Sonntag, 12. April 2015

"Endgültiges" in Sachen (Röhren) Vollverstärker !?


So, jetzt ist die Sicherung total durchgebrannt, bei mir ?!

Ausschlaggebend mag ein kürzlicher Besuch, bei einem HiFi-Stammtisch-Kollegen gewesen sein, der oder besser gesagt dessen Umstände mich wieder etwas auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt haben.

Dessen Selbstbauten sind wirklich Kunstwerke ! Weder an Geld, Zeit noch Mühen wurde hier gespart (dagegen bin ich ein Weisenknabe), aber scheinbar hat es klanglich doch nicht so ganz gepasst, sonst würde jetzt kein "Raumprozessor" den "Klang" übernehmen ?

Da stimmt doch im Prinzip etwas nicht ?

So "viel" besser der Raumprozessor jetzt auch alles zu machen scheint (u.a. aalglatte Frequenzgänge und korrigierte Phasenverläufe - zumindest in einem größeren Bereich als vorher), zeigt es doch (wenn man es sehen will), das dieser Verstärker (3,7 Watt), mit diesen Boxen (3-Wege), in diesem Raum (ungünstige Geometrie), einfach seine Grenzen hat.

Was nützt es wenn der Raumprozessor zum Verstärker sagt "mach" (u.a. im leistungshungrigen, unteren Frequenzbereich) und der kann schon nicht mehr ? Das mag bei Zimmerlautstärke vielleicht noch funktionieren, aber wenn es lauter werden soll ist einfach Schluss.

Jetzt soll "untenherum" ein "D-Amp" unterstützen. 

Also ich weiß nicht so recht !

So "belastet" hatte ich meine Gerätschaften (wieder) einmal in einem ganz anderen Licht gesehen (man verliert in seinem Wahn, so schnell den Über- und Durchblick). Meine Gedanken und Absichten, z.B. nur noch eine Röhre im Endverstärker einsetzen zu wollen, aber auch ansonsten so wenig wie möglich Bauteile zu verwenden, waren gut gemeint und ich hab sie auch ein Stück weit erreicht, wenn dann nicht doch noch der Wunsch nach mehr Leistung aufgekommen wäre. Ich hatte auch schon an PushPull gedacht, geworden ist es PSE (Parallel Single Ended). Richtig zufrieden war ich dennoch nicht. Irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes (mal abgesehen davon, das ich "günstig" keine passenden Trafohauben mehr herbekam, um die Geräte zumindest "optisch" fertigzustellen)!

Sicher wäre da noch was gegangen, z.B. was mit der EML 20B oder der 6HS5, aber das hätte wieder Zeit und Geld gekostet (und Nerven) und das Ergebnis wäre dennoch nicht abzuschätzen gewesen.

Ich stellte wieder einmal einiges in Frage. Nicht gut ! In solchen Momenten tut man oft Sachen, die man später vielleicht wieder nur bereut.

Was dann passierte, würde ich zwar jetzt nicht als Kurzschlusshandlung bezeichnen, aber als eine Art Besinnung. Ich hab mir jetzt nochmal einen Röhrenvollverstäker-Bausatz gekauft (... ich wollte doch nicht mehr .... ? Sag niemals nie !), aber im gleichen Zuge einen Teil meiner Selbstbauten zum Kauf angeboten (damit hab ich mir bewußt den "Rückweg" verbaut oder zumindest erschwert). Der Rest meiner Geräte kommt demnächst auch noch unter den Hammer (nicht alles, z.B. der RIAA-Röhrenvorverstärker bleibt).

Endlich monogam, zumindest in Sachen Röhrenverstärker :-) ?

Sie werden nicht glauben, welcher Bausatz es geworden ist ..... 

 



..... richtig, die Uchida 2A3 von SunAudio. Das Gerät, mit dem ich vor über 20 Jahren überhaupt erst zu den Röhren kam. 

Das es den immer noch gibt ?

Eigentlich fiel dieser damals nur meinem jugendlichen Tatendrang zum Opfer und weil ich es (noch) nicht besser wusste.

Ich hatte diesen Verstärker, in Kombination mit den Klipsch "Heresy I", in sehr guter Erinnerung.

Er hat seit damals zwar etwas Modelpflege erfahren (Kaltgerätestecker mit eingebautem Netzfilter, Folienkondensator im Netzteil, etc.), aber im Prinzip immer noch der "Alte".

Da soll mal einer sagen, es hätte heutzutage nichts mehr Bestand !

Es wird gerade wieder mal etwas Modellpflege betrieben, u.a. werden die "Entbrummer" nun endlich, von oben zugänglich montiert. Das dürfte die s.g. "Tuberoller" freuen, die die ständig oder zumindest öfters die Röhren tauschen wollen. Des Weiteren Teflonsockel von Yamamoto für die Endröhren und bessere Lautsprecher- und Cinchbuchsen

Ich hab mir aber, um etwas Zeit und Geld zu sparen, einen "universellen" Uchida Bausatz gekauft, der u.a. keine 2A3 Endstufenröhren beinhaltet und normalerweise auch andere Übertrager  (primär 5 oder 8 kOhm, sekundär nur einen 8 Ohm Anschluss) gehabt hätte, die ich mir aber noch gegen die für 2A3 und 300B (primär 2,5 und 3,5 kOhm, sekundär 8 und 16 Ohm) austauschen hab lassen. Der Bausatz hat auch kein "Namensschild" dabei (würde ja bei einem universellen Bausatz auch keinen großen Sinn machen). Der Rest ist identisch.

Gut, der etwas empfindliche Lack ist immer noch der Gleiche, aber hier kann man ja vor dem Zusammenbau etwas dagegen unternehmen (das Gehäuse von meiner Uchida, nachdem ich die Bohrungen für die Cinch- und Lautsprecherbuchsen "angepasst" hatte, ist momentan beim Pulverbeschichten).

Wenn das Ganze zusammengebaut ist, wird es wahrscheinlich wieder leicht brummen, weil eben mit Wechselspannung direkt geheizte Röhren den Brumm, selbst wenn er symmetriert wurde, im geringen Maße an die Lautsprecher weitergeben. Wie hoch dieser ausfällt hängt, wie ich schon selbst feststellen musste, mit am inneren Aufbau der Röhre, aber auch an der Verdrahtung des Gerätes. 

Ich kann mich aber nicht mehr daran erinnern, das die Uchida, an meinen damaligen Lautsprechern, Klipsch Heresy I und II (ca. 100 dB), arg gebrummt hätte. Vielleicht hab ich ja da mit meinen "Tangbändern" W8-1772, weil weniger empfindlich (nur 94 dB), erst recht keine Probleme ?

Ich werde beim Aufbau gleich noch einige Änderungen mit einfließen lassen, z.B. wird das 2-stufige Treiberkonzept mit 6SN7, gegen etwas 1-stufiges, wahrscheinlich mit der E180F, der D3a oder einer der zur D3a kompatiblen 7788, 6J52P, E810F. Das sind alles Pentode, die aber als "Pseudo"- Trioden geschalten werden, u.a. weil ich auch keine 150mV Eingangsempfindlichkeit benötige, sondern 1,5V heutzutage völlig ausreichend sind. Intern werde ich alle Elektrolytkondensatoren noch gegen Folientypen auswechseln, Alps-Potis (max. 50kOhm log, damit wegen evtl. höheren Röhren-Kapazitäten (Cag, Miller, etc.), keine Frequenzgangeinschränkung nach oben hin entstehen können), dazu noch vergoldete Cinch- und Lautsprecherbuchsen, aber das war es dann auch schon.

Ob ich zur Arbeitspunkteinstellung der Treiberröhre jetzt nur einen Widerstand, eine Kombination aus R und C oder gar Akku-Bias einsetze, werde ich bei Hörtest entscheiden. 

Ich bin wie immer gespannt und berichte natürlich von meinem, neuen, alten, "endgültigen" Verstärker :-) ! 
 

31.03.2015
Die Gehäuseteile sind wieder zurück vom Pulverbeschichten. Sind sehr gut geworden. Zwar nicht 100%ig die gleiche Farbe, aber da muss man schon zweimal hinschauen. Mal davon abgesehen, hatten die ausgetauschten Übertrager auch nicht die gleiche Farbe wie Netztrafo und Drossel.

Scheinbar kennen die Japaner keine RAL-Farben :-).

Alle mechanischen Teile wurden wieder, mit größter Vorsicht und Zuhilfenahme von Kunststoff- oder Beilagscheiben, befestigt (vorher war alles nur mit Federing und Mutter montiert). Hab mir schon überlegt, ob das überhaupt sinnvoll ist, wenn z.B. die Trafohauben aus Metall keine leitende Verbindung haben. Da muss ich nochmal in mich gehen. Andererseits wurde der Bausatz damals (vor über 20 Jahren) nur mit 2-poligem Netzstecker ausgeliefert. Da gab es so etwas wie Erdung gar nicht.
 
Die Gewinde im Bodenblech wurden mit dem Gewindeschneider nachgeschnitten (nur für den Fall das sich Pulver hier hin verirrt hätte). Buchsen, Potis und Schalter bekamen ebenfalls Scheiben aus Kunststoff . Die einzige "Durchkontaktierung", durch den Lack, ist an der  Zentralmasseschraube (hoffe die hat auch Kontakt :-) ).





Dann kann es ja langsam ans Eingemachte, an die Innenverdrahtung gehen. 

Nur keine Eile, nicht das wieder was passiert !

Und so sieht es momentan im Inneren aus ......
 

..... und es hat sogar auf Anhieb funktioniert. Ich bin begeistert !

Ich hatte ja Bedenken wegen des Brumms. Hören kann man ihn, wenn man nah an die Lautsprecher geht, aber mit ca. 2,2mV(effektiv) ist der schon verdammt gering. Vielleicht kann man den mit Leitungsverlegung noch optimieren oder man könnte, nach einem Vorschlag von "Wilimzig", eine geringe Gegenkopplung einbauen, der diesen dann noch weiter reduzieren dürfte. Aber Gegenkopplung in einen Eintakt-Triodenverstärker ?

Mal schauen.

Aber jetzt erstmal Deckel zu ! Es kommen demnächst noch PIO- (Paper in Öl) Kondensatoren, anstelle der Jantzen rein, aber dann war es das.

 

Ein paar technische Details:
  • Kaltgeräteeinbaustecker mit Netzfilter und 1-poliger Netzschalter kam raus, dafür kam einer ohne Filter rein und ein 2-poliger Netzschalter mit "Snubber" (RC-Kombination um Funkenbildung und Abbrand an den Schaltkontakten zu vermeiden).
  • Anstelle der Elektrolyt-Katodenkondensatoren hab ich MKT's verbaut
  • jeder Kanal der Treiberstufe bekam seine eigene Siebung mit MKP's
  • Treiberröhre wurde die D3a als (Pseudo-) Triode geschalten. Deren Katodenwiderstand bleibt unüberbrückt (kein Katodenkondensator). Verstärkung reicht auch so noch aus, auch wenn dadurch der dynamische Ausgangswiderstand der Röhre steigt. Dafür soll sie so linearer sein.
  • anstatt der mitgelieferten 100 kOhm log Potis hab ich je ein Stereo 50 kOhm log von Alps eingebaut, die "Blauen". 
  • Die Heizspannung der D3a wurde nicht einfach nur mit 2x 100 Ohm-Widerstände gegen Masse symmetriert, sondern über einen Spannungsteiler, mit zusätzlicher Siebung, auf ein 25V Potential gehoben.


Fehlt nur noch das "Namensschild". Dachte in etwa an so etwas


18.04.2015
 
So, jetzt hab ich nochmal den Arbeitspunkt der Treiberröhre verändert (es fließt ca. das Doppelte an Strom) und geschaut wie sich das bei den einzelnen Röhren, die man pinkompatibel einstecken kann (D3a, 6J52P, E810F (7788) und die E180F) auswirkt, klanglich wie messtechnisch. 

Mit diesem Arbeitspunkt kam die E180F eigentlich am Besten zurecht. Halbe Betriebsspannung an der Anode und -2,1V Gittervorspannung bei einem Strom von 6,3mA. Alles im grünen Bereich. Am "Schlechtesten" hat die E810F (7788) abgeschnitten. Anstelle von ca. 140V Anodenspannung (halbe Betriebsspannung), waren hier nur ca. 125V zu messen. Wollte aber jetzt nicht weiter an der Schaltung herumlöten, bis ich vielleicht alle Röhren hätte "halbwegs" einsetzen können.

Denke, die E180F bleibt jetzt erst einmal drinnen !

Schaut auch irgendwie witzig aus, diese kleine E180F (David) und die 2A3 (Goliath). Klanglich konnte ich jedenfalls keine gravierende Unterschiede feststellen.

Ich hab dann auch nochmal den Versuch gemacht, die klanglichen Auswirkungen von verschiedenen Koppelkondensatoren (Jantzen "Z-Superior Cap", Wima "MKP10", Arcotronics "KP 1.72" - was ich halt so da hatte) herauszuhören. Schnell eine Umschaltmöglichkeit zusammengebastelt, aber auch da konnte ich keine Unterschiede ausmachen, also bleiben auch die PIO- (Paper in oil) Kondensatoren jetzt erstmal drinnen.



22.04.2015

Fertig !


28.05.2015

Bei einer älteren CD-Aufnahme ist mir eine deutlich geringere Lautstärke aufgefallen. Bei voll aufgedrehtem Lautstärkeregler hatte ich das Gefühl, da könnte noch etwas mehr gehen.

Um die Verstärkung an der Eingangsstufe der Uchida etwas zu erhöhen, hatte ich kurz mal Akku-Bias probiert (ohne die Schaltung jetzt groß zu verändern), aber sowohl für die E180F als auch für die D3a waren 1,2 bzw. 2,4V Gittervorspannung nicht gerade optimal. 

Man hätte auch den Kathodenwiderstand mit einem Kondensator überbrücken können, aber da bekomme ich Platzprobleme, wenn ich Folienkondensatoren einsetzen will. 

Hab aber jetzt erstmal alles wieder zurückgebaut und stattdessen meine Eingangsübertrager von Lundahl (LL7903) "reaktiviert". Auf 1:2 umverdrahtet und in ein kleines Gehäuse mit Cinchbuchsen gesteckt. 
 

Zwischen der Umschaltbox für die Eingangswahl (die Uchida hat nur einen Eingang) und der Uchida eingefügt, reicht es jetzt auch "dicke" bei kleineren Eingangspegeln. Durch die einzelnen "Module" gibt es jetzt zwar wieder einige Kontaktstellen mehr im Signalweg, aber dafür bin ich flexibler. 


Die Quelle wird durch das Übersetzungverhältnis der Übertrager von 1:2, bei optimaler Impedanzanpassung sekundärseitig (ca. 33kOhm), mit ca. 8kOhm belastet. Als Quellen hab ich bei mir die RIAA-Vorstufe, die ca. 600-1000 Ohm Impedanz kann, aber auch die Squeezebox Touch soll lt. unabhängiger Messungen mit 600-900 Ohm Impedanzen (je nach Frequenz) zurecht kommen. Sollte also passen. Klanglich konnte ich zumindest nichts negatives feststellen. 

Feinzeichnend, dynamisch, ........., laut !


10/2015

Da ich die Eingangs-Übertrager für ein anderes Projekt benötige (Post "Nochmals unter die Lupe genommen - "1-Röhren-Verstärker" mit der E55L (8233)") und die E180F alleine, eine teilweise noch zu geringe Verstärkung hat, hab ich nochmals die Eingangsschaltung verändert, so das ich jetzt die D3a einsetzen kann.



08.11.2016


Auch hier tut sich was ! Die "Uchida" steht zum Verkauf.
War wohl doch wieder nur ein Wunschdenken (wie so oft).
Nicht das dieses Gerät nicht super wäre, aber scheinbar stehe ich doch mehr auf "Selbstbauten".

Freitag, 12. Dezember 2014

Raumakustik

Nachdem ich jetzt einen eigenen Raum bekommen habe (im Keller), der aber ganz andere Gegebenheiten aufweist als vorher das Wohnzimmer, war ich erschrocken wie "schrecklich" plötzlich die Anlage klingt. "Wummernder" Bass und zuviel Höhen.

Kaputt ist sicher nichts gegangen beim Umzug, denke eher die "kahlen" Betonwände, die niedrige Raumhöhe und die spärliche Einrichtung sind Ursache dafür.

Durch verschieben der Boxen (raus aus den Ecken und weg von den Wänden) konnte zumindest der "übertriebene" Bassbereich verbessert werden und durch "Pseudo"-Absorber (Schaumstoff-Sitzkissen, die ich mir von der Terrassenmöblierung entliehen habe), die ich an den angrenzenden Wänden um die Lautsprecher herum (Dead End = hinter den Lautsprechern) angebracht habe, wurde der Hochtonbereich angenehmer, nicht mehr so agressiv und der Nachhall in diesem Bereich geringer.


Die Aufstellung so, ist keinesfalls ideal, aber ich scheine auf dem richtigen Weg zu sein !

Professionelle Basstraps (Bassfallen), Diffusoren und Absorber können aber ganz schön ins Geld gehen, deshalb hab ich mir gedacht, ich besorg mir jetzt erst einmal gute, gebrauchte Komponenten, um eine Raumakustikmessung zu machen. Messmikrofon, Mikrofonständer, A/D-Wandler mit Anschlussmöglichkeit (USB) an den PC und eine kostenlose Software (Audionet Carma 4) zum Messen. Bin schon gespannt wie jede Veränderung sich auf den Klang und das Messergebnis auswirkt.

Bei den 1. Messungen standen die Lautsprecher noch an der kurzen Raumseite (s. Bild oben) und waren auch noch mit dem Philips 9710 bestückt,



die ich dann später auch mal gegen die Saba Greencones ausgetauscht habe, u.a. weil es sich noch nicht so gut anhörte, aber auch interessehalber, wie sich den die Saba's so machen würden. Man sieht am Summen-Frequenzgang ganz gut, das sowohl der Philips als auch die Greencones bei dieser Aufstellung bei ca. 40Hz eine Überhöhung haben, die sich ziemlich genau mit der Raummode (39,9Hz) in x-Richtung (Raumlänge 4,34m) deckt. 

Nach Aufstellung der Lautsprecher an der Längsseite hat sich das dann auf 50Hz verändert, was sich wiederum mit der Berechnung der Raummode (47,6Hz) in y-Richtung (Raumbreite 3,64m) deckt.

Und hier einige Messergebnisse (mit den Greencones) am Hörplatz (Lautsprecher stehen an der langen Seite des Raumes, je min. 1m von den Seitenwänden und zur Rückwand entfernt. Hörplatz ist direkt gegenüber, ohne Abstand, an der kurzen Wand, was aber auch nicht optimal ist, was man u.a. an der Impulsantwort, weiter unten sehen kann.

An der Wand, hinter den Lautsprechern hängt etwas "Bühnenmolton" was den Mittel-Hochton-Bereich etwas "beruhigen" soll. Ob Molton (300g/m*m) jetzt für diese Zwecke geeignet und ausreichend ist oder doch eher Absorber aus z.B. Basotect, muss ich noch herausfinden.

Frequenzgang links/rechts/Summe(1/3 Oktavband-Glättung)



und so mit 1/1 Oktavband-Glättung (ich glaube, das nehmen die Boxenhersteller, damit es "webewirksamer" aussieht. Diese seltsame "Stufe" bei ca. 15kHz schein ein Softwarefehler bei 1/1 Oktavband-Glättung zu sein, weil es im Prinzip bei jedem Lautsprecher so aussieht)



Nachhall rechts



Nachhall bleibt bei T20 auch ganz gut im Rahmen !


Impulsantwort rechts



Der 2. Impuls ist die direkte Auswirkung des Hörplatzes an der Wand. Das Messmikro ist so ziemlich genau 25cm von der Wand weg, mal 2, macht genau 50cm oder 1,5ms aus. 

Das muss ich mit Diffusoren noch versuchen wegzubekommen.

Ich hätte das Problem wahrscheinlich nicht, wenn sich auch der Hörplatz weit genug von den Wänden entfernt befinden würde, aber dazu ist das Raumangebot zu knapp.

Wasserfallspektrum rechts



Die Überhöhung bei ca. 50Hz ist wieder die Raummode in y-Richtung, aber dennoch "klingt" sie relativ schnell aus.
Klingen tut es mir aber immer noch etwas zu "hallig" und zu "höhenbetont".

So, jetzt geht es an die Optimierung:
  • Lautsprechergehäuse richtig dämmen
  • KU (kontrollierte Undichtigkeit) der Gehäuse "richtig" auf den Lautsprecher abstimmen
  • Lautsprecher richtig im Raum positionieren
  • Hörposition optimieren
  • Hochtöner positionieren und Koppelkondensator ermitteln
  • evtl. mit Absorbern und Diffusoren "spielen", um den Frequenzgang zu linearisieren und den Nachhall zu reduzieren
Aber bloß nicht wieder alles übertreiben !

Ich hab mir jetzt zu Weihnachten noch ein Geschenk gemacht, den Breitbänder Tangband W8-1772.



Der soll ja ganz gut sein, aber kostet leider auch schon einiges. Man soll ihn auch ohne "Korrektur" laufen lassen können, je nachdem in welchem Gehäuse er steckt oder welche räumlichen Gegebenheiten vorhanden sind. Ich bin gespannt !

02.01.2015

Hier die ersten Messungen mit dem Tangband, die sich auch mit dem guten Höreindruck bestätigen







05.01.2015

So sehen meine KU-Gehäuse, mit den Tangbändern drinnen, aus. Noch schnell einen anderen Sockel mit Lenkrollen zusammengezimmert. Damit können die Boxen, wenn ich gerade nicht höre, platzsparend neben das HiFi-Regal gefahren werden.




Montag, 7. April 2014

PSE "Darling" mit der Röhre 1626 und der EC86

Einen Schritt vor und zwei zurück......., so kommt mir manchmal das ganze "Gebastel" vor.

Nachdem das jetzt mit den "1-Röhrenendstufen" nicht so geklappt hat wie ich mir das gedacht habe, von wegen Eingangsübertrager 1:4 und direkt auf die Endröhre und gut ist. Theoretisch hätte das funktionieren sollen. Die Messungen mit dem Oszi passen eigentlich auch, aber wieso kann ich die E55L-Endstufe "gefühlt" nicht voll aussteuern, hingegen mit einer aktiven Vorstufe schon. Aber das werde ich bei Gelegenheit noch untersuchen.

Ich hab mich dann erstmal wieder an ältere Endstufen-Projekte erinnert. Die haben zwar alle Treiberröhren für die Endröhre, aber zumindest funktionierte das Ganze und ob das jetzt klanglich unbedingt so viel "schlechter" ist, wird sich zeigen.

Da stand ja noch ein "Darling" im Regal, aber seine 0,7 Watt waren mir damals dann doch irgendwie immer zu wenig. Damals hatte ich diesen allerdings mit "Ultrapath-Kondensator" und ohne Kathode-C an der Endröhre aufgebaut. Auch die Treiberröhre hatte keinen Kathoden-C, was vielleicht in Summe die Aussteuerbarkeit und Leistungsausbeute nochmals geringer ausfallen lies. Den baue ich jetzt nebenbei auch nochmal um.

Das mit der zu geringen Leistung dachten sich scheinbar auch schon andere, weswegen meine Suche nach mehr Leistung, mit der Röhre 1626 (VT-137), überraschend schnell zum Ergebnis führte. PSE( = Parallel Single Ended) heißt das Zauberwort. Einfach je zwei 1626 parallel schalten und ca. die doppelte Leistung erhalten (ca. 1,4 Watt). Das hört sich doch schon mal gut an.

Das Netzteil, das ich damals zum Darling gebaut hatte, war bereits für den doppelten Strom, sowohl für Anode als auch Heizung ausgelegt. Hatte ich etwa damals schon daran gedacht ?

Und so sieht das aus



Und das Beste ist, ich kann wieder die guten Thöress-Übertrager mit einem Ra=5kOhm verwenden.



Nach ein paar anfänglichen Problemen (ein MOX-Widerstand lag am Gehäuse an und es gab einen Überschlag, der aber ohne Folgen blieb, Netzdrossel mußten ausgetauscht und Spannungen angepaßt werden, ein paar lockere Drähte, etc.. Das Übliche halt :-) !) läuft das Ganze zur Zufriedenheit.



Es geht eng zu im Gehäuse, u.a. weil ich auch noch Lautstärkeregelung und zwei umschaltbare Eingänge unterbringen wollte. Für eine kanalgetrennte Siebung, ab Endröhre, hat der Platz nicht mehr gereicht, deshalb hab ich jetzt sicherheitshalber mal die Netzteilsiebung, bei 4 Endröhren, von 47 auf 100uf vergrößert. Die Treiberröhren haben aber dann wieder kanalgetrennte Siebung erhalten.



Der Trafo wird mittlerweile recht warm. Ich hab jetzt die Arbeitspunkte so weit angepasst, das sie unter den max. Werten des Trafos bleiben. Nach Rückfrage beim Trafowickler ist eine Temperaturerhöhung um 20-30° noch normal. Das wären von Raumtemperatur ausgehend, dann so ca. 45-55° Oberflächentemperatur. Muss ich mal bei Gelegenheit messen, aber so warm dürfte er gar nicht werden.

Klingt sehr vielversprechend.

Was noch etwas stört ist, das ich bereits im unteren Drittel des Lautstärkereglers hohe Lautstärken erreiche. Denke da werde ich nochmal eine andere Treiberröhre probieren, z.B. die 5965. Mal schauen.

18.11.2014 

Das Ganze wurde wieder "ad acta" gelegt !

Donnerstag, 30. Januar 2014

DAC (Digital-Analog-Wandler)

Digital-Analog-Wandler

Mich hat das ganze Gerede über "gute" und "bessere" Wandler schon irgendwie interessiert, aber ich wollte jetzt kein "Studium" absolvieren müssen, um Digitaltechnik zu verstehen. Mir hat die Idee der NOS-DAC's (Non OverSampling) mit den TDA1543's ganz gut gefallen. (zwar "nur" 16Bit Auflösung, kein Oversampling, keine zusätzlichen Filterschaltungen und keine aktive Ausgangsstufe). Ich hab mir dann neugierdehalber mal einen "einfachen", kommerziellen DAC, mit vier parallelgeschalteten 1543 Wandlerchips, gekauft, aber für das was das Gerät immer noch kostete, war ich maßlos enttäuscht. Sollte es tatsächlich stimmen, das diese Art von Wandler, wie schon öfters gelesen, wirklich so "schlechte" Ergebnisse liefern sollte ? Ich konnte es noch nicht ganz glauben.

Das Internet hielt auch dazu wieder eine Unmenge an Informationen bereit und die Schaltungen waren ja jetzt auch nicht wirklich kompliziert. Mit Platinen kann ich eigentlich nicht so (immer wenn ich versuchte ein kommerzielles Gerät zu "modifizieren", endete das nicht selten mit abgelösten Leiterbahnen). "Schnell" ein paar Wandlerchips besorgt, Widerstände und Kondensatoren und los ging's. Man konnte die paar Bauteile auch noch prima auf einer unbeschichtete Lochrasterplatine aufbauen und via versilberten Draht verdrahten. Was soll ich sagen ! Alleine der einfachste Aufbau, mit nur einem Wandler-Baustein (man beachte, auch ohne Elektrolytkondensatoren !) brachte klanglich bessere Ergebnisse als dieses Kaufgerät. Aber warum ?

DAC mit 1x TDA1543



Jetzt bin ich doch weiß Gott keiner der Ahnung hätte, aber wenn man mit einfachsten Mitteln und minimalsten Bauteileaufwand ein besseres Ergebnis hinbekommt, dann denke ich ist etwas faul (den Verdacht hatte ich ja schon lange, sonst wäre ich ja 1993 dem Kommerz auch nicht "abtrünnig" geworden !).

Ich war neugierig geworden, was noch alles so möglich war. Es folgten Aufbauten mit 1x und 4x TDA1543, mit Shunt-Regler für die Betriebsspannung oder mit Serienregler, mit I2S direkt oder via SPDIF (mit oder ohne Übertrager), mit unterschiedlichen Receiverbausteinen (CS8412, 8414), etc.. Ganz nett soweit !

Dann erfuhr ich bei unserem HiFi-Stammtisch vom TDA1545A, der in manchen Belangen noch "besser" sein sollte.

DAC mit 1x TDA1545A



Auch hier habe ich wieder einige Versuche angestellt und festgestellt, das dieser tatsächlich, z.B. im Baßfundament oder zu den Höhen hin, das was dem 1543 eben zu fehlen schien, "besser" war (oder einfach nur anders ?). Vielleicht lag es ja aber auch nur an der Konstantstromquelle und der über Dioden gebildeten Referenzspannungen ? Den Aufwand allerdings, den manche von unseren Stammtisch-Kollegen betrieben haben (jede Referenzspannung durch eigene "Hynes"-Regler bereitstellen, die aktive U/I-Ausgangsstufe zusätzlich noch über einen Übertrager geführt, einen externen, hochgenauen Takt verwendet, etc.), wollte ich nicht betreiben. Ich bin Minimalist !

"Ergo sum", dadurch das meine beiden NOS-Wandler keine aktiven Ausgangsstufen besaßen, reichte die Ausgangsspannung, trotz passiver Signalanhebung (Übertrager) in meinen Vorverstärker, nicht für alle Fälle, z.B. nicht um die "1-Röhren-Endstufen" voll auszusteuern. Der 1543 hatte da etwas mehr Reserven als der 1545A, aber auch nur weil er über seine eigentliche Betriebsspannung hinaus, gekühlt, betrieben wurde. Und "besser" als der im CD-Player verbaute TDA1541, waren sie jetzt ehrlich gesagt eh beide nicht und wie der in der Logitech "Squeeze Box Touch" (SBT) verbaute schon gar nicht.

War trotzdem eine interessante Erfahrung und es hat mir wieder einmal gezeigt, was man mit etwas Interesse und ein wenig Aufwand alles so auf die Beine stellen kann.

Aber wie schon gesagt, hat sich das nach Anschaffung der SBT, jetzt alles erledigt (für's Erste !).

Ich schaue immer wieder mal, was sich im Allgemeinen so tut in der HiFi-Szene. Hochpreisige Komponenten fallen aber sofort raus bei mir.

Bei den externen DAC's hab ich jetzt mal den "ADA 24" von ELV ausprobiert. Für knapp 40€, als Bausatz, kann man da nichts falsch machen und lt. Meinungen soll er nicht einmal schlecht klingen.



Leider schied dieser, wegen seiner zu geringen Ausgangsspannung, sofort aus.

Dann noch das Fertiggerät "FiiO D03K" von Tashan, für ca 30€.



Das Gerät hab ich schon gar nicht mit dem mitgelieferten Schaltnetzteil probiert, sondern gleich auf Akkubetrieb, mit nachgeschaltetem 5V-Regler, umgerüstet. Also wenn überhaupt, sind es nur Nuancen die diesen DAC von dem in der SBT unterscheiden. Das ist doch mal 'ne Sache. So lasse ich es jetzt erst einmal laufen.