Aktuelles immer zuerst!
29.11.2024
Hier mal ein paar Bilder vom Umbau
Reichlich Kapazitäten für die Kathoden-Überbrückungskondensatoren, um eine niedrige, untere Grenzfrequenz hinzubekommen, u.a. weil auch die Kathodenwiderstände der Stufen recht klein sind.
Der eine Teil einer ECC99 dient als Treiberstufe und der andere als Endstufe. Beide Kanäle sind so geschallten, dass ich die Röhren nur von links nach rechts tauschen muss, damit die Treiberstufe des einen Kanals zur Endstufe des anderen wird und umgekehrt.
Rk der Treiberstufe ist 390Ohm und der Ck 220µf (Folie), was eine fg (-6dB -> leistungsbehafteter Hochpass -> -3dB sowohl für Spannung als auch Strom, was dann 0,707x0,707=0,5 macht) von ca. 1,86Hz macht und für die Endstufe Rk=560Ohm, Ck=220µf (Folie) -> fg (-6dB) ca. 1,29Hz. Der Koppelkondensator zwischen den Stufen wurde mit 0,47µf auch etwas höher gewählt, der zusammen mit dem Rg der Endröhre eine niedrige untere Grenzfrequenz hinzubekommen und auch die Phase nicht zu sehr verschoben wird. Der Übertrager wurde erstmal wieder auf Ra=5k um geklemmt.
Der Plan ist eine Eingangsempfindlichkeit von 300-400mV hinzubekommen, damit ich die "hochohmigen" RIAA's und auch den TDA1545A-DAC, mit nur ca. 0,5V Ausgangsspannung anschließen zu können, um den Verstärker voll- bzw. sogar übersteuern zu können (weil man ja einen Triodenverstärker mit Ausgangsübertrager 5-10x lauter hören kann, bevor er "hörbar" verzerrt).
Wenn das vielleicht was wird, mit einem Ra von 5k ca. 1W zu bekommen (ohne die ECC99 zu überlasten), mit einer geringen Eingangsempfindlichkeit und natürlich sehr gutem Klang, dann könnte ich mir vorstellen den Verstärker nochmals aufzubauen, aber mit den TamRadio (Tamura) F-475 Übertragern, um dann vielleicht auch mal die separate, sekundäre Gegenkopplungs-Wicklung des Übertragers zu verwenden. Das Ganze sozusagen, klanglich ausreizen.
Das war es mit ECC99 und 6N6P.
28.11.2024
Im Zusammenhang mit dem Bau eines weiteren RIAA-Vorverstärkers mit der Röhre 5751, kam bei einer Frequenzgangsmessung heraus, das der 6N6P/6N2P (ECC99/ECC83) Verstärker, nicht wirklich gut aussah (da sehen alle anderen Verstärker, die ich noch habe, alle deutlich besser aus). Also werde ich mich nochmal "kurz" dem Thema widmen.
Ein paar schnelle Versuche den Frequenzgang zu verbessern (besonders den Bassbereich), z.B. durch einen größeren Koppel-C oder auch mal ein "schnelles" Einstecken einer ECC88 bzw. 6N23P, haben nichts gebracht, aber auch bei meiner Suche im Internet oder auch in dem Buch meines HiFi-Bekannten (Audiophile Röhrenverstärker mit der ECC99), sind die Frequenzgänge unten herum (-3dB), gar nicht mal so gut (tiefreichend). Kann die ECC99 vielleicht gar keinen "Tiefgang"?
Mit ihrem Ri von 2,3kOhm, ist dieser ähnlich hoch wie der einer 1626-Röhre (Darling-Verstärker) und da schaut der Frequenzgang aber auch schon besser aus. Gut, hier verwende ich die vielleicht etwas besseren Tamura F-475 Übertrager. Da fällt mir gerade ein. Die 1626 wird ja auch mit 12,6V beheizt, was auch die ECC99 kann. Die EC86 Treiberstufe des 1626-Verstärkers verstärkt vielleicht etwas zu hoch für die ECC99, könnte man aber für 1. Versuche hernehmen. Der Tamura (bzw. TamRadio) Übertrager hat aber nur 5k Primärimpedanz. Aber schau'n wir mal. Vielleicht hab ich auch noch Oktaladapter hier, die ich auf Noval umlöten kann oder einfach ein paar längere 1mm Drähte an eine Novalfassung löten und in die Oktalfassung stecken? Den Rk und den Kathoden-Überbrückungskondensator müsste ich aber auch noch ändern. Ob sich das lohnt, deswegen den halben Verstärker umzubauen?
15.11.2024
Mit der neu gebauten Umschaltbox (2 Eingänge und 500kOhm log Potis), hab ich festgestellt, das in
"1 Uhr-Stellung" der Potis, beide Kanäle mehr "rauschen", als z.B. bei max. Lautstärke. Hab jetzt schon alle möglichen Masse-Geschichten ausprobiert, aber noch keine wirkliche Lösung gefunden.
Der "ECC99-Verstärker", mit kurzgeschlossenen Eingängen, ist jedenfalls absolut stumm. Wenn der RIAA an und darauf umgeschalten ist, dann fällt das beim höheren Grundrauschen des RIAA erstmal nicht auf, aber wenn der RIAA aus und/oder auf den DAC umgeschalten wird, wenn kein Signal anliegt, schon. Ich hab jetzt keine "Lastwiderstände" an den Ein- und Ausgängen, die evtl. einen Bezug zu Masse herstellen könnten (u.a. weil ja jeder Widerstand letztendliche wieder die Gesamtimpedanz verändert bzw. verkleinert, was einen hochimpedanten RIAA-Ausgang schnell den Frequenzgang "verbiegen" kann).
25.10.2024
Masse und Erde wurden nun über einen 100 Ohm Widerstand zusammengeführt, auch im Shure M65 RIAA, und es gibt dennoch keine Störungen durch Erdschleifen, wenn beide Geräte im Betrieb sind.
24.10.2024
Der Koppelkondensator des ECC99-Verstärkers wurde jetzt noch auf 0,47µf (zusammen mit dem 820kOhm Rg macht das dann schon mal 0,41Hz) erhöht und auch der Darling wurde dahingehend optimiert (0,47µf/270kOhm -> 1,25Hz). Den Darling müsste ich eigentlich auf min. 1µf erhöhen, weil eben nicht sicher ist, ob der Rg recht viel größer als 270kOhm werden darf (fg wäre damit dann ca. 0,6Hz).
Auch hat der ECC99-Verstärker jetzt einen herausgeführten Masseanschluss bekommen (so wie auch die Line- und RIAA-Vorverstärker). Masse und Erde (Gehäuse-Metallteile) sind momentan noch voneinander getrennt. Vorher beide an einer Stelle im Gehäuse fest miteinander verbunden, schalten viele einen 100 Ohm Widerstand dazwischen. Andere den Widerstand und einen 0,1µf Kondensator parallel, andere wiederum 2 antiparallel geschaltete Dioden mit einem Elektrolyt parallel. Damit sollen beide (Masse, Erde) noch genug "Verbindung" zueinander haben, um eine Schutzerdung zu gewährleisten, aber so wenig, um Brummschleifen zu vermeiden.
Da muss ich noch ein bisschen "spielen", was hier die wenigsten Störungen erzeugt.
06.09.2024
Ich hatte eine klassische Erdschleife im M65 Clone, die diese "Brummgeräusche" verursachte und nicht der Ringkerntrafo der einstreut. Dann auch klar, wenn es mit einem ext. Netzteil nicht brummt. Hier scheint die Erde lt. Schaltplan, auch nicht mit Masse verbunden zu sein. Also kann ich mir das Auslagern sparen.
Aber ich hab doch nix anders gemacht als sonst auch? Beim 4xD3a RIAA funktioniert es doch auch. Hier hätte ich gar Probleme es im Nachhinein anders zu machen, weil nur ein 4-poliges Kabel die beiden Munitionskisten verbindet und irgendwie müsste ich ja die Erde in die Metallgehäuse bringen.
Müsste ich höchstens auf 5-poling umbauen, aber ob es dann nicht wieder Probleme mit dem Leitungsdurchmesser und der Kabeleinführung der Stecker gibt.
Ab hier hab ich weitere RIAA-Versuche wieder im Post "Nochmal ein paar Röhren-RIAAs durchprobieren" angeführt!
05.09.2024
Arbeitspunkt wurde jetzt mit Ua ca. 240V, Ik ca. 14,5mA und Rk=750 Ohm eingestellt. Pa ist ca. 3,5W (da würde also noch ein bisschen gehen). Mit ca. Ue (eff) 320mV bekomme ich wieder meine ca. 1W raus. Minimal mehr würde gehen, bevor der Sinus sich fast symmetrisch (obere und unter Halbwelle) am Oszi verformt.
Der ursprüngliche Eingangswahlschalter wurde jetzt auch noch von Kipp- auf Drehschalter umgebaut, mit dem es jetzt ebenfalls keine Geräusche (Prasseln) mehr gibt.
Der Tiefpass wurde wegen der Phase, mit 0,27µf und 820kOhm, auf ca. 0,72Hz (-3dB) eingestellt, was zwar immer noch weit von den 0,16Hz entfernt ist, aber einen guten Kompromiss darstellt. Mit einem 0,47µf käme ich dann schon auf 0,42Hz (20.10.2024, KP 1.72 von Arcotronics wurden bestellt 😉).
Mit dieser Erkenntnis ("Phase") schau ich mir auch nochmal meinen Darling an. Eigentlich müsste ich mir auch den 6C45- oder EL5070-Verstärker nochmal zu Brust nehmen. Die haben zwar keinen direkten Tiefpass, aber dafür einen "Line-Vorverstärker", der das Ganze übernimmt und ebenfalls einen Ausgangskondensator hat, der zusammen mit dem Gitterableitwiderstand der Verstärker (100kOhm) den Tiefpass ausbildet. 100kOhm ist nicht viel und darf bei diesen beiden Röhren auch nicht recht viel größer werden (s. Datenblatt). Was schlecht ist, um eine geringe Phase zu erreichen. Beim Darling ist der max. Gitterableitwiderstand das Problem. Hier wird im Datenblatt kein direkter Wert angegeben, sollte aber so niedrig wie möglich sein. Ich hab jetzt schon 220kOhm oder 270kOhm gesehen.
02.09.2024
Umschaltbox zusammen-gedängelt, Reson-Kabel angeschlossen und Ruhe war mit dem "Prasseln". Ob es jetzt definitiv am Schalter liegt oder noch etwas anderes dazu, werde ich gelegentlich klären.
Wegen dem immer noch recht starken Brumm beim Shure M65 Clone, hab ich diesem die "Sicherung rausgedreht" und über das externe Experimentiernetzteil Heizung und Anodenspannung zugeführt. Das Netzteil wurde nach der Gleichrichterröhre beibehalten (auch das Hochlegen des Heizungspotentials) und was soll ich sagen, es rauscht nur noch, wenn man voll aufdreht.
Also muss ich mir jetzt etwas einfallen lassen den Ringkern zu schirmen oder gleich auszulagern. Again what learned? Bei so empfindlichen Geräten, wie einem RIAA-Vorverstärker, Netzteil besser auslagern und möglichst weit entfernt von den Röhren positionieren.
Ich weiß nicht wie Shure das mit ihrem original M65 hinbekommen haben, das es nicht brummt, obwohl der Trafo direkt neben den Röhren liegt und auch noch ein normaler M- oder EI-Kern ist?
Quelle: https://www.vinylengine.com/library/shure/m65.shtmlEinen Röhren MC-VorVorverstärker mit ECC88 (ursprünglich ECC86 Batterieröhre, aber ECC88 geht auch mit Niederspannung) hatte ich auch schon mal gebaut, diesen aber gleich komplett mit Akku-Gleichspannung versorgt, sowohl die Anoden- als auch die Heizspannung. Brumm war damit kein Problem, aber dafür das Rauschen. Meine Platten rauschten aber noch mehr 😉.
01.09.2024
Wer genau hinschaut, sieht bei den Befestigungslöchern des Wandgehäuses (die für die Wand), das diese außer Mitte sind. Das hab ich auch erst bemerkt, als alles aufgebaut war und ich mich ans Ausmessen der Frontplatte machte. Eine kurze Email an Thomann und ich hatte ein paar Tage später kostenlosen Ersatz.
Der 1. Versuch der Frontplatte bleibt jetzt erst einmal. Die richtigen Potis und auch der Netzschalter wurden eingebaut und verdrahtet. Die Netzdrossel mit dem 10W Vorwiderstand ist nach vorne gewandert, da ich da vielleicht noch öfters ran muss (weil ich ja nochmal mit den Arbeitspunkten spielen wollte). Wollte nochmal in Richtung 750 Ohm gehen.
Hier ein Link zu den Daten der 6N6P (-EV) und ECC99
https://pearl-hifi.com/06_Lit_Archive/08_Tube_Data/Cons_Data/6N6P_ECC99_Cons_Data.pdf
Die 6N6P und die 6N2P wurden u.a. gewählt, wegen dem Schirm und dem herausgeführten Anschluss, zwischen beiden Triodensystemen im Inneren, was hoffentlich einen bessere Kanaltrennung zulässt, wenn sich schon ein Trioden-Doppel-System beide Kanäle teilen soll.
Meine bisherigen Schaltungen waren eigentlich immer schon so einfach wie möglich. Nicht einmal einen Gegentakt-Verstärker hab ich bisher selbst gebaut (mit der Grundig NF1 und Maihak/Telefunken V73 aber schon besessen).
Mit den Jahren fließen aber immer mehr Details (Erkenntnisse) in die Schaltungen ein, wie z.B. eben die Lautstärkeregelung (Widerstandswert, Position, etc.), Phase und untere Grenzfrequenz eines Hochpasses contra "Schnelligkeit" (20ms Tau), unüberbrückter Kathodenwiderstand der Treiberröhre für eine linearere Arbeitsweise, Arbeitspunkt (Ri, Ra, Ia, Ua, etc.) für eine bessere Leistungsausbeute ohne jedoch die Röhren frühzeitig zu schädigen, "Drosselsiebung" oder generell Nutzung von Drosseln im Netzteil anstatt Gyratoren, Röhrenauswahl (Klang, Symmetrie der Kennlinienschar, auch positive Gitterspannungen zulässig, Triode, Tetrode, Pentode), Phasenstarre Gegenkopplung wie Telefunken V73 oder Wilimzig PL82 oder auch komplett Gegenkopplungsfrei bzw. einzelne Stufen nur Stromgegengekoppelt (fehlender Kathoden-Überbrückungskondensator), etc. und dann eben auch alle anderen Komponenten im Zusammenspiel, wie wirkungsgradstarke Lautsprecher für Verstärker geringer Leistung und diese auch noch ohne "verlustbehaftete" Frequenzweiche, eine Schallwand anstatt einem Gehäuse, etc. Plattenspieler mit Reibradantrieb, Moving Iron Tonabnemersysteme, NOS DAC's (Non OverSampling), etc..
Mit der Ersatzlieferung von Thomann wieder spielfertig zusammengebaut, aber noch nicht alles endgültig befestigt und der neue Arbeitspunkt muss auch nochmal durchgemessen werden. Klingen tut es aber richtig gut.
Und das Thema mit dem "Prasseln", in Kombi mit der Umschaltbox und das evtl. die Reson-Kabeln bei hochohmigen Verbindungen nicht ideal sind, ist doch noch nicht ganz geklärt, denn mit dem Direktanschluss der Reson-Kabeln an den Verstärker "prasselt" es auch nicht. Ich bau jetzt noch eine bereits vorhandene, kleine Umschaltbox, im Aludruckgußgehäuse mit ELMA-Drehschalter (vergoldete Kontakte) um, um die Umschaltbox bzw. den "einfachen" Kippschalter, auszuschließen.
31.08.2024
1. Versuch für die Acrylglas-Frontplatte. Könnte fast noch dunkler sein (oder man macht die Innenverdrahtung noch schön). Die Potis hätten noch etwas näher zusammen gekonnt, aber vielleicht entscheide ich mich noch für 60mm Durchmesser Skalen und nicht nur, wie hier, für 40mm. Dann müssten die Potis aber fast weiter nach links oder oder oder ....
Nochmal zum Thema "Prasseln". Der Umschalter für 2 Eingänge wurde innen jetzt auf geschirmte Leitungen umgelegt, aber mit der Reson-Kabel prasselt es immer noch, hingegen, mit einfach geschirmten nicht mehr, zumindest nicht mehr hörbar. Also sind Reson-Kabel nicht für alle Zwecke geeignet und vielleicht haben die "Zweifler", was Einstreuungen angeht, doch nicht so ganz "Unrecht". Also besorg ich mir nochmal ein paar "einfache" Cinchverbindungen, da ich meine Straight Wire Encore II, erst vor Kurzem wieder verkauft hatte 😉.
27.08.2024
Gestern ein paar Potiknöpfe mit Skalenscheiben bestellt (Skalenscheiben-Durchmesser ist 40mm)......
.... und auch versucht die sägerauen Kanten des Acrylglases "abzuziehen". Dazu das Acryl zwischen 2 "gerade" Vierkantholzleisten (dienen als Auflagefläche) mit Schraubzwingen gespannt und mit Cuttermesser, Schleifpapier und Schleifvlies, versucht die Sägespuren, mit so wenig wie möglich Materialabtrag, zu entfernen. Ich warte jetzt noch mit dem Bohren bis die Skalen da sind, damit eine optisch ansprechend Position (über- oder nebeneinander, Abstände, etc.) gefunden werden kann. Ob noch Schalter und Kontrollleuchte auf die Frontseite kommen, muss ich schauen, wenn die Potis eingebaut sind.
Vielleicht gelingt es mir ja etwas den Flair von damaligen Western Electric oder Altec Lansing Geräten einzufangen?
Also die Geräusche kommen von der davor liegenden Umschaltbox für 2 Eingänge und/oder den Kabeln dazwischen. Wenn man die Eingänge direkt am Verstärker kurz schließt, ist jedenfalls Ruhe im Karton (also nix Drossel oder Trafo). Vielleicht muss ich innerhalb der metallischen Umschaltbox auch noch mit geschirmten Leitungen arbeiten? Es fällt halt jetzt erst auf, durch die Hochohmigkeit des Verstärkereingangs, andererseits zeigt es aber scheinbar, wo nicht "sauber" mit Masse und Schirmung umgegangen wurde.
Mir fällt aber auch noch ein, dass ich diese "ungeschirmten" Reson TSC-Kabel verwende (nur zwei auf Abstand liegende, massive Leiter). Vielleicht sind die bei so "hochohmigen" Verbindungen dann wirklich nicht "mehr" die beste Wahl, sondern wieder die guten, alten Koaxial-Cinchkabel?
25.08.2024
Schaltung soweit umgebaut, wie unten beschrieben. Heute bekomme ich mal zu Abwechslung mit ca. 310mV (Ueff) am Eingang, 1W/8,2Ohm am Ausgang raus (hängt, glaub ich, u.a. davon ab zu welchem Zeitpunkt ich messe, gleich nach dem Einschalten oder wenn er schon länger im Betrieb war). Die Anschlussbeine der 0,27µf Koppelkondensatoren (Arcotronic 1.72 KP) sind jetzt lang genug, um auch ohne geschirmte Leitungen die Treiber und Endröhre miteinander zu verbinden.
Bodenblech wurde jetzt ebenfalls geerdet, aber ich habe immer noch dieses leichte "Prasseln", wenn ich die Lautstärke voll aufdrehe, beidseitig. Die Gleichrichterröhre wurde auch schon getauscht. Mit dem Ohr am Ringkernnetztrafo könnte man meinen ein ähnliches Geräusch zu hören. Hier könnte ich zur Not mal einen anderen einbauen, der aber eine deutlich niedrigere Anodenspannung hätte und müsste dann wieder mit einem größeren 1.C arbeiten (was aber auch die gleichgerichtete Spannung schon mal "glätten" würde - bis zu 1,41x höhere Spannungen sind mit Kondensatorsiebung möglich, dafür nur ein max. 0,7-facher Strom, von dem auf dem Trafo angegebenen Wert. Bei Drosselsiebung ist ist nur noch eine 0,9-fache Ausgangsspannung möglich, dafür bleibt bei richtiger Dimensionierung der Strom über einem breiteren Bereich stabiler. Ist aber bei im Eintakt-Class A arbeitende Verstärker nicht notwendig, da er der max. Strom in Ruhe, im Arbeitspunkt fließt und im Betrieb eher weniger wird.).
Vielleicht kommt das Geräusch auch von der Drossel, weil nicht jede Drossel für reine Drosselsiebung funktioniert (besonders die günstigen nicht unbedingt). Man kann die Drossel aber mit einem, kleinen 1.C, direkt nach der Gleichrichterröhre wieder "still" bekommen, wenn sie Geräusche machen sollte.
Also Drossel nochmal getauscht und gleich vom Gehäuse, mit einem Stück "Schaumstoff," entkoppelt und einen kleinen 1.C (0,1µf) eingebaut, aber noch immer dieses Geräusche. Ich werd nochmal etwas höher gehen, mit dem Kondensatorwert, nur um zu "hören" ob sich das Geräusch überhaupt verändert, also auf dem richtigen Weg bin. Ansonsten muss ich doch mal einen anderen Trafo einbauen.
Ich spiel auch noch mit dem Gedanken, den Kathodenwiderstand auf 750 Ohm zu erhöhen, um zu schauen wie weit sich die Ausgangsleitung weiter erhöhen, dabei die Anodenlast vielleicht noch weiter senken lässt, aber die benötigte Eingangsspannung nicht viel mehr zu erhöhen (max. 400mV).
Ich werde mich jetzt mal an die Bearbeitung der Acrylglasfront machen (Sägekanten abziehen und polieren, Bohrungen einbringen, etc.).
22.08.2024
Der Amp ist bereits wieder betriebsbereit aufgebaut und die Arbeitspunkte soweit eingestellt. 1W an 8,2 Ohm, bei ca. 350mV am Eingang, bei Pa ca. 3,6W.
Hab mir nochmal Gedanken gemacht wegen dem Koppelkondensator und den angeblichen 20ms (tau), die sowohl "Diciol" als auch "Frihu" propagandieren. Lt. hier "https://www.analog-forum.de/wbboard/index.php?thread/175992-die-gr%C3%B6%C3%9Fe-des-koppelkondensators-und-die-phasenlage/" ist eher die Phase das Problem, als die Lade-/Entladezeit, die zur angeblichen Schnelligkeit eines Verstärkers beitragen soll.
......... Um so etwas zu messen, wird üblicherweise ein Chirp-Signal verwendet. Das ist ein Signal, dessen Frequenz sich zeitlich ändert. Wie sieht ein Chirp-Signal (20 Hz zu 100 Hz) nach einem 20 ms Hochpass aus?
Die rote Kurve ist das Eingangssignal, die schwarze Kurve das Ausgangssignal. Man sieht deutlich, dass sich im Ausgangssignal nicht nur die Amplitude, sondern auch die Frequenz geändert hat.
Das gleiche nun, wenn die 3 dB Grenzfrequenz des Hochpasses von 8 Hz auf 0,8 Hz gelegt wird und damit eine Phase von 2° bei 20 Hz liegt:
Schon viel besser, aber es sind immer noch Differenzen zu sehen. Also noch mal die Grenzfrequenz des Tiefpasses erniedrigen, jetzt auf 0,16 Hz:
Im Forum wurde dafür ein Hochpass mit den Werten 1µf und 1MOhm ermittelt. Der Kondensator muss im Einschaltmoment aber erst einmalig geladen werden, was einige Sekunden dauern kann.
Momentan finde ich, wenn ich die Zeitkonstanten einhalte, klingt es mit Ra=100k, C=0,047µf und Rg=330k eher wieder zu dünn, was o.g. Aussage eigentlich unterstützt. Mit 0,1uf und Rg= 680k schon deutlich "kräftiger", "präziser" im Bass, bin aber mit ca. 2,3Hz noch deutlich von den o.g. 0,16Hz entfernt. Vielleicht geht ich dann schon mal auf 0,27µf und 820kOhm hoch, was dann 0,72Hz macht?
Mit der Hochohmigkeit der Schaltung wird diese auch empfindlicher, was die "Masseführung" angeht.
So musste das Deckblech mit den Röhren noch geerdet werden und auch die metallischen Potiachsen reagieren auf Berührungen (das sollte mit einem Kunststoff-Potiknopf kein Problem sein). Auch hab ich noch ein leichtes, seltsames Geräusch (kein Brumm, mehr ein "Prasseln"), wenn ich voll aufdrehe, so als wäre etwas noch nicht sauber geerdet oder streut ein. Vielleicht sind ja auch Treiber- und Endröhre zu weit weg voneinander? Hab momentan den Ausgang der Treiberröhre mit 15cm ungeschirmter Leitung zum Koppelkondensator, der bei der Endröhre liegt, verdrahtet.
19.08.2024
Weitere Hörversuche waren ebenfalls sehr "angenehm". Deswegen hab ich mich jetzt auch nochmal für einen sauberen Aufbau entschieden. Basis wird erstmal wieder ein Rack-Wandgehäuse mit 3HE sein, welches diesmal eine grau getönte, 5mm Acrylglas-Front bekommt, indem die kanalgetrennten Lautstärkeregler, evtl. mit Blechskalen und schönen, großen Potiknöpfen, eingebaut werden sollen. Evtl. werden auch noch Einschalter und Kontrollleuchte auf die Front verlegt.
Hier die ersten Arbeiten. Die breitere gelochte Rackblende, welches auch den Boden mit den Gerätefüßen bildet, nimmt wieder den Ringkerntrafo (stehend montiert), Drossel, Übertrager und Siebung auf.
Das gelochte Deckblech mit den 3 Röhren (v.l.n.r., EZ81, 6N6P und 6N2P), zusammen mit dem 12xXLR-Blech, indem sich die Anschlüsse befinden, bilden die Oberseite.
14.08.2024
Noch mal etwas mit unterschiedlicher Musik gelauscht und für gut befunden! Klang jetzt, bei den verwendeten Lautstärken, gar nicht mehr so höhenbetont (ob es an den zusätzlichen Kapazitäten liegt?). Damit wird jetzt erstmal noch ein bisschen gehört, bevor es wieder an einem möglichen, sauberen Aufbau geht.Was den Verstärker betrifft hab ich mich da von meinem HiFi-Bekannten inspirieren lassen, der speziell ein Buch über die Verwendung der ECC99 in Vor- und Endverstärkerschaltungen herausgebracht hat ("Dominic Melischko - Audiophile Röhrenverstärker mit der ECC99"). Aber anstelle der ECC81 als Treiber, hab ich mich für die ECC83 (6N2P) entschieden und anstelle der ECC99 für die 6N6P. Auch hab ich keine 8kOhm Übertrager, sondern 10kOhm verwendet, weshalb ich auch den Arbeitspunkt etwas höher gewählt habe. Der Kathodenwiderstand der 6N2P Treiberröhre ist auch nicht überbrückt (das geht, wenn man ausreichend Verstärkungsreserven hat), was "linearisierend" wirken soll.
13.08.2024
Auch wenn der Amp für andere Versuche (Lautstärkeregelung) aufgebaut wurde, kam ich nicht umhin auch mal rein zu hören. Nicht schlecht, dynamisch, feinauflösend und auch ausreichend Bass, was mir aber dann doch schnell wieder, zu höheren Lautstärken hin, zu höhenbetont wurde. Schade eigentlich!
Vielleicht kann man ja daran noch etwas machen, z.B. die Güte des Resonanzkreises aus Übertragerinduktivität, -gleichstromwiderstand und eben der letzten Kapazität im Netzteil, bevor es auf die Übertrager geht, verbessern oder auch die Kapazität für den Kathodenwiderstand der 6N6P vergrößern (untere Grenzfrequenz verkleinern)?
Ist auch nicht mein 1. Versuch mit der 6N6P (s. Post "Verstärker mit
der ECC99/6N6P"). Der letzte wurde wegen mutmaßlichen Verzerrungen im
Bassbereich wieder zur Seite gelegt.
Hab jetzt einfach noch ein bisschen
mit dem Arbeitspunkt des 6N6P-Verstärkers (ECC99) gespielt. Ra auf 5kOhm
reduziert (u.a. weil der Innenwiderstand der 6N6P nur 1,8kOhm haben
soll, anstatt 2,3kOhm der ECC99) und mit etwas mehr Strom versucht
"mehr" rauszuholen, was aber die falsche Richtung ist. Also geht es
wieder auf Ra=10kOhm hoch und der Kathodenwiderstand irgendwo zwischen 470 und 680 Ohm.
Ich
versuche so viel wie möglich Watt (viel mehr wie 1 Watt wird es
ehrlicher Weise nicht werden 😉), mit so wenig wie möglich
Eingangsspannung (250-500mV), bei minimaler Anodenverlustleistung,
heraus zu holen. Der Klang muss dabei aber auch noch etwas "runder" für meinen
Geschmack werden, nicht so höhenbetont. Trioden soll man ja auch noch 5-10x lauter hören können,
bevor es hörbar verzerrt, wobei die Anodenverlustleistung aber immer
weiter abnimmt - hört sich seltsam an, scheint aber so zu sein - s.
https://www.aikenamps.com/index.php/idle-current-biasing-why-70-percent.
Auch
die Idee das ein Teil der ECC99 als Treiber- und der andere als
Endröhre fungiert (damit wäre nur ein System in der Röhre max.
ausgelastet) kommt mir da wieder in den Sinn, aber "unüberbrückt" dürfte
die Verstärkung (max. 22) für eine hohe Empfindlichkeit nicht
ausreichen. Bei meinen letzten Versuchen lag diese, "überbrückt", bei ca.
350mV (was gut wäre) und "unüberbrückt" bei ca. 880mV. Bei der 6N6P
dürfte es noch etwas schlechter aussehen, das sie nicht so hoch
verstärkt (ca. 18).
Jetzt eben wird eine ECC83 bzw. 6N2P eingesetzt, mit der ich auf ca. 380mV komme, wenn ich die 6N6P voll aussteuere. Hab jetzt auch noch gelesen, das die
Millerkapazität der 6N6P mit 100pf recht hoch sein soll, so das
eigentlich ein "kräftiger" Treiber benötigt werden würde. Ob da die ECC83 die
richtig Wahl ist? Klingen tut es aber schon mal ganz gut.
Hab wieder auf Ra=10k umgebaut und noch
etwas mit den Arbeitspunkten gespielt. Bin jetzt bei Pa ca. 3,9W, es
fließen ca. 17mA (Rk=560 Ohm) und bekomme bei 380mV am Eingang, 1W am
Ausgang.
Andere Möglichkeit wäre noch RK=680 Ohm, bei ca. 15mA,
Ua ca. 238V, mit ca. 380mV am Eingang, Pa ca. 3,6W, was dann auch so um
die 1W bringt.
So hab ich das auch gemacht. Dann auch noch Ck für die 6N6P auf 220µf erhöht und auch die Siebung vor dem Übertrager, um nochmal 47µf aufgestockt.
Heute Abend werde ich mal reinhören.