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20.10.2026
Nur zufällig bin ich über den Begriff´"Jazz Kissa" gestoßen. Fragt man das Internet, scheint "Kissa" eine Abkürzung für "Kissaten" zu sein und bedeutet in Etwa "Cafe", also ist ein "Jazz Kissa" ein "Jazz-Cafe". In Japan dann vielleicht eher ein "Jazz-Teehaus". Ähnlich einer Musik-Kneipe, mehr eine "Listening Bar", wo die Musik im Focus steht und nicht als Hintergrundberieselung läuft. Es wird bewusst gehört, über hochwertige Musikanlagen.
Mir geht es seit Jahren so, dass ich so gut wie nie noch mein Autoradio bei der Fahrt einschalte oder nur beiläufig Musik höre, während ich etwas anderes tue. Eigentlich höre ich nur noch "bewusst", wenn ich Zeit und Muse dazu habe. Weshalb ich schnell neugierig wurde, was es damit wirklich aufsich hat, was in der Bestellung folgenden Buches geendet hat.

Hier hat der japanische Fotograf "Katsumasa Kusunoses" 15 Jahre lang u.a. Aufnahmen von Jazz Kissas in Japan in diesem Buch zusammengefasst, aber auch informiert. Alleine die Aufmachung des Buches ist etwas Besonders. Auf über 300 Seiten, japanischen Papiers, 2,2kg schwer, ein stabiler Einband, die Rückseite geprägt. So etwas hab ich noch nie in der Hand gehabt.
Diese "Listening Bars" (Jazz Kissa Kultur) gibt es aber auch schon in Deutschland, wie das "Rinoceros", die "Bar Nero" oder das "Unkompress" in Berlin. Auch eine Internetseite "www.jazzkissa.de" hab ich gefunden.
Wenn man sich die Anlagen mancher Kissas anschaut, treibt es mir das Wasser in die Augen. "Western Electric", "Altec Lansing", JBL, Garrard, etc..
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