Mittwoch, 25. September 2019

EL504 und Co.

Durch Zufall bin ich auf die EL504 aufmerksam geworden, u.a. durch die Schaltungen von Hr. Kainka und dem Bericht von "Frihu" im Zusammenhang mit einem "Urei" Lautsprecher.


Passende Schaltpläne für Eintakt-Class A (Single Ended) gab es jetzt nicht gerade wie Sand am mehr, aber mit etwas Suche, u.a. auch nach den Co.-Typen wie EL500, EL5000, EL503, EL509, EL519, 6GB5, 6GB5A, 6P36S, 6KG6A, etc. kann man sich letztendlich etwas "zusammenreimen".

Mit dem Rechnen hab ich es ja noch immer nicht so 😉!

Obwohl diese Röhren "eigentlich" in den Ausgangsstufen von horizontalen Ablenkverstärkern von Fernsehempfängern verbaut waren, wurde sie auch schon in Studioequipment sowie im kommerziellen HiFi eingesetzt, u.a. im

Klein&Hummel V30

Quelle: http://www.ak-tubes.de/Studiogeraete/V30/klein_und_hummel_v_30.htm

oder im Braun CSV 60


 Quelle: http://www.hifi-forum.de/bild/braun-csv60-1_301425.html

im E.A.R 859 von Tim de Paravicini

 Quelle: http://www.allegrosound.com/EAR_859_AllegroSound.html 

 Quelle: http://www.allegrosound.com/EAR_859_AllegroSound.html


oder dem Parallax 519 von Oswalds Mill Audio (OMA)

Quelle: https://oswaldsmillaudio.com/parallax


 Dieses Schaltbild soll nur ein Beispiel für den "Grid Mode" sein, wie es OMA verwendet
Quelle: https://www.lencoheaven.net/forum/index.php?topic=29152.0



oder in Selbstbauten wie der "Synola"



Hier das Schaltbild. Die Röhre wird hier im s.g. "Enhanced Triode Mode" betrieben

 Quelle: http://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbriefe/Synola-509/SYNOLA_SE509.htm


Scheint also durchaus auch HiFi-tauglich zu sein ?

Man bedenke, selbst eine 1626, 2A3 oder 300B waren ursprünglich in Netzteilen als Längsregler eingesetzt und werden heute für Audiozwecke eingesetzt.

Was man so liest, soll auch einiges dazugehören, solche Röhren zu "zerstören", was für deren Robustheit spricht. Wenn man jetzt auch noch einen "vernüftigen" Arbeitspunkt wählt, kann das durchaus noch die Lebenszeit verlängern, insbesondere weil man in den Datenblättern nichts darüber findet. Hab aber auch schon irgendwo gelesen, das selbst Röhren die ihre "Lebenszeit" für ihre eigentliche Verwendung, als horizontaler Ablenkverstärker, schon erreicht hatten, audiomäßig immer noch gut klingen.

Niedriger Innenwiderstand (ca. 10 kOhm als Pentode/Tetrode) und hohe Stromlieferfähigkeit (420ma bei Ua=50V) könnten auch von Vorteil sein, wenn es gilt "schwierige" Lautsprecher zu treiben (wie der "Urei" https://www.frihu.com/roehrenverstaerker/selbstbau/ei-ei-ei-urei/2/).

Hier noch ein paar mehr Infos https://www.frihu.com/roehrenverstaerker/selbstbau/push-pull-el504/2/.

Für HiFi wird sie oft mit "etwas" höheren Strömen (100mA ?) und dafür geringerem Anodenspannungen betrieben, aber da ich über keinen "strompotenten" Ausgangsübertrager verfüge und ehrlich gesagt auch keinen neuen wickeln lassen bzw. kaufen will, müssen jetzt erstmal die Edcor GXSE10-8-5k herhalten, die lt. Hersteller max. 80mA vertragen, dann aber muss die Anodenspannung erhöht werden, was aber auch wieder den Innenwiderstand der Röhre erhöht.

Ich denke ich werde einen Arbeitspunkt suchen, der zwischen 30 und 50mA Kathodenstrom (Ia+Ig) "zieht", bei einer Ua von ca. 220V, was ca. 6,6-11W Anodenverlustleistung entspricht. Gittervorspannung wird so um die -30V bis -40V betragen, was sich mit einer Treiberstufe, wie mit einer EC86 oder einer 5965, wie sie auch schon im Darling eingesetzt wurde, realisieren lassen dürfte. Die Betriebsspannung wäre auch so um die 260-270V, ähnlich dem Darling. Vielleicht kommen dann so zwischen 2-4Watt Sinus im Eintakt-A in Triode raus ?

Mit so einem relativ nierigem Arbeitspunkt muss ich auch nicht auf "meine" Gleichrichterröhren verzichten.

Die EL504 ist eine Pentode, deren Gitter G3 aber intern bereits auf die Kathode gelegt ist, wie auch die "Ur"-EL84. Die EL509, EL519 haben das Gitter G3 dann wieder herausgeführt. G3 würde nur zum Tragen kommen, wenn man die Röhre als "reelle" Triode (Gitter G2 und G3 auf Anode) betreiben möchte. Sie soll schon als Petode sehr niedrige Verzerrungen haben, ähnlich einer 300B. Wie ist das dann erst im Triodenbetrieb ?

Hab aber auch schon gelesen, das sich Schirmgittergegenkopplung (z.B. UL-Betrieb) positiv auswirken soll, aber bei Begrenzung steigen halt dann wieder die Verzerrungen, aber vielleicht bin ich dann schon bei 5 oder noch mehr Watt ?

Manche beschalten die Röhren auch so, das nicht die eigentliche Anode (Anodenkappe) verwendet wird, sondern das Gitter G2, weil sie den Klang von "Mesh" (=Gitter) bevorzugen. Lt. Datenblatt hält das Gitter G2 der EL504 aber nur max. 5W aus (je nach AP auch bis zu max. 6W). Die Anodenverlustleistung beträgt "normalerweise" 17W (max. 24W). Dafür soll sie in diesem s.g. "Screen Mode" (wie es beim Parallax 519 genannt wird) linearere Kurven haben und auch besser klingen, angeblich weil das Gitter aus einem "Mesh" besteht, so wie 300B's mit Mesh Anode. Die Anode und G3 hab ich in diesem "Mode" dann schon unbeschalten gesehen oder auch G3 auf Katoden- und die Anodenkappe auf Massepotential.

Da gibt es auch noch einen "Enhanced Mode" (Schirmgittermodulation), bei dem mit dem Gitter G2 gesteuert wird und nicht mit G1 (s. Schaltplan von "Synola").

Spielmöglichkeiten gibt es also genug.

Auf Schwingneigung ist zu achten. Ein "Grid Stopper" von vielleicht 1kOhm direkt an G1 und auch so auf möglicht kurze Leitungswege, Schirmung, etc. achten. Im Datenblatt steht auch etwas von einem Widerstand für G2, der bis 175V 1kOhm betragen soll und bei max. 250V 2,2kOhm.
Im Triodenbetrieb hab ich aber bisher max. 100 Ohm gesehen.

Sollte man vielleicht erhöhen ? Evtl. steigt dann aber die Steuerspannung (G1) ? Muss man mal schauen.



12.09.2019

Wieder ein Stückchen weiter



Es wird jetzt erstmal einen Quick&Dirty-Lösung werden und nur mit Teilen die ich so da habe. Als Teiberröhre werkelt wie gesagt die 5965, im gleichen AP wie auch schon im Darling. Rk/Ck für die EL504 hab ich jetzt mal 680R und 47uf gemacht, was eine Grenzfrequenz von ca. 4,9Hz (-3dB) gibt.

Man beachte aber, das es an dieser Stelle (Rk/Ck) um Leistung geht (U*I) und nicht um eine "leistungslose" (U) Ansteuerung des Gitters einer Röhre !

-3dB sind bei leistungsloser Ansteuerung 0,707, bei Leistung 0,707*0,707=0,5, also nur noch die halbe Leistung !

Deshalb:

hierzu nochmal ein Auszug aus meinem Post "Nochmal ein Versuch, mit der E55L/EL5070":

Kathodenüberbrückungskondensator nicht "=" Koppelkondensator !


Bisher hatte ich bei der Berechnung der Grenzfrequenz für einen Koppelkondensator (Hochpass), als auch beim Kathodenüberbrückungskondensator (Bypass-Kondensator) immer mit der gleichen Formel gerechnet.

              fg (Hz, -3dB) = 1/ (2*Pi*R (Ohm)*C (Farad)) 

umgestellt nach C

              C (Farad) = 1/ (2*Pi*R (Ohm)*fg (Hz, -3dB))

Prinzipiell nicht "falsch" nur sollte man wissen:

das es sich beim Berechnen eines Koppelkondensators (zwischen zwei Verstärkerstufen oder am Eingang einer Röhre), um eine "leistungslose" Ansteuerung (Spannungspotentiale) handelt, wo -3dB/Oktave nur noch 0,707 der Eingangsspannung entsprechen.



Wenn sich jedoch um den Katodenüberbrückungskondensator (Ck) handelt, wo es um "Leistung" (P)(Spannung und Strom) geht, dann wird 0,707*0,707=0,5 gerechnet, was -3dB/Oktave (Leistung)  entpricht (aber auch -6dB/Oktave bei Spannungspegeln ?), also nur noch die Hälfte der möglichen Leistung.


Also muss hier der Kondensator schon "größer" ausfallen, wenn man nicht frühzeitig die Hälfte der Leistung verlieren will !

Auch muss man wissen, das der "R" in der "leistungsbehafteten" Formel eigentlich eine Kombination aus Rk, Ra, Ri und der Verstärkung (mu) der Röhre ist.

                C=1/(2*Pi*R*fg) mit  R= Rk II ((Ri+Ra)/(mu+1))

Rk= Katodenwiderstand
Ri= Innenwiderstand Röhre
Ra= Wechselstromwiderstand Übertrager bzw. Anodenwiderstand
mu= Verstärkungsfaktor Röhre

Wenn man mal den Ck für die EL5070, bei 20Hz ausrechnen würde, dann sind wir bei 208uf, wo uns aber nur noch die Hälfte der Leistung zur Verfügung stehen.

Also rechnen wir mal mit 10Hz, wo wir dann schon bei 416uf sind.

Rechnen wir, nur um mal sicher zu gehen, mit 5Hz, damit wir auch wirklich noch die "volle" Leistung bei 20Hz haben (andererseits, welcher Lautsprecher, welcher Übertrager bzw. welcher Raum lässt schon 20Hz zu 😉 ?), womit wir schon bei 832uf sind.

So abwägig sind also die "großen" Kapazitäten gar nicht, insbesonderes wenn auch noch geringe Katodenwiderstände, mit "hochverstärkenden" Röhren gepaart werden, die "niedrige" Innenwiderstände besitzen und deshalb auch Übertrager mit geringen Ra benötigen.

Wenn ich das Selbe bei der 1626 Röhre mache, dann komm ich bei 10Hz auf moderate 21uf !

Ganz schöne Unterschiede !


Aber da die EL504 nicht gerade hochverstärkernd zu sein scheint, da sie in dem von mir gewähltem Arbeitspunkt eine relativ hohe Steuerspannung benötigt und auch die Steilheit nur so um die 9mA/V hat (aus der Kennlinie graphisch ermittelt), auch der Ri dadurch ansteigt und deshalb auch der Ra höher ausfällt, sollte auch hier ein "moderater" Kathodenkondensator von vielleicht 68uf, bei einem Rk von 1kOhm reichen. Evtl. geh ich mit dem Rk/Ck auch noch etwas höher.

Kennlinie einer in Triode geschalteten PL504


15.09.2019

Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten (kleinere Verdrahtungsprobleme und Arbeitspunktfindung),
kommen nun ca. "nette" 3 Watt Sinus im Pseudo-Triodenbetrieb raus. Die EL504 ist mit 9 von 17 (bzw. 24) möglichen Watt "vorbelastet" (ca. 238V Ua und ca. 38mA) und kann mit ca. 1,6V (RMS) voll ausgesteuert werden. Das "Clippen" erfolgt sogar relativ symmetrisch (weiß noch nicht welche Röhre hier als 1. in die Begrenzung fährt, die 5965 oder die EL504 ?).


16.09.2019

Mir ist spontan eingefallen, ob die EL504 an sich und speziell in dieser Schaltung vielleicht "uneffektiver" ist, als z.B. eine 2A3 ?
Die meisten 2A3-Schaltungen versprechen ca. 3,5W (Klirrfaktor ?), die EL504, bei mir, ca. 3W (in Triode geschalten, Klirrfaktor ?).

Schnell mal nachgerechnet:

                                                El504                                               2A3
Heizleistung:                           6,3V*1,38A=   8,70W                     2,5V*2,5A=      6,25W
Anodenleistung im AP:          238V*38mA=  9,00W                     250V*60mA= 15,00W
                                                ----------------------------                    -----------------------------
                                                                        17,70W                                            21,25W         


Auch die 807 und die 6V6 hab ich mir nochmal angesehen, aber die 807 hat als "Pentode" (Tetrode) zwischen 24 und 39kOhm Anodenimpedanz und die 6V6 gar 60 bis 80kOhm. Demgegenüber soll z.B. die El509 nur 10kOhm haben, was sich dann normalerweise auch im Triodenmodus in einer niedrigeren Impedanz niederschlagen dürfte. Die EL504 dürfte einen ähnlichen Innenwiderstand haben ?

Eine E55L z.B. hat als Pentode einen Ri von 20kOhm, in Triode geschalten 600Ohm, d.b. vielleicht im Umkehrschluss, das die EL504 einen noch niedrigeren Innenwiderstand als Triode hat ?

Einen entsprechenden Arbeitspunkt (hohe Ströme) vorausgesetzt.

Die EL36 hat sogar nur 5kOhm Innenwiderstand, aber nur 12W Pa, die E130L ebenfalls 10kOhm aber eine Pa von 27,5W, aber dann schon wieder 1,7A Heizstrom.

Hab jetzt nochmal mit dem AP etwas gespielt. Momentan kommen bei Ua=220V, Ik=36mA und Ue=1,48V(RMS), ca. 2,9W raus, also nicht recht viel weniger. Mir war aber wichtig die Ua/Ug2 etwas zu drücken. Anodenverlustleistung ist ca. 8W, also nicht einmal die Hälfte.


17.09.2019

Ich hab jetzt doch noch einen 2,2kOhm Rg2 eingebaut und dann etwas reingehört.

Hört sich immer noch schön an ! Nie nervig, schön dynamisch, angenehm "warm". AP pendelt sich nach einiger Zeit auf Ua=216V und Ik=38,5mA ein. Damit kommen dann bei Ue=1,45V (RMS) nur noch 2,6W raus. Reicht aber immer noch. Wäre echt interessant, wie sich die EL504 als Tetrode anhört.


24.09.2019

Bei Fa. Schäffer werde ich mir jetzt erstmal nur die Deckplatte für den EL504 Verstärker machen lassen und die schon vorhandene Deckplatte vom 6EM7 Verstärker gleich mit abändern, so das ich auch hier wieder Potis eingebaut werden können. Lässt sich so einfach wieder besser verkaufen. Brauche dann nur wieder eine kleine Eingangs-Umschaltbox.


25.09.2019

Hab gestern Abend mal wieder Zeit gefunden entspannt und konzentriert Musik zu hören. Die EL504 wird mir immer sympatischer. Das sind so viele Details, sowohl in den "Höhen" und "Tiefen" aber ohne jemals zu stark hervor zu treten, einfach wie selbstverständlich. Bin auf der Suche nach Reserve-Röhren auch wieder auf die EL500 bzw. 6GB5, 6P36S und dann auch noch die EL5000, die schon mal anstatt der 16 möglichen Watt der EL500, stattliche 20W hat und auch höhere Spannungen an Ua und Ug2 verträgt. Aber so günstig, wie ich die beiden EL504 Telefunken bekommen hab 9€+Versand), werde ich die nächsten nicht mehr bekommen, aber die waren auch gebraucht. Min. ca. 9€ werde ich für eine Neue hinlegen dürfen, aktuelle von RSD, für eine EL5000 sogar ca. 29€.


11.10.2019

Bleche von Schäffer sind gestern angekommen, perfekt wie immer, aber leider hatte ich wieder nicht alles überprüft und die großen Bohrungen für die größeren Oktalsockel ausgelegt. Nach kurzer "Panik" hab ich mich dann auf die Suche nach "größeren" Magnovalsockeln gemacht und auch gefunden.


12.10.2019

Sockel sind angekommen und passen. Hab aber dann auch die Novalsockel in Keramik genommen und alles von unten montiert.



später am Tag



18.10.2019

Es geht nur langsam voran. Irgendwie reicht die Zeit nicht mehr für alles ....... (erste Anzeichen fürs älter werden 😊)



19.10.2019

Mechanisch zumindest fertig ......


.... nicht nur mechanisch, alles hat auf Anhieb funktioniert. Erschreckend 😉 !

Im Schnelltest kommen wieder so ca. 3 Watt (RMS) raus, bei ca. 1,3V (RMS) am Eingang, das Ausgangssignal geht dabei wieder fast symmetrisch in die Begrenzung. An der Anode der EL509 liegen dabei ca. 240V an und ca. 30mA fallen über dem etwas höher gewählten Kathodenwiderstand (1,2 kOhm) ab. Das mach ca. 7,2W Pa. Eigentlich alles im grünen Bereich, nur die etwas zu hohe (max. 250V) Anoden- und damit auch G2-Vorspannung machen mir noch Sorgen. Zwar hat sich schon oft der Arbeitspunkt, nach längerem Betrieb, noch etwas anders eingestellt, aber das messe ich dann sicherheitshalber nochmal nach.


20.10.2019

Hab nochmal ein bisschen gemessen, u.a. haben mich interessiert bei welchen Steuerspannung die EL504 in die Begrenzung fährt und ob dann die EL504 mit ihrem AP das limitierende Bauteil ist oder vielleicht schon die E86C Treiberröhre.

Als im AP der E86C stehen ca. 124V über der Anode an, bei ca. 231V vor dem Anodenwiderstand und ca. 1,3V über dem Kathodenwiderstand. Bei Vollaussteuerung der EL504 stehen ca. 27V RMS und ca. 80V Spitze-Spitze an. Dazu muss ich mir jetzt aber erst mal die Kennlinie der E86C ansehen, um weitere Aussagen machen zu können, ob das so passt oder nicht.


Nachdem ich gemessen hatte, wann am Ausgang das Signal sich verformt, hab ich kurzerhand einfach die Uss am Gitter G1 der EL504 gemessen. Dort stehen wie schon gesagt ca. 80Vss an.
Dann hab ich die Eingangsspannung an der E86C weiter erhöht, bis das Ausgangssignal began sich zu verformen, was die Grenze des APs für die E86C darstellt. Mit ca. 84Vss jetzt nicht gerade viel Reserve ! Selbst eine ca. 20V höhere Versorgungsspannung für die Treiberröhre hat daran nichts verändert.

Ich könnte jetzt einfach den Kathodenwiderstand mit einem Kondensator überbrücken, einen anderen AP für die Treiberröhre wählen, wo die Verstärkung etwas höher ist, einen anderen AP für die EL504 wählen, z.B. wieder zurück auf 1 kOhm oder eine noch höher verstärkende Treiberröhre, wie die D3a verwenden ?

Ein Kathodenüberbrückungskondensator soll u.a. aber zu kosten der Linearität gehen, evtl. auch zu Lasten der Phase über den Frequenzbereich ?

Den AP der E86C auf -Ug=1,5V einstellen, ist schon mal nicht schlecht, um u.a. den Aussteuerbereich zu vergrößern (insbesondere in Richtung -Ug=0V).

Mit den ca. 38V, mit der die EL504 momentan "vorgespannt" ist, hauen die 80Vss ganz gut hin.
Ein Treiber für die 2A3 z.B., der mit ca. 45V vorgespannt ist, z.B. die D3a, wäre sicher nicht die schlechteste Wahl, aber ich hab bereits im RIAA lauter D3a im Einsatz, nicht das der "Klangcharakter" der D3a durchschlägt ?


23.10.2019

Hab gestern noch ein bisschen mit den Arbeitspunkten gespielt. Der 1,2 kOhm Kathodenwiderstand ist jetzt wieder drinnen, aber ich hab insgesamt die Betriebsspannung etwas runtergesetzt. Die E86C hat jetzt eigentlich immer noch ca. 4-6Vss Reserve, d.b. die EL504 geht etwas früher in die Begrenzung, als die E86C. Momentan kommen vielleicht 2,2-2,5W raus. Ich werde mir das mal in Ruhe anhören, aber auch die anderen Endstufen-Schaltungen (mit der 6EM7 oder EL84) haben nicht viel mehr Leistung. Vielleicht sollte ich die EC806S einsetzen ?

Im Ultralinear Betrieb (UL) hatte ich die EL504 auch kurz laufen, aber da hab ich relativ früh Überschwinger im Sinus gesehen. Warum weiß ich nicht, aber erstmal wieder zurück auf Pseudotriode.


29.10.2019

Im Zusammenhang mit einem klanglichen Vergleich unterschiedlicher Plattenspieler-Zargen und Systeme, ist mir aufgefallen, das es mit dem neu aufgebauten EL504-Verstärker jetzt nicht mehr so "frisch" klingt wie vorher (gefühlt). Das es am System liegt ist noch nicht ganz vom Tisch, aber es könnte auch am geänderten Arbeitspunkt des Verstärkers liegen und/oder an der E86C als Treiberröhre anstatt der 5965. Schon verrückt !


24.11.2019

Hab jetzt doch nochmal einen Kathodenüberbrückungskondensator in die Treiberstufe eingebaut, damit reichen jetzt ca. 820mVeff für die Vollausteuerung. Grenzfrequenz, zusammen mit dem 270 Ohm Widerstand, ist ca. 5,3Hz. Zumindest ist jetzt die E86C von der Verstärkung her nicht mehr das limitierende Bauteil. Klanglich muss ich es noch bewerten.


19.12.2019

Hab heute nochmal so richtig reingehört - fantastisch. Dachte schon daran den 6C45 Amp zu "reanimieren", aber der gewinnt keinen Boden gegen den EL504. Druckvoll, detailliert, räumlich, was will man mehr. Selbst die E55L tut sich da schwer. Der bleibt !

04.01.2020

Hab mir jetzt nochmal einen etwas "größeren" Ausgangsübertrager bestellt, nachdem ich mich etwas in das Thema eingelesen hatte. Der Edcor GXSE15-8-5k, passt gerade noch in mein Munitionskisten- gehäuse und soll min. 100mA Ruhestrom aushalten. Lt. Messungen von Leuten aus dem Internet (http://www.diytube.com/phpBB2/viewtopic.php?f=3&t=3482&start=30) soll er mit ca. 12,5H (RDC 161 Ohm) Primärinduktivität mehr als das Doppelte vom GXSE10 haben (lt. Hersteller 5H und RDC 187 Ohm).


19.01.2020

Die Fa. Schaeffer war mal wieder schneller als die Feuerwehr und so konnte ich schon mal die ersten Teile montieren



Netzteil konnte bereits fertiggestellt, eingebaut und mit dem Verstärker zusammen die Spannungen überprüft werden - Punktlandung. Bis auf einige wenige Volt identisch mit der vorherigen Drosselsiebung. Klanglich das Ganze zu bewerten wird schwierig, da momentan nicht zwischen den Netzteilen einfach umgesteckt werden kann, aber ich finde es (gefühlt) etwas "luftiger", "freier", das Bass etwas "präziser". Einbildung ?

Der Längswiderstand, vorher mit Drossel, bis zum Übertrager betrug ca. 155 Ohm (RDC Drossel), 235 Ohm Serienwiderstand um die Güte zu verbessern und dann nochmal, je Kanal, 680 Ohm, macht 970 Ohm (je Kanal).

Momentan ist es mit dem neuen Netzteil zusammen noch etwas mehr (220+270+330+680=1500 Ohm). Später wird aber die kanalgetrennte Siebung für die Endstufen zusammengelegt und nur noch die Treiberstufen separat gesiebt. Bis zu den Übertragern wäre es dann nur noch (220+270+330=) 820 Ohm. Der Innenwiderstand des Verstärkers ist ca. 3 kOhm (Betriebsspannung geteilt durch Gesamtstrombedarf ) also ca. 3x höher. Der "Innenwiderstand" des Netzteiles sollte immer niedriger liegen, als der der Verstärkerschaltung (zumindest dann, wenn es um Stromlieferfähigkeit geht). So zumindest habe ich es verstanden.


28.01.2020

Die letzten Tage hab ich mich noch mal mit dem 6C45-Verstärker beschäftigt, bevor er verkauft wird, um u.a. die Verdrahtung, die Spannungen und die Funktion zu testen. Ja und was soll ich sagen, plötzlich gefiel er mir klanglich wieder. Über mehrere Tage gesehen immer wieder mal reingehört, mit unterschiedlichem Musikmaterial und immer noch für gut befunden. Was sogar schon wieder soweit mir Gedanken über einen Neuaufbau zu machen und ihn doch noch als "den" Verstärker verwenden zu können.

Aber da wurde die Rechnung wieder ohne die EL504 gemacht !

Gleiches Lied nur statt dem 6C45, den EL504 hingehängt und der zeigte dann ganz schnell die Grenzen auf. Da waren viel mehr Details, viel mehr "Luft" zwischen den Instrumenten und mehr Druck untenherum. Gut, das mit dem Druck könnte den etwas größeren Edcor-Übertragern geschuldet sein, vielleicht auch dem Netzteil, welches nur noch aus RC besteht, aber das glaub ich nicht. Aber glauben alleine ist keine "Wahrheit", also werde ich das bei Gelegenheit auch noch ausprobieren, nur um "sicherer" zu sein 😉. Vielleicht dann auch gleich nochmal die 6E6P probieren, bevor auch die wieder verkauft werden.

Vergesst es ! Ich weiß nicht wie oft ich es noch versuchen soll, etwas mehr Leistung aus "solchen" Röhren heraus zu quetschen. Es geht einfach nicht und klingen tun sie im Gegensatz zur EL504 "verhangen", wenig "detailliert" und unten rum geht auch nicht viel.

Die (6E5P, 6E6P, 6C45, CV4055 und was weiß ich, was sich mittlerweile noch alles so angesammelt hat, um dem "1-Röhrenverstärker-Traum" näher zu kommen. Die Einzige die ich noch halten werden, rein aus klanglicher Sicht, wird die E55L sein.


10.02.2020

Vielleicht geht ich jetzt nochmal einen EL36 (EL360) Verstärker an, der von einer Pentode wie die EF37, EF39 (6K7) oder 6C6, die alle entweder Anoden- oder Gitterkappen und alle einen Oktalsockel haben, "angetrieben" werden. Als Oktal-Gleichrichterröhre würde sich wieder die GZ34 oder ähnliche anbieten.

Die EL36 u.a. deshalb, weil sie z.Z. noch güntig zu haben ist, es sowohl russische (6P31S) Alternativen gibt, wie auch amerikanische (6CM5) und auch noch eine robustere Version der EL36, die EL360. Was noch von Vorteil sein kann ist, das sie einen nochmals geringeren Innenwiderstand im Pentodenbetrieb hat, nämlich nur 5 kOhm, anstatt der 10 kOhm einer EL504 oder der 20 kOhm einer E55L. Die E55L hat als (Pseudo) Triode geschalten einen Innenwiderstand von nur noch 600 Ohm. Ich weiß aber nicht ob man bei allen Pentoden die als (Pseudo) Triode geschalten wird so "runterrechnen" kann ? Vielleicht, aber ich werde die EL36 z.B. nicht bei 100V und 100mA betreiben, sondern bei ca. 220V und 35mA, so wie halt auch schon die EL504. Muss aber etwas mit der max. Pa und Pg2 aufpassen, da die EL36 niedriger als die EL504 und sogar noch niedriger als die EL500. Müsste aber mit einer Pa (Pa+Pg2) von ca. 8 Watt noch hinhauen ?

Als Treiber hab ich mir eine EF37(A), EF39 oder 6C6 ausgesucht, die ebenfalls eine "Kappe" hat, die aber abhängig von der Röhre nicht immer die Anode ist, sondern auch mal das Gitter G1 und sie haben ebenfalls einen Oktalsockel.




06.06.2020

So ganz glücklich bin ich noch nicht mit der EC86 als Treiber. Mit den ca. 250V Betriebsspannung, trotz unterschiedlicher Arbeitspunkte, finde ich, das die EL504 immer noch etwas mehr könnte als es die Treiberstufe kann.
Ich muss nämlich auch schauen, das ich sowohl einen 1545A-DAC mit 0,75Veff am Ausgang, als auch den 4x1543-DAC mit 1,95Veff am Ausgang daran anschließen kann. Für solche Unterschiede gibt es ja dann zur Not noch den Lautstärkeregler, die aber auch nicht unbedingt im unteren, nichtlinearerern Bereich stehen sollten, aber dafür hab ich ja auch wieder zwei einzelne Lautstärkeregler.

Die EC80 wäre noch eine Möglichkeit, mit ihrer 80-fachen Verstärkung. Für 2 Stück 20€ (incl. Versand), wo sie auch noch relativ selten sind. Auch muss ich dafür den Sockel wieder komplett umlöten. Mal schauen.


08.07.2020

Ich hab auch nochmal ein bisschen mit Arbeitspunkten (AP), Verstärkung und Kathodenkondensator (Ck), bei der EC86 gespielt und mir parallel dazu immer wieder das Kennliniendiagramm angesehen. Mein Problem, das die EC86 angeblich nicht zur Aussteuerung der EL504 reicht, liegt eher an der zu geringen Versorgungsspannung, welche sich direkt, zusammen mit der Kathoden-Widerstand zur Gitterspannungseinstellung, auf die verfügbare Ausgangsspannung auswirkt. Im Prinzip bräuchte die Treiberstufe eigentlich eine höhere Versorgungsspannung als die Endröhre, wie es auch schon bei der EC86/EL82-Endstufe nach "Wilimzig" der Fall war.

Ich hab jetzt einen etwas höheren Anodenwiderstand (22 kOhm), bei einem Rk von 270 Ohm genommen, einen geringeren Vorwiderstand, von der Endröhren-Versorgung auf die Treiberstufe (dadurch fällt über diesem auch weniger Spannung ab), wo mir jetzt ca. 280V zur Verfügung stehen. Das ist aber auch einer generellen Erhöhung der Betriebsspannung zu verdanken, wodurch jetzt auch die EL504 eine Anodenspannung von ca. 250V hat. Damit sind jetzt mit der EC86 ca. 80Vss möglich, die EL504 ist auf eine Gitterspannung von ca. 40V eingestellt. Reicht also gerade so.

Der Versuch mit der EC80, ist genau aus dem selben Grund gescheitert, an der Versorgungsspannung.
Daran ändert auch das Zuschalten eines Ck nicht wirklich was. Die Empfindlichkeit bzw. die Verstärkung wird schon höher (vorher ca. 1,2Veff, auf ca. 620mVeff), aber die max. mögliche Aussteuerung liegt aber nach wie vor bei nur 80Vss, die EL504 könnte aber vielleicht noch etwas mehr vertragen.


Freitag, 6. September 2019

Tonabnehmer (allgemein)

Im Laufe der Zeit kamen und gingen so einige Tonabnehmer, an den unterschiedlichsten Plattenspielern, wobei ich schon lange den Überblick verloren habe, was wirklich gut war, weil seit dem ich auf den Reibrad-Plattenspieler gekommen bin, alles wieder ganz anders aussieht.

Einer der letzten Riemen-Plattenspieler war ein Thorens TD160 MK 2 mit dem TP63 Tonarmrohr, auf dem ein AKG P8 (Moving Iron) ganz gut spielte und ein Dual CS 510, u.a. mit einem Shure M95G-LM (oder auch ein Ortofon M20E, etc.). Davor noch ein Rega, u.a. mit einem Denon DL103, mit dem ich aber, egal mit welchem System, nicht glücklich wurde.

Irgendwie hatte ich immer das "Gefühl", das irgendetwas nicht passte, bei der Wiedergabe, aber fragt mich bitte nicht was (ich und mein Bauchgefühl 😉).

Jedefalls hab ich mir dann irgendwann einen Telefunken W210 HiFi besorgt und auch wenn er nicht im allerbesten Zustand war, glaubte ich das 1. mal richtig Musik zu hören. Ich will jetzt nicht mit diesem "prosaische" Geschwafel anfangen, dem sich die HiFi-Industrie gerne bedient (ein Grund weshalb ich dem Kommerz entsagt habe), aber Ganze passte einfach wie "Ar... auf Eimer".

Was mir als 1. auffiel war die unglaubliche (Anschlag-) Dynamik und dann, natürlich systemabhängig, der Bassbereich. Im Allgemeinen spielte das Ganze meist auf der wärmeren Seite der Wiedergabe, also eher mittenlastig, aber dennoch angenehm, mit durchaus wahrnehmbaren Höhen. Also keinen dieser aggressiven Höhen (noch schlimmer, wenn auch noch die S-Laute "scharf" betont werden), was leicht als "Feinzeichnung" fehlinterpretiert werden kann.

Dann wenig später gesellte sich noch ein Lenco L70 dazu, der neu kunststoffbeschichtet und aufgebaut wurde. Selbst die Aufkleber konnte ich retten und auch die Schrauben haben ihren Sicherungslack wieder bekommen.

Zu diesem Zeitpunkt hat auch mein Bekannter seinen Transrotor Murano mit Rega RB250 (?) Arm verkauft, als ich ihm bei Gelegenheit einmal den Telefunken W210 HiFi vorgespielt hatte.

Seitdem hat er sich mittlerweile 5 Duals angeschafft, allesamt mit Reibrad 😉.

Natürlich hab ich versucht dem Thorens- oder Dual-Riementrieblern noch eine Chance zu geben, u.a. weil diese für ihr Alter im Top Zustand waren, aber selbst mit identischen Systemen (soweit dies möglich war) war die Dynamik letztendlich das entscheidende Kriterium. Dieses "Gummiband" (Riemen) scheint vieles der Energie zu "schlucken", die benötigt wird, um "Dynamik" zu erzeugen, gepaart mit evtl. zu "schwachbrüstigen" Antriebsmotoren. Wenn ich mir diese Reibradler aus den 60igern und 70igern ansehe, dann war waren da noch ganz andere Motoren drinnen, und die laufen heute noch.

Aber das ist ein Preis des Fortschrittes, sparen, koste was es wolle, einhergehend mit dem Verlust von Wahrheit und Ehrlichkeit !

Lange rede kurzer Sinn, mittlerweile stehen 4 Reibradler bei mir, ein original Perpetuum Ebner PE 34 HiFi (entspricht dem Telefunken W210 HiFi), ein neu aufgebauter Lenco L70, ein original Lenco L78 und ein komplett neu aufgebauter Dual 1019.

Was die Tonabnehmer angeht, kristallisieren sich auch immer mehr "ältere" Systeme heraus, die mit den "älteren" Plattenspielern gut "zurechtkommen" (mir gefallen), u.a. Shure M44, M75, M95 oder ADC-Systeme wie ein Q30, QLM30 oder VLM. Demnächst auch noch ein ADC 220X.

Das bisher als "gut" empfundene Shure M44 zeigt immer wieder mal das Phänomen (ist mir bei meinen ganzen Euphorie scheinbar entgangen), das S-Laute teilweise sehr "scharf" rüberkommen. Es scheint schon mit an den Aufnahmen zu liegen, aber auch an den Systemen. Jedenfalls ist dieser Effekt mit den ADC-Systemen lange nicht so störend bzw. gar nicht vorhanden. Evtl. muss man da die Anpassung an den RIAA und die Systemjustage (VTA, Azimut, Auflagegewicht und Antiskating) nochmal genauer betrachten.

Es gibt scheinbar auch zu bedenken, das Tonabnehmersysteme die ab ca. 1958 und 1975 hergestellt wurden, mit einem Nadel-Winkel (SRA = Stylus Rake Angle) von 20° versehen waren, danach mit nur noch 15°. Lt. Aussagen anderer, soll sich das aber klanglich nicht weiter auswirken.


https://www.good-vinyl.de/lexikon/8-plattenspieler/aufstellung-und-justierung/

Wenn man bedenkt, das ein falsch eingestellter VTA des Tonarms und/oder eine "falsche" Auflagekrafteinstellung den Abtastwinkel der Nadel in der Rille ebenfalls verändern, dann sollte man vielleicht wirklich die Kirche im Dorf lassen ?


20.08.2019

Hab jetzt noch mal was zum "VTA" gelesen, u.a. hier https://www.luckyx02.de/Mysterien/.
So ganz ohne scheint es vielleicht doch nicht zu sein ?

Wenn man liest, wie damals scheinbar verfahren wurde, um einen "Standard" für den VTA/SRA zu definieren, der warum auch immer, von unterschiedlichen Herstellern unterschiedlich festgelegt wurde (zwischen 15 und 22°) wird es mir schon wieder himmelangst. Durch solche Aktionen werden "Erkenntnisse" und "Wahrheiten" ad absurdum geführt - "unwirksam" gemacht. Das man sich letztendlich auf 20° +/-5° geinigt hat, dann hatte es nur den einen Zweck, wenn ich mir o.g. Winkelbereich ansehe, alle unter einen Hut zu bekommen, nicht der Wahrheitserhaltung oder -findung.

Es gilt also für den Interessierten, die Wahrheit wie immer selbst herauszufinden !

Plattenspieler mit Wechslerfunktion haben, neben der aufwendigeren Technik, auch den Nachteil das bei z.B. max. 6 möglichen Platten, die auf einer "Stapelachse" nacheinander gewechselt werden, der VTA nur für die mittlere Platte stimmen kann, für alle anderen also mehr oder weniger falsch ist.


U.a. deshalb gab es auch von einigen Herstellern, wie z.B. Dual, einen s.g. 4°-Keil, den man im Headshell unter das System montieren konnte um den SRA zu korrigieren oder man setzte das System auf Abstandshaltern um den VTA anzupassen.

U.a. deswegen werde ich auch die Wechslerfunktion am Dual nicht nutzen. Damit wäre eigentlich auch ein Großteil der verbauten Mechanik hinfällig und man hätte sicher anders konstruieren können, um z.B. das Tellerlagerung zu optimieren.


30.08.2019

Das ADC 220X kam ja auch zwischenzeitlich an und gleich mal im L78 eingebaut aber mit den empfohlenen 1,2p hörte es sich irgendwie überspitzt oder gar verzerrt an.


06.09.2019

Hab das 220X dann auch mal versuchshalber in den PE34 eingebaut. Auch hier, bei 1,2p leichte Schärfe in den S-Lauten. Mit 1,5p sind die dann eigentlich weg und es hört sich immer noch sehr schön an (genug Bass und auch Höhen).


08.11.2019

Mittlerweile hab ich mir noch ein B&O SP1 besorgt, mit dem der PE34 früher auch ausgeliefert wurde.

Das Shure M44 "spaltet" auch immer wieder die Gemeinschaft. Gestern hatte ich mit meinem Bekannten noch ein Aha-Erlebnis, aber scheinbar nur weil wir ausversehen mit einer zu hohen Auflagekraft gehört haben (ca. 4,5p). Dachten schon das alte M44 (70iger Jahre) mit einer neuen Originalnadel hätte mehr Dynamik als das neue 2019 mit der Originalnadel.

Der Abtastwinkel soll früher ja 20° betragen haben, danach nur noch 15°.

Hier mal ein Bild von den beiden Systemen (links eine ältere Nadel (keine Ahnung wie alt), rechts die neue)



Für mich schaut eher die Neue "steiler" aus, aber das kann natürlich auch am Alter/Verschleiß liegen oder ist die Linke auch schon eine Nachbaunadel ? Nein, da steht Shure drauf.

Der "Diamant" ist doch links dicker ? Für mich sind das noch böhmische Dörfer im Moment.












Montag, 5. August 2019

Ein Bekannter baut sich einen Plattenspieler selbst !

Mein Bekannter, dem ich vor einiger Zeit einen "Darling", einen Röhren-RIAA und einen DAC gebaut hatte, hat sich nun, nach "leidvollen" Erfahrungen mit mittlerweile 5 Dual-Plattenspielern, dazu entschlossen einen Plattenspieler auf Basis von Lenco-Teilen....


....einer Ebel-Zarge.....


.....und der PTP 6 Basisplatte von Peter Reinders ........


...... aufzubauen.


Da das Thema "Tonarm" noch nicht so ganz klar ist, soll es jetzt erst mal ein Jelco SA 250 ST "Derivat" (Esoter Track Ten) von AudioSilente aus Italien werden. Mit 190€ zzgl. Versand jedenfalls eine Alternative.


Hier soll auch gleich noch ein neues Idler-Wheel mitbestellt werden.



Die Lenco-Teile hab ich beigesteuert, von einem erst kürzlich erstandenen L78. Ein Wiederaufbau war in meinen Augen nicht sinnvoll, da u.a. Teile defekt oder fehlend und sich eine Neulackierung, u.a. wegen der Beschriftung, schwierig gestalltet hätte.

So hat jeder etwas davon. Ich bekomm meinen Einsatz wieder und mein Bekannter tadellose und bereits geölte Teile für seinen Plattenspieler.

Mit dem Tonarm ist er sich, wie gesagt, noch nicht so ganz "grün". Hin- und hergerissen von einem SME 3009 oder einem Ortofon 212, aber das sind schon wieder andere Preise. Ob die dann wirklich besser sind, ist die nächste Frage.


06.08.2019

Gestern haben wir wieder ein paar Teile zusammengebaut, u.a. das neue Reibrad, den original Bolzen zur Befesigung der Feder für das Reibradgestänge, den Motor mit den Sicherungsschrauben, etc.. Es passt alles, funktioniert und sieht gut aus. So muss es sein.

Fa. Ebel ist zurück und letzte Klärungen laufen, bevor die Zarge bestellt wird. Evtl. lass ich mir auch gleich eine Zarge für den original Lenco L78 machen ?


09.08.2019

Mein Bekannter hat bestellt, ich noch nicht.

Das ich noch nicht bestellt habe hat jetzt keinen besonderen Grund, wollte aber erst noch ein paar Versuche mit der original Zarge mache, u.a. die Federelemente raus zu nehmen und das Metallchassis "hart" ankoppeln und die Bodenplatte entfernen.


20.08.2019

Mir gefällt das Original eigentlich immer besser !

1. wird es schwer werden einen im besseren Zustand zu finden und 2. hab ich erste Erfolge erzielt die Haube, mit der Schmorstelle am vorderen Radius, aufzuarbeiten. Mit Messer und Radienlehre musste ich zwar den Radius gleichmäßig von ca. 3-4mm auf fast 6mm vergrößern, um die Schmorstelle verschwinden zu lassen, aber nach 1. Nacharbeiten mit Schmiergelpapier (nass) und vorpolieren, sieht das schon mal sehr vielversprechend aus. Eine leichte "Vorwölbung" des vorderen Haubenrandes werde ich mit Wärme versuchen wieder in Form zu bringen (werde ich vorher aber an einer anderen Haube ausprobieren).

Und die "Bahnschranke", wie der Tonarm liebevoll genannt wird, finde ich nach Lagertausch gar nicht mal so schlecht. Meine Ohren sind ja auch nicht mehr die Besten 😉.


15.10.2019

Den Plattenspieler meines Bekannten konnten wir gestern die 1. Töne entlocken. "Schnell" mal ein Shure  M44G druntergespannt und gelauscht was da so kommt. Erwartungsgemäß "gut", aber auch nicht der Brüller. Erst muss noch etwas Feintuning gemacht werden, u.a. der Schwenkbereich reicht nicht bis zu den letzten "Tonrillen", die beiden Edelstahlplatten der PTP6 müssen noch auf Erde/Masse gelegt werden und evtl. die Feder für den Reibradarm gegen einen Gummi getauscht werden.


24.10.2019

Das mit dem Schwenkbereicht lässt sich zumindest bei diesem Tonarm nicht verändern. Desweiteren ist die Antiskatingeinrichtung mit einer "Feder" mit dem Arm verbunden. Nachdem wir die Tonarmstütze mal abgebaut hatten, um zu sehen wie weit nach rechts sich der Tonarm noch drehen lassen würde, war dies min. genauso weit wie nach links (zur Tellermitte hin). Ich weiß nicht wieso man das so konstruiert hat ? Eigentlich reicht es doch den Arm nur min. nach rechts, über die Gerade hinaus, verdrehen zu können, um den Rest für den Weg zur Tellermitte zu verwenden ?

Aber vielleicht bedenke ich hier den Federmechnismus der Antiskatingeinrichtung nicht, die wahrscheinlich bei einer zu großen Drehung "überdehnt" werden würde ? Damit wäre auch niemanden geholfen.

Bei einem Fadengewicht hätte man dieses Problem wahrscheinlich nicht ?

Wir verdrehen den Arm jetzt erst einmal soweit, das er damit die Endrille der Platten erreichen kann. Der Arm steht so halt nicht gerade. Um die Beschaffung eines 12" Armes kommt er aber über kurz oder lang nicht herum.

Und genau da fangen die nächsten Probleme an. Welchen nimmt man da. Ich leide ja etwas mit, u.a. weil ich ihm ja versprochen habe zu unterstützen, aber das hatte ich nicht auf dem Radar.

Die andern Arbeiten konnten wir aber so weit abschließen, wie Schalter verdrahten, Edelstahlplatten erden, neues (3-poliges) Netzwerkkabel.

IN seiner Haut möchte ich jetzt nicht stecken, einen "passenden" Tonarm zu finden. Minimum werden hier ca. 580€ für einen Jelco SA-250L (gebraucht aber noch nie eingebaut) bzw. 680€ nagelneu vom Händler abgerufen. Einen Scheu Classic II gibt es 650€, den Jelco TS-350L (Nachfolger vom 250L) gibt es neu für 682€ und nach oben sind wie immer keine Grenzen gesetzt.
Allen fehlt aber das benötigte DIN-Kabel, welches man bei vielen Armen stecken kann. Das schlägt mit min. 60€ zu buche, wer was "besseres" will der legt ab ca. 130€ auf den Tisch.

Das bedeutet min. 700-800€ für einen 12 Zoll Arm. Autsch !


01.11.2019

Dramen spielen sich hier ab !

Mein Bekannter hat sich jetzt einen zwar gebrauchten aber lt. Beschreibung "neuwertigen" Jelco SA-750 LB an Land gezogen. Was manche Leute so unter "neuwertig" verstehen. Gut, die anfänglich verkratzt aussehende Basis entpuppte sich als verhärteter Schmutz, aber der Schaft des Armes hatte schon einige Einstellungen hinter sich, was ich in vielen Abdrücken der Madenschraube im Schaft zeigte. Auf dem Foto was er mir schickte, schaute es allerdings schlimmer aus, als es in Wirklichkeit war, aber dennoch sieht neuwertig für mich etwas anders aus. Wir haben auch an seinem Arm (Jelco SA-250 Derivat) zwei Abdrücke, von nur einmal befestigen gefunden.

Der Arm darf also bleiben, obwohl auch eine Anfrage für eine Rückgabe gestartet wurde.

Hab heute ein weiteres Tonarmbrett für ihn, für den Jelco 750, gebohrt. Dank Plexiglasschablone und "Nagel" zur Markierung des Bohrpunktes, war die Armposition schnell gefunden. Nächstes Mal werden dann nur noch die drei Befestigungslöcher gebohrt und dann kann es schon ans 1. Hören gehen. Das mitgeliefertes Headshell, das war neuwertig, weil scheinbar noch nie benutzt. Über kurz oder lang wird er sich noch eines besorgen, was einen schnellen Systemwechsel einfacher macht.


05.11.2019

Hat alles soweit geklappt. 1. Hörversuche mit einem ADC QLM 32 und einem Shure M44-G gingen erstmal zu Gunsten des Shure aus. Dabei war aber noch nicht einmal der Überhang richtig justiert, weil wir keine Schablone parat hatten. Hätte ich nicht erwartet, aber es ist so ziemlich alles anders in seiner Kette, als in meiner. Er besorgt sich jetzt noch ein weiteres Headshell und ein "besseres" Anschlusskabel für den Tonarm. Dann geht es in die nächste Runde mit weiteren Systemen.



08.11.2019



Heute haben wir nochmal das ADC 220X bei ihm probiert. Das geht gar nicht. Dann haben wir noch den Versuch mit M44 alte gegen neue Variante gemacht. Letztendlich hat das alte mit der neuen Nadel "gewonnen". Nur warum das so ist, wissen wir noch nicht. Dachten kurzzeitig, das Gewicht wäre schon ein anderes gewesen, ist aber nicht so. Hab heute nochmal nachgemessen. Vielleicht haben wir uns ja auch nur mit Auflagekraft vertan ?



Montag, 29. Juli 2019

Nochmal über den 1543 und 1545A DAC nachgedacht !

Hab an einen Umbau des 4x 1543 DAC's nachgedacht und bin dabei wieder auf interessante Infos gestoßen, sowohl zum Thema Netzteil, als auch was den DAC-Chip selbst und die um ihn herum verbaute Beschaltung angeht

Interessante Links dazu:

http://www.tnt-audio.com/clinica/regulators_noise1_e.html

http://diyparadise.com/dacs.html

http://www.dddac.com/dddac1794_sound.html

http://www.justblair.co.uk/dddac-1543mkii/fabian-siggs-dddac1543-coupling-capacitors.html

http://archimago.blogspot.com/2018/11/nos-vs-digital-filtering-dacs-exploring.html


Im Prinzip würde ich, wenn ich mir alles wieder zu Herzen nehme, wieder von vorne anfangen oder sich evtl. damit abfinden bzw zufriedengeben, das es sich um eine einfache und günstige Möglichkeit handelt, einen DAC selbst zu bauen.

Irgendwo hab ich einen Ausspruch gelesen:

    "Wenn es sich gut misst und sich gut anhört, ist es schlecht. Wenn es sich schlecht misst, aber gut
      anhört, dann ist falsch gemessen worden oder man hört vielleicht nicht richtig."

Das mit dem Messen hab ich schon vor Jahren aufgegeben, zumindest bis ins letzte Detail, u.a. weil ich davon auch keine Ahnung hätte, aber auch, weil ich der Meinung bin, das "Klang" uns faszinieren muss und nicht durch Messwerte bestätigt.

Wenn wir selbst nicht gut drauf sind, dann kling eh jede Anlage sch...... !

Die Lautsprecher "falsch" aufgestellt und schon ist der "Klang" hinüber.


Die ständige Ungewissheit, wirklich "alles" getan zu haben, um den "besten" Klang zu haben ......


Es gibt immer wieder mal so Aha-Momente, wie vor Kurzem mit den Reibrad-Plattenspielern, der aber auch schnell wieder zur Gewohnheit wurde.

Ja, ja, der Mensch das Gewohnheitstier !




Beispielhaft am Thema DAC:

Ich kann mich noch erinnern, als man "CD-Filter" anbot, angeblich, weil vielen Leute der Klang der verbauten DAC's zu "aggressiv" vorkamen,  angeblich durch ungeradzahlige Klirranteile, z.B. durch die verwendeten, digitalen Filterschaltungen.

Den CD-Filter dann am Besten gleich noch mit einer Röhre, weil man denen etwas mehr "Wärme" nachsagte (geradzahlige Klirranteile höher) .

Bei "Klirr" fällt mir dann auch wieder das Thema "Triode oder Pentode", "Class A oder Class B" oder "Eintakt oder Gegentakt" ein und die sich daraus ergebenden Diskussionen.

Die DAC-Entwicklung blieb natürlich nicht stehen. Nichts schlimmeres für die Menschheit, wenn der "Reiz" nachlässt. Natürlich wurden sie auch immer "besser" .

Von CD-Filter hab ich dann nicht mehr viel gehört oder eher nichts mehr davon mitbekommen, u.a. weil ich mich auch nicht mehr dafür interessiert habe.

Vor einigen Jahren hab ich dann angefangen mich "oberflächlich" für einen Selbstbau-DAC zu interessieren. Oberflächlich deshalb, weil ich kein Ahnung von der Digitaltechnik habe.

Oft ist es ist mehr so ein "Gefühl", für was ich mich letztendlich entscheide bzw. was für "mich" gut klingt.


17.06.2019

Ich "wurstel" immer wieder mal an einem DAC herum, aber so richtig "zufrieden" bin ich noch nicht mit dem Aufbau.

Wollte nur einen einzelnen DAC-Chip, entweder den TDA1543 oder eben den 1545A, einsetzen. Für den Receiver einen CS8412 oder den CS8414. Der Schaltungsaufbau soll für alle Möglichkeiten recht schnell umzubauen sein, was bedeutet:

- beim DAC-Chip die I/V-Widerstände und den Vref-Widerstand umlötbar und die
  Versorgungsspannung einstellbar. Koppelkondensatoren können mit 2,2uf für beide bleiben.

- beim TDA1545A gibt es ja für die Erzeugung der Spannungen (VDD, 2/3VDD und Vref) die
  Option dies über eine Dioden-Reihenschaltung mit Konstantstromquelle. Ich wollte, aber jetzt erst
  einmal die "passive" Variante mit Widerständen probieren, ob diese wirklich so viel schlechter
  klingt.

- bei den Receiver-Bausteinen sind eigentlich nur die Filter (FT)-Schaltungen anzupassen. Ob ich
  noch ein "Mäuseklavier" (DIP-Schalter) für die Umschaltung von EIAJ (TDA1545A) und I2s
  (TDA1543) einbaue, überlege ich mir noch.

Bei der Spannungsversorgung bin ich jetzt nochmal über einen Artikel gestoßen, wo es um die "ideale" Spannungsversorgung geht (http://www.tnt-audio.com/clinica/regulators_noise4_e.html) und hab mich dann auch nochmal schlau gemacht, wie man Regler "richtiger" beschaltet.

Wie viele es machen (entgegen den Angaben des Herstellers), nach dem Regler auch nochmal größere Kapazitäten anzuschließen, von wegen viel hilft viel, ist für so einen Regler eher schlecht als recht. Das Regelverhalten wird, je höher die nachgeschaltete Kapazität wird, eigentlich immer schlechter. Letztendlich hat im Vergleich eine einfache Spannungsstabilisierungsschaltung (Z-Diode und Transistor) das Rennen gemacht.

Und jetzt ?

Ich werde jetzt erstmal Regler einsetzen (der Einfachheit halber), aber keine (zumindest keine größeren) Kapazitäten mehr dahinter einsetzen, damit die Regler bei Bedarf "schnell" regeln können.  Dürfte eh kaum der Fall sein, wenn nicht gerade Lastschwankungen durch Netzspannungsschwankungen auftreten. Ich weiß leider nicht wie stark der Strombedarf bei Receiver- und DAC-Baustein schwanken können ?

Es wird aber vor den Reglern eine gewisse Kapazität geben, die aber nur max. das 2-fache des Strombedarfs der kompletten Schaltung (ca. 2x 120mA, ca. 60mA für den TDA1543 (der 1545A braucht max. nur 4mA) und 2x max. 30mA für VD und VA vom Receiver)) "puffert/siebt", die mit der Faustformel "1000uf/1A" ermittelt wurde, also ca. 240uf.

Viel hilft doch nicht immer viel 😉!

Wie gut jetzt ein Akku als Stromversorgung wirklich ist, ist wieder ein anderes Thema. Warum ich aber bisher eigentlich immer ein "positives" Hörempfinden hatte, nachdem ich einen DAC mit Akkus versorgt hatte oder auch schon einen MC-VorVorverstärker (auch schon einen kompletten Röhrenverstärker) bleibt noch zu beantworten.

Wie sich ein Akku an anderer Stelle auswirkt, z.B. im Katodenkreis eine Röhrenendstufe, kann ich abschließend noch nicht beantworten. Die "Chemie" (Elektronenfluss im Elektrolyt) spielt hier sicherlich eine Rolle, die sich bei den Lade- und Entladevorgängen abspielt.


18.06.2019


Nichts "weltbewegendes" ! Es muss aber auch nicht immer "Hightech" sein und auch die "Messwerte" bzw. der Klang profitiert nicht immer davon.

Vielleicht in einer nächsten Ausbaustufe (wenn z.B. klar(er) ist was für mich am besten klingt) könnte ich mir vorstellen, anstatt der 3-Bein-Regler "herkömmliche" Spannungsstabilisierungen mit Z-Diode und Transistor zu verwenden. Die haben zwar dann z.B. keinen Kurzschluss- oder Übertemperaturschutz, aber richtig dimensioniert und an diesen Stellen wo ich sie benötige, eh nicht notwendig und von ihrem Regel-Verhalten vielleicht gar nicht so viel schlechter. Ob es klanglich hörbar ist ?

Reduce to the max !


24.06.2019

Das Ganze wurde jetzt nochmal überdacht und soll jetzt universeller aufgebaut werden, so das mit relativ wenig Aufwand zwischen TDA1543/1545A, CS8412/8414 und eben I2S/EIAJ umgebaut werden kann (auch was beim 1545A die unterschiedlichen Referenzspannungserzeugungen betrifft). Hier die 1. Versuche



Doch keine Spannungsstabilisierungen mit Z-Diode und Transistor, dafür erstmal wieder die 3-Bein-Regler, aber "richtig" beschaltet, bedeutet u.a. keine großen Kapazitäten am Ausgang, für schnelles Regelverhalten (wenn es überhaupt Schwankungen beim Stromkonsum in dieser Schaltung geben sollte 😉).

Beim Receiver-Baustein werden für VA und VD wie bisher 78L05 Regler (max. 100mA belastbar) eingesetzt, da hier max. 35mA lt. Datenblatt zu erwarten sind. Beim TDA1543 bzw. 1545A ist es wieder ein einstellbarer LM317 geworden, da Spannungen zwischen 5 und 8,4V benötigt werden, diesmal aber nur in der "L-Version", mit max. 100mA Belastbarkeit (bei Eingangsspannungen <= 15V bis zu 200mA, >15V-<=40V bis max. 50mA).

Bei einem Akku rechne ich vielleicht mit max. 13-14V, passt also. Minimal mit ca. 11,6V (spätestens da sollte der Akku auch wieder geladen werden, sonst geht er auf Dauer kaputt), was auch noch für eine "Regelung" bei 8,4V Spannungsbedarf reichen müsste. Min. Spannungsunterschied zwischen Ein- und Ausgang des Reglers soll 2,5V betragen.

Der 1543 braucht bei >8V Betriebsspannung >60mA, wenn ich höher gehe noch mehr. Der 1545A hingegen nur typ. 3,5mA. Bei einem 3-Bein-Regler muss man aber auch noch auf den Mideststrom achten, damit die Regelung funktioniert. Leider ist die, egal ob LM317 mit 1,5A Belastbarkeit oder auch nur mit 0,1A min. 3,5mA. Ob das funktioniert ?

Wahrscheinlich wurden u.a. deswegen in vielen Schaltungsvorschlägen mit dem 1545A auf eine Konstantstromquelle mit Diodenreihenschaltung übergegangen, aber auch wegen den stabileren Referenzspannungen und/oder wegen geringerem Rauschen. Für jede Referenzspannung einen eigenen hoch genauen Regler einzusetzen, soll das i-Tüpfelchen beim Klang sein. Hoffe es funktioniert dennoch, auch das der LM317 "L" beim 1543 nicht zu heiß wird.

Ansonsten wird noch der SPDIF- und auch der Filter-Anschluss am Receiverbaustein als Löt-/Steckanschluss (Lötnagel) herausgeführt, auch für die 2/3 VDD-Gewinnung für den 1545A wird es Lötanschlüsse geben und auch noch für die unterschiedlichen Widerstände für weitere Referenzspannungen und/oder passive I/U-Wandlung. Die Ausgangskoppelkondensatoren dürften mit 2,2uf für beide DAC-Chips passen. Vielleicht sollte ich auch noch die Spannungsversorgung für die DAC-Chips "änderbar" machen, um u.a. auf eine Konstantstromquelle umzubauen ?

Man wird sehen wie alles läuft !


29.06.2019

..... keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran .................


01.07.2019


Hinzugekommen ist die "Schaltmatrix" für die Eingänge M0-M3, die aber noch über kurze Leitungen mit VD verbunden werden muss.



03.07.2019

Auf die Schnelle zusammengebaut, Spannungen gemessen - LM317 steckte falsch.

Richtig gesteckt, nochmal gemessen, scheinbar o.k..

Chips eingesteckt, nochmal gemessen. Leider brach die Spannung am DAC-Chip ein und der Regler wurde heiß. Ursache: + und - am DAC-Chip vertauscht und dabei gleich den 1543 "gegrillt". Der Regler hat es dank Kurzschlussschutz überlebt. Richtig rum gepolt, o.k. und auch der 317 "L" wird dann nicht mehr heiß.

Ausgangspegel erwartungsgemäß leiser und evtl. sogar noch etwas verzerrt.

Erstmal wieder bei Seite gelegt.


09.07.2019

Es geht in die nächste Runde. Doch wieder 4x 1543, aber alles auf eine Platine.


es wird erstmal alles angeordnet, dann ein Bild gemacht und erst dann gelötet.


14.07.2019

Der Aufbau ist soweit fertig ! Vorher nochmal messen bevor es ans Probehören geht.



29.07.2019

Hab mir nochmal einen 10er Pack von den Frontplatten bei Gie-Tec bestellt. Kosten nur die Hälfte von dem, was 2 Frontplatten bei Schäffer gekostet hätten. Für meine Zwecke ausreichend, auch wenn es keine Gravuren gibt. Das Thema DAC ist mittlerweile eh ausgereizt, weil der im Cambridge Azur 340 CD-Player kaum schlechter klingt, allenfalls in der Hochtonwiedergabe, wenn es lauter wird, wird es leicht "aggressiv". Das ist eben der Vor- bzw. Nachteil des TDA1543, das er ab 10kHz leicht abfällt und deshalb nicht so aggressiv rüberkommt.

Nachdem der 4x1543 DAC spielfertig ist, bau ich parallel nochmal einen 1545A DAC auf. Erstmal "minimalistisch", ohne diese Konstantstromquelle mit Dioden als Spannungsreferenzerzeugung, sondern nur mit Widerständen. Im Prinzip so wie auch der TDA1543.


25.08.2019

Der 4x1543 DAC ist fertig. Am Freitag kamen noch die Koppelkondensatoeren an (Wima MKS04) und gestern hab ich die Lochbleche noch zugesägt.


Sieht einfach aus, aber erfüllt seinen Zweck.

Beim 1545A DAC kam bisher kein Ton raus. Wahrscheinlich weil ich wieder irgendeinen Pin vom Receiver falsch beschaltet habe? Der 1545A braucht nämlich EIAJ Signale und nicht wie der 1543 I2S. Hab aber gleich auch ein Gehäuse für ihn gebaut, damit ich nicht ständig umlöten muss.



03.02.2019

Das mit den Widerständen als Referenzspannungseinstellung funktioniert irgendwie nicht. Töne kommen zwar jetzt mittlerweile raus, aber verzerrt, wahrscheinlich weil die "Referenzen" nicht passen. Hab mich dann kurzentschlossen für die Konstantstrom-Variante mit Dioden entschlossen, die nach einigen Versuchen, den richtigen Strom einzustellen, jetzt zumindest funktioniert.

Bei Gelegenheit werde ich die Beiden nochmal klanglich vergleichen.




"Eine" Dual 1019 Story !

Bin ja immer noch auf der Suche nach dem pefekt erhaltenen "alten" Plattenspieler !

Reibrad soll es sein, so viel steht fest !

Zuhause stehen mittlerweile scho ein Lenco L70 (bereits neu pulverbeschichtet, aufgebaut und voll funktionsfähig), L78 (noch ziemlich original) und ein PE34 (baugleich mit Telefunken W210 HiFi).

Zwei Dual 1019 haben sich hinzugesellt, einer für eine Neulackierung mit Wiederaufbau, der andere als Vorlage für den Zusammenbau und evtl. als Ersatzteilspender.

Ein PE33, aber auch ein Thorens TD124, 135 oder ein Garrad 301 oder 401 wären denkbar, wenn diese nicht so teuer gehandelt werden würden und ob die dann wirklich "besser" sind oder wieder nur der "will haben" Faktor die größere Rolle spielt, sollte man sich vorher im Klaren sein.

Über den Sinn von mehr als einem Plattenspieler lässt sich streiten. Dafür hab ich nur wenige paar Schuhe oder auch nur einen CD-Player 😉.

Seit über 2 Monaten warte ich nun schon auf einen Dual 1019, da der Verkäufer immer wieder gesundheitliche Probleme haben soll (mehrfach operiert worden). Ob das noch etwas wird ?

Ob ich mir andererseits mit einem 1019, da nicht etwas "angetan" habe, ist die andere Frage ? Es handelt sich um einen Wechsler der voll gespickt mit Mechanik ist. Zwar robust aber dennoch "überladen", für das was ein Plattenspieler eigentlich tun soll.



09.07.2019

Jetzt ist der Dual 1019 doch noch angekommen !

Die Haube ist leider "wieder kaputt ! Es war alles relativ gut verpackt und der eine oder andere Tipp von mir wurde auch beachtet, aber dann auf das Paket die "Glassymbole" für zerbrechlich auf die "falschen" Seiten zu malen, so das die Post unweigerlich den Plattenspieler die ganze Zeit "aufrecht" transportiert hat, hält die beste Haube nicht aus.

Das Schlimme ist, ich kann mich nicht mal mehr richtig aufregen !


Und dann ist unterm Teller noch ein Kratzer, der eindeutig von einem Teller-Aufsetzer her stammt. Man bekommt den Teller schon runtergedrückt aufs Chassis, aber da gehört schon was dazu.


Ton kommt nur aus einem Kanal, die Automatik funktioniert und es brummt, aber das liegt wahrscheinlich eher an dem Adapterkabel von DIN auf Cinch. Ansonsten sieht er noch relativ gut aus, auch unten.

Und jetzt ?

Die Anbauteile könnten beim Dual alle abgeschraubt werden, was einen Neuaufbau zu gute kommen würde, wenn da nicht die Mechanik wäre, die mehr an ein Uhrwerk erinnert als einen Plattenspieler.


12.07.2019

Ton kommt nach Säuberung der Kontakte am Headshell jetzt aus beiden Kanälen. Die manuelle wie auch die Automatik scheint zu funktionieren.

Ich wage einen Versuch, stellenweise nach zu lackieren, wobei ich keine große Hoffnung habe.
Farbton scheint RAL7021, matt zu sein. Dafür hab ich jetzt eine Sprühdose, aber mit "Nitro", für ein besseres Sprühergebnis und schnellere Trockenzeiten besorgt.


14.07.2019

Satz mit "X" ! Matt ist scheinbar nicht matt und die "Sonne" (Licht) hat über die Jahre vielleicht auch dazu geholfen, das es dennoch Unterschiede gab.

Und dann hab ich im Licht noch weitere "Fahrer" im Lack gesehen. Auch die vom Aufsetzen des Tellers.

Jetzt gilt es zu überlegen, wieder abgeben oder einen "Neuaufbau" ?


16.07.2019

Ich wage einen Neuaufbau !

Dazu werde ich jetzt eine Bildereihe machen, um ihn später auch wieder "richtig" zusammen zu bekommen


Hier kann man ganz gut meinen Versuch mit der Spraydose sehen.







..... das hier scheinen die mit zähem silikonölbefüllten Scheiben der Liftautomatik zu sein.....


.....das könnte der Antiskating "Mechanismus" sein (die Feder an der mit rotem Sicherungslack befestigten Schraube) ......





Dann gehen wir mal in medias res...

... man soll es nicht glauben, dieses Teil, in einer der Ecken des Plattenspielers,
ist aus Zinkdruckguss ...



..... hier ist das Schiebegestänge, welches den Ein-/Ausschalter bedient, eingehängt....


.... und ausgehängt ......



....... das Plattentellerlager/Lagerbrücke ausgebaut ........


.... welches mit 2x Sechskantschraube von oben durch das Chassis und mit 1x Mutter auf der Drehachse des Kurvenrades befestigt war ......


.....das aufgesteckte Lager zerlegt und neu gefettet.

17.07.2019

.......Motor ausgebaut. Hab dann gleich mal die Motor-Halbschalen geöffnet (ging ganz einfach mit einem Kunststoffhammer, ohne das etwas verbogen wurde) und in die obere und untere Lagerschale etwas Haftöl getan ............





Gestern hab ich nochmal einen 1019er in einem großen online Auktionshaus ersteigert, der angeblich in einem guten, optischen Zustand sein soll, dafür fehlen aber ein paar Teile, wie z.B. eine Chassisfeder, das Netzkabel, keine Haube, etc.. Dafür ist aber ein Headshell mit System dabei, was den Preis alleine schon wieder wett machen würde.

Wichtiger ist mir eigentlich, das der Lack in Ordnung ist. Damit würde ich mir das weitere Zerlegen und das Lackieren sparen, was alleine schon 85 Euro kosten würde. Und ich hätte gleich auch ein paar Ersatzteile.


24.07.2019

Während ich ein paar Tage weg war, kam auch der andere Dual 1019 an. Tatsächlich kam er im Verhältnis zu anderen Lieferungen "relativ" gut verpackt an. Der Lack war in der Tat in gutem bis sehr gutem Zustand, bis auf 2 kleine "Wischer", die ebenfalls die Form eines Teilkreises im Durchmesser des Plattentellers hatten, also auch hier Telleraufsetzer. Ob ich die jetzt noch irgendwie wegbekomme, weiß ich noch nicht, aber Spiritus und/oder WD40 zur Reiningung und Pflege werde ich aber jetzt nicht mehr verwenden. Die Kombination ist glaub ich das Problem. Der Spiritus "öffnet" die Lackoberfläche und das Öl dringt dann ein. Beim nächsten Versuch dann mit Spiritus zu reinigen, scheint dann wirklich den Lack ab-/aufzulösen.

Mit Spiritus alleine macht man zwar jetzt noch nicht all zu viel kaputt, aber irgendwie wird schon etwas "abgetragen" und zwar nicht nur Dreck. Dann vielleicht doch besser spezielle, milde Kunststoffreiniger.

Schulkreide zerbröseln mit wenig Wasser angemischt, soll einen leichten "Poliereffekt" (wir wollen ja, das der Lack matt bleibt) haben und ein Kunststofftiefenreiniger(z.B. für Auto-Kunststoffamaturen) soll den Lack dann wieder ansehnlich machen. Das werde ich aber erstmal am anderen Chassis ausprobieren.

Netzkabel und eine Chassisfeder hatte ja gefehlt, aber auch der Nadeleinschub war total verbogen und der Motor macht leichte Geräusche beim andrehen mit der Hand. Vielleicht brauchen die Lager auch nur etwas Öl ? Alles aber kein Problem, weil ja noch der 2. Player vorhanden ist. Sollte ich mich doch noch für das neu Lackieren entscheiden, dann hab ich jetzt auch ein Beispiel, wie man den Plattenspieler wieder richtig zusammenbaut.

Hab mir jetzt erstmal einen neuen Nadeleinschub für das Shure M75MG, eine N75G besorgt. Weil das Netzkabel fehlt, werde ich jetzt erstmal den bereits geölten Motor vom anderen 1019er einbauen und auch die Chassisfedern verwenden, um 1. Hörversuche / Funktionstests zu machen.


28.07.2019

Und weiter geht das Zerlegen




























Im WWW gibt es zur Not auch noch die Service-Anleitung für den 1019, mit Stücklisten und Explosionszeichnungen







Quelle: http://www.hifi-archiv.info/Dual/1019s/


05.08.2019

Heute hab ich mal die Anfrage, für das Lackieren des Chassisblech, an den "Lackierer meines Vertrauens" geschickt. Mal schauen was der dazu sagt.

Mir wäre es recht, wenn es gehen würde, das Chassis nur einseitig mit RAL7021 zu lackieren. Die Unterseite ist irgendwie anders beschichtet, als die Oberseite und eigentlich noch in sehr gutem Zustand. Damit würde ich auch evtl. zu viel Lackauftrag auf Führungsstifte aus dem Weg gehen.

Dann wären da nur noch die überstehenden, verchromten Gewindebuchsen auf der Oberseite, die es zu schützen gilt, vor Säure (beim Entlacken) oder Sandstrahlen und beim Lackieren.


06.08.2019

Heute hab ich das Blech abgegeben. Mal schauen was dabei rauskommt. Doch nicht "nass" lackieren, sondern Pulverbeschichten, zwar einseitig, aber mit der Wahrscheinlichkeit, das auch etwas auf die Rückseite gelangt. So schnell wie das Ganze abgehandelt wurde, bezweifle ich das alle Informationen, die ich mitgegeben habe, auch umgesetzt werden. Andererseits bin ich aber auch kein Fachmann.


07.08.2019

Gestern wollte ich mal "kurz" den anderen Dual 1019 in Betrieb nehmen, um mir u.a. einen "klanglichen" Eindruck zu machen. Vorher noch schnell den Netzanschluss umgebaut, der für den Betrieb eines Vorverstärkers und für ein Netzkabel mit diesem weißen Plastikstecker gedacht war. Da ich weder das Eine noch das Andere habe/benutze, wurde das auf einfachen Lüsterklemmenbetrieb, wie auch der andere 1019er, umgebaut. Eingeschaltet - kommt schnell auf Touren, aber leider nur Brummen, kein Ton. Nachdem alle Versuche nichts brachten, hab ich dann doch mal den DIN-Stecker geöffnet und siehe da, alle Kabel waren abgerissen, nicht einmal mehr die Masse war dran.

Da muss einer wohl den Plattenspieler am Kabel hochgehoben haben oder so 😉?
Heute Abend wird dann gleich auf Cinch umgebaut.


08.08.2019

Das Chassis soll fertig lackiert sein. 2 Tage, das ging aber schnell !

Am nächsten Tag gleich abgeholt


Im Gegenlicht sieht es, für dass das es eine Firma gemacht hat, jetzt nicht 100%ig aus. Man sieht auch (wieder) die Punkte wo z.B. ein Bolzen von unten angeschweißt wurde oder leichte "Farbschlieren", die aber zumindest keine "Laufnasen" sind. "Quick and Dirty" hätte ich gesagt.

Blick von unten. Es ist tatsächlich auch einiges auf die Rückseite gelangt.





11.08.2019

Ohne weitere Bilder, still und heimlich, hoch konzentriert, wieder soweit zusammengebaut, ohne das nur ein Teil übrig geblieben ist und ohne Kratzer.

Stimmt nicht ganz. Einen Sicherungsring hatte ich noch übrig, aber den hab ich Dank des 2. Players schnell gefunden, wo er hingehört 😉.


Den "silbernen" Aufkleber konnte ich retten (Dank Heißluftfön), bei dem "blauen" fehlte am Ende ein kleines Eck nach dem Entfernen. Ich hab den einfach hochauflösend eingescant, mit PAINT nachbearbeitet und in original Größe wieder farblich ausgedruckt. Das Ganze wurde mit einem "Uhu" Klebestift wieder befestigt (der hat als Inhaltsstoffe nur modifizierte Stärke und Wasser und ist Lösemittelfrei).

 


Alles wurde wieder gefettet bzw. geölt und der Tonarmlift bekam neues, zähes Silikonöl. Jetzt müssen nur noch die feinen Tonabnehmerdrähtchen angelötet werden, Netz- und Cinchleitungen angeschraubt bzw. angesteckt werden, dann steht einem 1. Test nichts mehr im Wege.


12.08.2019

Beim Versuch die Tonarmdrähtchen wieder anzulöten hab ich festgestellt, das ein Signaldrähtchen ab war, also hab ich versucht abzuisolieren, aber dabei riss entweder das eine oder das andere immer weiter ab und irgendwann waren sie zu kurz. Sch..... !

Nach kurzer Panik hab ich bemerkt, dass das Gegenstück vom Headshell im Armkopf nur eingeschoben ist und die Drähtchen auf der Rückseite angelötet waren. In der Schublade hatte ich noch "baumwollummantelte" Armkäbelchen aus früheren Versuchen, die ich dann durch das Armrohr von vorne eingeschoben habe, bis sie hinten, da wo das Gegengewicht normalerweise reinkommt, wieder rauskamen. Bei der Gelegenheit hab ich gleich ein separates Massekabel mit eingezogen. Dann von unten (hohle Drehachse des Armes) mit einem Drahthaken die Drähtchen hochgezogen. Puh !


Die neuen Drähtchen musste man nicht mehr abisolieren, sondern weil sie so eine Art "Stoffummantelung" haben, nur mit dem Lötkolben heiß und mit Lötzinn verzinnt werden.
Waren sogar lang genug für etwas Reserve. Die Masseleitung ist eine 0,05 mm² flexible Leitung aus dem Eisenbahnzubehör.


Netz- und Cinchkabel dran, fertig !

1. Versuche den Plattenteller von Hand zu drehen und dabei den Startknopf zu drücken sahen vielversprechend aus.

Heute Abend wird er angeschlossen !


13.08.2019

Nachdem jetzt auch noch die Transportsicherungsschrauben eingebaut wurden, konnte es an einen 1. Test gehen und was soll ich sagen, es funktioniert, zumindest bei Automatik. Bei manueller Liftbetätigung wurde dieser leider nicht hoch genug angehoben, selbst mit der dafür zuständigen Einstellschraube konnte man das nicht richtig einstellen.

Also auf geht's, mit der Fehlersuche !

Wenn ich den 2. 1019er nicht gehabt hätte, wäre ich nicht so schnell drauf gekommen, das eines der Gestänge, die von der Geschindigkeits- und Plattendurchmesserwahl nach hinten in den Armbereich und dort wiederum teils mit der Armanhebung, aber auch wieder mit dem Mechanismus für die Stapelachse verbunden waren, keine ausreichende "Federspannung" hatte, so das genügend Gegendruck für die Liftmechanik erzeugt wurde


Ursache war an der Verbindungsstelle, da wo dieses Gestänge, die Geschwindigkeits- und Plattendurchmesserwahl und noch weitere Gestänge hin zum Kurvenrad zusammenliefen.


Nochmal auseinandergeschraubt, etwas geschoben und gedrückt und dann passte es irgendwann, irgendwie besser ineinander und das Gestänge hatte dann auch mehr "Halt".

Jetzt geht alles, auch die Geschwindigkeitsfeineinstellung. Zum Hören bin ich dann natürlich nicht mehr gekommen 😉, u.a. weil ich am Lenco L78 auch noch Gewindebuchsen ins Holz machen und auch nochmal ein System zum Probehören tauschen musste.

Zur Auswahl stehen jetzt ein Shure M75 (Typ 1) oder ein altes M44 (-G/-7-Nadel). Beim M44 hab ich gesehen, das im Headshell dieser "3°-Keil" verbaut ist, das M75 steht nur auf Abstandshülsen.

Angeblich sollen Tonabnehmersysteme die ab 1958 bis ca. 1975 gebaut worden sind, einen Nadel-Winkel (SRA = Stylus Rake Angle) von 20° besitzen, spätere nur noch 15°.


Quelle: http://www.theanalogdept.com/images/spp6_pics/Alignment_FAQ/TAD_sra_vta.gif

Wenn man glauben darf, was andere Schreiben, soll es sich klanglich nicht weiter auswirken.

Schaun wir mal ! 

Momentan bewegt sich der Tonarm, wenn in Waage, immer zur Plattenmitte, was auf "zu viel" Skatingkraft hindeutet. Veränder hab ich an der Federvorspannung eigentlich nichts, andererseits bin ich da auch nicht alleine, wenn man in den Foren liest.

Vielleicht steht er momentan auch schief, weil nur auf einer weichen Unterlage gelagert ? Vielleicht übt ja auch die neue Tonarminnenverkabelung eine Drehbewegung nach innen aus ? Ich teste das mal am 2. 1019er. 


14.08.2019

Ursache war der "12 K U 46" (Federhebel komplett) 


Dieser war an der Unterseite (zum Tonarm hin) nicht in die dafür vorgesehene Führung des Tonarms eingehängt, weshalb der Arm immer zur Plattentellermitte (durch die Feder nicht vorgespannt) hin zog. 

Und dann bin ich noch mit dem manuellen Lift beschäftigt gewesen. Hier die richtige Menge an zähem Silikonöl zu finden und/oder der richtigen Kraft mit der man die Mutter anzieht, die die beiden "Gleitscheiben" verbindet, ist gar nicht so einfach. 


18.09.2019

Jetzt hat auch noch die Automatik für die Plattengrößenerkennung nicht funktioniert. Auch hier lag es an diese "Verbindungsstelle", wo es vormals auch schon Probleme mit dem manuellen Lift gab, aber auch das funktioniert nun auch. Hab dann gleich mal das ADC Q30 draufgebaut. Mit Abstandshalter, die beim M75 mit dabei waren, passt auch der VTA/SRA ganz gut. Überhang muss ich nochmal überprüfen. Das Headshell des anderen 1019er hat leider einen Kabelbruch auf dem rechten Signal-Kanal. Mit "nachcrimpen" der Kontakte, die wie eine Art Kralle durch die Isolierung gehen sollten, aber nicht gingen bzw. mit der Zeit wieder verloren ging, hat es nicht geklappt. Also Crimpkontakte ab und neue Käbelchen direkt auf die obere Kontaktfläche des Headshels gelötet, mit einer "Bleistift"-Lötspitze, um nur nicht den Plastik zu verschmoren.

Mittlerweile gibt es aber auch gute Nachbauten (3D-Drucker ?) für ca. 35 Euro. 

Aber erst mal schauen ob der komplett überarbeitete 1019er bleiben darf ?

Zarge bei Ebel kostet zwischen 110 Euro (Multiplex-Bausatz) bis zusammengebaut und in Wunsch-RAL-Fabe lackiert 280 Euro. Oder doch nochmal nach einem in originalem Zustand und Zarge schauen ?

Frei nach Nina Hagen "...kann mich gar nicht entscheiden, ist alles so schön bunt hier..." 😉.


23.08.2019

Der Lift macht wieder mal Probleme. Also das ist eine Wissenschaft für sich hier die richtige Menge und Viskosität "einzufüllen" ? 


11.09.2019

Nach einigen Versuchen passt es so jetzt erst einmal. Senkt sich kurz "schnell" ab, um dann sanft auf der Plattenoberfläche aufzusetzen.