Donnerstag, 4. August 2016

Mal wieder einen Breitbänder ausprobiert - Monacor SP-205/8



Inspiriert durch den CT 269 von Klang & Ton und einem Bericht über diesen Lautsprecher (http://www.dosisnet.de/SP_205_8.pdf) hab ich es mal wieder gewagt .......


So sahen die 1. Versuche mit dem Monacor SP-205/8 aus. Eine gefaltete, offene Schallwand, leicht zurückgeneigt. Es fehlt am "oberen" und "unteren" Ende des Frequenzganges - linear sieht anders aus. Wenn man nach dem Preis geht (ca. 20 Euro das Stück), fast schon zu erwarten, wobei der Höhenmangel, meiner Meinung nach und in meiner Anlagenkonstellation, nicht sonderlich auffällt und bei "schlechtem" Musikmaterial manchmal sogar noch einen Tick zu "spitz" klingt. Das kann in anderen Anlagen aber schon wieder ganz anders "aussehen".


So sieht das frequenzgangsmäßig, in o.g. "Pappschachtel", aus (mit 1/3 Oktavband-Glättung, akustisches Zentrum vor den Ohren)




Im "unteren" Bereich kompensiert ein hoher Qts von 2,7 zwar den frühen Abfall der tiefen Frequenzen, aber auch das garantiert keine Bassgewitter, aber wie gesagt, mit "guten" Aufnahmen fehlt mir "fast" nichts !

Auch der "schwache" Magnet und die relativ leichte Papiermembran sollen Vorteile haben, insbesondere für einen Verstärker mit niedrigem Dämpfungsfaktor (so wie es oft bei Eintakt-A-Röhrenverstärkern der Fall ist), da hier nicht der Lautsprecher den Verstärker kontrolliert, sondern umgekehrt, so wie es sein soll. In Insiderkreisen gilt der Monacor gar als würdiger "Greencone" Nachfolger. Dazu hat der SP-205/8 auch noch einen Schwirrkonus, der ihn im Hochtonbereich unterstützt, allerdings nur bis ca. 17kHz.

Erste Höreindrücke waren gar nicht Mal so "schlecht", nur eben bei "minderwertigen", zu höhenbetonten Aufnahmen, wird es unangenehm "schrill". Man kann das aber zur Not mit "Eindrehen" zur Hörachse etwas abmildern.


Daraufhin hab ich mich dann entschlossen doch richtige Gehäuse zu bauen, frei nach dem Vorschlag von CT 269. Zuerst einmal aus MDF (gleich mit Ausschnitten und Bohrungen), wenn's klingt kann man ja immer noch nachbestellen.



Der Frequenzgang im "original" CT 269 Gehäuse soll angeblich so aussehen. Da sah es ja bei mir auf der Pappschallwand noch besser aus.



18.06.2016

Holzzuschnitt ist mittlerweile angekommen und am Wochenende bin ich zum Zusammenleimen gekommen





Aber auch mit Spanngurten und noch so genauem Arbeiten, bleiben 1/10-Ungenaugigkeiten beim Verleimen, die anschließend halt noch verschliffen werden müssen. Aber wir wollen es ja nicht übertreiben 😉.



Wie sie sehen, sind im Gegensatz zum CT 269, bei mir die obere und untere Gehäuseseite "verkürzt" worden. Sieht einfach mehr nach Box aus und direkt an die Wand werde ich sie eh nicht stellen.




20.07.2016



Erste Messungen (mit 1/3 Oktavband-Glättung, akustisches Zentrum auf Ohr ausgerichtet) sehen so aus


es klingt im Gehäuse jetzt zwar stärker im Bassbereich und weniger höhenbetont, selbst bei "schlechten" Aufnahmen, aber ich finde auch, es klingt jetzt weniger "dynamisch", fast "leblos".

Ich weiß noch nicht was ich davon halten soll !

Vielleicht dämpft das MDF stärker, weil eigentlich der Bauvorschlag Birke-Multiplex vorschlägt, vielleicht sind es ja auch die verkürzte Boden- und Deckplatte ?

Ich hab die Boxen jetzt auch nochmal vom "Unterbau" entkoppelt und rückseitig eine Querstrebe eingeklemmt, um evtl. Schwingungen der langen Gehäusewände zu minimieren.

Mal schauen was dabei rauskommt ?

Ich kann ja auch einfach Mal die Schallwand rausschrauben und irgendwie freistehend montieren ?

Ich ahne schon wieder Schlimmes ! Man kommt beim "Feintuning" wieder vom 100. ins 1000. !

Vielleicht versuche ich es doch nochmal mit einem "Brett", an das ich evtl. seitlich, verstellbare "Flügel" anbringe ?



22.07.2016

Gesagt getan, ich hab jetzt die Lautsprecher nochmal zurück in die Kartonschallwände gebaut und sofort war er wieder da, dieser "luftige" dynamische Klang, mit "etwas" Bass und zumindest "zu vernehmenden" Höhen.

Meiner Meinung nach ist das von mir gebaute Gehäuse "Gift" für diesen Lautsprecher !

Dann hab ich die MDF-Schallwände aus den Boxen ausgebaut und einfach an die Rollständer meiner Klipsch, mit Schraubzwingen befestigt.

Die Schallwand alleine hat ab ca. 600Hz einen recht linearen Frequenzbereich. Darunter fehlt der Bass, was man auch deutlich hört, aber auch hier ist die Räumlichkeit und Dynamik super und es sind auch deutlich wieder die Töne von Triangel und Co. zu vernehmen, was in den Gehäusen nicht der Fall war.




Was eine andere Aussage wieder bestätigen würde, das "zu lange" Seiten, von gefalteten Schallwänden, so wie es dieses, nach hinten offene Gehäuse eigentlich darstellt, wieder wie eine "Röhre" wirken können (http://www.mh-audio.nl/ob.asp), was zu Resonanzen führen kann, aber weshalb sich das so "dramatisch" auf die Höhenwiedergabe und Dynamik auswirkt, erschließt sich mir noch nicht.

Jetzt Schallwand doppelt breit, rechts breiter (Lautsprecher also exzentrisch links auf der Schallwand angebracht)





Hier hab ich nur gemessen und nicht gehört, aber es lässt vermuten, das sich das etwas "runder" anhört, weil Teile der unteren Frequenzen angehoben sind.


Nur Schallwand doppelt breit, links breiter




Rein frequenzgangtechnisch sieht das sogar noch etwas besser aus, da die Senke bei 400Hz nicht mehr da ist (aber dafür ist die Senke zwischen 7 und 8kHz etwas ausgeprägter).

Dabei spielt es auch keine große Rolle mehr, ob die Schallwand frontseitig bis zum Boden reicht (hab hier spaßhalber einen Karton davorgestellt, um das zu simulieren) oder nicht und sogar ein um 180° gedrehtes Eingangssignal, zeigt kaum Unterschiede.

Ich muss also ein Zwischending zwischen schmaler und breiter Schallwand, mit mehr rechts montiertem Lautsprecher (Schallwand links breiter) finden. So die Theorie !

Ich bin mir aber sicher, das die letztendliche Lösung, nur für meinen Raum gelten wird !

Da fallen mit spontan wieder "Flügel" an einer Schallwand ein. Die kann man 1. klappbar machen und 2. auch noch in unterschiedlichen Größen und Formen montieren.

Die Schallwand selbst, wird dann wieder bis zum Boden reichen.

Also nochmal Schallwände anfertigen und dem Ganzen "Flügel" verleihen 😉 ?


28.07.2016

Das mit den "Flügeln" hab ich ausprobiert und festgestellt, das wenn ich links noch einen Flügel ansetze und den nach hinten klappe und ich die Schallwände so eindrehe, dass das akustische Zentrum nun vor meinen Ohren ist, dann ergibt sich wieder ein ab ca. 500Hz linearer Frequenzgang mit etwas mehr Bässen, aber ohne den "Buckel" bei 100Hz weiter in die Höhe zu treiben, wie es bei den CT 269 Gehäusen der Fall war.

Weitere Versuche eine schlanke, hohe Schallwand zu verwenden, waren vom Frequenzgang her nicht überzeugend.

Also wenn "Gehäuse", dann müsste es eine größere Fläche haben und keine all zu tiefen Gehäusewände (dachte schon an Ikea "Besta" Korpus Weiß (60x20x64cm), á 20 Euro, in die man sogar Möbelfüße mit M8 Schrauben eindrehen kann). Dann einen Holzrahmen anfertigen, den man in die seitlich vorhandenen Bohrungen befestigen kann. Darauf wird dann die Schallwand befestigt. Noch ein paar konische Möbelfüße drunter, damit das Ganze auf Ohrhöhe (ca. 75cm) kommt - fertig. Oder eben doch eine Schallwand, mit Flügeln ?

01.08.2016

Am Wochenende hab ich mir nochmal eine etwas größere "Pappschachtel" gebaut und damit einmal links und einmal rechts die Messsignale aufgenommen und zum Schluss zusammengeführt. Sah ganz gut aus, vom Frequenzgang her. Dann hab ich testhalber einfach den einen Lautsprecher in der Pappschachtel betrieben und den anderen in eine 3-fach breite Schallwand (Lautsprecher war mittig) gesteckt. Im "Mischbetrieb" sah es dann so aus



Den Buckel bei ca. 100Hz werde ich nicht wegbekommen, da er lautsprecherbedingt ist (scheinbar der "Nachteil" eines hohen Qts (2,73)), ich kann aber versuchen den Bereich danach "anzupassen". Ich hab festgestellt, das je breiter die Schallwand wird, der Bereich von ca. 150-1000Hz angehoben wird. Der Höhenabfall ist ebenfalls vom Lautsprecher abhängig, den man aber mit Veränderung des akustischen Zentrums "leicht" anpassen kann (leider nicht nach oben). Man könnte auch noch einen Superhochtöner einsetzen, den man nur mit einem Kondensator, so wie die Saba Greencones, trennt. Evtl. könnte man auch den Beyma 8AG/N oder den Ciare CH250 in die nächste Auswahl mit einbeziehen, aber hier könnten die schwereren Membranen oder der um die Hälfte niedrigere Qts evtl. ein Wörtchen mitzureden haben.

Vielleicht versuch ich ja auch mal einen zusätzlichen Magneten (abstoßend) anzubringen. Die gibt es günstig in allen möglichen Abmessungen in einem großen online Auktionshaus. Das soll den Qts kleiner machen, den Wirkungsgrad an sich und den Hochtonpegel im Speziellen leicht erhöhen. Hier ein Link auf eine dänische Seite: http://alto-hojttaler.dk/?wpsc-product=alto-sp-205. So wie es aussieht hat der Lautsprecher dort auch noch einen "Phaseplug" in Form einer "17er" Nuss, aus dem Ratschenkasten bekommen (kein Scherz, einfach mal Bild auf o.g. Seite vergrößern) und die Sicke wurde noch zusätzlich im Randbereich beschichtet, um "parasitäre" Schwingungen zu unterdrücken. So sollen 40Hz-19kHz möglich sein.


02.08.2016

Hier mal ein Bild von den "Ikea"-Gehäusen auf denen zufällig je 2 der Schallwände von den CT 269-Gehäusen passen (für 1. Versuche reicht das, bevor ich mir neue Schallwände anfertigen lasse).



Ich hab mir jetzt noch ein paar Ringmagnete bestellt, die ich dann auch mal "huckepack" auf den Lautsprechermagneten (in abstoßender Richtung) setzen kann und Sickenbeschichtungsmaterial. Bin schon gespannt, wie sich das auf den Frequenzgang/Klang auswirkt.

03.08.2016

der Frequenzgang sieht momentan so am Besten aus. Die Boxen sind dabei "auf Ohr" ausgerichtet, also nicht eingewinkelt und das akustische Zentrum der Lautsprecher befindet sich auf ca. 82cm Höhe.


bei dieser Positionierung






04.08.2016


Magnete sind angekommen und gleich mal Frequenzgang gemessen (hab versucht die Lautsprecher immer am gleichen Platz stehen zu lassen, weil mit jeder Änderung sieht der Schalldruckverlauf/Frequenzgang schon wieder etwas anders aus)

mit "Einzelmagnet" (Lautsprecher selbst)


mit Doppelmagnet ("abstoßend" auf vorhandenen Magnet)



und Dreifachmagnet (beide Zusatzmagnete sind zueinander "anziehend", aber "abstoßend" auf den Lautsprecher gesetzt)


Beim Doppelmagneten (abstoßend) kann man in manchen Bereichen einen leichte Erhöhung des Schalldrucks erkennen, mit Dreifachmagnet ändert sich da nicht mehr viel.

Umgekehrt (mit Doppelmagnet), wenn man den Magneten "anziehend" anbringt, kann man eine leichte Reduzierung beobachten.

Ich werde jetzt auch nochmal die Lautsprecher von hinten an die 12mm starke Schallwand schrauben, nur um zu sehen was es für einen Effekt hat.


08.08.2016

Hab die Lautsprecher, mit Doppelmagnet, jetzt erst einmal wieder auf die Frontseite montiert. Hier hab ich aber dann mit einer "Entkopplung", in Form eines Filzstreifens zwischen Lautsprecher und Schallwand experimentiert,  was sich klanglich aber für mich etwas zu "dick" anhörte (keine Ahnung wie man sonst einen etwas zu braven, mittenlastigen Klang beschreiben könnte). "Direkt" montiert ist mir der Klang lieber und klingt auch "direkter" !

Vorher, ohne Filz

nachher, mit einem umlaufenden Filzstreifen, zwischen Lautsprecher und Schallwand



Die Membran zu beschichten oder den Schwirrkonus zu modifizieren hab ich mich bisher noch nicht getraut. Hab jetzt erst einmal die Schallwände in Auftrag gegeben und (Möbel) Füße bestellt. Solange hab ich schon mal die Holzrahmen fertig gemacht.





15.08.2016

Schallwände sind angekommen, eingebaut und ....... passt !




Mit "Doppelmagnet" und die Schallwand noch mit Kork vom Rahmen entkoppelt am 6P15P-Verstärker (Pentode als Triode) angeschlossen



Dann wollte ich auch noch wissen, wie sich verschiedene Verstärker auf den Frequenzgang auswirken und hab den E55L-Verstärker (Pentode als Triode) angeschlossen


und dann auch nochmal an der Uchida 2A3 (Triode),


Man sieht Unterschiede, aber hineininterpretieren möchte ich jetzt nichts, von wegen niedriger Dämpfungsfaktor des Verstärkers und Kontrolle des Lautsprechers.

Hier nochmal mit dem 6P15P-Verstärker, die rechte Box ca. 5cm weiter nach vorne geschoben, um Laufzeitunterschiede (die ich vorher im Carma 4 simuliert hatte) auszugleichen.



Zwischen 500 Hz und ca. 15 kHz bleibt man jetzt innerhalb von 10dB (oder +/´5dB) und es hört sich immer noch "luftig, locker" an.


18.08.2016


Ich hab mir jetzt nochmal ein Paar von den SP-205/8 bestellt, die ich dann vielleicht mit einem Skalpell "beschneiden" werde. Dann wird erst einmal ohne Dustcap gemessen und dann mit einem Phaseplug in Form von "Nüssen" aus dem Ratschenkasten, so wie es Steve Deckert von Decware anfangs gemacht hat (http://www.decware.com/paper46.htm). Ich bin schon gespannt.

Ich hab mich getraut, die Dustcaps von den vorhandenen Lautsprechern raus zu schneiden. War gar nicht so schlimm! So kann auch leichter ein Druckausgleich im Luftspalt erfolgen. Wenn  man sich ältere oder größere Lautsprecher anschaut, ist deren Dustcap oft ein feinmaschiges Gewebe, was luftdurchlässig ist.



und damit sieht der Frequenzgang so aus


nicht soviel schlechter als mit, aber auch nicht mehr Höhen.

Da ich nicht zwei gleichen Nüsse für 1/2" Antrieb habe, musste ich einen Lautsprecher mit einer 11er mit 1/2" Antrieb und den anderen mit einer 11er Nuss für 1/4" Antrieb ausstatten, was dann ungefähr so aussieht


Einen kleinen "Aufschlag" bei den Höhen gibt es ! Bei einem weiteren Versuch, nur am linken Lautsprecher einen "Phaseplug" einzusetzen, brachte sogar einen "Gewinn" bis fast 20 kHz. Warum das bei "Unsymmetrie" so ist, weiß ich jetzt auch noch nicht ?
Es besteht also Hoffnung, das zwei gleiche "Nüsse" etwas bringen könnten und wenn nicht probiere ich vielleicht auch noch ein paar andere Formen aus.

In einem großen Auktionshaus hab ich auch nochmal einen Breitbänder gefunden, der bis auf die Tiefe und der Magnetgröße gleiche Korbabmessungen hat.

Größerer Magnet = kleinerer Qts ? Wäre nicht das Schlechteste, wenn dieser extreme "100Hz-Buckel", wie beim SP-205/8, hier nicht so extrem ausfallen und dafür vielleicht etwas mehr Höhen liefern würde.








Der Dustcap ist auch nicht flach, sondern gewölbt, was vielleicht schon wieder wie so eine Art "Phaseplug" funktionieren könnte.

So wie es hier gezeigt wird


Mal schauen was das wird und wenn es nicht so toll ist, dann werden die zusammen mit den "CT 269" wieder verkauft.

20.08.2016

Hier hab ich jetzt mal 2x 11er Nuss für 1/2" Antrieb eingesetzt





Sieht gut aus, hört sich gut an ! 

Dafür ist die Senke bei 150Hz etwas tiefer geworden, aber dafür zeigt das Wasserfalldiagramm keine langen Nachhallzeiten mehr, in den unteren Frequenzen.

Mit einem 16mm Eisenröhrchen hatte ich es auch nochmal probiert, was dann schon fast an die 20kHz rankam, allerdings hätte man ein Einsacken, kurz davor, hinnehmen müssen, was man mit etwas Bedämpfung des Austrittes jedoch abmildern konnte.

Ich hatte ja nochmal 17er Nüsse bestellt (die sind in der Nähe des Polkerns nochmal 1-1,5 stärker, lassen also noch weniger Platz zur Schwingspule hin). Vielleicht tut sich da noch etwas ? 

Da gibt es noch genug Spielraum für Experimente !

21.08.2016

Jetzt bin ich mutig geworden und hab noch den Sickenrad einmalig beschichtet (der glänzt jetzt leicht)



und zusätzlich noch mit verschiedenen Phaseplugs experimentiert (was ich halt so gefunden habe)


In Form eines Griffknaufs für Schubladen,



die bereits bekannte 11er Nuss für 1/2" Antrieb (was immer noch am Besten für mich aussieht)


und einem Holzzylinder


Bis dann plötzlich, von einer auf die andere Messung, folgendes passierte ...


.... ein starker Abfall ab ca. 10 kHz, egal ob mit der "Nuss" (Bild oben) oder einem anderen Phaseplug. Das Ergebnis war immer das Selbe, sogar im Nahfeld, auf beiden Kanälen, aber warum ?

Ich dachte schon der Verstärker bzw. die Röhren haben was abbekommen, aber das konnte ich durch Röhrentausch bzw. Verwendung meines E55L-Verstärkers ausschließen.

Ich vermute fast, das Sickenbeschichtungsmaterial ist ausgehärtet und hat diese "Sauerrei" hinterlassen. Aber um sicher zu sein, muss ich warten bis die neuen SP-205/8 da sind.

Das wäre ja der Hammer !

Andererseits merkt man auch, wie komplex doch so ein Lautsprecher ist. An einer Stelle versucht etwas zu "verbessern", an einer anderen wird es dafür "schlechter".



22.08.2016

Der Lautsprecherersatz mit den SP-205/8 ist angekommen, eingebaut und für gut befunden !

Das bedeutet es liegt tatsächlich an der Sickenbeschichtung. 

Für "meinen" Zweck (was immer ich mir auch erhofft hatte), ist hier genanntes "Speaker Coating" - http://www.akustikpeiter.de/ersatzteile/zubehör/ -  auf jeden Fall nicht geeignet. Weitere Test mit Beschichtungsmittel werde ich nicht machen.

24.08.2016

Gestern sind die "Noname" Breitbänder eingetroffen. Die passen zwar genau, aber rein optisch (relative geschlossener Blechkorb) und auch frequenzgangs-technisch sind sie unterschiedlich, zu den Monacor SP-205/8. Bei gleicher Stellung der Lautstärkeregler ist soft ein höherer Schalldruck aufgefallen, aber sonst sind keine weiteren Parameter bekannt.




Diese Senke bei ca. 7 KHz stört "optisch" etwas, wie sie sich klanglich auswirkt wird sich zeigen. Auch hier ein früher Abfall ab ca. 15 kHz, aber da könnte man ja noch den Dustcap entfernen und .......



25.08.2016

Ich wollte jetzt nicht wieder von neuem anfangen (den SP-205/8 kann ich jetzt doch schon ein bisschen einschätzen) und hab den Verkäufer gefragt, ob ich ihn wieder zurückgeben könnte, u.a. weil ich ich eben einen Lautsprecher für Open Baffle suchte, der nach hinten recht offen sein sollte. Zum Dank, kein Problem!

Das 2. Pärchen SP-205/8, die ich mir bestellt hatte, waren leider auch nicht o.k.. Die Befestigungs-löcher, des einen Lautsprechers, waren von den "Kartonsegmenten" teilweise überdeckt, so das man ihn nicht montieren konnte. Reklamation ist in Auftrag gegeben !

Momentan kann ich also weder hören noch testen !



31.08.2016

Ersatz ist angekommen, aber auch ein weiteres Pärchen, welches ich bestellt hatte.

Hätte ich mal lieber vorher den Frequenzgang gemessen, bevor ich den Dustcap entferne !

Hier scheint es "Streuungen" im Frequenzgang zu geben, dahingehend, das manche Lautsprecher ab ca. 17kHz so ziemlich abrupt im Schalldruck abfallen, andere hingegen etwas "sanfter" auslaufen. Bei den "abrupt" auslaufenden scheint das Ergebnis, in Richtung erweiterter Höhenwiedergabe, egal was man dann für einen Phaseplug einsetzen würde, eher fraglich.



Das 2. Paar hatte schon von Haus auf einen vielversprechenderen Frequenz-/Schalldruckverlauf, was sich nach entfernen der Staubschutzes und einsetzen eines Phaseplugs in Form einer 11er Nuss für 1/2" Antrieb auch zeigte.


Das ganze würde im Hochtonbereich noch besser aussehen, wenn beide Lautsprecher dort einen ähnlichen Schalldruckverlauf hätten. Ich hab ja jetzt mittlerweile ein paar dieser Lautsprecher herumliegen. Da wird doch was dabei sein?


05.09.2016


So die "CT269" Gehäuse mit einem Satz modifizierter Monacor SP-205/8 hab ich jetzt zum Verkauf ausgesetzt. Für andere, denke ich, ist das genau das Richtige bzw. für 1. Versuche oder zum Experimentieren eine gute Basis.

Hatte alle Monacor's jetzt nochmal in die Ikea-Gehäuse eingebaut und durch gemessen und bin zu folgender Erkenntnis gekommen:

- der Monacor SP-205/8 hat eine gewisse Streuung, was seine Parameter betrifft, insbesondere
  der max. möglichen Übertragungsfrequenz (garantiert wird aber auch nur 17 kHz) und ob dieser
  abrupt endet oder langsam ausläuft.

Potential haben die, die sanft auslaufen. Hier kann das Entfernen des Dustcaps und einsetzen einer "11er" Nuss aus den Höhen noch etwas mehr herausholen.

Momentan höre ich ein Pärchen ohne Dustcap und ohne "Phaseplug" und bin immer wieder über dessen klanglichen Fähigkeiten begeistert.

Dabei bin ich auf ein weiteres Phänomen gestoßen, was aber nichts mit den Lautsprechern, sondern mit den klanglichen Qualitäten von s.g. digitalisierten, verlustfreien Musikdateien wie FLAC, WAV, etc. zu tun hat.

Es gibt Unterschiede, egal was andere sagen.

Ob die Ursache jetzt am Programm liegt, welches die Daten von CD wandelt, ob man letztendlich komprimierte oder unkomprimierte Daten wieder gibt, via USB oder SPDIF ausgibt, einen synchronen oder asynchronen DAC verwendet, ob man Schalt- oder Linearnetzteile verwendet, etc., ist ein eigenes Thema.


06.09.2016

Heute sind die Möbelfüße angekommen, eingeschraubt, passt !



Schön sind sie nicht, aber selten !


09.09.2016

Hatte mir nochmals ein Pärchen der SP-205/8 besorgt, die auch ohne den Dustcap zu entfernen schon sehr gute Werte zeigten. Die bleiben jetzt erstmal so !

Also wenn man mal die ganzen Experimente bei Seite lässt und zusammenrechnet, dann kostet ein Pärchen dieser Lautsprecher nur ca. 200 Euro (2x SP-205/8 ca. 37 Euro, 2x Ikea Besta-Rahmen 40 Euro, 2x  Schallwand ca. 60 Euro, 8x Möbelfuß ca. 56 Euro und noch ein paar Holzlatten und Schrauben).

Der Spaß beim Hören und die dabei gemachten Erfahrungen - unbezahlbar !


17.09.2016

So sah das damals aus, als ich bei einem Pärchen den Dustcap entfernt und die Sicke beschichtet hatte und plötzlich ausgehärtet war, .......


..... ein starker Abfall ab ca. 10 kHz.

Jetzt hab ich noch bei einem anderen "Schrott"-Pärchen Dustcap und Whizzer Cone entfernt, die Sicke aber nicht beschichtet.


Das hat schon verdammte Ähnlichkeit mit der ausgehärteten Beschichtung.

Soweit ich mich erinnern kann ist die obere Grenzfrequenz der Saba Greencones (ohne Hochtonunterstützung) auch so um die 10 kHz. Auch der Saba hat keinen Schwirrkonus.

Ergo Sum - der Schwirrkonus scheint ab 10 kHz den 205/8 in der Hochtonwiedergabe zu unterstützen und eine zu harte Sicke schwächt ihn wiederum ab 10 kHz. 

Ich hatte auch im WWW gesehen das bei einem Visaton BG20 die Hochtonwiedergabe mit zunehmender Einspielzeit nochmal zulegte. Also besteht auch bei den Monacor 205/8 vielleicht noch die Hoffnung, das wenn er "weichgeprügelt" ist, in den Höhen noch ein bisschen besser spielt. 

Im Nahfeld (so ca. 10cm vor dem Schwirrkonus) werden die 20 kHz noch gut erreicht, je weiter man weg geht, desto "mehr" fällt er in den Höhen ab. Durch positionieren im Hörraum hab ich jetzt einen guten Kompromiss gefunden


Mal sehen was die Einspielzeit noch so bringt.

26.09.2016

Nochmal ein Ersatzpärchen besorgt, die "oben herum" gut aussehen. Zwei Pärchen sind dem Forschungsdrang zum Opfer gefallen, zwei hören zu abrupt bei ca. 17kHz auf und eines wird mit den CT 269 verkauft.

Das neue Pärchen wird gerade eingespielt und sollte noch besser werden.


Ich hab jetzt nochmal die Schallwand mit Kork vom Rahmen entkoppelt und die Lautsprecher mit den Pappsegmenten eines alten Lautsprecherpaares, wiederum von der Schallwand entkoppelt (wollte einfach wissen was es mit - http://www.linkwitzlab.com/frontiers_2.htm#N - auf sich hat).

Rausgekommen ist das


Ich will wie immer nichts hineininterpretieren, aber so im Bereich von 200Hz bis 16kHz kann man schon einen gleichmäßigeren Schalldruck erkennen. Immer noch mit zwei leichten Überhöhungen, aber an anderer Stelle. Bin auch der Meinung, das es nicht mehr so "brummt" wenn Bass gespielt wird. Vielleicht wurde ja vorher das leichte Ikea-Gehäuse noch zum Mitschwingen angeregt ? Ein stabilerer Rahmen und eine dickere Schallwand sollten auch das Problem lösen, aber das ist momentan nicht so wichtig.

Klingen tut es immer noch gut !


Was noch zum dem 1. Buckel (bei ca. 100Hz) zu sagen ist, das dieser, wie schon gesagt, lautsprecherbedingt (Qts ca. 2,7) ist, die anschließende Senke mit durch die Größe der Schallwand hervorgerufen wird. Könnte aber auch sein, das man mit Positionierung der Lautsprecher noch etwas bewirken könnte ? Thema "Raummoden"!



29.09.2016

Ich hab jetzt einfach Mal die Lautsprecher um ca. 15cm weiter nach vorne verschoben. Der Bass war hier schon nicht mehr so "präsent", was auch die Messung bestätigt, was wiederum den großen Einfluss des Hörraumes bestätigt.




Also, wenn es mal nicht so klingen sollte, nicht gleich anfangen Bauteile, Kabel oder gar ganze Geräte zu tauschen !


12.10.2016

Nachdem ich ja mit den "Raummoden" bei den "Ikea-Gehäusen" Verbesserungen im Frequenzgang gesehen habe, dachte ich mir, das auch nochmal mit den "CT 269" Gehäusen auszuprobieren und tatsächlich fand ich es gar nicht mehr so "leblos" und "undynamisch". Auch der Bass war nicht mehr so "vorlaut" und die Höhen so gar richtig durchhörbar.

Schon verrückt was der "Raum" für Auswirkungen auf das Gesamtergebnis hat !


11.03.2017

Ich hab jetzt nochmal ein kleineres Gehäuse gebaut, sozusagen "wohnzimmertauglich" und wenn die seitlichen Ecken noch eine 45° Phase bekommen, gibt's ja vielleicht sogar noch den "WAF" (Women acceptance factor) ? Die klingen kaum schlechter und ich glaube fast, das Gehäuse ist nicht so anfällig was das Resonieren betrifft (sind ja auch 19mm MDF Platten). Ein Frequenzgangsschrieb steht noch aus.



Fehlen nur noch ein paar Füße. So im 70er Jahrestyle (Tulpen- oder Trompetenfuß).

14.06.2017

Das könnte ich mir auch ganz gut für diese Breitbänder vorstellen. 






Der Ständer sieht wie ein Gitarrenständer aus, den man z.B. bei Thomann bekommt,





sogar verstellbar, um den "Reifenlautsprecher" auf Ohrhöhe zu bringen. Restpostenreifen (z.B. 155 R65) bekommt man schon für 25 Euro.

Freitag, 1. Januar 2016

1-Röhren-Verstärker, wäre die SV83 eine Alternative ?

Nachdem das mit der "Weinkiste" prima geklappt hat, wollte ich nochmal .........

Mir kam da die 6E6P-DR wieder in den Sinn, aber ohne die max. Grenzwerte zu überschreiten, kommt da nicht viel raus (das Spiel hatten wir zwar bereits, aber ich überprüfe das gerne auch noch mal). Auch die EL84 kam nochmals zum Zuge, aber wegen dem sehr hohen Eingangsspannungsbedarf, war mit Eingangsübertragern nicht viel zu machen (zumindest nicht bei 1:4).

Dann bin ich von der EL84 zufällig auf die SV83 gekommen, die auch schon in einem meiner  Verstärkerbausätze, dem Decware SE84C, eingesetzt waren. Schnell mal das Internet bemüht und siehe da, die SV83 ist der EL84 "ähnlich", nur das die SV83, je nach Arbeitspunkt bis zu 3V weniger Steuerspannung benötigt, aber u.a. sind andere Werte, wie z.B. Ug2, dafür nur max. 150V.

Weitere Recherchen ergaben, das es noch weitere, der SV83 "ähnliche" Typen gibt, sowohl mit Noval-Sockel, wie z.B. die EL83, 6CK6, EL803S, 6P15P, 6P9, EL821, E80L, CV4055, etc., als auch mit Rimlock-Sockel wie die EL41 oder 6CK5 oder auch mit Oktal-Sockel wie die 6AG7(Y) oder die 6P9 (beides "Stahlröhren"). Die CV4056 hat z.B. lange Anschlußdrähte, was ich eigentlich bisher nur von Nixieröhren her kannte.

Die "besseren Werte" von allen o.g. hat allerdings die russische 6P15P-EV (Pa=12W, Pg2=1,5W, Ua und Ug2 max=330V, S=15mA/V und u=25), die dazu auch noch ca. 5.000 Std. halten soll. Beim Standardarbeitspunkt, Ua=250V und ca. Ik=36mA, komm ich damit, rein rechnerisch, auf 9 Watt, was vielleicht >=2 Watt in Triodenbetrieb erhoffen lässt. Mehr würde aber auch noch gehen !

Da hab ich mir doch gleich mal ein paar besorgt.

Hab mir dann auch nochmal den "Mercedes" (obwohl "Namen" ja heutzutage kein Garant für gute Qualität sein muss) unter den für OTA's (One Tube Amp) geeigneten Röhren angeschaut, die EML 20B Triode. Die EML 20B hat z.B. S=5,9mA/V und u=20, die 6P15P-EV S=15mA/V und u=25. Gut, die EML 20B hat eine höhere Anodenverlustleistung (max. 25W ), aber ansonsten schaut das schon mal gut aus. Theoretisch !

Unter http://www.klausmobile.narod.ru/testerfiles/el_clones.htm hat sich jemand die Mühe gemacht, für die 6P15P Kennlinien aufzunehmen (Pentode und Triode). Sieht sogar relativ linear aus, was ja immer so ein Anzeichen für guten Klang sein soll, sogar bis in den positiven Gitterspannungsbereich.
Das könnte doch was werden ? Ein Versuch ist es allemal wert. Das Ganze muss dann nur noch klingen.

Da fällt mir wieder, was die Lebensdauer angeht, der V73 Telefunken Studioverstärker ein, der u.a. im Bayerischen Rundfunk eingesetzt wurde. Die hatten z.B. die EL42 als Endstufenröhren (PushPull) drinnen. Die Geräte sollen in einem Rack eingebaut, Tag und Nacht, Jahre lang gelaufen sein (1 Jahr =8760 Std.) und ein Röhrentausch erst nach Jahren, bei einem Totalausfall, notwendig gewesen sein.

Zu den EL42 Röhren hab ich aber nicht mal Angaben zur Betriebszeit gefunden.

Vielleicht wird das Ganze auch etwas überbewertet ? Vielleicht ist ja ein, sich an die Herstellerangaben halten, schon mal die "halbe Miete" (zumindest was die garantierte Lebensdauer betrifft) ?

Gut, vielleicht schadet ja auch wirklich ein ständiges Ein- und Auschalten der Röhre (der Heizung)oder waren Röhren ganz früher einfach langlebiger, u.a. weil die Wissenschaft noch nicht so weit war, Materialien so einzusetzen, das sie eben nur so und solange halten ? Alles was länger halten soll, wie z.B. Röhren fürs Militär, in Meßgeräten und Überseeverstärkern, muss teuer bezahlt werden.

Vielleicht werde ich hier ja einfach mal einen Betriebsstundenzähler mit einbauen und eigene Erfahrungen sammeln ?

Hab mir interessehalber auch noch CV4055 (EL821) besorgt. Bis auf einige Pins ähnlich der 6P15P-EV, mit ähnlich guten Werten. Die sollen für's Militär spezifiziert gewesen sein, aber deswegen hab ich auch keine Angaben zur Lebensdauer gefunden.


14.01.2016

Die CV4055 sind schon mal angekommen, eingebaut und als nicht gut befunden !

Soll bedeuten, das auch hier (wie schon bei der EL803S), die erreichbare Lautstärke, im Gegensatz zur E55L/EL5070, hörbar weniger ist. Lt. Oszi bekomme ich mit "normalen" Arbeitspunkten (AP) auch wieder nur ca. 1,1 Watt raus, wenn ich die AP's, durch einen höheren Rk verändere, bekomme ich zwar eine höhere Aussteuerbarkeit, aber bei Musik reichen die Pegel nicht mehr, um den Verstärker voll aus-(leicht über-)zusteuern. Wenn ich den Rk kleiner mache, kann ich zwar bei Musik lauter aufdrehen, aber dann werden irgendwann Verzerrungen hörbar. Die pinkompatible E80L ist vom AP etwas besser, ändert aber am Gesamtergebnis nichts. Im Vergleich zu der E55L/EL5070, scheint auch das keine Alternative zu sein.


25.01.2016

Jetzt sind die 6P15P-EV doch noch angekommen !
Diese Möglichkeit musste ich jetzt aber auch noch probieren, nicht das genau die funktionieren würden.

Was soll ich sagen, es scheint zu funktionieren.

Bei folgenden Werten - Ua ca. 225V, Rk=150 Ohm, Ik ca. 33,5 mA, Ug1 ca. 5V, Ra=5 kOhm
bekomme ich ca.1,4 Watt (am Oszi noch unverzerrt) Triodenleistung heraus. Dabei hab ich aber gerade mal 56% der Pmax. (Pa+Pg2) erreicht. Auch der 1. Höreindruck verspricht gutes und bei ca. 6 Euro/Stück, kann man sich ruhig einen kleinen Vorrat anschaffen.

Mit o.g. Arbeitspunkt versuche ich das jetzt nochmal mit der CV4055 (EL821).
Bei diesem Versuch hab ich auch mal spaßhalber das Rechtecksignalverhalten der Schaltung / der Übertrager (Edcor Edcor GXSE10-8-5K, aber auch die Reinhöfer 53.06U) getestet. Wenn man das mit Tests von wesentlich teureren Kandidaten (Tamura, Tango, Silk, Hashimoto, Lundahl, etc.) vergleicht, mag das bis 1kHz noch relativ gut aussehen, aber bei 10kHz ist das Ganze jenseits von Gut und Böse. Angeblich ein Zeichen von einem zu "engen" Frequenzbereich des Übertragers.


11.02.2016

Ich hab mir jetzt nochmal Lundahl LL1663 (5k/8R) Ausgangsübertrager besorgt, aber auch die zeigen ein "schreckliches" Rechteckverhalten.

Da stimmt doch was nicht ?

Ich hab mich dann schrittweise vorgearbeitet. Erstmal das Rechteck des Funktionsgenerators (FG) angeschaut - das passt (wäre schlimm gewesen, wenn nicht :-) ), dann hab ich nach dem Eingangsübertrager LL7903 gemessen und gleich gesehen, das hier schon kein Rechteck mehr bei 10kHz rauskommt. Dann ist mir wieder eingefallen, das für bestes Rechteckverhalten, der Eingangsübertrager sekundär, parallel eine 30kOhm in Reihe mit 400pf-Kombination haben soll, was sich bei mir wahrscheinlich nicht machen lässt, weil ich ja sekundär meinen Lautstärkeregler habe.

Wenn ich den Eingangsübertrager weglasse und mit dem FG direkt auf den Eingang der Röhre gehe,
dann schaut das schon ganz anders, viel besser aus und dabei schneiden die kleinen Edcor-Übertrager auch nicht viel schlechter ab, als die Lundahl, wenn übehaupt.

Ob ich da jetzt richtig gemessen habe, sei dahingestellt. Es wurde dabei auch kein Klirr beachtet, also alles etwas mit Vorsicht zu genießen.

Man sag einem Übertrager, der bei 10kHz noch ein relativ sauberes Rechteckverhalten zeigt, einen sehr ausgedehnter Frequenzgang nach, was eine problemlose Wiedergabe im Hörbereich von 20-20.000Hz ermöglicht oder das ein gutes Rechteckverhalten, bei der Übertragung "komplexer Musiksignale", von Vorteil sein soll ?

Woher kommt aber die Annahme/Aussage ? 

Wie ist es da z.B. bei "alten" Studiogeräten von Telefunken (V72, V74, V73, etc.), die alle Eingangs- und Ausgangsübertrager haben und mehrfach "hintereinander" geschalten werden ?

Diejenigen die solche Geräte besitzen, sind aber ganz begeistert von deren Klang. 

Da möchte ich doch gerne mal einen Rechteck einspeißen !

Was mir immer wieder klar wird, ist, das wenn es trotzdem klingt, die ganze Messerei nicht ganz so ernst genommen werden sollte. Musik hat viel mit "Natürlichkeit" zu tun, da sind Messwerte eher nicht so aussagekräftig.

Aber jetzt, wo ich mir schon mal "teure" Lundahl-Übertrager besorgt habe, wollte ich sie auch einsetzen und prompt ist mir wieder was "Dummes" eingefallen.



Sie sehen richtig, eine Munitionskiste.

Eine für das Netzteil und eine für die Verstärkerschaltung.

Das Ganze ist in meinem Geiste eigentlich schon fertig, nur mit den Details hadere ich noch.
"Einschübe" sollen es werden, die an Griffen (eigentlich für Schubladen gedacht, die aber günstiger sind, als die speziell für Gehäusetechnik und die es auch in verschiedenen Abmessungen gibt), von oben eingesetzt werden.

Dabei werden die Kisten nicht verändert. Keine Bohrungen oder sonstige Veränderungen (könnte sie also jederzeit wieder andersweitig nutzen !).

Auf dem untersten Blech steht beim Netzteil der Netztrafo, die Drossel und ein großer Siebkondensator. Auf dem Deckblech ist die Gleichrichterröhre, die Bedienelemente, die Kabelzuführung, die Sicherung und die 4mm Sicherheitslaborbuchsen, mit denen die Spannungen zum Verstärker geführt werden.

Verstärkerseitig, auf unterster Ebene, die Ausgangsübertrager und die kanalgetrennte Siebung. Auf dem Deckblech sind wieder die Röhren, die Bedienelemente, die 4mm Buchsen, Cinchein- und Lautsprecherausgänge. Auf der Unterseite des Deckbleches befinden sich u.a. die Eingangsübertrager.

Es geht voran ......


Ein Blick unter die "Haube".....




25.02.2016

Nicht das es hier nicht weitergehen würde, aber ich hab da mit so einigem zu kämpfen, u.a. die Bohrmaschine die ich habe. Die macht mich noch wahnsinnig. Was ich jetzt schon an Blechen verbohrt habe (verdammter Perfektionismus :-) !).

Kurzer Hand wurde noch eine neue Tischbohrmaschine gekauft. Das mit der Bedienung muss sich zwar auch noch ein bisschen einspielen, aber mit der 1. Ergebnissen komm ich zurecht.

Es mussten auch noch ein paar Teile besorgt werden, aber jetzt sollte ich alles zusammen haben.

So sieht es momentan aus




27.02.2016

Es geht voran !

Mit den Blechen bohren hat es jetzt wenigstens geklappt, aber jetzt musste ich feststellen, das die eine Munitionskiste im Inneren andere Abmessungen hat. Die eine Rundung im unteren Bereich der Kiste scheint mit Lot "vollgelaufen" zu sein. Mist !

Die andere Kiste passt. Da  muss ich wohl nochmal eine bestellen und den Händler darauf hinweisen.




Eher zufällig oder besser gesagt hat es sich durch die Bauteile so ergeben, liegen die schweren Ausgangstrafos im vorderen Bereich der Kiste, was, wenn der schwere Deckel dran ist, ein Kippen nach hinten verhindert.





28.02.2016

fertig ........



dachte ich zumindest. Der Netztrafo brummt leicht, wenn man nahe genug hingeht und in einem gewissen Abstand ist nichts mehr davon zu hören, allerdings wenn man das Netzteil in die Munitionskiste steckt, dann wird durch den "Hohlkörper" der Brumm so verstärkt, das es nicht mehr schön ist.

Verdammt ! Wer konnte das ahnen ?

Auch mit Gummieinlagen im Gehäuse, konnte ich das Ganze nicht still bekommen.

Ich hab jetzt nochmal einen Ringkerntrafo bestellt.

Klanglich kann ich nur sagen - geil !

Was, denke ich, aber auch dem neuen, gebrauchten Arcam rDAC geschuldet sein könnte. Von Bassmangel keine Spur, dynamisch, ausgewogene Mitten, seidige Höhen, wenn man versuchen will es in Worte zu fassen. "Schlechte" Aufnahmen fallen sofort mit fehlendem Bass bzw. zuviel Höhen auf.

Toll !

05.03.2016

Ringkern ist da, fix eingebaut und ........... nix brummt.










15.07.2016

Nachdem auch der RIAA-Vorverstärker in kleinere Munitionskisten Platz fand, hab ich mir nochmal alle Bleche, diesmal vom Profi (Schaeffer Apparatebau), machen lassen. Das ist schon ganz was anderes !

Aber jeden Cent wert, für etwas "Endgültiges" :-) !

Auch sind nach und nach noch ein paar kleinere Modifikationen in die Schaltung eingeflossen, u.a. eine "Hazen"-Modifikation, wo das Gitter G3 der 6P15P nicht direkt auf Katodenpotential gelegt wird, sondern über einen "kleinen" Kondensator von 0,1uf. Den direkten Vergleich hab ich noch nicht gemacht, aber "schlechter" hört sich das ganze nicht an. Der Ck wurde reduziert, so das aber immer noch ca. 9Hz untere Grenzfrequenz erreicht werden (die "guten" Folienkondensatoren wurden anderswo benötigt).


















Freitag, 26. Juni 2015

Media- oder Musikplayer mit einer "Himbeere" (Raspberry PI 2 B)

Die SqueezeBox Touch (SBT) von Logitech ist ja schon mal nicht schlecht, insbesondere finde ich ihre klanglichen Qualitäten und ihre vielfältigen Anschlussmöglichkeiten recht gut.

Aber keine Rosen ohne Dornen !

Wenn man sie nicht dauernd am "Laufen" haben will, braucht sie einige Zeit bis sie hochgefahren ist, bzw. die Lieder zum Abspielen bereit sind. Manchmal verliert sie aber auch schon mal die USB-Verbindung (das scheint ein grundlegendes Problem von ihr zu sein, das "stromhungrige" USB-Geräte, wie Festplatten, etc. nicht zuverlässig funktionieren, obwohl ich mich vorab informiert habe, welche Festplatte mit sehr kurzem USB-Kabel funktionieren müsste.

Dadurch verliert sie dann scheinbar ihre "Indizierung" des Festplatteninhaltes, worauf sie erneut beginnt alle Titel einzulesen. Mit "schnell" mal Musik hören ist dann nix mehr !

Vielleicht funktioniert das Ganze besser als Serverlösung, aber ich wollte eigentlich eine lokale Lösung.

Es gibt mittlerweile sicher einige, andere vielleicht auch bessere "Fertiglösungen" als die SBT, die sind mir aber einfach zu teuer und ob die Bedienbarkeit und die klanglichen Qualitäten halten was sie versprechen, steht auf einem anderen Blatt.

Als Selbstbauer und "gebranntes Kind" (was kommerzielle Geräte angeht) schau ich mich da gerne selbst erst mal um.

Bei meiner Suche bin ich über den Einplatinen-Computer "Raspberry PI 2 B" gestoßen. Ein nur Zigarettenschachtel großes Gerät, den man dank unterschiedlichster "Open-Source-Software" vielfältig einsetzen kann, auch als Musikplayer.

Gesagt, getan !

Mit ca. 40 Euro, alleine für den Raspberry ("Himbeere"), auch nicht all zu teuer. Noch etwas Zubehör dazu:

- Steckernetzteil 5V/2A
- HDMI zu VGA-Adapter
- ein passendes Gehäuse, welches auch noch eine S/PDIF-Adapter-Platine aufnehmen kann
- ein paar Kühlkörper, zum Aufkleben auf die Prozessoren der "Himbeere", damit sie bei
  Höchstleistungen nicht dem Hitzetod stirbt.

Da es mir vorrangig um Musik geht, hab ich mir noch folgendes mit bestellt:

- Zusatzplatine Hifiberry Digi+ (S/PDIF Toslink und Coaxial via Übertrager),
  als Zuspieler für einen externen DAC


Eine 320GB Festplatte mit ca. 6700 Musiktiteln war von der SBT noch vorhanden. Einen alten 15" VGA-Monitor hatte ich auch noch herumstehen und auch einen externen DAC, den FiiO D3K. Fehlte nur noch eine Tastatur und Mouse, damit es losgehen konnte.

Als MultiMedia-Software hab ich momentan Openelec im Einsatz.

Und so sieht das Ganze jetzt erstmal aus (hier ohne Tastatur und Mouse) und, es funktioniert sogar schon (da hatte ich mehr Schwierigkeiten die SBT zum Laufen zu bekommen / am Laufen zu halten)



Momentan läuft das Ganze noch mit Stecker-Schaltnetzteil, was aus klanglicher Sicht auf jeden Fall wieder verschwinden und gegen ein "analoges" ausgetauscht wird

Anfangsprobleme gibt es überall, so auch hier:

zur Einbindung der Zusatzplatine (Hifiberry Digi+) muss man ein paar Befehlszeilen in die "config.txt" einbauen.

               dtoverlay=hifiberry-digi
               dtdebug=1

Die Festplatte wurde zwar scheinbar mit Strom versorgt, aber nicht im "Betriebssystem"
erkannt, was letztendlich an einer zu geringen USB-Stromausgabe lag. Auch hier ein Eintrag
in der "config.txt",

               usb_max_power=1

um der USB-Schnittstelle mehr Strom (max. 1A) zuzuteilen. Platte wurde danach problemlos erkannt und alle Musiktitel waren spielbar.

Noch ein paar zusätzliche Einstellungen in Openelec und schon konnte man Musik hören

Jetzt kommt noch ein USB-Infrarot-Dongle (FLIRC) her, der auf "alle" Fernbedienungen kodiert werden kann (Openelec ist für "Coursor-Bedienung" ausgelegt).

21.07.2015

Ich bin schon noch an der Sache dran und ich denke noch immer das es eine gute Sache ist (wird), aber momentan sind es eher kleine Veränderungen, die nicht täglich geposted werden müssen.

Der Infrarot-Dongle (FLIRC)
 und die Appel TV Remote

sind bereits im Betrieb. Darüber lässt sich im Openelec auch alles nötige steuern. Anstatt dem alten 15" VGA-Monitor hab ich mir einen gebrauchten 17" DVI-Monitor besorgt. Ich hab nämlich festgestellt, das der HDMI-VGA-Adapter einiges mehr an "Strom" konsumiert, als HDMI auf DVI oder HDMI direkt. Auch die 320 GB Festplatte braucht mehr Strom als eine andere 1TB Platte.

Warum ich auf Stromverbrauch so achte ?

U.a. weil mein "HiFi"-Netzteil momentan nur max. ca. 2,5A bringen kann. Bei 5V sind das gerade mal 12,5 Watt. Wenn dann die Festplatte andreht, können kurzzeitig schon mal 20 Watt abverlangt werden, was zu Spannungseinbrüchen führt, was das System zu beeinflussen scheint.

Auf Dauer keine Lösung !

Deshalb baue ich mir nebenbei noch ein stärkeres Netzteil auf, ca. 5A. "HiFi"-tauglich soll es sein und meinen "Spleen" mit den Folienkondensatoren gerecht werden. Das braucht viel Platz und wenn dann die geeigneten Kondensatoren (110uf, 75V) auch nicht mehr so einfach und günstig zu bekommen sind, wird es schwierig. Mehr wie 42x 110uf = 4620uf hab ich jetzt nicht mehr "zusammenkratzen" können, müsste aber für ca. 5A gut sein. Den Rest muss der Regler (LT1084 CP-5) und die Elektronik vom Raspberry machen. Nachdem ich dann nur noch DVI oder HDMI verwende und evtl. einen andere Festplatte mit weniger Verbrauch, sollte selbst noch ein externes DVD-Laufwerk daran betrieben werden können. Dann kann ich zur Not auch mal eine Musik-CD oder eine DVD einlegen.

Der FiiO DAC bekommt sein eigenes, kleines Netzteil. Bei max. 500mA müssten 21x22uf=462uf (alles Folienkondensatoren) reichen, u.a. weil es sich hier auch um einen kontinuierlichen Verbrauch und nicht um Impulsbelastungen, wie bei einer Endstufe handelt.

Ich hatte auch schon mal probiert die Festplatte an die Fritzbox zu hängen (die wird eh immer mit Strom versorgt), um mir dann die Daten via LAN auf den Raspberry zu holen. Auch das geht, aber eigentlich will ich eine unabhängige Lösung.

26.07.2015

Ein paar Teile mussten noch besorgt werden, u.a. ein Paar gebrauchter 10" (42 TE) Baugruppenträger mit 3 HE, indem ich dann meine Netzteil-Platinen einschieben kann.

Hier schon mal das fertige Netzteilplatine für den FIIO DAC


Klassisch ! Trafo , Brückengleichrichter aus Einzeldioden, Siebung und ein Low Drop 5V/1,5A Regler - fertig.

Die ersten Platinen für das Netzteil der "Beere"


Auf dem Kühlkörper sind die 4 Dioden die den Brückengleichrichter bilden und der 5V/5A-Regler montiert. Die Platinen mit den Kapazitäten (2 ganze und eine zu 3/4 bestückte Platine), werden dann über Schraubklemmen an den Ausgang des Gleichrichters gelegt.

02.08.2015

So, die Platinen sind soweit bestückt und funktionieren auch. Seltsamerweise brauchen der DAC und der "Berry" jetzt nur nur ca. 8 Watt, anstelle vormals ca. 15 Watt. Wie das ?

Ganz einfach ! Ich messe immer den Gesamtverbrauch des Netzteiles vor der Gleichrichtung und Regelung, also auch die Verlustleistung.


Vorher hatte ich einen Trafo mit 2x 9V und Mittelpunktgleichrichter verwendet. Hier standen ca. 14V nach Gleichrichtung und Siebung zur Verfügung, obwohl ich nur 5V benötigte. Den Rest hat der Regler "verheizt". Sehr effektiv :-) !

Jetzt hab ich nur noch 1x 6V und so stehen nach Gleichrichtung und Siebung "trotzdem" noch ca. 8,8V an, u.a. weil sowohl die Gleichrichterdioden als auch der Regler "low drop" Varianten sind.

Dann hab ich ja jetzt genug Reserven und kann den DAC auch wieder mit auf das "Berry"-Netzteil hängen.


Jetzt fehlt nur noch eine passende "Behausung" und dann war es das erstmal wieder. Schade das die kürzlich erstandenen 10", 3HE Baugruppenträger nicht ohne größeren Aufwand die Platinen aufnehmen können, aber da ist mir schon wieder etwas eingefallen.

10.08.2015

Ich hab "einfach" ein weiteres Lochblech in eine vorhandene Führungsnut der Profilschienen eingeschoben, auf denen die Führungsschienen auf Gummipuffern montiert wurden.


Die 5V können auf der Rückseite, an den oberen vier 5,5/2,1mm Hohlstecker abgenommen werden


Ins 2. Gehäuse kommt der "Berry", der mittlerweile noch einen Rücksetztaster bekommen hat, um das System bei einem evtl. "Hängern" neu starten zu können (Kontakte dafür, waren auf der Platine des Berry bereits vorgesehen).

Angeblich soll der Berry auch über seine USB-Anschlüsse mit Spannung versorgt werden können, dann allerdings ist die "Polyfuse" (selbstrückstellende Sicherung) nicht mehr vorhanden. Das Risiko möchte ich lieber nicht eingehen.

Ich hab mir jetzt einen aktiven USB-Hub (D-Link DUB-H7) besorgt, der seine Spannung direkt vom Netzteil bekommt. Dieser hat zwei USB-Ausgänge, die bis zu 1,2A belastbar sind. Daran kann ich jetzt problemlos eine externe Festplatte und ein externes DVD-Laufwerk mit ausreichend Leistung versorgen. Auch der FiiO-DAC wird momentan über den Hub mit Spannung versorgt.
Die Festplatte hab ich einfach mit Kabelbindern auf eine Europlatine (160 x 100mm) befestigt und mit eingeschoben. Vielleicht mach ich das Gleiche auch noch mit dem DAC ?


Der "Berry" liegt momentan noch oben auf, weil mir noch Winkeladapter für Cinch und HDMI fehlen.


17.08.2015

Es nimmt langsam Formen an !

Ich mach aber auch noch Experimente mit einem Selbstbau-DAC, der dann später mit eingeschoben werden soll. Sollte das nicht klappen, dann wird eben der FiiO-DAC verwendet.


Hinter der linken Teilfrontplatte befindet sich der "Berry", so das man noch an die MicroSD-Karte rankommt.






Das Netzteil, nochmals etwas abgeändert(Teilfrontplatten vorne und hinten. Der Trafo mit Gleichrichtung und Regler befindet sich nun hinter der linken Abdeckung, hinter den anderen die 3 Platinen mit Folienkondensatoren).


Der Selbstbau-DAC




Hier handelt es sich um einen TDA1543, der direkt vom "Berry" mit I2S-Signalen angesteuert werden soll und eine diskrete, aktive I/U Ausgangsstufe besitzt. Das Ganze soll mit "nur" 5V laufen (über den Schaltplan bin ich im Internet, auf einer japanischen Seite gestolpert). Die größeren (Folien) Kondensatoren sind nur zur zusätzlichen Pufferung der Schaltung, wenn diese schon keinen eigenen Regler hat. Ich könnte zur Not am Netzteil einen der 5V-Ausgänge "frei" machen und dort die ungeregelte Spannung (ca. 8,5V) herausführen und dem DAC dann eine eigene Regelung spendieren, aber schauen wir erst einmal, ob sich weiterer Aufwand lohnt. Nicht das es klanglich keinen wirklich Zugewinn zum FiiO DAC gibt. Simpler wäre er allemal !

19.08.2015

Der 1. Versuch ging natürlich prompt in die Hose ! Dann hören wir jetzt erst einmal mit dem FiiO weiter. Nebenher, ohne Stress, wird nochmal neu aufgebaut.

25.08.2015

Auch der 2. und 3. Versuch ging leider in die Hose !


Kann doch fast nicht sein ? Irgendetwas stimmt da nicht !

Meine Recherchen im Internet, zu der verwendeten Software "OPENELEC" und die möglichen Einstellungen (dtparam=i2s=on) die "I2S" Signale vom Raspberry zu nutzen, schlugen bisher fehl. Ich glaube langsam, das der "LRCLK", der I2S-Schnittstelle nicht den richtigen Takt für den TDA1543 hat oder evtl. gar nichts rauskommt.

Vielleicht muss ich ja auch noch SPI (dtparam=spi=on) und I2C (dtparam=i2c=on) aktivieren ?

Aber ich hab auch schon gelesen, dass das dann evtl. mit dem Takt, der für I2S zur Verfügung steht für den TDA1543 nicht passt.

Das Zusatzmodul "HifiBerry Digi+", welches S/PDIF ausgibt, funktioniert, aber auch nur weil es durch ein s.g. "Overlay" eingerichtet wird und das Modul über die "I2C"-Schnittstelle konfiguriert bzw. erkannt wird. Steckt man dieses ab, wird es auch nicht mehr in der Auswahlliste als Ausgabegerät angezeigt. In den älteren Version des Raspberry scheint das noch funktioniert zu haben.

Das sind mir momentan zuviele "Wenns" und "Abers". Vielleicht ein anderes Mal.

So gut ist der TDA1543 nun auch wieder nicht :-) !

07.09.2015

Ich hab jetzt unter Verwendung des HifiBerry Digi+ die S/PFIF Schnittstelle für meine weiteren Versuche mit extrenen DAC's hergenommen. Nachdem ich doch noch einen Verdrahtungsfehler hatte (Asche über mein Haupt !), kam dann zumindest irgendwann mal "Sound" raus, mit dem TDA1545A, aber irgendwie verzerrt.

Mit dem TDA1543 und der aktiven I/U-Wandlung war es eher noch schlechter, könnte aber auch noch an der I/U-Stufe liegen.

An der Stelle hab ich dann erst einmal wieder mit den Selbstbau-DAC's aufgehört. Wie gesagt, schon aus früheren Versuchen, waren sie letztendlich nicht wirklich besser, als der FiiO D3k.

Mich hat dann aber auch noch der Unterschied zwischen S/PDIF-DAC und USB-DAC interessiert und hab mir den "HiResfi USB DAC 5102A" für relativ kleines Geld besorgt.


Der wurde auch problemlos vom "Berry" erkannt und ich konnte relativ problemlos zwischen beiden, während der Musikwiedergabe hin- und herschalten. Bis auf leichte Pegelunterschiede, konnte ich aber keine Unterschiede ausmachen, selbst mit unterschiedlichen Einstellungen was die Sample-Frequenz betraf, egal ob die "Beste Übereinstimmung", "Optimiert" oder "fix" war, 44,1kHz oder 192kHz betrug.

Tja, was soll mir das wieder einmal sagen ?

Ich hab nicht recht viel Ahnung von dem digitalen "Zeugs" und ich frag mich, ob es Sinn macht hier noch weiter zu forschen ? Es klingt doch !

Einen Versuch hab ich dann aber doch noch gestartet, einen asynchronen USB DAC, den "HiFimeDIY Sabre U2 Asynchronous USB DAC". Asynchronen DAC's sagt man durch ein geringeres "Jitter"-Problem einen besseren Klang nach.
Hier gibt angeblich der DAC den Takt vor, wann die Daten vom PC zum DAC geliefert werden sollen. Das soll das Jitterproblem reduzieren, u.a. weil der Takt jetzt direkt "Vorort", beim DAC selbt generiert wird, Dank besserer Quarze auch genauer sein soll und das leidige Kabelproblem (selbst Kabel scheinen auf den Jitter Einfluß zu haben, weil diese die "Flanken" des Digitalsignales "verformen", was dann zu Timingproblemen führen kann) soll damit auch gelöst sein.

Wie gesagt, ich hab nicht sonderlich viel Ahnung ! Ich versuch mir das halt immer irgendwie vorzustellen.

Heute ist der DAC (HiFimeDIY Sabre U2 Asynchronous USB DAC) angekommen, am "Berry" angeschlossen, geht ! So soll es sein.

Und, klangliche Unterschiede ?

Leider nein !

Auch hier ist es wieder egal was ich für eine Sample-Frequenz im Kodi (OpenElec) einstelle, es kommt immer der gleich "gute" Sound raus.

Arbeitet der DAC überhaupt "asynchron" ?

Ist asynchron jetzt wirklich besser als synchron oder adaptiv ?

Ist der Jitter vom "Berry" vielleicht genauso schlecht oder gut, wie der des asynchronen DAC's ?

Fragen über Fragen und Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Aufwandes.

Summa summarum, kann man sich mit so einer "Beere", wenn man eh schon über Musikdateien oder sonstige Medien verfügt oder schon eine Netzweklösung am Laufen, hat für ca. 150 Euros, einen super Media- oder Musikplayer aufbauen. Ich musste natürlich etwas mehr ausgeben, weil ich bis auf die Festplatte mit Musiktiteln alles erst angeschafft werden musste, sicher auch den einen oder anderen "Fehlkauf" getätigt hatte und mich u.a. auch nicht mit Schaltnetzteile zur Spannungsversorgung zufrieden gab.

Hier nochmal eine kurze Zusammenfassung (Minimalkonfiguration):

- Raspberry PI 2B          ca.  36 Euro
- Gehäuse                       ca.  10 Euro (je nach Qualität und Einsatzzweck)
- Netzteil                        ca.    7 Euro (Schaltnetzteil 5V/2A)
- FLIRC                         ca.  26 Euro (universeller USB-Dongle für Fernbedienung)
- Apple Remote             ca.  16 Euro (Apple, minimalistische Fernbedienung)
- USB-Hub                    ca.  22 Euro (D-Link DUB-H7, incl. Netzteil)
- USB-DAC                   ca.  50 Euro
----------------------------------------------
                                            167 Euro

Sicher lässt sich über HDMI, AV-Receiver und Beamer auch ein tolles Heimkino damit aufbauen, aber das war nicht mein vorrangiges Ziel.

In diesem (Un) Sinne, viel Spaß mit den Informationen !

05.10.2015

Einen kurzen Nachtrag gibt es noch in Sachen "Fernseh schauen". Nach einigen Anfangsschwierigkeiten den TVHeadend Client und Server, in Verbindung mit einem TerraTec S2-3600 DVB-S-USB-Receiver auf dem Raspberry einzurichten, hat auch das letztendlich geklappt. Man könnte jetzt sogar HD Sender schauen, wobei die bei mir noch geruckelt haben. Bei anderen soll das problemlos laufen. Man könnte z.B. den "Berry" übertakten, ohne das viel passiert, aber vielleicht sind einfach auch noch ein paar Einstellungen zu machen, damit es "rund" läuft. Man könnte damit jetzt sogar Fernsehfilme aufnehmen.

Aber das ist momentan nicht so wichtig. Ich wollte nur wissen was alles so "geht" mit dem Raspberry.

vorrangig:
- Musik (u.a. *.wav) über einen externen DAC z.B. von Festplatte abspielen
- Musik CD's über CD-Laufwerk abspielen

weiter möglich:
- DVD abspielen (es sollen sogar Blu-Ray problemlos abgespielt werden können)
- Internetradio
- Fernseh schauen (auch HD), Satellitenradio


26.11.2015

Einen Nachtrag hätte ich noch !

Im Zusammenhang mit dem Post "Nochmals unter die Lupe genommen - "1-Röhren-Verstärker" mit der E55L (8233)", ist mir mit dem Sabre USB DAC ein hochfrequentes Geräusch, bei voll aufgedrehtem Lautstärkeregler aufgefallen. Hier werden Störungen vom Raspberry über die USB-Schnittstelle an den DAC und weiter an den Verstärker gegeben.

Von diesen Phänomenen ließt man immer wieder mal und es wird auch Abhilfe in Form einen "USB-Trenners" angeboten, der einfach einen "neue", virtuelle Masse auf der Ausgangsseite bereitstellt. Das kann aber wieder zu Erkennungsproblemen des USB-DAC's am PC bzw. am Raspberry führen und schränkt die max. Datenrate ein, so das max. "nur" 96kHz/24bit möglich wären.

Nutzen tu ich das eh nicht, aber gut zu wissen !

Ich hab jetzt einfach den HifiBerry Digi+ SPDIF und den FiiO D3k DAC wieder angeschlossen und Ruhe war. SPDIF, und im Falle des Digi+ (mit Übertrager), hat auch seine Vorteile !


22.03.2016


Es kommen immer wieder neue Ideen und Erkenntnisse dazu, was ein wirkliches Ende dieses Hobbys immer wieder hinausschiebt. Gut oder schlecht, das sei dahingestellt, aber irgendeine Aufgabe braucht ja der Mensch, sonst würde man nur auf andere, noch dümmere Gedanken kommen :-).


Wieder einmal im Zusammenhang mit den "1-Röhrenverstärkern", hab ich Ersatz für den FiiO D3k DAC gesucht, da dieser nicht genügend Ausgangsspannung brachte. Nach einigen Recherchen hab ich mich für einen gebrauchten Arcam rDAC entschieden.




3 umschaltbare Eingänge (USB, Toslink und SPDIF) und ein Gehäuse aus Druckgussaluminium. Über USB wurde dieser leider nicht vom RPI2 erkannt bzw. man bekam ihn schon zum Laufen, aber nach Neustart war die Verbindung wieder weg. Liegt aber mit am OpenElec/Kodi bzw. den "Treibern", hingegen mit OSMC/Kodi hat es funktioniert, aber auch hier war ich mir nicht ganz sicher, u.a. wegen den Einstellungen, z.B. ob die GPU-Unterstützung jetzt auf niedrig, mittel oder hoch stehen muss und wenn ich auf "hoch" stelle, ob es dann wieder bei der Grafikleistung (DVD, HDMI-TV, etc.) zu Performanceprobleme kommt (auch wenn ich diese Option nicht ständig nutze). Ich wollte aber eh nicht die USB-Verbindung nutzen, weil sich alle USB-Ports und auch das LAN in der Performance gegenseitig beeinflussen ("ausbremsen"). Also doch wieder SPDIF ! Hier werden die (hoffentlich unbeeinflussten) I2S-Signale abgegriffen und optisch, per Toslink oder digital via SPDIF ausgegeben. So sollen lt. Hersteller (HiFiBerry) bitperfekte 192kHz und 24Bit möglich sein. Reicht erst einmal für den Anfang :-). Der DAC ist eh "asynchron" und generiert sich seinen "Takt" selbst nochmal neu. Nur für den Fall, das die Quelle nicht "sauber" ist.


Das Gehäuse für den RPI (10" Einbaurahmen) war jetzt auch nicht so der Hit, u.a. sah ich nie die Kontrolllämpchen auf dem Board, die u.a. signalisieren, wann die Spannungsversorgung abgeschaltet werden kann. So hatte ich mir oft schon das OpenElec auf der SD-Karte zerstört, weil er noch am Schreiben war. Auch das mit der Externen Platte hat mir nicht so gefallen. Also hab ich mich auch nochmal nach Gehäusen für den RPI2 umgeschaut und herausgekommen ist das





Ein Stapelgehäuse aus schwarzem Acryl mit 2. Ebene für eine leise, stromsparende, mit Gummipuffer entkoppelte SATA 500GB HDD. Die " 1 Ampere" Option für die USB-Anschlüsse ist ja noch aktiv und so war es auch kein Problem diese über einen USB-SATA-Adapter anzuschließen. Lt. Angaben soll diese eh nur max. 1,4 Watt benötigen. Den IR-USB-Dongle wieder dran, SPDIF, HDMI und Power - fertig.

Die 10"-Gehäuse wurden nicht entsorgt, sondern für Netzteile verwendet. Eines für den RPI2




und eines für den Arcam rDac (hier war wieder nur ein Schaltnetzteil dabei)



Gesiebt wurde wieder nur mit Folienkondensatoren und diesmal wurden nicht "einfach" nur Festspannungsregler verwendet, sondern ein "klassischer" Längsregler mit Z-Diode und NPN-Darlington-Transistor. Ob und wie gut dieser "regelt", werde ich bei Gelegenheit messen, aber die Spannungen passen zumindest schon mal.

12.09.2016

Hab jetzt nochmal Hand angelegt, ans Netzteil, weil ich immer wieder dieses kleine "Regenbogenquadrat" (unterhalb der Uhrzeit), auf dem Kodi-Bildschirm bekam, was auf Unterspannung hindeutet. Selbst mit einen 5V/5A Regler, mit durchaus kräftigeren Trafo, kam es in gewissen Situation zu Unterspannung. Jetzt hab ich nochmal einen kräftigern Ringkerntrafo (2x9v, 2x2,73A) besorgt und die Zener-Spannung mach ich jetzt ca. 0,2V höher. Die Spannung für den RPI2 soll zwischen 4,75 und 5,25V liegen. Ab 6V soll die Polyfuse ansprechen.