstigen Bauteileauswahl? 

Eine "aktive" (in der Gegenkopplung) RIAA-Entzerrung, soll ja u.a. die Röhrenalterung aus der "Rechnung" rausnehmen, der bei passiver Entzerrung den Frequenzgang mit der Zeit verändert, weil dieser mit in die Berechnung des Netzwerkes mit eingeht.

Aber auch so glaube ich, das eine Gegenkopplung noch so einiges anderes bewirkt, wie z.B. Heizungsbrumm reduzieren, Klirrfaktor reduzieren, etc.?

Ich bin gespannt!


05.05.2025

Jetzt ist aber voll!

Warum ich doch noch an der Schaltung festhalte, liegt u.a. daran, dass ich zum Vergleich zu meinen passiv entzerrten RIAA's auch eine sehr gute aktive hätte. Bisher hab ich auch keine weitere Schaltung (Arbeitspunkte, deutlich kleinere Anodenwiderstände und dadurch höhere Ströme) wie die vom Shindo Claret im WWW gefunden.

 

Nur nochmal die Cinchbuchsen wechseln/einbauen und verdrahten und dann geht es schon wieder ans Testen. Diesmal aber mit dem externen Experimentier-Netzteil, um auszuschliessen, das die vorherigen Störungen im Frequenzgang vom Netzteil her kommen. Vielleicht noch etwas mehr Siebung nachschalten, weil es für einen RIAA dann doch zu viel Restbrumm haben könnte. Dann noch die Heizung symmetrieren und auf ein höheres Potential legen (oder anfangs nur auf 0V). Sollte das Ganze funktionieren, werd ich vielleicht den Aufbau noch etwas optimieren (u.a. ein paar Kohlemasse-Widerstände, vielleicht etwas niedriger bauende Netzeilkondensatoren oder eben eine Isolierfolie auf's Bodenblech kleben, eine Zuleitung mit Erd-/Schirmleitung, etc.).

Ob jetzt dieser angeblich "mystische" Klang des Shindo Claret, von genau den Bauteilen herrühren, die Shindo immer/gerade benutzt hat, sowie den Cinchbuchsen, der Verdrahtung oder die Silvania Röhren  oder doch mehr von den ungewöhnlichen Arbeitspunkten, z.B. der ECC83 im RIAA-Teil, sei mal dahingestellt. Es wird eh schwierig werden das zu beurteilen, wenn man keinen Claret sein Eigen nennt. Aber wie schon gesagt, gab es alleine vom Claret unterschiedliche Versionen und nicht immer waren es immer die gleichen Bauteile, die verwendet wurden 😉.

Fertig gemacht, Spannungen geprüft und bis auf bisschen Brumm hat er auf Anhieb gespielt, aber am Frequenzgang hat sich nicht viel verändert, nur noch mehr Störungen 😉.

Das war es jetzt erstmal, denke ich


 

04.05.2025

So ganz abfinden kann ich mich noch nicht 😉. Hab ihn jetzt nochmal anders aufgebaut. Zum experimentieren natürlich nicht gerade ideal, da es recht eng zugeht, aber wenn auch das nicht funktioniert, dann leg ich ihn erstmal wieder weg.


Obenauf die Lötleiste für die Bauteile des RIAA-Netzwerkes. Man weiß ja nie ob man noch etwas optimieren muss. Unter der unteren Platine verbergen sich 4x 22µf MKT-Netzteilkondensatoren, auf der oberen Platine obenauf liegen 2x 110µf Folienkondensatoren für die Überbrückung des Kathodenwiderstandes (470 Ohm). Ich werde mich, was die separaten Ausgangskondensator (0,047µf) und dem ins RIAA-Netzwerk (0,1µf) betrifft nicht an die Schaltung halten, sondern 2 hintereinandergeschaltete 0,1µf Kondensatoren verwenden, wobei die Mitte ins RIAA-Netzwerk geht, die eine Seite der Reihenschaltung auf die Anode der 2. Stufe und die andere Seite bildet den Ausgang. Hat schon prima beim Shure M65 geklappt. Macht die Verdrahtung in der engen Box auch etwas einfacher.

Ich hab das Internet schon durchsucht, nach RIAA-Schaltung mit der ECC83, die mit höheren Strömen bzw. geringeren Anodenwiderständen arbeiten (dafür eine geringere Verstärkung haben), um diesen angeblich "grauen" Klangcharakter der höher verstärkenden Schaltungen zu umgehen.

Wie gesagt, klang der Shure M65 eigentlich nicht schlecht, aber im Vergleich mit dem 5751 u.a. nicht sehr dynamisch.


03.05.2025

Hab jetzt nochmal auf "Mazeris Bellevus" umgebaut, u.a. 220k anstatt 150k in der letzten Siebstufe (für die 1. RIAA-Stufe), anstatt 3,3k 3k in der Kathode der 1. Stufe, anstatt 470 Ohm in der Kathode der 2. Stufe 560 Ohm, 0,22µf anstatt 0,047µf am Ausgang, 0,47µf anstatt 0,1µf vor dem RIAA-Netzwerk und im RIAA-Netzwerk selbst 10M//2nf, 150k//750pf.

Das Ergebnis ist im Prinzip das Gleiche. Vielleicht nicht mehr so viel Bass, dafür die Mitten ausgeprägter, aber der gleiche Höhenabfall uns Störungen, obwohl ich jetzt auch schon die NF-Leitungen gegen niedrigkapazitive ausgetauscht habe. Auch andere Röhren hab ich probiert.


02.05.2025

Noch ein paar Messungen gemacht!

Mit RIAA-Netzwerk 10MOhm//1,5nf, 150kOhm//550pf


10MOhm//1nf, 150kOhm//550pf



10MOhm//2nf, 150kOhm//550pf



10MOhm//1,5nf, 150kOhm//680pf



10MOhm//1,5nf, 120kOhm//680pf


Am Höhen-Rolloff ändert das alles nicht viel. Die Störungen am Frequenzbandende gefallen wir auch nicht.



30.04.2025

Naja! 20-20.000Hz ca. +/- 2,5dB.



Diesen Frequenzschrieb (untere Linie) ist ein Auszug aus einer alter "Stereo" Testzeitschrift. Das sieht irgendwie anders aus!



Also schnell mal auf ca. 2nf anstatt 1,5nf und 750pf anstatt 560pf im RIAA-Netzwerk umgebaut. Damit sieht Bass und Mittenbereich schon mal ähnlich aus, aber was ist mit den Höhen? Ab ca. 5kHz fällt er bei mir weiter ab, im Bild oben läuft er gerade aus.


An der 1. Stufe liegen ca. 0,9V an der Kathode, an der 2. ca. 0,7V. Mit einen 3 kOhm in der 1. Stufe, anstatt 3,3 kOhm könnte ich auf 0,85V kommen, so wie beim Original. Gut, an der 2, Stufe ist auch die Spannung an der Siebstufe noch ca. 10V geringer, aber die würden auch nicht mehr viel an den 0,7V ändern. Vielleicht doch eher 510 Ohm?



29.04.2025

Nach jetzt doch schon einigen Versuchen, neben dem 4xD3a RIAA (passive Entzerrung), noch einen anderen "gut/besser" klingende Alternative zu finden, bin ich jetzt beim Shindo "Claret" (343) gelandet. Diesen soll es auch von Auditorium 23 als Bausatz gegen haben.

Was den Meisten bei "Shindo" im Gedächtnis geblieben sein könnte (Ken Shindo ist leider leider 2014 verstorben, aber seine Frau/Sohn führen scheinbar das Geschäft fort), dürfte die auffällige Farbe seiner Geräte sein, die mich an "Britsch Racing Green" erinnert. Vielleicht sind dem einen oder anderen auch die Namen seiner Geräte, wie "Claret", "Aurieges", "Mazeris Bellevue", "Monbrison" bei den Vorverstärkern oder bei den Endverstärkern, wie "Cortese", "Concertino" bekannt?

Weshalb ich mich nochmal auf die Suche nach RIAA-Schaltungen gemachte habe, war u.a., dass ich das Thema "Eingangsübertrager" für mich abgeschlossen habe und so auch nicht mehr unbedingt hochverstärkende und niederimpedante RIAA's und DAC's benötigte. Damit standen mir dann eine deutlich breitere Palette an Schaltungen zur Auswahl. Benötige aber dann, im Gegenzug, einen zusätzlichen Line-Vorverstärker, der mir das Signal soweit verstärkt, das z.B. meine E55L-/EL5070-Verstärker voll ausgesteuert (auch etwas übersteuert) werden können. Diese benötigen nämlich so ca. 3-4Veff, das sie keine Treiberröhre besitzen.

Auch sollte/muss man bei Verwendung nur einer einzigen Röhre im Endverstärker (die auch nur ein aktives System im Inneren trägt) auf die Phasenlage des Ausgangssignals achten. Der RIAA dreht mit seinem 2-stufigem Anodenfolger, mit jeder Stufe das Signal um 180°, ist also am Ausgang dann wieder so wie am Eingang. Mein derzeitiger ECC82-Vorverstärker ist ebenfalls 2-stufig, hat einen Anodenfolger in der 1. Stufe, aber einen Kathodenfolger in der 2., der auch nicht weiter verstärkt, aber eine niedrige Ausgangsimpedanz zur Verfügung stellt. Das Eingangs- zum Ausgangssignal ist also um 180° gedreht, was aber in meinem Fall nicht weiter schlimm ist, weil die einzelne Röhre in der Endstufe, das Signal ebenfalls nur um 180° dreht, womit ich am Lautsprecher wieder bei 0° bin. Also alles ok! Wäre aber auch so nicht schlimm, man muss nur schauen, das man am Ende wieder in Phase mit dem Eingangssignal ist, obwohl ich ehrlich gesagt, dahingehend noch keinen Unterschied gehört habe.

Wie gesagt wurden schon so einige RIAA-Schaltungen in der Vergangenheit probiert, u.a. eben dieser 4xD3a, der bis heute in meinem Besitz ist (passiv entzerrt, dieser klingt nicht nur gut, sondern hat auch noch die Eigenschaft S-Laute nicht über zu betonen, womit die meisten anderen Schaltungen Probleme hatten, besonders mit der Amiga-Pressung von Tanita Tikaram, "Ancient Heart"), dann ein E.A.R.-Clone (aktiv entzerrt, mit niederimpedanten Kathodenfolger am Ausgang), einen Shure M65 Clone (aktiv entzerrt, hohe Ausgangsimpedanz - obwohl das Datenblatt etwas anderes angibt), den 5751 (passiv entzerrt, hohe Ausgangsimpedanz) und manche mehr (z.B. Marantz M7, Altec Lansing 353A, Harman Kardon A300, Audio Research SP-3x, etc.), die auch durchaus Ähnlichkeiten zu den weiter o.g. Schaltungen aufwiesen.

Momentan hätte ich gesagt, scheint etwas Wahres daran zu sein, das passiv entzerrte Schaltungen (4xD3a, 5751) klanglich einen Vorteil hätten. Der Shure M65 war zwar nicht schlecht, aber im direkten Vergleich, mal vom Frequenzgang abgesehen, weniger dynamisch als der 5751. Ich hab jetzt schon ein paar mal gelesen, das aktiv entzerrte RIAA's einen etwas "grauen" Klangcharakter haben sollen, was immer damit gemeint ist.

Also das ist er nun, der "Claret", wie ihn Thorsten Loesch "interpretiert"

Quelle: https://community.fortunecity.ws/rivendell/xentar/1179/projects/claret/Claret.html

"Interpretiert" deshalb, weil schon einiges abgeändert worden zu sein scheint, wenn man das Internet durchsucht und/oder sich die Bauteilewerte von hochauflösenden Bilder anschaut. U.a. das 500k lin Poti scheint ursprünglich ein "log"-Typ gewesen zu sein, auch der 3,3 kOhm Kathodenwiderstand in der 1. Stufe des RIAA-Teils ist ursprünglich ein 3 kOhm. In der 2. Stufe des RIAA sind 510 Ohm und 220µf verbaut. Wenn man Bilder vom Inneren des Claret im WWW anschaut, dann sieht man dort auch schon mal 470 oder auch nur 430 Ohm. Im Vergleich mit einem angeblich originalen Schaltplan sind dort anstatt dem 220µf Kathodenüberbrückungs-Kondensators nur 40µf zu finden. 

Ich hab jetzt alleine vom Claret 3 unterschiedliche Versionen gefunden. Eine sogar mit einer 5. Röhre (12AT7 = ECC81). Die anderen Unterschiede sind überwiegend in der Eingangsstufen-Beschaltung des RIAA. Entweder hatten die 56 kOhm, 150 kOhm oder gar 220 kOhm in der Siebstufe, bevor es auf den 100 kOhm Anodenwiderstand der 1. RIAA-Stufe ging und auch der Rk hatte auch schon mal 1,3 kOhm, anstatt 3 kOhm (oder war das dann doch eher aus der "Mazeris"?). Bei 1,3 kOhm könnte vielleicht die Übersteuerungsfestigkeit der 1. Stufe zu gering sein?

Wenn man die Grenzfrequenz (-3dB) ausrechnet, dann ist man bei 430 Ohm und 40µf bei 9,26Hz. Das könnte evtl. schon reichen für eine untere Grenzfrequenz vom RIAA von 20Hz? Mit 470 Ohm sind es 8,47Hz, mit 510 Ohm sind es 7,08Hz. Mit 220µf und 510 Ohm sind es 1,42Hz, die es vielleicht nicht unbedingt braucht 😉.

Auch hat der RIAA-Teil des Shindo "Mazeris Bellevus Model 454" große Ähnlichkeit mit dem "Claret". Hier werden z.B. 510 Ohm, aber auch nur 100µf, in der Kathode der 2. Stufe verwendet, aber anstatt einem 150 kOhm Widerstand in der Siebung der 1. Stufe, kommt hier 220 kOhm zum Einsatz. Der RIAA-Teil bekommt hier aber auch 247V anstatt nur 210V, wie beim Claret, zugeführt.

Ob das auch so stimmt, wie viele der Meinung sind, das die komplette Bauteile-Auswahl/-Anordnung, bis hin zum verwendeten Draht und auch den Cinchbuchsen letztendlich den "mystischen" Klang ausmachen, es sich also um einen Geniestreich eines genialen Entwicklers handelt oder man das nur sagt, damit man einen Mythos erschafft und den gezahlten Preis besser verschmerzen kann, ist für mich jetzt erst einmal zweitrangig.

Was er aber oft verbaut haben zu scheint, so viele Varianten es z.B. von dem Claret auch gegeben haben soll, sind Cornell Dubilier Kondensatoren vom Typ "WMF" und/oder Sprague "Black Beauty", sowie überwiegend Kohlemassewiderstände, z.B. von "Allen Bradley" (vielleicht auch von "Vitrohm"), sowie Typen, von Dale. Auch die ursprünglich von Silvania stammenden ECC83 und ECC81, als auch die Verdrahtung (Material und die Art und Weise), sowie die "massearmen" Cinchbuchsen (nicht vergoldet) sollen zum Klang beitragen. Ungewöhnlich ist aber andererseits, dass er teilweise Keramik-Scheibenkondensatoren verwendet, als Koppelkondensator zum RIAA-Netzwerk, aber auch im RIAA-Netzwerk selbst, denen man eigentlich keinen guten Klang attestiert. 

Im Vorverstärker Aurièges z.B. werden schon nicht mehr so viele Kohlemassewiderstände verwendet 😉. Sehen eher wie Kohlefilm, z.B. wie die von Draloric, aus. Auch bei den Kondensatoren werden mittlerweile auch Sprague "Orange Drops" eingesetzt, aber auch immer noch "Black Beautys" und WMF von Dubilier. Irgendwann wird es auch die nicht mehr geben, so wie es keine Röhren mehr von Silvania geben wird. Und welche Bauteile machen dann noch, den angeblich so "magischen" Klang aus?

Jedenfalls scheint es eine Fangemeinde zu geben und nur selten wird ein Gerät zum Wiederverkauf angeboten. Auf einer Internetseite, u.a. für Gebraucht-HiFi, wird zwar gerade ein Claret verkauft, der angeblich vom Sohn von Ken Shindo "nachverdrahtet" wurde. Ich frag mich da natürlich gleich - warum "nachverdrahtet" und warum jetzt zum Verkauf?

Bei mir wird es erstmal weniger "mystisch" zugehen. Wima MKP 10, ein paar Kohlefilm-Widerstände, ein paar Kohlemasse, aber auch MOX-Typen. Erstmal muss die Schaltung funktionieren und die Spannungen so weit passen, dann kurz den Frequenzgang messen und dann werde ich evtl. noch mit ein paar Bauteilen spielen, soweit verfügbar. Unsummen werde ich aber sicher nicht ausgeben.

Nach den anfänglichen Problemchen (Masse, fehlende Bauteile, etc.) spielt das Ganze auch schon wieder. Auf Anhieb "hörbar", aber leiser als der 5751. Der Line-Verstärker scheint es aber noch ausgleichen zu können (ansonsten bekommt die 1. Stufe noch einen Kathoden-Überbrückungs-Kondensator). Bass ist da, Mitten auch und die Höhen nicht zu präsent. Erstmal ok für mich.


Montag, 16. Dezember 2024

AudioInterfaces

Aktuelles immer zuerst!

27.12.2024

Und das SoundBlaster Interface ist doch nicht kaputt. Man muss nur an 2 Stellen in der Software die Kanäle umschalten (Standard ist links), damit es funktioniert 😉. Das 2i2 behalte ich trotzdem, weil damit, im Zusammenhang mit dem Programm REW, Frequenzgangsmessungen bis 96.000Hz möglich sind, was mit Carma nicht geht (max. 24.000Hz = 1/2 Samplingfrequenz (48.000Hz)).


26.12.2024

Meine Wahl ist jetzt erst einmal auf das Focusrite Scarlett 2i2 3rd Generation gefallen. Bin gerade mit REW dabei Kalibrierfiles für die unterschiedlichen Samplingfrequenzen zu erstellen (44,1kHz, 48kHz, 96kHz und 192kHz, was max. Frequenzgänge von 22050Hz, 24000Hz, 48000Hz und 96000Hz zulassen würde) und die Frequenzgänge meiner Geräte zu messen. Dabei musste ich wieder einmal feststellen, das auch hier die Kabelkapazitäten für den Frequenzgang entscheidend sind, aber auch die Position (vor oder nach dem Vorverstärker) und der Wert des Lautstärkestellers (50k, 100k oder 500k). 

Am Besten scheint es mir direkt von der Soundkarte auf den Eingang des Gerätes zu gehen (Eingangs- und Ausgangspegel lassen sich ja beim Interface auch noch einstellen).

So weiß ich bis heute nicht (sicher), trotz Nachfrage beim Hersteller, welche Ein- und Ausgangsimpedanzen das Soundblaster Audio Interface hatte.

Vom 2i2 gibt der Hersteller es mittlerweile fein säuberlich an.


Ein paar schnelle Messungen, bei höheren Samplingfrequenzen und Frequenzumfängen, attestieren z.B. meinen EL5070-Verstärker einen Frequenzgange von 10->30.000Hz (-1dB9.


21.12.2024

Also das Arturia geht erstmal wieder zurück. Dieser "Zacken" bei ca. 9kHz gefällt mir nicht. Ist zwar nur im Kalibrier-Frequenzgang beim Programm REW zu sehen, aber nur weil Audionet Carma diese Ansicht (Kalibrierfrequenzgang und Phase) nicht liefert, bedeutet das nicht, es wäre dort nicht auch vorhanden. Mag sein, das dieser Zacken eben beim Kalibrieren "ausgebügelt" wird, aber gut finde ich es dennoch nicht.

Das Focusrite 2i2 3rd ist Moment unauffällig. Ich werde damit jetzt noch ein bisschen "spielen".

Carma (4.6.2) kann nur 44,1 oder 48kHz Samplingfrequenzen, REW lässt sich mit dem 2i2, je nach vorheriger Einstellung über das mitgelieferte Tool, bis 192kHz nutzen.

Dieses "vogelwilde" Verhalten muss ich mir nochmal anschauen, ob das bei allen Sampling-Frequenzen auftritt.


19.12.2024

Focusrite Scarlett 2i2 3rd Gen. ist angekommen und gleich mal mit den anderen beiden verglichen. Kalibrierung des 2i2 sah mit Audionet Carma jetzt auch erst einmal "vogelwild" aus, wie das Arturia, aber da waren noch die Windows-Treiber im Spiel. Beim Arturia waren die Hersteller-Treiber aber schon drauf.

Frequenzgänge vom 6N6P sehen damit so aus, "grün" SB, "pink" 2i2 und "lila" Arturia.

Ich werde jetzt nochmal die REW Software installieren und damit Messungen machen.


Mit REW kalibrierte Soundkarten (alle mit 48kHz, was einen max. Frequenzgang von 24kHz erlaubt)

SoundBlaster (Windows kompatible Treiber)



Focusrite Scarlett 2i2 3rd (Windows kompatible Treiber)



Arturia MiniFuse 2 (bereits mit Hersteller-Treibern)


Die Phasen zeigen sich bei REW, mit Arturia und Focusrite, überhaupt nicht mehr schlecht, dafür aber das SoundBlaster, das zusätzlich auch noch einen schlechteren, unteren Frequenzgang hat.

Soll das mal einer Verstehen!

So wie es aussieht mag es die Messsoftware auch nicht, wenn man on the fly umsteckt, ohne neu zu starten 😉.


Hier die gemessenen Frequenzgänge (44,1kHz Sampling-Frequenz)

mit der SoundBlaster (Windows kompatible Treiber, 10-22.050Hz)



mit der Arturia (bereits mit Hersteller-Treiber. Dieser "Zacken" bei 9kHz gefällt mir nicht. Der war schon in der Kalibrierung sichtbar.


und mit der 2i2 (Windows kompatible Treiber, zwar kein Anstieg am Ende, aber doch schon knapp -1dB bei 20.000Hz)

Am linearsten ist es mit der SoundBlaster. Was ich von den anderen beiden halten soll, weiß ich jetzt immer noch nicht. Was stimmt denn da jetzt (nicht).

Dann hab ich die Hersteller-Software/-Treiber vom 2i2, für Win10 und 11 installiert. Damit geht bei REW und Audionet Carma momentan nur noch 48kHz Abtastrate. Können soll es aber 24Bit/192kHz. Die Kalibrierung sieht damit besser aus und der Frequenzgang so (grün). Da brat mir doch einer einen Storch!


Von SoundBlaster (SB) ist mein AudioInterface abgekündigt, somit gibt es dort auch keine Treiber mehr. Von Arturia und Focusrite hab ich mittlerweile die Herstellertreiber für Win10/11 drauf (sogar auf einem aktuellem Notebook mit Intel i5 Prozessor).

Ich befürchte fast, das die SB mit meiner alten Fujitsu-HW, ohne weitere Downloads, zufällig "super" Messergebnisse gebracht hat. Irgendetwas hatte ich dann doch auf der Fujitsu-Seite gefunden und heruntergeladen, etwas aus 2018, was sich aber scheinbar auf die Windows-Treiber für das SB ausgewirkt hat.

Je nachdem wie gut die Herstellertreiber oder die Windows eigenen sind und/oder sich die Hardware "verträgt" (Software- und Hardware-Hersteller werden hier auch "geschäftliche" Verbindungen haben, die je nach "Innigkeit" und "Kapitalfluss", was sich wahrscheinlich auch mehr oder weniger im Endergebnis beim Verbraucher niederschlagen wird und wie lange Hard- und Software über die Jahre verbessert oder wie lange sie überhaupt unterstützt werden. Die Leidtragenden sind wir!



18.12.2024

Auch mit dem neuen Notebook sieht es nicht anders aus.

Hier mal Messungen mit der alten Mess-Hardware (Lifebook E, Soundblaster) und -Software, vom 6N6P- (pink) und dem ECC82-Vorverstärker (grün).

Wenn man genau hinsieht (grüne Linie, 6N6P-Vorverstärker), ist der "Zacken" (der steile Abfall), ab 22kHz, deutlich sanfter.

Vielleicht sollte ich zum Kalibrieren auch mal andere Kabel nehmen, wegen zu hoher Kapazitäten oder so (hab ich ja schon alles gehabt 😉)? 

Wäre an sich aber auch nicht so schlimm, weil es ja nach 22kHz passiert, was eh das Ende der Soundkarte ist. Auch mit dem Arturia wäre es nicht schlimm, wenn da vorher nicht die Phasenverschiebung noch wäre. Das gefällt mit nicht, egal, ob es die Messsoftware korrigieren kann oder nicht. Bin auf das Focusrite Scarlett 2i2 3rd Gen. gespannt. Wenn das auch nicht besser ist, dann muss ich wirklich überlegen.

Den Klirr der Soundkarten hab ich auch mal gemessen. Das SoundBlaster hat bei k2 schon -100dB, die anderen (K3, K4, K5, etc.) liegen nochmals niedriger. Das Arturia beginnt bei ca. -85db. Rauschpegel ist bei beiden ähnlich niedrig (um die -120dB).


16.12.2024

Angefangen hat alles damit, dass ich mir den rechten Eingangskanal meiner Creativ Soundblaster USB X-Fi HD scheinbar irgendwann bei einer Messung (Übersteuerung) kaputt gemacht hatte. Daraufhin hab ich mich nach einem neuen AudioInterface umgesehen. 

Als 1. wurde das relativ günstige (ca. 60 Euro) Behringer U-Phoria UMC202HD angeschafft, welches von meinem alten Notebook (Eine Fujitsu Lifebook, welches mit seiner "Hardware" nur bis Win 7 unterstützt wurde. Installiert ist aber mittlerweile Win 10 Pro, mit allen Ecken und Kanten) zumindest noch erkannt wurde, aber leider zeigte dieses, beim Start einer Messung, mit der Messsoftware Audionet Carma, das der Rauschpegel im Sekundentakt stark anstieg und wieder abfiel (was man über das Motu M4 auch sagt - https://www.klangfuzzis.de/threads/usb-interface-fuer-messungen-gesucht.82722/). Also wieder zurück. 

Dann das Arturia MiniFuse 2, welches auch mit Windows (Treibern) kein Problem haben soll.

Hab vom Händler jetzt noch einen Link bekommen, wo man die Treiber runter laden kann, weil mein altes Notebook anfangs die Hardware gar nicht erkannte. Danach wurde zumindest das Arturia Interface erkannt, aber die neueste Win10+ Version der Treiber stürzt dann schon wieder ab. Vielleicht passt die alte Hardware mit der neuen Software dann doch irgendwo nicht mehr "sauber" zusammen?

Hab dann beide Interfaces (SoundBlaster, Arturia) kalibriert und den Frequenzgang meines 6N6P-Vorverstärkers ermittelt. Das sah früher "anders" aus.


Grün ist der Soundblaster (SB), pink das Arturia. Der SB geht bis 22kHz, das Arturia nur bis 20kHz. Warum das Eine nach oben "springt" und das andere nach unten "abhaut" - keine Ahnung. Ich weiß nur, das es vor der ganzen Aktion, mit dem alten Notebook und der SB-Karte, es absolut linear bis 22kHz ging und anschließend auch keine "Zacken" zu sehen waren.

Alleine die Kalibrierungen (Eingänge auf Ausgänge geschallten) der Soundkarten könnte unterschiedlicher nicht sein.

Hier das Arturia, mit einer Phasenverschiebung ab 2kHz. Klirrfaktoren noch gar nicht gemessen. Ab 20kHz wird die Phase "vogelwild", aber da ist ja auch Schluss.



Das SB ist hier deutlich besser.


Ich weiß noch nicht was ich davon halten soll.

Mit der alten Carma-Version und/oder aus irgend einem anderen Grund (hab u.a. bei Fujitsu für das alte Notebook noch irgendetwas heruntergeladen) hat das besser ausgesehen. Ich will mir ja nicht alles "schön" messen, aber sich auf Software und Hardware verlassen sollte man sich schon können. Der Meinung bin ich aber gerade nicht mehr.

Ich hab mir jetzt nochmal das Focusrite Scarlett 2i2 3rd Generation bestellt, mit dem ich mit einem älteren Model schon gute Erfahrungen gemacht habe (vom Klirr her, war das SoundBlaster Interface aber damals besser). Das Bessere darf bleiben.



 

 

Mittwoch, 11. Dezember 2024

Nochmal einen (SPUD) Verstärker?!

Aktuelles immer zuerst!

15.08.2026

Seit damals wurde die Deckplatte nochmals nachbestellt, u.a. hat sie jetzt nur noch einen Lautsprecherausgang. Der Netztrafo, sowie dessen Position (nun aufrecht stehend) und die Siebung von Drossel auf Kondensator wurde geändert, weil es sonst, trotz ausreichender Siebwirkung gebrummt hatte.

Mittlerweile läuft der Verstärker zu vollsten Zufriedenheit und zeigt selbst einem E55L-Aufbau mit Hammond 125CSE Übertragern, wo der Hammer hängt. In Verbindung mit den Saba Greencones in den nach hinten offenen Abwasserrohren, kann man gar nicht glauben, wenn man mal die richtige Position im Hörraum gefunden hat, was die an Bass machen können. Gefühlt sind da noch <50Hz auszumachen. Leistungsmäßig, hätte ich gesagt, passt der Verstärker gerade noch so zu den Saba's. Mehr wie die 1W könnten die Lautsprecher dann vielleicht zerstören.



15.01.2025

Passscheiben sind da und wurden eingebaut, aber 0,1mm ist vielleicht doch etwas zu wenig. Nochmal 0,5mm nachbestellt. Das war's dann erstmal wieder.



Ich hab Lüsterklemmen (mit Drahtschutz) an den Verbindungsleitungen von der Deckplatte zu den Bauteilen auf der Bodenplatte genommen, damit ich ohne recht viel zu löten beides trennen kann, für Reparaturen oder so. Platz ist genug dafür vorhanden, unterhalb der Gleichrichterröhre, zwischen Netztrafo und Drossel.

Die "fliegende" Verdrahtung tut keinen Abbruch. Es stört und brummt nix, weder hör- noch messtechnisch.


13.01.2025

Hört sich "traumhaft" an. Von Bassschwäche keine Spur, aber auch sonst irgendwie "angenehmer", "runder", "feiner".  Aber warten wir erst einmal ab, nicht das hier wieder "der Wunsch der Vater des Gedankens ist" (Shakespeare).

Für die Frequenzgangmessung musste der Vorverstärker vorgeschaltet werden, weil die Ausgangsspannung der Soundkarte alleine nicht ausreichte, den Verstärker auszusteuern (benötigt ca. 3,5Veff für Vollaussteuerung). In Kombination reicht der Frequenzgang, mit dem Lautstärkeregler (100k log, zwischen Ausgang des Vorverstärkers und Verstärker-Eingang) und den zusätzlichen Kabeln dazwischen, von ca. 6,5Hz bis 40.000Hz (-3dB). Das ist ganz ok oder 😉?

Eine kürzlich gemachte Messung am EL5070-Verstärker (Hammond 125CSE Übertrager, Ra=2,5k, Ua ca. 135V, Ik ca. 50mA) zeigte 10-30.000Hz (-3dB).

Das Messinstrument hab ich jetzt doch noch angeschlossen und damit gleich mal Röhren getauscht bis sich zwei annähernd gleiche Ströme einstellten (ca. 33mA). Schalter mit Mittelstellung kam zwar gestern noch an, aber mit dem Einbau warte ich noch bis die bestellten "Passscheiben" kommen (0,1mm starke Edelstahlscheiben), die u.a. für die beiden Kippschalter sind, um die Alu-Deckplatte bei der Montage zu schützen.


12.01.2025

Bingo! Das Ganze ist, bis auf den Anschluss des Messgerätes, spielbereit aufgebaut. Keinerlei Brummen zu hören, mit den Ohren am Lautsprecher (hatte ich auch gehofft, bei ca. 90dB Siebwirkung, einer Güte der Drosselsiebung von 0,48, Resonanzfrequenz der Anordnung ist knapp über 3Hz).

Spannungen mussten noch etwas "feinjustiert" werden. Mit Ua ca. 162V, Ik ca. 34mA kommen so ziemlich genau 1W (4,1 und 8,2 Ohm Lastwiderstand) raus. Wenn ich richtig aus der Kennlinienschar abgelesen und berechnet habe, dürfte der Ri in diesem Arbeitspunkt (AP) dann vielleicht so 800-900 Ohm betragen, anstatt der im Datenblatt angegebenen 600 Ohm, im Standard-AP. Der TamRadio F-475 Übertrager mit seinen Ra=5k ist für die 800-900 Ohm Ri der Röhre schon recht hoch gewählt (6-7x höher). Bei Trioden wählt man für den RA oft nur einen 2-5x höheren Ri. Mit höherem Ra sinken zwar die Verzerrungen weiter, aber auch etwas die max. mögliche Leistung. 

Im Netzteil, ist es nicht ganz eine reine "Drosselsiebung" geworden. Soll bedeuten, das 1. Bauteil, nach der Gleichrichterröhre ist keine Drossel, sondern ein kleiner Kondensator (1,5µf) und dann erst eine 14H/75mA/429RDC Drossel von Hammond (157L). In Reihe zur Drossel liegt noch ein 150 Ohm (10W) Widerstand, um zusammen mit einem 180µf (4x45µf/700V-) Folienkondensator, eine Güte von 0,48, bei einer Siebwirkung von ca. 60db und einer fg von 3,17Hz zu bekommen. Gefolgt von einer weiteren, kanalgetrennten Siebstufe von je 330 Ohm/180µf (fg=2,68Hz, s=31dB).

Werde damit jetzt erst einmal etwas "Lauschen".


11.01.2025

Kathodenüberbrückungs-Kondensatoren gehen gerade noch so rein (wie ausgemessen 😉). Man kann halt jetzt nicht direkt die Deckplatte vorne anheben, um sie nach hinten weg zu kippen, sondern muss sie erst ein Stück herausheben (die Kondensatoren müssen erst an den Holzleisten im Innern vorbei).

Geht mittlerweile auch noch etwas enger zu, u.a. weil um den Sockel der Gleichrichterröhre herum, auch noch Masse- und Erdeanschlüsse angebracht wurden, u.a. weil das auch die kürzeste Stecke war, um die Masse-Anschlüsse der Übertragerausgänge zusammenzuführen. Auch der zentrale Erdungspunkt (leitende Verbindung- zur Alu-Deckplatte) befindet sich direkt an der Fassung der Gleichrichterröhre. Erde und Masse wurden über einem 100 Ohm/5W MOX Widerstand mit einander verbunden. 

Es musste noch einen 1-poligen Kippschalter mit Mittelstellung für das Messinstrument bestellt werden. Damit nur für Messungen des Kathodenstromes auf die jeweilige Röhre geschallten werden kann und ansonsten der Schalter in Mittelstellung steht. Von den original Trafoschildern (schwarz/weiß, s. rechts oben, unterhalb der Lautsprecherbuchsen), war damals beim Gebrauchtkauf nur eines dabei.

Die Widerstände am Eingang (Gridstopper und GridLeak) und der Widerstand (100 Ohm) von g2 auf Anode (Pentode als "pseudo" Triode geschalten) sind Kohlefilm-Widerstände, der Rest MOX-Typen.

Die Schaltungsart "Pseudo-Triode" ist eigentlich die "normale" Art eine Pentode als Triode zu beschalten, aber es gibt auch noch eine andere Schaltungsart, wo g2 und g3 auf Anode geschalten werden. Diese wird im WWW dann als "Real"-Triode bezeichnet. Infos dazu, z.B. bei "Pentodes connected as Triodes - by Tom Schlangen". Unterschied soll u.a. sein, das mit "real" etwas geringere Eingangsspannungen zur Ansteuerung der Triode benötigt werden (könnten). Das geht aber nur bei Pentoden wo g3 herausgeführt ist. Tetroden haben gar kein g3 oder sind, wie z.B. bei der EL84, bereits intern mit Kathode verbunden. 


09.01.2025

Deckplatte ist angekommen


Zum Glück passen alle Bohrungen. Im Nachhinein hätte man die eine oder andere Bohrung "besser" platzieren können 😉. Wo es ging wurden Kunststoffscheiben zur Befestigung untergelegt. Das nur nichts der Platte passiert. Die Übertrager bekamen kleine Silikon-"Gummipuffer" dazwischen. Irgendwo muss ich aber dann noch eine leitende Verbindung herstellen, zwecks Erdung, aber das kann ich später noch entscheiden.

Die Farbkombi gefällt mir ganz gut.


Das silberne Ein/Aus-Schild kommt wieder weg (stört die Optik 😉). Momentan stecken 2x E55L und EZ81. Auf Gravierungen hab ich verzichtet (wäre auch teurer gewesen). Beschriftungen werde ich mit einem Beschriftungsgerät machen oder gleich weglassen. Das Meiste ist eigentlich selbsterklärend.


Noch alles "endfest" machen und dann geht es an's Verdrahten. Die Deckplatte, mit all ihren Verbindungsleitungen, soll nach hinten umklappbar sein. Auf der Unterseite der Deckplatte müssen auch noch irgendwo die 8x 110uf Folienkondensatoren untergebracht werden.


06.01.2025

Gehäuse ist verleimt, von der Höhe her angepasst und die Bodenplatte soweit gebohrt, um die (Folien) Kondensatorpakete für das Netzteil, die Drossel und den Netztrafo aufzunehmen.

Ringkerntrafo wird aber "nur" einer mit 230-0-230V/100mA für die Anodenspannung sein (dann halt noch 6,3V/3A für die Verstärker-Röhren-Heizung und 6,3V/1,2A für eine EZ81 Gleichrichterröhre) und eine Drossel mit 14H/75mA. Damit kann ich aber sowohl die D3a, als auch die E55L, etc. einsetzen. 

Die E55L, im Standard-Arbeitspunkt (als Triode geschalten), hat normalerweise Ik= 55,5mA, bei Ua=125V, was weder o.g. Netztrafo leisten noch der Tamura F-475 Ausgangsübertrager vertragen könnte. Im Standard-Arbeitspunkt hätte die E55L einen niedrigen Ri von ca. 600 Ohm. Bei geringeren Strömen wird dieser steigen, weshalb dann ein auch höherer Ra des Übertragers wieder besser ist. Aber um dennoch etwas Leistung herauszuholen zu können, muss dann die Anodenspannung erhöht werden (lt. Datenblatt: Ua max. 200V, Ug2 max. 175V). Denke so max. 160-165V.

Bei der D3a bekomme ich ca. 0,75W raus, bei der E55L, im geänderten Arbeitspunkt, vielleicht ca. 1,2W. Die D3a arbeitet natürlich effektiver, durch ihre höhere Verstärkung, aber ein bisschen Leistungsreserve ist auch nicht zu verachten. Man kann halt nicht alles haben.

Für beide Röhren, als Endröhre in einem Verstärker eingesetzt, dürfte ich wieder, wie schon einmal in einem Forum, als "Dilettant" bezeichnet werden 😉.

Wenn man bei Wikipedia nachliest steht dort für Dilettant u.a.

....ist ein Liebhaber einer Kunst oder Wissenschaft, der sich ohne schulmäßige Ausbildung und nicht berufsmäßig damit beschäftigt.[2] Als Amateur oder Laie übt er eine Sache um ihrer selbst willen aus, also aus Interesse, Vergnügen oder Leidenschaft und unterscheidet sich somit von einem Fachmann. Dabei kann er vollendete Kenntnisse und Fertigkeiten erlangt haben; solange er die Tätigkeit (als „Liebhaberei“) nicht beruflich bzw. für seinen Lebensunterhalt ausübt oder keine anerkannte einschlägige Prüfung bestanden hat, gilt er als Dilettant.
Quelle: www.wikipedia.de

Bei mir werden Röhren "artgerecht" behandelt. Nur mit max. 70-80% ihrer Anodenverlustleistung belastet (in Triode geschallten, Wa+Wg2), und mit "gutmütigen" Lautsprechern betrieben, die >95dB haben.

Die gefräste Deckplatte ist lt. Fa. Schäffer auf dem Weg.


03.01.2025

Gerade eben mal bei "Incognito" (Tales from the Beach) mit dem D3a-Verstärker reingehört. Bass geht damit richtig gut. Vielleicht aber kontrolliert die E55L/EL5070, mit ihrem 3x niedrigerem Innenwiderstand, hier noch besser?

Seitenteile des Gehäuse hab ich gesägt und zusammengeleimt. Gar nicht so einfach auf Gehrung. Sehr gut ist anders, aber für's 1. Mal ok 😉. Ein paar Lücken müssen noch mit Leim-Schleifstaub-Gemisch gefüllt werden. Die Höhe muss auch noch angepasst werden. Dann noch Buche Quadratleisten in die Ecken einleimen, um Deck- und Bodenplatte befestigen zu können. Die Bodenplatte selbst (s. im Inneren des Rahmens) ist auch nur 12mm stark. Ich werde hier mit Durchgangsbohrungen für die Befestigung der Bauteile arbeiten, anstatt sie in eine etwas dickere einzuschrauben.



02.01.2025

Ich hab es getan! Ich hab mir nochmal eine Deckplatte von Schäffer AG bestellt. Rot eloxiert, für die (mausgrauen) Tamura F-475 Übertrager, mit Yamamoto Panelmeter (mit goldenem Zierring). Alle Ausbrüche für Röhren sind sowohl für Novalsockel (mit Adapter) als auch Oktal- oder Magnoval-Sockel geeignet. 

Werde mir jetzt schon Mal ein Gehäuse aus MDF anfertigen (mit einschraubbarer 12mm Bodenplatte), die Seitenteile auf Gehrung gesägt. Die Bodenplatte nimmt Netztrafo, Drossel und Siebkondensatoren auf. So bin ich flexibler, wenn ich mal auf andere Röhren umstellen will, die vielleicht mehr Strom (einen anderen Netztrafo oder Drossel) benötigen, wie z.B. die EL5070. 


01.01.2025

Mit Rk/Ck lag ich bei der D3a, mit Hammond 125CSE Übertragern, bei 18Hz (-3dB). Mit einem unüberbrücktem Rk dann nur noch bei 30Hz. Das verspricht keine gute Basswiedergabe. So ein unüberbrückter Ck hat ja einen (Strom) Gegenkopplungseffekt, der linearisierend wirken soll, aber dadurch geht auch Verstärkung verloren, die mit mehr Eingangsspannung ausgeglichen werden muss. Das hatte ich auch schon bei Treiberröhren verwendet, was aber bei Verstärkern mit mit nur einer Röhre (auch nur einem System im Inneren des Glaskolbens) "nicht" so gut zu funktionieren scheint.

Aber eigentlich auch beim PC86/PL82 Verstärker von Wilimzig fehlt der Ck (sowohl für Treiber- als auch Endröhre), aber als bassschwach hab ich sie nicht in Erinnerung. Hier spielt evtl. die phasenstarre Gegenkopplung eine Rolle?

Ich hör jetzt einfach noch ein bisschen rein.

Die D3a hat wie die EL5070, als Triode beschalten, eine recht lineare Kennlinienschar, was sich auch klanglich positiv bemerkbar macht. Zum Glück hatte ich mir in der Vergangenheit einigen Vorrat angelegt (22 Stück, 18xEL862/RFT und 4xD3a/Siemens). Auch von der EL5070 bzw. EL55 hab ich noch ein paar. Alle sind Langlebensröhren mit 10.000 Stunden. Das dürfte für einige Menschenleben reichen, wenn ich nur täglich 1Std. hören würde 😉.

Die D3a (Siemens), hab ich gesehen, werden mittlerweile, neu, >100€ bei Ebay angeboten. Bei BTB gibt es sie "noch" für 79€, aber ohne Angabe eines Herstellers. Die E55L, bei BTB, kostet stolze 199€ und die EL5070 ist gar ausverkauft. Ich glaub, ich hab die EL862 (D3a) vor ein paar Jahren noch für 10-15€/St. (neu) bekommen und die E55L/EL5070 (neu/gebraucht) für 30-40€.

Gerade hab ich nochmal bei 2x E55L, von Valvo (neu, unbenutzt), für ca. 90€ zugeschlagen. Man weiß ja nie, wenn die Preise sich so weiter entwickeln. Dürften zumindest nicht an Wert verlieren 😉.



31.12.2024

Ich springe schon wieder hin und her, zwischen verschiedenen Röhren. Die D3a (EL862) ist auch mal wieder an der Reihe. Mit etwas Arbeitspunkt-Spielereien, bekomme ich momentan, bei Ue (eff) ca. 1,35V, Ua ca. 2,2V raus, was bei 8,2 Ohm Lastwiderstand leider nur 0,6W sind. Bin aber mit Wa+Wg2 schon bei ca. 3,4W (80%) der max. Leistung. Rk ist momentan 62 Ohm. Hierbei flacht die obere Halbwelle am Übertragerausgang schon früher ab (das Signal ist aber an dieser Stelle um 180 gedreht, bedeutet das am Eingang der Röhre, die negative Seite (also gegen 0 gehend ausgereizt ist). Die Röhre wird also noch unsymmetrisch ausgesteuert. Da geht vielleicht noch etwas mehr? Auch Akkus-Bias (5000mAh NiMh Akku in der Kathode) wird gerade nochmal probiert, womit sich bei ca. 1,25V und ca. 172V Anodenspannung, dann schon 0,75W ergeben. Aber so 0,xW machen eh keinen Unterschied. Da müssten es schon Leistungs-Verdopplungen oder noch mehr Watt sein, damit sich das lautstärketechnisch "hörbar" auswirkt.

Der Frequenzgang ist ca. 18-50.000Hz (-3dB). Geht also nicht so ganz weit runter (9-11Hz) wie die 6C45 oder EL5070. Mit dem Übertrager F-475 könnte es vielleicht etwas tiefer gehen, weil der vielleicht etwas mehr Hauptinduktivität hat? Könnte aber auch am geringen Strom im Arbeitspunkt liegen und/oder am Innenwiderstand der Röhre, der mit ca. 1,9KOhm höher als die 6C45 (ca. 1kOhm) oder EL5070 (ca. 600 Ohm) liegt. Aber kann ich diese Frequenzen überhaupt noch hören, können das die Lautsprecher oder der Raum das überhaupt wiedergeben?

Gerade mal etwas mit der D3a gehört. Da ist plötzlich was in der Stimme von Stevie Nicks (obwohl die Aufnahme nicht die Beste ist) und auch Bass ist vorhanden, bei Jeff Back (Live at Ronnie Scott's). Die EL5070 kann da natürlich mithalten, mit ihren ca. 1Watt 😉. Das sind aber alles wieder nur "Momentaufnahmen", da ist vielleicht wieder nur "der Wunsch der Vater des Gedankens". Wichtig ist letztendlich, wie er sich mit unterschiedlichem Musikmaterial, an unterschiedlichen Lautsprechern, im Langzeit-Hören schlägt. Das wäre nicht das 1. Mal, wo eine anfängliche Begeisterung schnell wieder weg ist.

Hab auch wieder überlegt PSE (Parallel Single Ended) zu probieren. Gibt bei der D3a dann vielleicht so ca. 1,5W, aber man darf auch nicht vergessen, das 2 parallele Röhren, von ihren technischen Daten her, dann nicht mehr denen von einer einzelnen entsprechen, also man es im Prinzip mit "einer" ganz anderen Röhre (und vielleicht auch Klang) zu tun hat.


30.12.2024

Gestern mal versucht über einen Spannungsteiler am Gitter den Arbeitspunkt einzustellen. Na ja!

Hintergrund war, das einige hochverstärkende Röhren, wie die EL5070, 6C45 oder D3a, lt. Datenblatt mit einer positiven Gitterspannung, vorgespannt werden sollen, dann aber der Kathoden-R so groß gewählt wird, dass das Gitter wieder negativ gegenüber Masse wird. So ein größerer Rk soll angeblich "stabilisieren" und Streuungen entgegenwirken.

Da der Spannungsteiler bei meinen Versuchen von der Betriebsspannung abgenommen wurde, ändern sich diese mit jeder Änderung des Rk bzw. des Stromflusses in die Schaltung und ich befürchte auch mit der Röhrenalterung bzw. bei Röhrenwechsel.

Besser wäre es eine separate stabilisierte Spannung bereit zu stellen, aber dann hab ich wieder "Sand" in meiner Schaltung. Ich hatte aber bisher auch noch keine Probleme (Ausfälle, Schwingneigung, etc.) mit o.g. Röhren, weswegen ich sie jetzt erstmal weiter mit negativer Gittervorspannung, aus einer Kathoden-RC-Kombination betreibe.


27.12.2024

Gestrige Versuche, mit dem Tamura F-475 Übertrager, im Zusammenspiel mit der Röhre 6C45 waren interessant. Ein Kanal des 6C45-Verstärkers wurde einfach auf den F-475 umgebaut, der andere hatte weiterhin den Hammond 125CSE. Einzige Unterschiede waren, rein messtechnisch, das der Hammond etwas mehr Ausgangsspannung (=Ausgangsleistung) brachte, aber in den Tiefen nicht so weit runterging wie der Tamura (Tamura ca. 9Hz/-3dB, Hammond ca. 10-11Hz/-3dB). Der Tamura zeigte also in Summe einen etwas breiteren und lineareren Frequenzgang, als der Hammond. Aber weder die unteren (9-10Hz), noch die oberen Frequenzen (45-50kHz) dürfte ich hören, noch die Lautsprecher wiedergeben können 😉. Für den Tamura muss man heutzutage, gebraucht (wird nicht mehr hergestellt), min. 3-5x mehr ausgeben (hatte ich schon 300€ für das Paar gezahlt), als für den Hammond . Ob es das wert ist?


26.12.2024

Ich hab nochmal einen 6C45-Verstärker aufgebaut, um einige Versuche anzustellen, u.a. um die beste Arbeitsweise (Gitterspannungserzeugung, Primärimpedanz des Übertragers, etc.), den optimalen Arbeitspunkt (min. Eingangsspannungsbedarf bei max. Leistung und geringstmöglicher Anodenverlustleistung - Ruhestrom) und die dazugehörigen Frequenzgänge zu ermitteln.

Mit einem NiMh-Akku in der Kathode hatte ich ja schon beim letzten Aufbau probiert, was zu einem deutlich früheren Abfall im Bassbereich führte. Des Weiteren hab ich jetzt noch eine "Gitterbatterie" (probehalber eine 1,5V Alkaline) probiert, also in Reihe zum Gitter. Das Eingangssignal geht auf den +Pol der Batterie. Hier ist auch der Gitterableitwiderstand (100kOhm) gegen Masse angeschlossen. Der -Pol der Batterie geht auf's Gitter bzw. auf die Grid Stopper Widerstände. In den Höhen geht es mit Batterie etwas weiter hoch, macht sich aber erst ab 45kHz bemerkbar, da wo man eh "direkt" nichts mehr hört 😉, dafür fällt es aber wieder im Bassbereich früher ab, was wichtiger wäre. Da ist die gute, alte Rk-/Ck-Kombi immer noch die beste Lösung und der Arbeitspunkt stellt sich auch noch selber nach, je nach Röhrenalterung. 


16.02.2024

Ich entwerfe nebenbei schon mal eine Deckplatte für den neuen Aufbau, mit dem Programm "Frontplatten Designer" von Fa. Schäffer. Rot eloxiertes Aluminium, 3mm stark, 25x25cm groß, mit den ganzen Ausbrüchen, stolze 90€. Das muss ich mir 2x überlegen. Ich würde gern "universell" bleiben, um sowohl Novalsockel (mit Adapter), als auch Magnoval (z.B. EL5070) oder auch Oktal z.B. 1626) einsetzen zu können. 

 
F-475 Übertrager Röhren, Messgerät und Anschlüsse sind mit in der Deckplatte. Netztrafo, Drossel, Kathodenüberbrückungskondensatoren und Netzteilkondensatoren befinden sich seitlich im Holzrahmen, der dadurch evtl. etwas höher bauen muss. Man wird sehen, vielleicht kommt es ja gar nicht so weit.


13.12.2024

Auch witzig der Aufbau (kleine Kinder oder irgendwelches Krabbelgetier sollte man da nicht haben 😉)!

Quelle: https://www.bartola.co.uk/valves/tag/26/page/2/
 

 

11.12.2024

Da sind die einen Geräte noch nicht ganz fertig, fallen mir schon wieder die nächsten Dummheiten ein 😉.

Ich hab ja da den Darling-Verstärker in den Kosmetikboxen, mit der 1626 Röhre, mit den TamRadio (Tamura) F-475 Übertragern.


Die 5k Primärimpedanz ist für die 1626 zwar noch ok (Ri=2,3k), aber oft wird eher 10k genommen. Von der erzielbaren Leistung her (0,9 oder 0,7W) gibt sich das nicht viel. Die 5k wären aber für eine 6C45 (Ri=1k) gut, aber auch für viele anderen Röhren, wie D3a, 6E5P, 6E6P-DR, E810F, E280F, 6J52P, etc.. Über die 6C45 wird hier, im Vergleich mit der D3a (https://www.jacmusic.com/techcorner/ARTICLES/English/Portraits/D3a/index-D3a.html) nicht sonderlich gut gesprochen, was Audioanwendungen betrifft. Die 6C45 tendiert, wie ich auch finde, bei höheren Lautstärken gerne zu "übertriebenen" Höhen, was vielleicht auch auf höhere, ungeradzahlige Verzerrungen hinweisen könnte (vielleicht liegt es ja am Titan, als Anodenmaterial?).

Es scheint aber so zu sein, das Kathodenwiderstand und Kathoden-Überbrückungskondensator "angenehmer" klingen, als z.B. Akku-Bias. Habe aber auch festgestellt, das Akku-Bias den Frequenzgang an den Enden einschränkt, zumindest mit den Hammond Übertragern 125CSE, ebenfalls mit Ra=5k. Eine Gitterbatterie (in Serie zum Gitter) zur Arbeitspunkteinstellung wäre eine Option, um Kathodenwiderstand und -kondensator los zu werden. Eine Lithiumbatterie wäre gut (langzeitstabil), aber nicht immer in der richtigen Spannungshöhe verfügbar. Und was passiert eigentlich, wenn die Batterie mal leer wird?

Die F-475 Übertrager haben auch noch eine niederohmige, primäre Gegenkopplungswicklung, die man mit in den Kathodenkreis der 6C45 einschleifen könnte (unüberbrückt), um vielleicht Verzerrungen weiter zu reduzieren und den Frequenzgang noch zu erweitern? Wie hier zum Beispiel.

Quelle: http://www.single-ended.com/Lagarto/circuit3.htm

Hab auch noch ein gebrauchtes Yamamoto Panelmeter ergattern können (max. 50mA), 


Quelle: https://www.jacmusic.com/html/yamamoto/meters/Index.html

welches umschaltbar für beide Kanäle verwendet werden kann, aber nicht in Serie im Kathodenkreis liegt, sondern mit einem zu errechnenden Widerstand parallel dazu geschallten wird (Spannungsmessung, der auf einer Stromskala angezeigt wird).

Quelle: https://www.jacmusic.com/html/yamamoto/meters/Index.html

Vielleicht baue ich mir ja nochmal etwas im Stil von Yamamoto auf?



Quelle: https://www.6moons.com/audioreviews/yamamoto2/45.html